# Mit dem Klima ändern sich Schädlings- und Unkrautbefall

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- Created: 2007-09-17T22:00:00+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Pflanzenschutz, Landwirtschaft
- Teaser text: Seitdem es wärmer wird, ist auch in Äpfeln aus dem Alten Land bei Hamburg häufiger mal „der Wurm drin“. Der Apfelwickler, dessen Maden sich durch die jungen Früchte fressen, mag es nämlich gut temperiert. Deshalb müssen auch die norddeutschen Obstbauern jetzt genau kontrollieren, ob der unscheinbare Schmetterling zum gefährlichen Schädling wird. Früher, als die Sommer kühler und die Winter frostiger waren, hatten sie diese Sorge nicht. Ähnliche neue Kalamitäten sind bei vielen Feldfrüchten zu erwarten, wenn sich das Klima ändert.

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Pressemitteilung

18.09.2007

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) Mit Dem Klima Ändern Sich Schädlings- und Unkrautbefall

## Prognosemodelle werden im Pflanzenschutz immer wichtiger

Seitdem es wärmer wird, ist auch in Äpfeln aus dem Alten Land bei Hamburg häufiger mal „der Wurm drin“. Der Apfelwickler, dessen Maden sich durch die jungen Früchte fressen, mag es nämlich gut temperiert. Deshalb müssen auch die norddeutschen Obstbauern jetzt genau kontrollieren, ob der unscheinbare Schmetterling zum gefährlichen Schädling wird. Früher, als die Sommer kühler und die Winter frostiger waren, hatten sie diese Sorge nicht. Ähnliche neue Kalamitäten sind bei vielen Feldfrüchten zu erwarten, wenn sich das Klima ändert.

In Deutschland könnte die Jahresdurchschnittstemperatur in den nächsten 100 Jahren um drei Grad steigen. Davon jedenfalls gehen die Prognosen des Weltklimarats aus. Sie sagen auch mehr Regen im Winter voraus, weniger Frost und Schnee und wechselhafte Sommer mit Dürrephasen und Starkniederschlägen.

Auf den Pflanzenschutz warten damit eine Menge neuer Herausforderungen, wie Andreas Johnen von der proPlant Gesellschaft für Agrar- und Umweltinformatik im Internet-Magazin Profil online darlegt. „Das Ausbleiben des Winters 2006/2007 und das anschließend extrem trockene Frühjahr passen hervorragend in das Expertenszenario“, sagt der Wissenschaftler. Als Folge davon hatten die Weizenbauern in diesem Frühjahr nicht das übliche Problem mit Septoria-Pilzen auf den jungen Pflänzchen. Stattdessen wurden sie bereits im April von massivem Rost- und Mehltaubefall überrascht. Die hatten sich im milden Winter stark vermehrt und der Septoria den Platz streitig gemacht. „Man könnte das mit der Formel 1 vergleichen“, meint Andreas Johnen. „Im Winter findet das Qualifying statt, das dann über die Pole-Position auf den Blättern im Frühjahr entscheidet.“

Ganz ähnlich stellt sich die Wettbewerbssituation bei den Insekten dar. „In diesem Jahr hatten Apfelwickler und Kohlweißling gute Startchancen. Sie überwintern als Puppen oder Eier. Weil der Frost ausblieb, konnten sie sich sehr früh entwickeln“, berichtet Johnen. Dafür war der Rapsglanzkäfer, der 2006 Millionenschäden angerichtet hatte, in diesem Sommer kein Thema. „Dieses Insekt überwintert als Käfer. Bei den warmen Temperaturen sind die Tiere nicht in die Winterstarre gefallen und dadurch buchstäblich verhungert.“

Auch bei Unkräutern wird sich das Artenspektrum abhängig von den Temperaturen verschieben. Herbstkeimer wie der Ackerfuchsschwanz können in warmen Wintern so gut Fuß fassen, dass ihnen im Frühjahr kaum noch beizukommen ist. „Rechnergestützte Prognosemodelle, mit denen sich Befallssituationen anhand der Witterungsdaten voraussagen lassen, werden daher im Pflanzenschutz immer wichtiger“, sagt Andreas Johnen voraus.

Das vollständige Interview mit Andreas Johnen ist nachzulesen unter [www.iva.de/profil-online](https://www.iva.de/profil-online)

## Pressemitteilungen

[ !["Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Podiumsdiskussion%20Praxis%20trifft%20Politik%20am%20Pfalzmarkt_19022026_Quelle%20IVA.jpeg.webp?h=71e18210&itok=4O72YHGi)

19.02.2026

Pressemitteilung

"Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit

Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) heute in Mutterstadt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Handel und Vermarktung über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Auswirkungen aktueller regulatorischer Weichenstellungen auf die Ernährungssicherheit. Unter dem Titel „Zukunft der Landwirtschaft – Ernährungssicherheit in Zeiten politischer Weichenstellungen“ kamen Agrarpolitikerinnen und -politiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit Praktikern aus Landwirtschaft, Handel und Vermarktung zusammen.

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[ ![IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Phtytophthora%20infestans_272252666_AdobeStock.jpeg.webp?h=0d27ee61&itok=plCyzguV)

05.02.2026

Pressemitteilung

IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"

Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-bei-fakten-besser-genauer-hinschauen)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-bei-fakten-besser-genauer-hinschauen)

[ !["Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-01/PK%20150126_Berlin.jpg.webp?h=71976bb4&itok=52rISgNu)

15.01.2026

Pressemitteilung

"Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"

Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein übertrieben bürokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang der Landwirtschaft zu innovativen Pflanzenschutzmitteln – ein Problem insbesondere für den heimischen Obstbau, den die Politik eigentlich stärken wollte. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2026 in Berlin appellierten die Fachgruppe Obstbau und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die Politik in Deutschland und Europa, ambitionierte Reformideen jetzt konsequent umzusetzen.

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[ ![Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2025-12/Pflanzenschutzausbringung_40592454M_123rf.jpg.webp?h=e489e4e1&itok=yCASiprG)

17.12.2025

Pressemitteilung

Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) sieht nach einer ersten Analyse des von der Europäischen Kommission vorgelegten „Food and Feed Safety Simplification Omnibus“ – einem Verordnungsvorschlag zur Entbürokratisierung unter anderem der Pflanzenschutz-Zulassungsverordnung von 2009 – zu wenig Impulse, um die bestehenden Probleme beim Pflanzenschutz grundlegend zu lösen. Aus Sicht des IVA sind Vereinfachungen dringend notwendig, damit innovative Pflanzenschutzmittel – ob biologisch oder chemisch-synthetisch – der Landwirtschaft in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

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Martin May

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