# Ministerratsbeschluss zur Pflanzenschutz-Novelle - IVA kritisiert fehlende Folgenabschätzung

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- URL: https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/ministerratsbeschluss-zur-pflanzenschutz-novelle-iva
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- Created: 2008-06-22T22:00:00+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Pflanzenschutz, Regulierung
- Teaser text: Der Agrarministerrat hat heute eine politische Einigung zur Brüsseler Pflanzenschutz-Novelle erzielt. Die Ergebnisse erfüllen die Industrie mit großer Sorge. „Wir anerkennen, dass die Agrarminister versucht haben, Erleichterungen für die Zulassung von Wirkstoffen in die Novelle einzubringen“, erklärt der Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), Volker Koch-Achelpöhler. „Wir fürchten aber, dass weit mehr wichtige Pflanzenschutzmittel verloren gehen, als den Politikern derzeit bekannt ist.“ Viele Schädlinge und Krankheiten könnten dann kaum noch bekämpft werden. „Das wird es sehr schwer machen, die Verbraucher zu angemessenen Preisen mit hochwertigen Lebensmitteln zu versorgen“, so Koch-Achelpöhler.

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Pressemitteilung

23.06.2008

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) Ministerratsbeschluss Zur Pflanzenschutz-Novelle - IVA Kritisiert Fehlende Folgenabschätzung

Der Agrarministerrat hat heute eine politische Einigung zur Brüsseler Pflanzenschutz-Novelle erzielt. Die Ergebnisse erfüllen die Industrie mit großer Sorge. „Wir anerkennen, dass die Agrarminister versucht haben, Erleichterungen für die Zulassung von Wirkstoffen in die Novelle einzubringen“, erklärt der Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), Volker Koch-Achelpöhler. „Wir fürchten aber, dass weit mehr wichtige Pflanzenschutzmittel verloren gehen, als den Politikern derzeit bekannt ist.“ Viele Schädlinge und Krankheiten könnten dann kaum noch bekämpft werden. „Das wird es sehr schwer machen, die Verbraucher zu angemessenen Preisen mit hochwertigen Lebensmitteln zu versorgen“, so Koch-Achelpöhler.

Die Industrie hat der Kommission und Landwirtschaftsminister Seehofer vorgeschlagen, eine Auswirkungsstudie zu der geplanten Verordnung in Auftrag zu geben. „Die Kommission unterschätzt, welche Effekte die von ihr vorgeschlagenen neuen Kriterien für die Wirkstoffzulassung haben werden. Das belegt unter anderem eine Studie, die von der britischen Zulassungsbehörde für Pflanzenschutzmittel durchgeführt wurde. Auch für die Beratungen im Parlament wäre eine konkrete Folgenabschätzung sehr wichtig, denn die Abgeordneten gehen mit ihren Forderungen noch weit über die Vorschläge der Kommission hinaus, so Koch-Achelpöhler.

„In ihrer jetzigen Form zerstört die Pflanzenschutz-Novelle die Grundlagen für die Entwicklung der nächsten Generation von Pflanzenschutz-Wirkstoffen“, erklärt der Verbandschef. Die vom Ministerrat vorgeschlagenen Ausnahmeregelungen, die die schlimmsten Härten mildern sollen, werden sich in der Praxis als viel zu kompliziert erweisen. „Gerade zu einem Zeitpunkt, zu dem die Lebensmittelproduktion deutlich gesteigert werden muss, darf die Landwirtschaft bei wichtigen Pflanzenschutz-Problemen nicht im Stich gelassen werden“, fordert Koch-Achelpöhler.

## Pressemitteilungen

[ !["Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Podiumsdiskussion%20Praxis%20trifft%20Politik%20am%20Pfalzmarkt_19022026_Quelle%20IVA.jpeg.webp?h=71e18210&itok=4O72YHGi)

19.02.2026

Pressemitteilung

"Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit

Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) heute in Mutterstadt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Handel und Vermarktung über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Auswirkungen aktueller regulatorischer Weichenstellungen auf die Ernährungssicherheit. Unter dem Titel „Zukunft der Landwirtschaft – Ernährungssicherheit in Zeiten politischer Weichenstellungen“ kamen Agrarpolitikerinnen und -politiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit Praktikern aus Landwirtschaft, Handel und Vermarktung zusammen.

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[ ![IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Phtytophthora%20infestans_272252666_AdobeStock.jpeg.webp?h=0d27ee61&itok=plCyzguV)

05.02.2026

Pressemitteilung

IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"

Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

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[ !["Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-01/PK%20150126_Berlin.jpg.webp?h=71976bb4&itok=52rISgNu)

15.01.2026

Pressemitteilung

"Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"

Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein übertrieben bürokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang der Landwirtschaft zu innovativen Pflanzenschutzmitteln – ein Problem insbesondere für den heimischen Obstbau, den die Politik eigentlich stärken wollte. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2026 in Berlin appellierten die Fachgruppe Obstbau und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die Politik in Deutschland und Europa, ambitionierte Reformideen jetzt konsequent umzusetzen.

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[ ![Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2025-12/Pflanzenschutzausbringung_40592454M_123rf.jpg.webp?h=e489e4e1&itok=yCASiprG)

17.12.2025

Pressemitteilung

Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) sieht nach einer ersten Analyse des von der Europäischen Kommission vorgelegten „Food and Feed Safety Simplification Omnibus“ – einem Verordnungsvorschlag zur Entbürokratisierung unter anderem der Pflanzenschutz-Zulassungsverordnung von 2009 – zu wenig Impulse, um die bestehenden Probleme beim Pflanzenschutz grundlegend zu lösen. Aus Sicht des IVA sind Vereinfachungen dringend notwendig, damit innovative Pflanzenschutzmittel – ob biologisch oder chemisch-synthetisch – der Landwirtschaft in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

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