# Pflanzenschutz im Hopfengarten: Reduktion durch Innovation

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- URL: https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/pflanzenschutz-im-hopfengarten-reduktion-durch
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- Created: 2007-08-16T22:00:00+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Pflanzenschutz
- Teaser text: Am kommenden Montag (20. August) beginnt die Hopfenernte in der bayerischen Hallertau. Dort liegt fast ein Drittel der weltweiten Anbaufläche dieser Pflanze, deren Dolden dem Bier Aroma, Würze und den feinherben Geschmack verleihen. Die Hopfenbauern können sich auf kräftig steigende Preise freuen. Denn während die Anbaufläche in den letzten Jahren deutlich zurückging, wird der Bierdurst weltweit immer größer. Das geschieht vor allem in Regionen, in denen das Bier wenig Tradition hat, wie in Ostasien oder Südamerika.

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Pressemitteilung

17.08.2007

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) Pflanzenschutz Im Hopfengarten: Reduktion Durch Innovation

Am kommenden Montag (20. August) beginnt die Hopfenernte in der bayerischen Hallertau. Dort liegt fast ein Drittel der weltweiten Anbaufläche dieser Pflanze, deren Dolden dem Bier Aroma, Würze und den feinherben Geschmack verleihen. Die Hopfenbauern können sich auf kräftig steigende Preise freuen. Denn während die Anbaufläche in den letzten Jahren deutlich zurückging, wird der Bierdurst weltweit immer größer. Das geschieht vor allem in Regionen, in denen das Bier wenig Tradition hat, wie in Ostasien oder Südamerika.

Der Hopfen wächst äußerst schnell und erreicht eine Höhe von sieben Metern. Seine Triebe legen am Tag bis zu 35 cm an Länge zu. Ihr zartes Gewebe schmeckt allerdings auch Spinnmilben, Blattläusen und Rüsselkäfern. Mit gezieltem Pflanzenschutz müssen sie in Schach gehalten werden. Dramatische Schäden richten Krankheiten wie der Falsche Mehltau an. 1924 trat er erstmals in Deutschland auf. Damals vernichtete er die komplette Ernte. Ohne chemischen Pflanzenschutz hätte der Hopfenbau in Deutschland keine Zukunft gehabt.

Gerade in dieser Kultur hat sich seither eine erstaunliche Entwicklung vollzogen. Der Ertrag an Alphasäure, der eigentlichen Bierzutat, konnte durch moderne Sorten von 50 auf 400 Kilogramm pro Hektar gesteigert werden. Auch im Pflanzenschutz gab es beispielhafte Fortschritte, die von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen werden. Pilzkrankheiten erforderten noch vor 30 Jahren 15 bis 16 Spritzungen im Jahr. Seither wurde in der Hallertau ein raffiniertes Vorhersagesystem für Pilzkrankheiten entwickelt. An zahlreichen Beobachtungsstellen wird täglich die Anzahl der Pilzsporen ermittelt. Erreichen sie eine bestimmte Schwelle, werden die Hopfenpflanzer per SMS oder Fax informiert, dass sie eingreifen müssen. Dadurch konnten die Spritzungen bei den modernen toleranten Sorten auf zwei bis vier in der Vegetationsperiode reduziert werden. Bei den alten Landsorten kommt man mit fünf bis acht Behandlungen aus. „Auf das Kilo Alphasäure bezogen haben wir im Pflanzenschutz eine Einsparung von 95 Prozent erreicht“, erklärt Anton Lutz von der Hopfenforschung in Hüll mit erkennbarem Stolz.

Das gleiche System praktiziert das zweite süddeutsche Hopfenbaugebiet im württembergischen Tettnang. Einen anderen Weg gehen die Hopfenpflanzer im Elbe-Saale-Gebiet. Dort liegen die Hopfengärten zu weit auseinander, um durch Sporenzählen zu brauchbaren Ergebnissen zu kommen. Deshalb sind in den Pflanzungen Messstationen eingerichtet. Sie erfassen Niederschlagsmenge, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und die Blattnässe am Tag. Ein Computerprogramm errechnet dann, wann es sinnvoll ist, zur Spritze zu greifen.

## Pressemitteilungen

[ !["Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Podiumsdiskussion%20Praxis%20trifft%20Politik%20am%20Pfalzmarkt_19022026_Quelle%20IVA.jpeg.webp?h=71e18210&itok=4O72YHGi)

19.02.2026

Pressemitteilung

"Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit

Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) heute in Mutterstadt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Handel und Vermarktung über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Auswirkungen aktueller regulatorischer Weichenstellungen auf die Ernährungssicherheit. Unter dem Titel „Zukunft der Landwirtschaft – Ernährungssicherheit in Zeiten politischer Weichenstellungen“ kamen Agrarpolitikerinnen und -politiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit Praktikern aus Landwirtschaft, Handel und Vermarktung zusammen.

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[ ![IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Phtytophthora%20infestans_272252666_AdobeStock.jpeg.webp?h=0d27ee61&itok=plCyzguV)

05.02.2026

Pressemitteilung

IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"

Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-bei-fakten-besser-genauer-hinschauen)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-bei-fakten-besser-genauer-hinschauen)

[ !["Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-01/PK%20150126_Berlin.jpg.webp?h=71976bb4&itok=52rISgNu)

15.01.2026

Pressemitteilung

"Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"

Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein übertrieben bürokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang der Landwirtschaft zu innovativen Pflanzenschutzmitteln – ein Problem insbesondere für den heimischen Obstbau, den die Politik eigentlich stärken wollte. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2026 in Berlin appellierten die Fachgruppe Obstbau und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die Politik in Deutschland und Europa, ambitionierte Reformideen jetzt konsequent umzusetzen.

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[ ![Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2025-12/Pflanzenschutzausbringung_40592454M_123rf.jpg.webp?h=e489e4e1&itok=yCASiprG)

17.12.2025

Pressemitteilung

Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) sieht nach einer ersten Analyse des von der Europäischen Kommission vorgelegten „Food and Feed Safety Simplification Omnibus“ – einem Verordnungsvorschlag zur Entbürokratisierung unter anderem der Pflanzenschutz-Zulassungsverordnung von 2009 – zu wenig Impulse, um die bestehenden Probleme beim Pflanzenschutz grundlegend zu lösen. Aus Sicht des IVA sind Vereinfachungen dringend notwendig, damit innovative Pflanzenschutzmittel – ob biologisch oder chemisch-synthetisch – der Landwirtschaft in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

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Martin May

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