# Pflanzenschutz-Rückstände: Einheitliche Höchstmengen rücken näher

## Metadata

- Entity type: Inhalt (`node`)
- URL: https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/pflanzenschutz-rueckstaende-einheitliche-hoechstmengen
- Language: de
- Bundle: News (`news`)
- Created: 2007-03-14T23:00:00+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
- Published: true
- Topics: Pflanzenschutz
- Teaser text: Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat heute eine erste Stellungnahme zu 236 Pflanzenschutz-Wirkstoffen veröffentlicht, die einheitliche Rückstands-Höchstmengen erhalten sollen. Für 92 davon können derzeit geltende Werte aus den Mitgliedstaaten übernommen werden. Die übrigen Substanzen durchlaufen nun ein wissenschaftliches Bewertungsverfahren. „Alle zulässigen Rückstandsgehalte sind jedoch ohne Risiko für die Verbraucher; hier gelten sehr hohe Sicherheitsfaktoren“, erklärt dazu der Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), Volker Koch-Achelpöhler.

## Content

Pressemitteilung

15.03.2007

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) Pflanzenschutz-Rückstände: Einheitliche Höchstmengen Rücken Näher

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat heute eine erste Stellungnahme zu 236 Pflanzenschutz-Wirkstoffen veröffentlicht, die einheitliche Rückstands-Höchstmengen erhalten sollen. Für 92 davon können derzeit geltende Werte aus den Mitgliedstaaten übernommen werden. Die übrigen Substanzen durchlaufen nun ein wissenschaftliches Bewertungsverfahren. „Alle zulässigen Rückstandsgehalte sind jedoch ohne Risiko für die Verbraucher; hier gelten sehr hohe Sicherheitsfaktoren“, erklärt dazu der Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), Volker Koch-Achelpöhler.

Wegen der unterschiedlichen Produktionsbedingungen in der Landwirtschaft gelten meist auch unterschiedliche nationale Höchstmengen. „Dies führt immer wieder zu Problemen beim grenzüberschreitenden Handel und verunsichert die Verbraucher,“ so Koch-Achelpöhler. „Deshalb begrüßen wir jeden Fortschritt bei der Vereinheitlichung der Höchstmengen.“

Weil Höchstmengen immer für eine ganz bestimmte Kombination von Wirkstoff und Lebensmittel festgelegt werden, waren über 60.000 Werte zu bearbeiten. Ursprünglich sollte der Prozess schon 2006 abgeschlossen sein. Jetzt ist als Zielmarke Ende 2008 angepeilt. Momentan ist EFSA im Auftrag der EU-Kommission dabei, vorläufige Höchstmengen vorzuschlagen. Alle in den Mitgliedstaaten gültigen Werte mussten an den Sitz der Behörde im italienischen Parma gemeldet werden. Wenn der höchste davon als sicher eingestuft wurde, was nun bei 40 Prozent der Substanzen der Fall war, wurde er als vorläufige Höchstmenge vorgeschlagen.

„EFSA ist dabei extrem vorsichtig vorgegangen und hat dabei gleich mehrere unrealistische Annahmen kombiniert“, erklärt dazu Koch-Achelpöhler. Beispielsweise hat EFSA bei jedem Lebensmittel die jeweils höchste in einem Mitgliedstaat veranschlagte Verzehrsmenge zugrunde gelegt. Danach würde ein Finne gleich viele Tomaten essen wie ein Italiener oder ein Holländer ebenso viele Oliven wie ein Grieche. Das ergibt ein Verzehrsmuster, das nirgendwo als Realität existiert. Weiter ist EFSA davon ausgegangen, dass alle Lebensmittel, für die Höchstmengen existieren, auch Rückstände enthalten. Tatsächlich werden die Wirkstoffe aber stets nur in einer begrenzten Anzahl der Kulturen angewendet. Gleichzeitig wurde angenommen, dass alle Früchte jeweils bis an den zulässigen Höchstgehalt belastet sind. Praktisch werden aber in der Hälfte der Produkte keine Rückstände gefunden; wo sie nachweisbar sind, bewegen sie sich in der Regel im unteren Bereich. EFSA hat zudem nicht berücksichtigt, dass ein Großteil der Lebensmittel vor dem Verzehr verarbeitet wird.

Die 144 Substanzen, die bislang keine vorläufigen Höchstmengen erhalten haben, werden im zweiten Schritt nach realitätsnäheren Kriterien bewertet. „In den meisten Fällen dürften sich die gemeldeten Höchstmengen als akzeptabel erweisen“, erwartet Koch-Achelpöhler.

## Pressemitteilungen

[ !["Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Podiumsdiskussion%20Praxis%20trifft%20Politik%20am%20Pfalzmarkt_19022026_Quelle%20IVA.jpeg.webp?h=71e18210&itok=4O72YHGi)

19.02.2026

Pressemitteilung

"Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit

Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) heute in Mutterstadt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Handel und Vermarktung über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Auswirkungen aktueller regulatorischer Weichenstellungen auf die Ernährungssicherheit. Unter dem Titel „Zukunft der Landwirtschaft – Ernährungssicherheit in Zeiten politischer Weichenstellungen“ kamen Agrarpolitikerinnen und -politiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit Praktikern aus Landwirtschaft, Handel und Vermarktung zusammen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/praxis-trifft-politik-fehlende-pflanzenschutz-optionen)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/praxis-trifft-politik-fehlende-pflanzenschutz-optionen)

[ ![IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Phtytophthora%20infestans_272252666_AdobeStock.jpeg.webp?h=0d27ee61&itok=plCyzguV)

05.02.2026

Pressemitteilung

IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"

Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-bei-fakten-besser-genauer-hinschauen)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-bei-fakten-besser-genauer-hinschauen)

[ !["Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-01/PK%20150126_Berlin.jpg.webp?h=71976bb4&itok=52rISgNu)

15.01.2026

Pressemitteilung

"Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"

Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein übertrieben bürokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang der Landwirtschaft zu innovativen Pflanzenschutzmitteln – ein Problem insbesondere für den heimischen Obstbau, den die Politik eigentlich stärken wollte. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2026 in Berlin appellierten die Fachgruppe Obstbau und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die Politik in Deutschland und Europa, ambitionierte Reformideen jetzt konsequent umzusetzen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/hoechste-zeit-fuer-ambitionierte-reformen-im)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/hoechste-zeit-fuer-ambitionierte-reformen-im)

[ ![Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2025-12/Pflanzenschutzausbringung_40592454M_123rf.jpg.webp?h=e489e4e1&itok=yCASiprG)

17.12.2025

Pressemitteilung

Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) sieht nach einer ersten Analyse des von der Europäischen Kommission vorgelegten „Food and Feed Safety Simplification Omnibus“ – einem Verordnungsvorschlag zur Entbürokratisierung unter anderem der Pflanzenschutz-Zulassungsverordnung von 2009 – zu wenig Impulse, um die bestehenden Probleme beim Pflanzenschutz grundlegend zu lösen. Aus Sicht des IVA sind Vereinfachungen dringend notwendig, damit innovative Pflanzenschutzmittel – ob biologisch oder chemisch-synthetisch – der Landwirtschaft in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/gemmer-eu-omnibus-taugt-nicht-fuer-die-langstrecke)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/gemmer-eu-omnibus-taugt-nicht-fuer-die-langstrecke)

## Ansprechpartner

Haben Sie Fragen? Sprechen Sie uns gerne an.

![](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-10/May_Martin_HG.jpg.webp?h=a14b5fd1&itok=5fYskPDk)

Martin May

Geschäftsführer, Leiter Kommunikation und Politik, Pressesprecher

+49 69 2556-1249

[ may.iva@vci.de ](mailto:may.iva@vci.de)
