# Neonikotinoide Beizmittel – was hat das EU-Verbot wirklich gebracht?

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- URL: https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/neonikotinoide-beizmittel-was-hat-das-eu-verbot
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- Created: 2015-09-23T22:00:00+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Landwirtschaft, Regulierung
- Teaser text: Welche Erfahrungen sie bislang mit dem Neonikotinoid-Verbot gemacht haben, berichteten heute Jürgen Frühling, Vorsitzender des Landesverbands Hannoverscher Imker, und Daniel Bohl, Stv. Vorstandsvorsitzender der Wariner Pflanzenbau eG, vor Journalisten bei einem gemeinsamen Presse-Seminar des IVA und der UFOP in Berlin.

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Pressemitteilung

24.09.2015

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Berlin

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) Neonikotinoide Beizmittel – Was Hat Das EU-Verbot Wirklich Gebracht?

## Presse-Seminar beleuchtet Auswirkungen auf Ackerbau und Imkerei / Bewertung neuer wissenschaftlicher Studien

Welche Auswirkungen eine EU-Verordnung auf unterschiedliche Bereiche der Agrarbranche haben kann, zeigt das Beispiel des 2013 von der Europäischen Kommission beschlossenen Anwendungsverbots für drei Insektizide in der Saatgutbeizung. Die EU wollte mit dieser Maßnahme den Schutz der Honigbiene und anderer Bestäuber verbessern; die Landwirtschaft befürchtete Ernteverluste, da sie verschiedene Schädlinge nicht mehr bekämpfen kann.

Welche Erfahrungen sie bislang mit dem Neonikotinoid-Verbot gemacht haben, berichteten heute Jürgen Frühling, Vorsitzender des Landesverbands Hannoverscher Imker, und Daniel Bohl, Stv. Vorstandsvorsitzender der Wariner Pflanzenbau eG, vor Journalisten bei einem gemeinsamen Presse-Seminar des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) und der [Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP)](http://www.ufop.de) in Berlin. Dr. Richard Schmuck, Leiter Environmental Safety der Bayer CropScience AG, und Dr. Georg Diriwächter, Global Regulatory Lead EAME der Syngenta Crop Protection AG, berichteten über neue wissenschaftliche Erkenntnisse zum Einfluss der Wirkstoffe auf Bestäuber-Insekten.

„Das Aussetzen der Zulassung der neonikotinoiden Beize im Raps hat zu einem erheblich höheren Einsatz von Insektiziden, die mit der Pflanzenschutzspritze ausgebracht werden, geführt. Für die Umwelt ist das aus fachlich landwirtschaftlicher Sicht kein Vorteil. Ein gezielt wirkendes Pflanzenschutzmittel in Form der Beize wurde gegen mehrere weniger differenzierende Pflanzenschutz-Maßnahmen ausgetauscht. Darüber hinaus zahlen die Landwirte durch Ertragseinbußen von bis zu 150 Euro je Hektar einen hohen Preis für diese für die Umwelt fragwürdige Entscheidung“, kommentierte Landwirt Bohl die Auswirkungen des Neonikotinoid-Verbots.

„Die bereits in Deutschland erfolgte Einschränkung der Nutzung von Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam (keine Zulassung als Saatgutbeize bei Mais sowie Getreide) gibt einen deutlich höheren Bienenschutz als in anderen Ländern. Ein grundsätzliches Verbot der hier diskutierten Wirkstoffe und Anwendungen würde den Schutz der Honigbienen sowie anderer Bestäuber-Insekten erhöhen. Hier muss beurteilt werden, wie notwendig diese Wirkstoffe und deren Applikationsformen für den Pflanzenschutz sind. Unverzichtbarkeit von Wirkstoffen und Applikationsformen für die Landwirtschaft und Erhöhung des Bienenschutzes sind gegeneinander abzuwägen. Hierbei muss berücksichtigt werden, ob der Verzicht auf die Beize gegebenenfalls zu mehr Spritzmittelanwendungen führt“, erklärte Imker Frühling.

„Neonikotinoide zur Saatgutbehandlung von Winterraps tragen wesentlich zu einer nachhaltigen Landwirtschaft bei und können sicher für Mensch, Tier und Umwelt eingesetzt werden. Das belegte erneut eine großflächige Monitoring-Studie in Mecklenburg-Vorpommern. Unter landwirtschaftlichen Praxisbedingungen waren keine schädlichen Einflüsse der Rapsbeize Elado auf die Gesundheit von Honig- und Wildbienen zu erkennen. Der aktuelle Entwurf einer Leitlinie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA zur Risikobewertung für Bienen, das sogenannte Bee Guidance Document, ist versuchstechnisch nicht umsetzbar. Um eine einzige Feldstudie nach diesen Vorgaben durchführen zu können, müsste ein Versuchsareal von 448 Quadratkilometern mit einem stark eingeschränkten Kulturspektrum zur Verfügung stehen – eine Fläche, die fast doppelt so groß ist wie Frankfurt am Main“, kommentierte Schmuck (Bayer CropScience).

„Die Radiofrequenztechnologie war bei früheren Studienansätzen sehr beliebt, um den möglichen Einfluss von Neonikotinoiden auf das Bienenverhalten zu untersuchen. Leider kranken diese Studien am gleichen Systemfehler: Falsche, nicht praxisbezogene Dosierungen und die im Versuchskonzept verankerte Zwangsernährung der Bienen. Unsere Studie unter natürlichen Bedingungen zeigt zweierlei: Erstens kann die Radiofrequenztechnologie auch genutzt werden, um bei frei fliegenden Honigbienen zu aussagekräftigen Ergebnissen zu kommen. Und zweitens fällt das Ergebnis dabei eindeutig aus: Unter natürlichen Bedingungen können keine Effekte von Neonikotinoiden auf das Bienenverhalten nachgewiesen werden. Für die anstehende Diskussion kann dies nur eines bedeuten: Weg von theoretischen Studien-Konstrukten, hin zu einem stärkeren Blick in die Praxis. Im Übrigen: Ohne Neonikotinoide können sich resistente Schädlinge schneller entwickeln, weil die wenigen verbleibenden Wirkstoffe überlastet werden. Ein wirtschaftlicher Rapsanbau ist dann nicht mehr möglich“, stellte Diriwächter (Syngenta) fest.

Hinweis an die Redaktionen: Die Präsentationen der Referenten stehen zum [&gt;&gt; Herunterladen](https://upload.iva.de/data/Pressematerial_IVA_UFOP_240915_Berlin.zip) zur Verfügung.

## Pressemitteilungen

[ ![Kein Versorgungsengpass bei Mineraldüngern – noch](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-03/Minerald%C3%BCnger_S%C3%A4cke_324263377_AdobeStock.jpeg.webp?h=790be497&itok=2BHQM-yI)

18.03.2026

Pressemitteilung

Kein Versorgungsengpass bei Mineraldüngern – noch

Trotz der Kriegshandlungen im Nahen Osten mit ihren globalen Auswirkungen bestehen in der aktuellen Düngesaison noch keine Probleme bei der Versorgung der deutschen Landwirtschaft mit Mineraldüngern – so die Einschätzung des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), der die Interessen der deutschen Produzenten von Mineraldüngern vertritt. Bislang sind erste Auswirkungen auf die Preisentwicklung zwar spürbar, aber von Preisspitzen wie nach Russlands Überfall auf die Ukraine vor vier Jahren ist der Markt noch weit entfernt.

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[ !["Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Podiumsdiskussion%20Praxis%20trifft%20Politik%20am%20Pfalzmarkt_19022026_Quelle%20IVA.jpeg.webp?h=71e18210&itok=4O72YHGi)

19.02.2026

Pressemitteilung

"Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit

Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) heute in Mutterstadt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Handel und Vermarktung über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Auswirkungen aktueller regulatorischer Weichenstellungen auf die Ernährungssicherheit. Unter dem Titel „Zukunft der Landwirtschaft – Ernährungssicherheit in Zeiten politischer Weichenstellungen“ kamen Agrarpolitikerinnen und -politiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit Praktikern aus Landwirtschaft, Handel und Vermarktung zusammen.

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[ ![Neue Broschüre: Informationen zur Düngung – Für Fachschulen, Handel und Genossenschaften](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Titel_LAD-Brosch%C3%BCre_2026.jpg.webp?h=00afd729&itok=A1i9VH6a)

19.02.2026

Aktuelles

Neue Broschüre: Informationen zur Düngung – Für Fachschulen, Handel und Genossenschaften

Eine aktualisierte Version auf Grundlage einer Broschüre des Landesarbeitskreises Düngung (LAD) Bayern, unter Mitarbeit der Mitglieder des Bundesarbeitskreises Düngung (BAD), gibt ein ganzheitliches Bild über die Anforderungen und die praktische Gestaltung der modernen Pflanzenernährung, bei der auch die rechtlichen Rahmenbedingungen beleuchtet werden.

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[ ![IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Phtytophthora%20infestans_272252666_AdobeStock.jpeg.webp?h=0d27ee61&itok=plCyzguV)

05.02.2026

Pressemitteilung

IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"

Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

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[ !["Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-01/PK%20150126_Berlin.jpg.webp?h=71976bb4&itok=52rISgNu)

15.01.2026

Pressemitteilung

"Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"

Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein übertrieben bürokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang der Landwirtschaft zu innovativen Pflanzenschutzmitteln – ein Problem insbesondere für den heimischen Obstbau, den die Politik eigentlich stärken wollte. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2026 in Berlin appellierten die Fachgruppe Obstbau und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die Politik in Deutschland und Europa, ambitionierte Reformideen jetzt konsequent umzusetzen.

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[ ![Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2025-12/Pflanzenschutzausbringung_40592454M_123rf.jpg.webp?h=e489e4e1&itok=yCASiprG)

17.12.2025

Pressemitteilung

Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) sieht nach einer ersten Analyse des von der Europäischen Kommission vorgelegten „Food and Feed Safety Simplification Omnibus“ – einem Verordnungsvorschlag zur Entbürokratisierung unter anderem der Pflanzenschutz-Zulassungsverordnung von 2009 – zu wenig Impulse, um die bestehenden Probleme beim Pflanzenschutz grundlegend zu lösen. Aus Sicht des IVA sind Vereinfachungen dringend notwendig, damit innovative Pflanzenschutzmittel – ob biologisch oder chemisch-synthetisch – der Landwirtschaft in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

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[ ![IVA: Schilf-Glasflügelzikade ist ernste Bedrohung für unsere Versorgungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-10/Pentastiridius_leporinus.jpg.webp?h=7808d218&itok=HYO5Ju25)

16.12.2025

Pressemitteilung

IVA: Schilf-Glasflügelzikade ist ernste Bedrohung für unsere Versorgungssicherheit

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) hat heute beim Runden Tisch zur Schilf-Glasflügelzikade im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) die wachsende Bedrohung für zentrale Kulturen wie Kartoffeln und Zuckerrüben unterstrichen. Das Schadinsekt gefährdet landwirtschaftliche Ernten und damit die heimische Versorgungssicherheit sowie die Wertschöpfung in den ländlichen Räumen.

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[ ![„Wichtiges Signal für Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2025-12/Pflanzenz%C3%BCchtung_NGT_DNA_1700859291_AdobeStock.jpeg.webp?h=53b52008&itok=DDC7t9uw)

04.12.2025

Pressemitteilung

„Wichtiges Signal für Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft“

Der Industrieverband Agar e. V. (IVA) begrüßt die Einigung in Brüssel zwischen Rat, Kommission und Parlament zur Modernisierung der Regeln für Pflanzen aus Neuen Züchtungsmethoden (NGT) als ausgewogenen Kompromiss:

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Martin May

Geschäftsführer, Leiter Kommunikation und Politik, Pressesprecher

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