# Landwirtschaft exportieren – Lebensmittel importieren? Umweltausschuss des EU-Parlaments beschließt Pflanzenschutzpaket

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- URL: https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/landwirtschaft-exportieren-lebensmittel-importieren
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- Created: 2008-11-04T23:00:00+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Pflanzenschutz, Lebensmittel / Ernährung, Regulierung
- Teaser text: Der Umweltausschuss im Europaparlament setzt seine harte Linie fort. Heute hat er in zweiter Lesung über die Zulassungsverordnung für Pflanzenschutzmittel abgestimmt. „Das Votum des Umweltausschusses produziert nur Verlierer“, erklärt dazu Volker Koch-Achelpöhler vom Industrieverband Agrar e. V. (IVA). „Es ruiniert die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Landwirtschaft. Das hätte zur Folge, dass landwirtschaftliche Arbeitsplätze vernichtet werden und mehr Lebensmittel importiert werden müssen. Die Gesundheitsbehörden befürchten, dass damit neue Risiken auf die Verbraucher zukommen könnten.“

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Pressemitteilung

05.11.2008

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) Landwirtschaft Exportieren – Lebensmittel Importieren? Umweltausschuss Des EU-Parlaments Beschließt Pflanzenschutzpaket

Der Umweltausschuss im Europaparlament setzt seine harte Linie fort. Heute hat er in zweiter Lesung über die Zulassungsverordnung für Pflanzenschutzmittel abgestimmt. „Das Votum des Umweltausschusses produziert nur Verlierer“, erklärt dazu Volker Koch-Achelpöhler vom Industrieverband Agrar e. V. (IVA). „Es ruiniert die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Landwirtschaft. Das hätte zur Folge, dass landwirtschaftliche Arbeitsplätze vernichtet werden und mehr Lebensmittel importiert werden müssen. Die Gesundheitsbehörden befürchten, dass damit neue Risiken auf die Verbraucher zukommen könnten.“

Sollte das Plenum der Vorlage zustimmen, werden viele wichtige Wirkstoffe in fünf Jahren nicht mehr zugelassen sein. Mehr Sicherheit würde damit nicht erreicht. Alle heute in Europa verwendeten Pflanzenschutzmittel können ohne Gefahr für Mensch und Umwelt eingesetzt werden. Auf kaum eines davon können die Landwirte verzichten. Durch die Zulassungsrichtlinie von 1991 ist auf dem europäischen Pflanzenschutzmarkt bereits ein Großreinemachen erfolgt. Die Zahl der verfügbaren Wirkstoffe hat sich innerhalb eines Jahrzehnts um zwei Drittel vermindert. „Geht sie noch weiter zurück, fehlen der Landwirtschaft gegen viele Pflanzenkrankheiten, Unkräuter und Schädlinge die geeigneten Mittel“, so Koch-Achelpöhler. Ersatz dafür ist nur schwer zu beschaffen. Die neue Verordnung schraubt die Hürden für die Zulassung neuer Wirkstoffe noch höher als bisher.

Zuvor hatte der Umweltausschuss die Richtlinie für die nachhaltige Anwendung von Pflanzenschutzmitteln behandelt. Die Mitgliedsländer der EU werden darin zu nationalen Aktionsplänen verpflichtet. Sie sollen unter anderem klare Reduktionsziele für den Pflanzenschutz festschreiben. Für bestimmte Pflanzenschutzmittel verlangen die Parlamentarier, dass Behandlungen damit oder die verkaufte Menge in den nächsten fünf Jahren um mindestens 50 Prozent zurückgehen.

Dänemark hat seit 1987 einschlägige Erfahrungen mit solchen Programmen. Deren Analyse zeigt: Zu viel Bürokratie im Pflanzenschutz schadet der Agrarproduktion, der Umwelt nützt sie nicht. Dänische Bauern ernten heute 20 Prozent weniger Weizen als ihre Berufskollegen in Schleswig-Holstein. Artenvielfalt und Gewässerzustand unterscheiden sich nicht. Vom zentralen Ziel der Aktion, den Pflanzenschutz um 50 Prozent zu verringern, ist das Land weit entfernt.

„Wir haben heute 900 Millionen Menschen auf der Welt, die hungern. Die Bevölkerungszahl steigt weiter. Das heute beschlossene Pflanzenschutzpaket trägt nicht dazu bei, mehr Lebensmittel zu erzeugen“, so Koch-Achelpöhler. „Die Parlamentarier müssen sich deshalb die Frage gefallen lassen, ob mit ihrer Politik eine nachhaltige Landwirtschaft möglich ist.“

## Pressemitteilungen

[ !["Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Podiumsdiskussion%20Praxis%20trifft%20Politik%20am%20Pfalzmarkt_19022026_Quelle%20IVA.jpeg.webp?h=71e18210&itok=4O72YHGi)

19.02.2026

Pressemitteilung

"Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit

Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) heute in Mutterstadt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Handel und Vermarktung über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Auswirkungen aktueller regulatorischer Weichenstellungen auf die Ernährungssicherheit. Unter dem Titel „Zukunft der Landwirtschaft – Ernährungssicherheit in Zeiten politischer Weichenstellungen“ kamen Agrarpolitikerinnen und -politiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit Praktikern aus Landwirtschaft, Handel und Vermarktung zusammen.

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[ ![IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Phtytophthora%20infestans_272252666_AdobeStock.jpeg.webp?h=0d27ee61&itok=plCyzguV)

05.02.2026

Pressemitteilung

IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"

Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-bei-fakten-besser-genauer-hinschauen)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-bei-fakten-besser-genauer-hinschauen)

[ !["Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-01/PK%20150126_Berlin.jpg.webp?h=71976bb4&itok=52rISgNu)

15.01.2026

Pressemitteilung

"Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"

Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein übertrieben bürokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang der Landwirtschaft zu innovativen Pflanzenschutzmitteln – ein Problem insbesondere für den heimischen Obstbau, den die Politik eigentlich stärken wollte. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2026 in Berlin appellierten die Fachgruppe Obstbau und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die Politik in Deutschland und Europa, ambitionierte Reformideen jetzt konsequent umzusetzen.

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[ ![Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2025-12/Pflanzenschutzausbringung_40592454M_123rf.jpg.webp?h=e489e4e1&itok=yCASiprG)

17.12.2025

Pressemitteilung

Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) sieht nach einer ersten Analyse des von der Europäischen Kommission vorgelegten „Food and Feed Safety Simplification Omnibus“ – einem Verordnungsvorschlag zur Entbürokratisierung unter anderem der Pflanzenschutz-Zulassungsverordnung von 2009 – zu wenig Impulse, um die bestehenden Probleme beim Pflanzenschutz grundlegend zu lösen. Aus Sicht des IVA sind Vereinfachungen dringend notwendig, damit innovative Pflanzenschutzmittel – ob biologisch oder chemisch-synthetisch – der Landwirtschaft in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

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