# Pflanzenschutz-Industrie befürchtet Verlust wichtiger Wirkstoffe

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- URL: https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/pflanzenschutz-industrie-befuerchtet-verlust-wichtiger
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- Created: 2017-07-05T07:01:24+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Pflanzenschutz, Landwirtschaft, Regulierung
- Teaser text: Die in Brüssel auf Vorschlag der Europäischen Kommission beschlossenen Kriterien für endokrine Disruptoren (hormonell schädliche Substanzen, kurz: ED) werden nach Auffassung der europäischen Pflanzenschutz-Industrie in der Praxis keine verlässliche Unterscheidung in regulierungsbedürftige und harmlose Stoffe leisten. Sie befürchtet, dass nun abermals viele bewährte Pflanzenschutz-Wirkstoffe verloren gehen.

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© IVA

Pressemitteilung

05.07.2017

-

Frankfurt/Main

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) Pflanzenschutz-Industrie Befürchtet Verlust Wichtiger Wirkstoffe

## Kriterien zur Regulierung endokriner Disruptoren in Brüssel beschlossen

Die in Brüssel auf Vorschlag der Europäischen Kommission beschlossenen Kriterien für endokrine Disruptoren (hormonell schädliche Substanzen, kurz: ED) werden nach Auffassung der europäischen Pflanzenschutz-Industrie in der Praxis keine verlässliche Unterscheidung in regulierungsbedürftige und harmlose Stoffe leisten. Sie befürchtet, dass nun abermals viele bewährte Pflanzenschutz-Wirkstoffe verloren gehen.

„Die Pflanzenschutz-Industrie hat wiederholt darauf hinge­wiesen, dass die wenig spezifischen WHO-Kriterien für eine wissenschaftsbasierte Regulie­rung – die das EU-Pflanzenschutzrecht vorschreibt – untauglich sind. Dafür hätten Aspekte wie Exposition und Wirkstärke eines Stoffs berücksichtigt werden müssen. Nach den heute beschlossenen Kriterien aber wäre selbst ein alltägliches Genussmittel wie Kaffee als Pflan­zenschutz-Wirkstoff nicht genehmigungsfähig“, erklärte IVA-Hauptgeschäftsführer Dr. Dietrich Pradt: „Es ist jetzt an den Regulierungsbehörden, die verkorksten Kriterien so handhabbar zu machen, dass Landwirte ihre Ernte vor tatsächlich gefährlichen Stoffen weiter schützen können.“

## Pressemitteilungen

[ !["Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Podiumsdiskussion%20Praxis%20trifft%20Politik%20am%20Pfalzmarkt_19022026_Quelle%20IVA.jpeg.webp?h=71e18210&itok=4O72YHGi)

19.02.2026

Pressemitteilung

"Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit

Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) heute in Mutterstadt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Handel und Vermarktung über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Auswirkungen aktueller regulatorischer Weichenstellungen auf die Ernährungssicherheit. Unter dem Titel „Zukunft der Landwirtschaft – Ernährungssicherheit in Zeiten politischer Weichenstellungen“ kamen Agrarpolitikerinnen und -politiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit Praktikern aus Landwirtschaft, Handel und Vermarktung zusammen.

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[ ![IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Phtytophthora%20infestans_272252666_AdobeStock.jpeg.webp?h=0d27ee61&itok=plCyzguV)

05.02.2026

Pressemitteilung

IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"

Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

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[ !["Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-01/PK%20150126_Berlin.jpg.webp?h=71976bb4&itok=52rISgNu)

15.01.2026

Pressemitteilung

"Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"

Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein übertrieben bürokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang der Landwirtschaft zu innovativen Pflanzenschutzmitteln – ein Problem insbesondere für den heimischen Obstbau, den die Politik eigentlich stärken wollte. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2026 in Berlin appellierten die Fachgruppe Obstbau und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die Politik in Deutschland und Europa, ambitionierte Reformideen jetzt konsequent umzusetzen.

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[ ![Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2025-12/Pflanzenschutzausbringung_40592454M_123rf.jpg.webp?h=e489e4e1&itok=yCASiprG)

17.12.2025

Pressemitteilung

Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) sieht nach einer ersten Analyse des von der Europäischen Kommission vorgelegten „Food and Feed Safety Simplification Omnibus“ – einem Verordnungsvorschlag zur Entbürokratisierung unter anderem der Pflanzenschutz-Zulassungsverordnung von 2009 – zu wenig Impulse, um die bestehenden Probleme beim Pflanzenschutz grundlegend zu lösen. Aus Sicht des IVA sind Vereinfachungen dringend notwendig, damit innovative Pflanzenschutzmittel – ob biologisch oder chemisch-synthetisch – der Landwirtschaft in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

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Martin May

Geschäftsführer, Leiter Kommunikation und Politik, Pressesprecher

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