# Pflanzenschutz: Regulierung bremst Innovationen aus

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- URL: https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/pflanzenschutz-regulierung-bremst-innovationen-aus
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- Created: 2013-10-01T22:00:00+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Pflanzenschutzindustrie, Pflanzenschutz, Landwirtschaft, Regulierung
- Teaser text: Die europäischen Märkte spielen bei der Entwicklung neuer Wirkstoffe und Produkte eine immer geringere Rolle; Asien hat Europa 2012 als wichtigster Markt für Agrarchemie abgelöst. Investitionen in Forschung und Entwicklung für den europäischen Markt sind von 33,3 Prozent auf 7,7 Prozent zurückgegangen.

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© IVA

Europas Landwirten drohen Wettbewerbsnachteile, wenn ihnen Innovationen im Pflanzenschutz durch die Zulassungsregeln in der EU nicht mehr zugutekommen.

Pressemitteilung

02.10.2013

-

Frankfurt/Main

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) Pflanzenschutz: Regulierung Bremst Innovationen Aus

## Studie: Landwirte in Europa drohen Anschluss zu verlieren / Attraktive Märkte liegen jetzt in Asien und Lateinamerika

Die europäischen Märkte spielen bei der Entwicklung neuer Wirkstoffe und Produkte eine immer geringere Rolle; Asien hat Europa 2012 als wichtigster Markt für Agrarchemie abgelöst. Dies zeigt eine heute in Brüssel vorgestellte Studie der Beratungsgesellschaft Phillips McDougall im Auftrag der European Crop Protection Association (ECPA).

Als einen wesentlichen Grund für die nachlassende Attraktivität Europas sehen die Autoren die im internationalen Vergleich besonders strenge Regulierung. Erst 2009 wurden die Anforderungen für die Zulassung neuer Pflanzenschutz-Wirkstoffe in Europa durch die EU-Verordnung 1107/2009 weiter verschärft. Nach Angaben von Phillips McDougall sind damit die regulatorischen Hürden für neue Pflanzenschutzmittel weltweit nirgendwo höher als in der EU.

Während in den 1980er Jahren noch ein Drittel aller neuen Pflanzenschutz-Wirkstoffe für den europäischen Markt entwickelt wurden, ist der Anteil laut Phillips McDougall nach der Jahrhundertwende auf 16,4 Prozent geschrumpft. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung, die die führenden Unternehmen der Branche für den europäischen Markt aufgewendet haben, sind im gleichen Zeitraum von 33,3 Prozent (1980-1989) sogar auf 7,7 Prozent (2005-2014) zurückgegangen.

„Diese Zahlen belegen anschaulich, dass die Zulassungsregeln für Pflanzenschutzmittel in Europa zu einer Innovationsbremse geworden sind. Mittelfristig wird daraus ein massiver Wettbewerbsnachteil für unsere Landwirte erwachsen. Es ist zu hoffen, dass sich die künftige Bundesregierung zu einer produktiven und nachhaltigen landwirtschaftlichen Produktion in Europa bekennt und dies auch in Brüssel durchsetzt“, sagt Volker Koch-Achelpöhler, Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA). Der Wirtschaftsverband ist Mitglied des europäischen Pflanzenschutzverbands ECPA.

Koch-Achelpöhler weiter: „Deutschland und die benachbarte Schweiz sind ein globales Kompetenzzentrum in der Pflanzenschutz-Forschung. Die hier beheimateten Unternehmen bekennen sich zum Standort Europa und appellieren an Politik und Behörden, gemeinsam die regulatorischen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Innovationen den europäischen Landwirten auch tatsächlich zugutekommen. Dazu braucht es vor allem Konstanz und Verlässlichkeit in der Zulassungspraxis.“

Die Kosten, einen neuen Pflanzenschutz-Wirkstoff zu entwickeln, sind in den vergangenen zwei Jahrzehnten erheblich gestiegen. Phillips McDougall hat für den Zeitraum von 1995 bis 2005 einen Anstieg der Gesamtkosten für Forschung, Entwicklung und Registrierung eines neuen Wirkstoffs um rund 68 Prozent ermittelt. Im Durschnitt kostete die Markteinführung eines neuen Wirkstoffs nach den Zahlen der Jahre 2005 bis 2008 rund 256 Millionen US-Dollar (rund 190 Millionen Euro).

Die englischsprachige Studie kann kostenfrei heruntergeladen werden.
[&gt;&gt; Download (PDF, 4,8 MB)](https://www.iva.de/sites/default/files/pdfs/r_and_d_study_2013_v1_8_webversion_final.pdf)

## Pressemitteilungen

[ ![IVA sieht Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft zunehmend gefährdet](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-05/IVA_Jahresbericht_2023_24_Titel.jpg.webp?h=00afd729&itok=GWrNo17L)

14.05.2024

Pressemitteilung

IVA sieht Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft zunehmend gefährdet

Die Mitgliedsunternehmen des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) blicken auf ein schwieriges Jahr mit sinkenden Umsatz- und Absatzzahlen zurück – und angesichts wachsenden regulatorischen Drucks mit Sorge in die Zukunft.&amp;nbsp;Dies geht aus dem neuen Jahresbericht des Verbands hervor, den er heute anlässlich seiner Mitgliederversammlung in Berlin veröffentlichte.

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[ !["Zukunftsprogramm" wird seinem Namen nicht gerecht](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-05/Sommergerste_6183_hk.JPG.webp?h=94b28deb&itok=isqkDqs-)

03.05.2024

Pressemitteilung

"Zukunftsprogramm" wird seinem Namen nicht gerecht

Unwissenschaftlich, unausgegoren und untauglich – mit klaren Worten kommentierte heute der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) die „Diskussionsgrundlage für die Erarbeitung eines Zukunftsprogramms Pflanzenschutz“, mit der das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zahlreiche Interessenvertretungen der Branche zur Stellungnahme aufgefordert hatte. Der IVA vertritt die Interessen von Herstellern und Zulassungsinhabern von modernen chemischen und biologischen Pflanzenschutzmitteln in Deutschland.

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[ ![IVA: Verbales Gift schadet Debatte um Zukunft der Landwirtschaft](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2023-06/Erdbeeren_in_Portion_305174_adpic.jpg.webp?h=4ca9cb25&itok=Lo2HnUmo)

09.06.2023

Pressemitteilung

IVA: Verbales Gift schadet Debatte um Zukunft der Landwirtschaft

Mit der giftigen Rhetorik seiner seit Wochenanfang laufenden Kampagne #BesserOhneGift führt sich der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschlands (BUND) selbst ad absurdum, indem er zu einer verbalen Vergiftung der Debatte um die Zukunft der Landwirtschaft beiträgt. Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) bedauert, dass der BUND in alte Muster zurückfällt. Beteiligte aus Landwirtschaft, Umweltschutz und Industrie waren in ihrem Dialog schon viel weiter, etwa in der gemeinsamen Arbeit der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL). Aus Sicht des IVA, der die Interessen der deutschen Pflanzenschutzindustrie vertritt, sollte über die Landwirtschaft von morgen nicht mit Kampagnen von vorgestern gestritten werden.

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[ ![Michael Wagner als IVA-Präsident bestätigt](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2023-05/Michael%20Wagner.jpg.webp?h=6f8e2d4a&itok=RdAl-2Ef)

09.05.2023

Pressemitteilung

Michael Wagner als IVA-Präsident bestätigt

Michael Wagner wird den Industrieverband Agrar e. V. (IVA) für zwei weitere Jahre als Präsident führen. Die Mitgliederversammlung des Wirtschaftsverbands bestätigte ihn heute in Berlin bei den Wahlen zum Präsidium. Wagner hat das Amt seit Jahresbeginn 2022 inne.

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[ ![Innovations-Booster entfesselt Potenzial der Landwirtschaft](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2023-01/IVA_Grafik_Digitalisierung_Landwirtschaft_RGB.jpg.webp?h=be67b5bb&itok=xOzae-NU)

10.01.2023

Pressemitteilung

Innovations-Booster entfesselt Potenzial der Landwirtschaft

Gemeinsam mit Partner-Verbänden der Agrarbranche macht sich der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) zum Jahresauftakt in sozialen Medien unter dem Hashtag #InnovationsBooster für die schnellere Anwendung von Innovationen in der Landwirtschaft stark. Themenschwerpunkt des IVA dabei: Digitalisierung und Präzisionslandwirtschaft. In diesem Bereich wollen allein die führenden Unternehmen der europäischen Pflanzenschutz-Industrie in diesem Jahrzehnt 10 Milliarden Euro investieren.

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[ ![Michael Wagner ab Januar 2022 neuer IVA-Präsident](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2021-12/Michael%20Wagner_Foto%20BASF_bearbeitet.jpg.webp?h=696bf1ae&itok=I6MSp1cK)

17.12.2021

Pressemitteilung

Michael Wagner ab Januar 2022 neuer IVA-Präsident

Michael Wagner, Vice President Agricultural Solutions, BASF SE, übernimmt am 1. Januar 2022 das Amt des Präsidenten des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA). Er folgt auf Dr. Manfred Hudetz, Syngenta Agro GmbH, der zum Jahreswechsel in den Ruhestand geht.

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[ ![Jahrespressekonferenz 2021 / „Jetzt Weichen stellen für die Zukunft der Landwirtschaft“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/vorschaubilder/jpk_2021.jpg.webp?h=fcfb9b99&itok=SAxTArRd)

23.04.2021

Pressemitteilung

Jahrespressekonferenz 2021 / „Jetzt Weichen stellen für die Zukunft der Landwirtschaft“

Die anhaltend schwache Nachfrage nach Pflanzenschutzmitteln hat den Inlandsumsatz der im Industrieverband Agrar e. V. (IVA) organisierten Herstellerfirmen im Geschäftsjahr 2020 abermals um 3,9 Prozent auf 1,146 Milliarden Euro (2019: 1,193 Mrd. Euro) schrumpfen lassen.

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[ ![Eine Kooperation zum Schutz der Trinkwasserressourcen](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-02/Bew%C3%A4sserung%20im%20Feld_695936038XL_istock.jpg.webp?h=62bc044e&itok=3J7UaOXm)

19.04.2021

Aktuelles

Eine Kooperation zum Schutz der Trinkwasserressourcen

Die Verbände der Wasserwirtschaft (BDEW,&amp;nbsp;DVGW,&amp;nbsp;VKU) haben gemeinsam mit dem Industrieverband Agrar e. V.&amp;nbsp;(IVA) im Jahr 2009 ihre Zusammenarbeit am Runden Tisch Wasserwirtschaft/ Pflanzenschutzmittelindustrie gestartet. Wesentlicher Bestandteil der Vereinbarung „Gemeinsam die Zukunft sichern“ ist ein regelmäßiger Informationsaustausch, die gemeinsame Arbeit an Problemlösungen sowie der Betrieb einer Datenbank zum Vorkommen von Pflanzenschutzmitteln (PSM) in den Rohwasserressourcen der öffentlichen Trinkwasserversorgung.

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Haben Sie Fragen? Sprechen Sie uns gerne an.

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Martin May

Geschäftsführer, Leiter Kommunikation und Politik, Pressesprecher

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[ may.iva@vci.de ](mailto:may.iva@vci.de)
