# Pflanzenschutzpolitik muss Realitäten in der Landwirtschaft beachten

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- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Pflanzenschutz
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Pressemitteilung

26.05.2008

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) Pflanzenschutzpolitik Muss Realitäten In Der Landwirtschaft Beachten

## BOG- und IVA-Appell an Parlamentarier aus Brüssel und Berlin

„Die Gemüseerzeuger in Deutschland brauchen eine ausreichende Zahl von Pflanzenschutzmitteln, und sie brauchen die gleichen Behandlungsmöglichkeiten wie ihre Berufskollegen in anderen EU-Ländern. Nur dann bleiben sie konkurrenzfähig und können auch zukünftig die Verbraucher mit regionalen Produkten versorgen.“ Das erklärte Gerhard Schulz, der Vorsitzende des Bundesausschusses Obst und Gemüse (BOG), gegenüber dem Europaparlamentarier Hans-Peter Mayer und dem Bundestagsabgeordneten Hans-Michael Goldmann. Die beiden Politiker trafen bei einem Branchengespräch zur EU-Pflanzenschutzpolitik im Betrieb Schulz in Papenburg mit Vertretern von Wirtschaft und Verwaltung zusammen. Der BOG und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) hatten gemeinsam zu der Veranstaltung eingeladen. Zentrales Thema war die Neuordnung der Pflanzenschutzmittel-Zulassung in Europa.

Danach sollen künftig für die Zulassung von Wirkstoffen so genannte K. o.-Kriterien eingeführt werden. Sie betrachten lediglich die Stoffeigenschaften und nicht wie bisher das Anwendungsrisiko eines Pflanzenschutzmittels in der Praxis. „Vor allem durch die weit über die Vorschläge der Kommission hinaus gehenden Forderungen des Europaparlaments könnte ein Großteil der heute verfügbaren Wirkstoffe verloren gehen“, erklärte dazu der Hauptgeschäftsführer des IVA, Volker Koch-Achelpöhler.

Bei Insektiziden zum Beispiel wäre das Aus für 85 Prozent der Wirkstoffe vorprogrammiert. „Dann könnten viele Schädlinge nicht mehr bekämpft werden, und gegen die wenigen verbliebenen Wirkstoffe würden die Insekten schnell resistent“, sagte der Verbandschef. Besonders hart getroffen würden Kulturen mit hohem Schädlingsdruck wie Obst und Gemüse. Das könnte bis zur Existenzgefährdung der Betriebe führen. Bei Mitteln zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten wären die Wirkstoffverluste ebenfalls erheblich.

„Selbst bei Großkulturen wie Getreide oder Kartoffeln müsste man mit Ertragseinbußen bis zu 30 Prozent rechnen, wenn die extremen Vorstellungen der Parlaments Realität würden“, so Koch-Achelpöhler. Europa würde damit bei diesen wichtigen Grundnahrungsmitteln zum Importland.

Auch Schulz appellierte an die Parlamentarier, die Bewertungskriterien für die Pflanzenschutzmittel stärker an die Realitäten anzupassen und die bisherige risikoorientierte Betrachtung beizubehalten. Sonst sei ein nachhaltiger Pflanzenschutz nicht mehr möglich, und der sei unverzichtbarer Garant für die Sicherung der Ernten und der Qualität. In einer Zeit steigender Preise für Lebensmittel sowie angesichts der Diskussion um die Ernährung der Weltbevölkerung gewinne diese Betrachtung besonderes Gewicht.

Schulz setzte sich in dem Branchengespräch für die vom Ministerrat und der Europäischen Kommission vorgeschlagene zonale Zulassung von Pflanzenschutzmitteln ein. Das sei ein erster wichtiger Schritt dazu, gleiche Bedingungen für die Erzeuger in den EU-Mitgliedstaaten herzustellen.

## Pressemitteilungen

[ !["Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Podiumsdiskussion%20Praxis%20trifft%20Politik%20am%20Pfalzmarkt_19022026_Quelle%20IVA.jpeg.webp?h=71e18210&itok=4O72YHGi)

19.02.2026

Pressemitteilung

"Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit

Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) heute in Mutterstadt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Handel und Vermarktung über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Auswirkungen aktueller regulatorischer Weichenstellungen auf die Ernährungssicherheit. Unter dem Titel „Zukunft der Landwirtschaft – Ernährungssicherheit in Zeiten politischer Weichenstellungen“ kamen Agrarpolitikerinnen und -politiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit Praktikern aus Landwirtschaft, Handel und Vermarktung zusammen.

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[ ![IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Phtytophthora%20infestans_272252666_AdobeStock.jpeg.webp?h=0d27ee61&itok=plCyzguV)

05.02.2026

Pressemitteilung

IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"

Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

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[ !["Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-01/PK%20150126_Berlin.jpg.webp?h=71976bb4&itok=52rISgNu)

15.01.2026

Pressemitteilung

"Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"

Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein übertrieben bürokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang der Landwirtschaft zu innovativen Pflanzenschutzmitteln – ein Problem insbesondere für den heimischen Obstbau, den die Politik eigentlich stärken wollte. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2026 in Berlin appellierten die Fachgruppe Obstbau und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die Politik in Deutschland und Europa, ambitionierte Reformideen jetzt konsequent umzusetzen.

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[ ![Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2025-12/Pflanzenschutzausbringung_40592454M_123rf.jpg.webp?h=e489e4e1&itok=yCASiprG)

17.12.2025

Pressemitteilung

Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) sieht nach einer ersten Analyse des von der Europäischen Kommission vorgelegten „Food and Feed Safety Simplification Omnibus“ – einem Verordnungsvorschlag zur Entbürokratisierung unter anderem der Pflanzenschutz-Zulassungsverordnung von 2009 – zu wenig Impulse, um die bestehenden Probleme beim Pflanzenschutz grundlegend zu lösen. Aus Sicht des IVA sind Vereinfachungen dringend notwendig, damit innovative Pflanzenschutzmittel – ob biologisch oder chemisch-synthetisch – der Landwirtschaft in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

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