# Omnibus X bleibt weit hinter den Erwartungen zurück

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- Created: 2026-09-30T13:54:43+00:00
- Updated: 2026-09-30T14:03:11+00:00
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- Topics: Landwirtschaft, Pflanzenschutz, Regulierung
- Teaser text: Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) kritisiert die heute vom Rat der Europäischen Union beschlossene Position zum Omnibus X--Paket. Zwar enthält der Vorschlag einzelne Verbesserungen, etwa längere Genehmigungszeiträume für Pflanzenschutz-Wirkstoffe. Insgesamt bleibt der Rat jedoch hinter dem eigenen Anspruch zurück, europäische Genehmigungs- und Zulassungsverfahren spürbar zu vereinfachen und konsequent an wissenschaftlich fundierten Risikobewertungen auszurichten. Die beschlossenen Änderungen werden aus Sicht des IVA nicht ausreichen, um die erforderlichen Ressourcen in den Wirkstoffgenehmigungsverfahren freizusetzen und damit dringend benötigte Innovationen schneller für die landwirtschaftliche Praxis verfügbar zu machen.

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![<p>Der Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln wird kontrovers diskutiert. Ein Positionspapier des DLG-Ausschusses Pflanzenschutz soll die Diskussion versachlichen.</p>](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-09/Ger%C3%A4t%20Foto%20Wiedenau.jpg.webp?h=ab891964&itok=YAS9hlfb)

© Matthias Wiedenau

Der Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln wird kontrovers diskutiert. Ein Positionspapier des DLG-Ausschusses Pflanzenschutz soll die Diskussion versachlichen.

Pressemitteilung

30.09.2026

-

Frankfurt/Main

Omnibus X bleibt weit hinter den Erwartungen zurück

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) Omnibus X Bleibt Weit Hinter Den Erwartungen Zurück

## EU-Rat verpasst Chance auf echten Bürokratieabbau

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) kritisiert die heute vom Rat der Europäischen Union beschlossene Position zum Omnibus X-Paket. Zwar enthält der Vorschlag einzelne Verbesserungen, etwa längere Genehmigungszeiträume für Pflanzenschutz-Wirkstoffe. Insgesamt bleibt der Rat jedoch hinter dem eigenen Anspruch zurück, europäische Genehmigungs- und Zulassungsverfahren spürbar zu vereinfachen und konsequent an wissenschaftlich fundierten Risikobewertungen auszurichten. Die beschlossenen Änderungen werden aus Sicht des IVA nicht ausreichen, um die erforderlichen Ressourcen in den Wirkstoffgenehmigungsverfahren freizusetzen und damit dringend benötigte Innovationen schneller für die landwirtschaftliche Praxis verfügbar zu machen.

„Mit ihrer Entscheidung haben die Mitgliedstaaten ihre Chance vertan, das europäische Zulassungssystem grundlegend effizienter zu gestalten. Anlassbezogene Überprüfungen hätten das hohe europäische Schutzniveau uneingeschränkt gewährleistet und gleichzeitig erhebliche bürokratische Lasten abgebaut. Stattdessen bleibt die Logik regelmäßiger Wiedergenehmigungsverfahren weitgehend bestehen. Nun sind Kommission und Europäisches Parlament gefordert, den ursprünglichen Vereinfachungsgedanken des Omnibus X wieder stärker aufzugreifen und das System konsequent auf Effizienz, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit auszurichten“, erklärt IVA-Hauptgeschäftsführer Frank Gemmer.

Kritisch sieht der IVA zudem die geplanten Änderungen bei den Rückstandshöchstgehalten für Importprodukte. Der Rat hat seine Unterstützung für den Ansatz bekräftigt, Rückstandshöchstgehalte für bestimmte Wirkstoffe auf Grundlage ihrer Gefahreneigenschaften abzusenken, und hat den Anwendungsbereich gegenüber dem ursprünglichen Vorschlag der Europäischen Kommission sogar noch ausgeweitet.

„Der heutige Ratsbeschluss sendet aus Sicht des IVA das falsche Signal. Rückstandshöchstgehalte sollten auf wissenschaftlich bewerteten Risiken beruhen und nicht auf einer rein gefahrenbasierten Betrachtung von Wirkstoffeigenschaften. Die nun bestätigte Ausweitung dieses Ansatzes droht zusätzliche Handelshemmnisse zu verursachen und die internationale Harmonisierung im Rückstandsrecht weiter zu erschweren, ohne einen erkennbaren Mehrwert für die Sicherheit von Lebensmitteln zu schaffen. Kommission und Europäisches Parlament sollten diesen Kurs im weiteren Verfahren korrigieren und am Grundsatz einer risikobasierten Regulierung festhalten“, so Gemmer.

Die Beschlüsse des Rats untermauern zugleich die Dringlichkeit der Forderungen der Petition „Damit regionale Lebensmittel Zukunft haben“, die von 16 Verbänden der Agrarwirtschaft getragen wird. Das Bündnis fordert schnellere und effizientere Genehmigungs- und Zulassungsverfahren, einen verlässlichen Zugang zu Innovationen im Pflanzenschutz sowie eine konsequent wissenschaftsbasierte Regulierung. Aus Sicht des IVA zeigt die heutige Ratsposition, dass bei diesen zentralen Anliegen weiterhin erheblicher Handlungsbedarf besteht.

Der IVA appelliert an Kommission und Europäisches Parlament, die anstehenden Verhandlungen zu nutzen, um die ursprünglichen Ziele von Omnibus X konsequent umzusetzen: weniger Bürokratie, mehr Planungssicherheit und eine Regulierung, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und nachvollziehbaren Risikobewertungen basiert.

- **Link zur Petition „Damit regionale Lebensmittel Zukunft haben“:** [**https://www.openpetition.de/petition/online/damit-regionale-lebensmittel-zukunft-haben**](https://www.openpetition.de/petition/online/damit-regionale-lebensmittel-zukunft-haben)

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17.09.2026

Pressemitteilung

Agrarbündnis startet Petition zum Pflanzenschutz

Der Deutsche Bauernverband (DBV), der Zentralverband Gartenbau (ZVG), der Deutsche Raiffeisenverband (DRV), DER AGRARHANDEL (DAH), der Industrieverband Agrar (IVA), die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse (BVEO), die Bundesfachgruppe Obst (Obstbau), die Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft (UNIKA), der Verband Deutscher Hopfenpflanzer (VDH), die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker (WVZ), die UFOP Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen, der Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft (VGMS)&amp;nbsp;und OVID Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland haben auf OpenPetition die Initiative „Damit regionale Lebensmittel Zukunft haben” gestartet. Die Verbände fordern eine Reform der Genehmigungs- und Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel. Landwirtschaft, Gartenbau, Hopfen- und Zuckerwirtschaft, Genossenschaften, Agrarhandel und Industrie wenden sich damit erstmals gemeinsam mit einer öffentlichen Petition an die Bundesregierung.

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15.06.2026

Pressemitteilung

Keine Einigung im Rat – IVA drängt auf klare Vereinfachung beim Omnibus X

Nach der vertagten Einigung im Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten (AStV) zum „Food and Feed Safety Simplification Omnibus“ fordert der Industrieverband Agrar e. V. (IVA), die Reform konsequent auf Vereinfachung und schnelleren Zugang zu Innovationen auszurichten.

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08.05.2026

Pressemitteilung

Bundesrat fordert Korrekturen bei Pflanzenschutz-Zulassung

Der Bundesrat hat heute eine Entschließung des Freistaats Sachsen zur Verbesserung der Zulassungssituation von Pflanzenschutzmitteln angenommen. Damit unterstreicht er die notwendige Korrektur bei den Kompetenzen in der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln und greift zugleich die strukturellen Probleme im nationalen Zulassungssystem auf. Damit macht der Bundesrat deutlich, dass nach administrativen Verbesserungen nun auch die rechtlichen Zuständigkeiten angepasst werden müssen.

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15.01.2026

Pressemitteilung

"Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"

Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein übertrieben bürokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang der Landwirtschaft zu innovativen Pflanzenschutzmitteln – ein Problem insbesondere für den heimischen Obstbau, den die Politik eigentlich stärken wollte. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2026 in Berlin appellierten die Fachgruppe Obstbau und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die Politik in Deutschland und Europa, ambitionierte Reformideen jetzt konsequent umzusetzen.

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17.12.2025

Pressemitteilung

Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) sieht nach einer ersten Analyse des von der Europäischen Kommission vorgelegten „Food and Feed Safety Simplification Omnibus“ – einem Verordnungsvorschlag zur Entbürokratisierung unter anderem der Pflanzenschutz-Zulassungsverordnung von 2009 – zu wenig Impulse, um die bestehenden Probleme beim Pflanzenschutz grundlegend zu lösen. Aus Sicht des IVA sind Vereinfachungen dringend notwendig, damit innovative Pflanzenschutzmittel – ob biologisch oder chemisch-synthetisch – der Landwirtschaft in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

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