# Landwirtschaft muss alle Reserven mobilisieren

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- Created: 2008-05-07T22:00:00+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Landwirtschaft
- Teaser text: „In fünfzig Jahren braucht die Welt doppelt so viel Nahrungsmittel wie heute. Auch Europa muss dazu beitragen, diesen Bedarf zu befriedigen.“ Das erklärte Harald von Witzke heute auf der Mitgliederversammlung des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) in Weimar. Der Experte für internationale Agrarhandelsfragen von der Humboldt-Universität zu Berlin nannte zwei Gründe für diese Entwicklung: Die Weltbevölkerung wird 2050 rund neun Milliarden Menschen zählen. Das sind 50 Prozent mehr als zu Beginn des Jahrtausends. Ein großer Teil davon wird sich eine bessere Ernährung leisten können als heute. Daraus ergibt sich die andere Hälfte des Nachfragewachstums.

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Pressemitteilung

08.05.2008

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) Landwirtschaft Muss Alle Reserven Mobilisieren

„In fünfzig Jahren braucht die Welt doppelt so viel Nahrungsmittel wie heute. Auch Europa muss dazu beitragen, diesen Bedarf zu befriedigen.“ Das erklärte Harald von Witzke heute auf der Mitgliederversammlung des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) in Weimar. Der Experte für internationale Agrarhandelsfragen von der Humboldt-Universität zu Berlin nannte zwei Gründe für diese Entwicklung: Die Weltbevölkerung wird 2050 rund neun Milliarden Menschen zählen. Das sind 50 Prozent mehr als zu Beginn des Jahrtausends. Ein großer Teil davon wird sich eine bessere Ernährung leisten können als heute. Daraus ergibt sich die andere Hälfte des Nachfragewachstums.

Für die Landwirtschaft und für die Agrarpolitik stellt dies eine gewaltige Herausforderung dar. Denn die Anbaufläche ist begrenzt. „Zwischen 2000 und 2020 kann das Ackerland weltweit voraussichtlich nur um rund fünf Prozent ausgedehnt werden“, erklärte von Witzke. Der Züchtungsfortschritt, die zweite Säule einer nachhaltigen Produktionssteigerung, hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verlangsamt, von vier auf ein Prozent jährlich. „Die Agrarforschung in den Industrieländern wurde kontinuierlich abgebaut; das rächt sich jetzt“, so von Witzke. Wassermangel verknappt in vielen Teilen der Welt das Produktivitätswachstum, Ressourcen- und Umweltschutz, der Klimawandel und steigende Kosten für Düngemittel und Energie bremsen ebenfalls die rasche Steigerung der Erträge.

Die Lebensmittelpreise, die im letzten Jahrhundert einem permanenten Abwärtstrend unterlagen, werden künftig steigen. Nicht explosionsartig wie bei manchen Produkten in den vergangenen zwölf Monaten, sondern moderat, aber nachhaltig. Für die Landwirtschaft verspricht das neue Beschäftigungsmöglichkeiten und Einkommenschancen. In armen Ländern wird allerdings die Nahrungsversorgung zum zentralen politischen Problem. „Das könnte Unruhen und eine Abwanderung in die reichen Länder auslösen, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen“, befürchtet von Witzke. Das Ziel der Vereinten Nationen, die Zahl der Hungernden und Mangelernährten im Zeitraum von 1995 bis 2015 zu halbieren, ist Makulatur geworden; die Zahl der Hungernden wird vielmehr wachsen.

Das Nahrungsgüterdefizit der Entwicklungsländer könnte sich bis 2030 verfünffachen, prognostiziert von Witzke. Aber auch in Europa steigt die Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen, und zwar so stark, dass die EU zum Nettoimporteur von Getreide werden könnte.

„Europa muss wieder mehr produzieren“, fordert deshalb von Witzke. „Es muss wieder stärker in die Agrarforschung und in Ausbildung und Beratung der Landwirtschaft investieren, und es muss seine landwirtschaftlichen Flächen so intensiv wie möglich nutzen.“

## Pressemitteilungen

[ ![Kein Versorgungsengpass bei Mineraldüngern – noch](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-03/Minerald%C3%BCnger_S%C3%A4cke_324263377_AdobeStock.jpeg.webp?h=790be497&itok=2BHQM-yI)

18.03.2026

Pressemitteilung

Kein Versorgungsengpass bei Mineraldüngern – noch

Trotz der Kriegshandlungen im Nahen Osten mit ihren globalen Auswirkungen bestehen in der aktuellen Düngesaison noch keine Probleme bei der Versorgung der deutschen Landwirtschaft mit Mineraldüngern – so die Einschätzung des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), der die Interessen der deutschen Produzenten von Mineraldüngern vertritt. Bislang sind erste Auswirkungen auf die Preisentwicklung zwar spürbar, aber von Preisspitzen wie nach Russlands Überfall auf die Ukraine vor vier Jahren ist der Markt noch weit entfernt.

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[ !["Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Podiumsdiskussion%20Praxis%20trifft%20Politik%20am%20Pfalzmarkt_19022026_Quelle%20IVA.jpeg.webp?h=71e18210&itok=4O72YHGi)

19.02.2026

Pressemitteilung

"Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit

Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) heute in Mutterstadt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Handel und Vermarktung über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Auswirkungen aktueller regulatorischer Weichenstellungen auf die Ernährungssicherheit. Unter dem Titel „Zukunft der Landwirtschaft – Ernährungssicherheit in Zeiten politischer Weichenstellungen“ kamen Agrarpolitikerinnen und -politiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit Praktikern aus Landwirtschaft, Handel und Vermarktung zusammen.

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[ ![Neue Broschüre: Informationen zur Düngung – Für Fachschulen, Handel und Genossenschaften](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Titel_LAD-Brosch%C3%BCre_2026.jpg.webp?h=00afd729&itok=A1i9VH6a)

19.02.2026

Aktuelles

Neue Broschüre: Informationen zur Düngung – Für Fachschulen, Handel und Genossenschaften

Eine aktualisierte Version auf Grundlage einer Broschüre des Landesarbeitskreises Düngung (LAD) Bayern, unter Mitarbeit der Mitglieder des Bundesarbeitskreises Düngung (BAD), gibt ein ganzheitliches Bild über die Anforderungen und die praktische Gestaltung der modernen Pflanzenernährung, bei der auch die rechtlichen Rahmenbedingungen beleuchtet werden.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/neue-broschuere-informationen-zur-duengung-fuer)

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[ ![IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Phtytophthora%20infestans_272252666_AdobeStock.jpeg.webp?h=0d27ee61&itok=plCyzguV)

05.02.2026

Pressemitteilung

IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"

Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

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Martin May

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