# Markt für Pflanzenschutzmittel 2017 weiter rückläufig

## Metadata

- Entity type: Inhalt (`node`)
- URL: https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/markt-fuer-pflanzenschutzmittel-2017-weiter
- Language: de
- Bundle: News (`news`)
- Created: 2018-01-16T17:26:09+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
- Published: true
- Topics: Pflanzenschutz, Landwirtschaft, Regulierung
- Teaser text: Der Pflanzenschutzmittelmarkt in Deutschland ist im dritten Jahr in Folge zurückgegangen. Im Direktgeschäft mit dem Großhandel erzielten die im Industrieverband Agrar e. V. (IVA) organisierten Unternehmen der deutschen Pflanzenschutz-Industrie 2017 einen Umsatz von 1,385 Milliarden Euro (2016: 1,415 Mrd. Euro).

## Content

![](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/vorschaubilder/img_5294.jpg.webp?h=51077e17&itok=qGM5-6Zz)

© IVA

IVA-Pressegespräch anlässlich der Internationalen Grünen Woche 2018 am 18. Januar 2018 in Berlin (v.r.n.l. Dr. Pradt, B. Kleffmann, Dr. Schramm, M. May).

Pressemitteilung

18.01.2018

-

Berlin

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) Markt Für Pflanzenschutzmittel 2017 Weiter Rückläufig

## IVA: Nettoinlandsumsatz ging auf 1,385 Milliarden Euro zurück / Verzögerungen bei Zulassungsanträgen

Der [Pflanzenschutzmittelmarkt in Deutschland](https://www.iva.de/sites/default/files/pdfs/pflanzenschutzmarkt_deutschland_1.pdf) ist im dritten Jahr in Folge zurückgegangen. Im Direktgeschäft mit dem Großhandel erzielten die im Industrieverband Agrar e. V. (IVA) organisierten Unternehmen der deutschen Pflanzenschutz-Industrie 2017 einen Umsatz von 1,385 Milliarden Euro (2016: 1,415 Mrd. Euro). Das bedeutet ein Minus von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie der IVA heute bei einem Pressegespräch im Rahmen der Internationalen Grünen Woche in Berlin mitteilte.

„Der Markt für Pflanzenschutzmittel ist zuletzt erheblich geschrumpft; der Gesamt­umsatz der Branche lag im Vorjahr sogar noch unter dem Volumen des Jahres 2012. Diese Entwicklung veranschaulicht, dass Landwirte keineswegs – wie oft behauptet wird – immer mehr Pflanzenschutzmittel einsetzen, sondern die Nachfrage maßgeblich von Faktoren wie der Witterung oder dem Krankheitsdruck abhängt“, kommentierte IVA-Präsident Dr. Helmut Schramm die Zahlen.

Diese Einschätzung unterstrich auch der Geschäftsführende Gesellschafter des Agrar-Marktforschungsunternehmens Kleffmann Group, Burkhard Kleffmann. Nach Analysen seines Hauses sind bestimmende Faktoren für einen höheren Pflanzenschutzeinsatz Witterungseinflüsse, aber auch die Verzögerung von Zulassungen für neue Produkte. Neben pflanzenbaulichen Maßnahmen bewirken der variable Einsatz verschiedener Wirkstoffe und verbesserte Ausbringungstechnik dagegen einen minimierten Einsatz.

Zur Diskussion um den Wirkstoff Glyphosat präsentierte Kleffmann die aktuellen Verbrauchszahlen, die sein Unternehmen im Markt ermittelt hat. „Nach unserer Analyse ist der Glyphosat-Verbrauch im Jahr 2017 abermals um 6 Prozent zurückgegangen. Gegenüber dem Peak von 2012 setzten die Landwirte in Deutschland im vergangenen Jahr sogar 43 Prozent weniger ein“, erläuterte Kleffmann.

Schramm monierte abermals die schleppende Bearbeitung von Zulassungsanträgen für neue Pflanzenschutzmittel. Zwar sei Bewegung in die Frage gekommen, nachdem Gutachter im Auftrag der Europäischen Kommission in einem Ende 2016 veröffentlichten Audit festgestellt hatten, dass seit Inkrafttreten der EU-Pflanzenschutzverordnung 1107/2009 in Deutschland noch kein Zulassungsantrag in der vorgesehenen gesetzlichen Frist beschieden wurde. Viele der systembedingten Mängel im deutschen Zulassungsverfahren sind nach Ansicht des IVA immer noch nicht behoben. „Wir erleben gerade, dass zuletzt mehr Anträge bearbeitet und entschieden wurden. Aber der Zulassungsstau ist längst noch nicht abgebaut – er wächst jetzt nur langsamer“, kritisierte Schramm.

Die Pflanzenschutz-Industrie begrüßt daher Ankündigungen aus den Sondierungs­gesprächen von CDU/CSU und SPD, die Zulassungsbehörden personell besser auszustatten. Echte Verbesserungen erwartet die Industrie jedoch erst bei einer grundlegenden Reform des deutschen Zulassungssystems. „Nur eine Zusammenfassung der wissenschaftlichen Prüfung unter einem Dach kann die bestehenden Reibungsverluste vermindern. Diese integrierte Bewertungsbehörde muss wissenschaftsbasiert und unabhängig von politischen Weisungen arbeiten können. Die Zuständigkeit für Zulassungsentscheidungen sollte weiterhin im Bereich des Landwirtschaftsministeriums liegen“, forderte Schramm.

Mit Blick auf die kurz vor Jahresende verlängerte EU-Genehmigung des Wirkstoffs Glyphosat sagte Schramm: „Das Verfahren wurde von einer giftigen Kampagne begleitet, von der die Sachdebatte in den Hintergrund gedrängt wurde. Die Entscheidung, die EU-Genehmigung für Glyphosat zu verlängern, war richtig und wichtig. Denn nach dem übereinstimmenden Urteil aller Bewertungsbehörden erfüllt der Wirkstoff alle Anforderungen des europäischen Pflanzenschutzrechts; Landwirten bleibt ein wichtiger Baustein zur konservierenden Bodenbearbeitung auf absehbare Zeit erhalten.“

Die Diskussion über die Zukunft glyphosathaltiger Pflanzenschutzmittel ist im Rahmen der Zulassungsverfahren jetzt auf nationaler Ebene angekommen. Dazu erhofft sich Schramm eine Versachlichung der Debatte, die den Nutzen von Glyphosat für eine nachhaltige Landwirtschaft nicht länger ausblendet. „Die Nutzung des Wirkstoffs war in den zurückliegenden Jahren stark rückläufig. Auch das ist ein Indiz dafür, dass Landwirte die gesellschaftliche Debatte sehr ernst nehmen und Anwendungen kritisch überprüft haben“, so Schramm.

## Weitere Beiträge

[ ![IVA auf der Internationalen Grünen Woche 2018 in Berlin](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/vorschaubilder/logo_igw_farbig3_1.jpg.webp?h=67e77b14&itok=Dt1rX34X)

14.12.2017

Aktuelles

IVA auf der Internationalen Grünen Woche 2018 in Berlin

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) lud zum Dialog auf der 83. Internationalen Grünen Woche vom 19. bis 28. Januar 2018 in Berlin.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-auf-der-internationalen-gruenen-woche-2018-berlin)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-auf-der-internationalen-gruenen-woche-2018-berlin)

[ ![Jahrespressekonferenz 2017 / Märkte für Mineraldünger und Pflanzenschutzmittel 2016 stark rückläufig](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/vorschaubilder/img_4942.jpg.webp?h=71976bb4&itok=Gw2BKDYH)

08.05.2017

Pressemitteilung

Jahrespressekonferenz 2017 / Märkte für Mineraldünger und Pflanzenschutzmittel 2016 stark rückläufig

Die Märkte für Pflanzenschutzmittel und Mineraldünger sind zuletzt deutlich gefallen. Der Inlandsumsatz mit Pflanzenschutzmitteln in Deutschland brach im Vergleich zum Vorjahr um 11,1 Prozent ein und belief sich zum Jahresende 2016 auf 1,42 Milliarden Euro (2015: 1,59 Mrd. Euro). Eine ähnliche Marktentwicklung war auch im Düngemittelbereich zu verzeichnen, wo die Absätze in der Düngesaison 2015/16 – je nach Nährstoff – zwischen 4 und 14 Prozent im Vergleich zur Vorsaison zurückgingen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/jahrespressekonferenz-2017-maerkte-fuer-mineralduenger)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/jahrespressekonferenz-2017-maerkte-fuer-mineralduenger)

[ ![Glyphosat-Kompromiss mit schalem Beigeschmack](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/vorschaubilder/pfluglos_foto_matthias_wiedenau_0.jpg.webp?h=ddb1ad0c&itok=lbd4YBMW)

24.11.2017

Pressemitteilung

Glyphosat-Kompromiss mit schalem Beigeschmack

Die heute in Brüssel beschlossene Erneuerung der Genehmigung des Wirkstoffs Glyphosat in der Europäischen Union wird vom Industrieverband Agrar e. V. (IVA) zwar begrüßt, der Wirtschaftsverband zeigte sich über die auf nur fünf Jahre begrenzte Laufzeit allerdings enttäuscht. „Nach den Regeln der EU-Zulassungsverordnung 1107/2009 wäre eine Genehmigung von 15 Jahren angebracht gewesen“, so IVA-Hauptgeschäftsführer Dr. Dietrich Pradt.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/glyphosat-kompromiss-mit-schalem-beigeschmack)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/glyphosat-kompromiss-mit-schalem-beigeschmack)

## Pressemitteilungen

[ !["Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Podiumsdiskussion%20Praxis%20trifft%20Politik%20am%20Pfalzmarkt_19022026_Quelle%20IVA.jpeg.webp?h=71e18210&itok=4O72YHGi)

19.02.2026

Pressemitteilung

"Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit

Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) heute in Mutterstadt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Handel und Vermarktung über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Auswirkungen aktueller regulatorischer Weichenstellungen auf die Ernährungssicherheit. Unter dem Titel „Zukunft der Landwirtschaft – Ernährungssicherheit in Zeiten politischer Weichenstellungen“ kamen Agrarpolitikerinnen und -politiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit Praktikern aus Landwirtschaft, Handel und Vermarktung zusammen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/praxis-trifft-politik-fehlende-pflanzenschutz-optionen)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/praxis-trifft-politik-fehlende-pflanzenschutz-optionen)

[ ![IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Phtytophthora%20infestans_272252666_AdobeStock.jpeg.webp?h=0d27ee61&itok=plCyzguV)

05.02.2026

Pressemitteilung

IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"

Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-bei-fakten-besser-genauer-hinschauen)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-bei-fakten-besser-genauer-hinschauen)

[ !["Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-01/PK%20150126_Berlin.jpg.webp?h=71976bb4&itok=52rISgNu)

15.01.2026

Pressemitteilung

"Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"

Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein übertrieben bürokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang der Landwirtschaft zu innovativen Pflanzenschutzmitteln – ein Problem insbesondere für den heimischen Obstbau, den die Politik eigentlich stärken wollte. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2026 in Berlin appellierten die Fachgruppe Obstbau und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die Politik in Deutschland und Europa, ambitionierte Reformideen jetzt konsequent umzusetzen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/hoechste-zeit-fuer-ambitionierte-reformen-im)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/hoechste-zeit-fuer-ambitionierte-reformen-im)

[ ![Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2025-12/Pflanzenschutzausbringung_40592454M_123rf.jpg.webp?h=e489e4e1&itok=yCASiprG)

17.12.2025

Pressemitteilung

Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) sieht nach einer ersten Analyse des von der Europäischen Kommission vorgelegten „Food and Feed Safety Simplification Omnibus“ – einem Verordnungsvorschlag zur Entbürokratisierung unter anderem der Pflanzenschutz-Zulassungsverordnung von 2009 – zu wenig Impulse, um die bestehenden Probleme beim Pflanzenschutz grundlegend zu lösen. Aus Sicht des IVA sind Vereinfachungen dringend notwendig, damit innovative Pflanzenschutzmittel – ob biologisch oder chemisch-synthetisch – der Landwirtschaft in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/gemmer-eu-omnibus-taugt-nicht-fuer-die-langstrecke)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/gemmer-eu-omnibus-taugt-nicht-fuer-die-langstrecke)

## Ansprechpartner

Haben Sie Fragen? Sprechen Sie uns gerne an.

![](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-10/May_Martin_HG.jpg.webp?h=a14b5fd1&itok=5fYskPDk)

Martin May

Geschäftsführer, Leiter Kommunikation und Politik, Pressesprecher

+49 69 2556-1249

[ may.iva@vci.de ](mailto:may.iva@vci.de)
