# Jahrespressekonferenz 2014 / IVA: Überregulierung in Europa bremst Innovationen aus

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- URL: https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/jahrespressekonferenz-2014-iva-ueberregulierung-europa
- Language: de
- Bundle: News (`news`)
- Created: 2014-05-11T22:00:00+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Pflanzenschutzindustrie, Regulierung, Verband
- Teaser text: Die Unternehmen der agrochemischen Industrie in Deutschland konnten 2013 ihre Umsätze mit Pflanzenschutzmitteln erneut steigern. Die Mitgliedsunternehmen des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) erzielten einen Nettoinlandsumsatz mit Pflanzenschutzmitteln von 1,506 Milliarden Euro (+7,5 Prozent). Der Gesamtumsatz der Mitgliedsunternehmen im Bereich Pflanzenernährung belief sich im Kalenderjahr 2013 auf 2,991 Milliarden Euro (-13,1 Prozent). Der Absatz der wichtigsten Nährstoffe in der Düngesaison 2012/13 in Deutschland hat sich insgesamt positiv entwickelt: Stickstoff +0,5 Prozent, Phosphat +15 Prozent, Kali +9 Prozent.

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© IVA

Jahrespressekonferenz des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) am 12. Mai 2014 in Frankfurt am Main. (v.r.n.l. V. Koch-Achelpöhler, Dr. Schramm, Prof. Kuhlmann, M. May).

Pressemitteilung

12.05.2014

-

Frankfurt/Main

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) Jahrespressekonferenz 2014 / IVA: Überregulierung In Europa Bremst Innovationen Aus

## Erneut steigende Umsätze auf deutschem Pflanzenschutzmarkt

Im dritten Jahr in Folge konnten die Hersteller und Anbieter von Pflanzenschutzmitteln ihre Umsätze auf dem deutschen Markt steigern. Der [Nettoinlandsumsatz](https://www.iva.de/sites/default/files/pdfs/1_2014_pflanzenschutzmarkt_deutschland.pdf) im Direktgeschäft zwischen Industrie und Großhandel belief sich 2013 auf 1,506 Milliarden Euro, was einer Steigerung von 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr (1,401 Mrd. Euro) entspricht. Diese Zahlen meldete der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) heute anlässlich seiner Jahrespressekonferenz in Frankfurt.

[&gt;&gt; Detaillierte Informationen zum Pflanzenschutzmarkt (PDF, 34 KB)](https://www.iva.de/sites/default/files/pdfs/der_pflanzenschutzmarkt_2013-14_jpk_120514.pdf)
[&gt;&gt; Detaillierte Informationen zum Düngemittelmarkt (PDF, 33 KB)](https://www.iva.de/sites/default/files/pdfs/der_duengemittelmarkt_2013-14_jpk_120514.pdf)
[&gt;&gt; Hintergrundinformationen Entwicklungen globaler Düngemittelmarkt (PDF, 37 KB)](https://www.iva.de/sites/default/files/pdfs/hintergrundinfos_entwicklungen_globaler_duengemittelmarkt_jpk_120514.pdf)

Im Pflanzenschutzbereich dämpft der Druck einer sich immer weiter verschärfenden Regulierung, insbesondere durch neue Vorgaben aus Brüssel, die Euphorie über das Umsatzwachstum des Vorjahres. „Es sind noch keine Bäume in den Himmel gewachsen; gerade im Pflanzenschutzbereich sehen wir mit einiger Besorgnis auf die kommenden Jahre. Die Zulassungen für zahlreiche Wirkstoffe laufen aus, und eine überzogene Regulierung auf EU-Ebene blockiert die Wiederzulassung und die Entwicklung neuer Substanzen“, kommentierte IVA-Präsident Helmut Schramm. „Wenn es so weiter geht, stehen die Landwirte in Deutschland über kurz oder lang ohne moderne Pflanzenschutzmittel da. Dies hätte weit reichende Folgen für die Produktivität und die Konkurrenzfähigkeit der deutschen Landwirtschaft, aber auch für die Verbraucherpreise“, so Schramm.

Während sich die EU gerne als Wachstumsmotor präsentiert, tritt sie nach Ansicht Schramms im Pflanzenschutzbereich ständig auf die [Innovationsbremse](https://www.iva.de/sites/default/files/pdfs/5_2014_innovationsbremse_3.pdf). Beispielhaft nannte er die derzeit diskutierte Leitlinie für die Risikobewertung von Pflanzenschutz­mitteln für Bienen. „Ob diese Leitlinie zu mehr Bienenschutz führt, darf man durchaus bezweifeln. Dass sie durch überzogene Anforderungen die Entwicklung und Einführung neuer Insektizid-Wirkstoffe für Europa behindert, ist dagegen offenkundig, da einige der Vorgaben schon rein technisch nicht zu bewältigen sind“, erläuterte der IVA-Präsident.

Als Beispiel nannte er neue Regeln für Feldstudien, die in dem Leitlinienentwurf festgelegt sind. Um eine einzige Feldstudie nach den Vorstellungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA durchzuführen, braucht es ein Versuchsareal von 448 Quadratkilometern. „Für eine einzige Feldstudie würde man in Zukunft eine Fläche benötigen, die fast doppelt so groß ist wie Frankfurt am Main oder etwa halb so groß wie Berlin. Dieser Schildbürger-Streich aus Brüssel wird dazu beitragen, dass den Landwirten künftig noch weniger moderne Insektizid-Wirkstoffe zur Verfügung stehen werden“, monierte Schramm.

Ähnliche Ansätze zur Überregulierung sieht der Wirtschaftsverband bei den Versuchen der EU, eine einheitliche Definition für [endokrine Disruptoren](https://www.iva.de/sites/default/files/pdfs/6_2014_kriterien_endokrine_disruptoren.pdf) (hormonschädliche Stoffe) zu entwickeln. Die besonders strengen Zulassungsregeln im Pflanzenschutzbereich mit so genannten Ausschlusskriterien (Cut Offs) hätten zur Folge, dass [neun der zehn wichtigsten Getreidefungizide vom Markt verschwinden](https://www.iva.de/sites/default/files/pdfs/7_2014_cutt_off_grafiken.pdf) könnten. Im Kartoffelanbau würde die Hälfte der heute zugelassenen Produkte verschwinden, ohne dass Ersatz verfügbar wäre.

- [Charts zur Pressekonferenz (PDF, 2,30 MB)](https://www.iva.de/sites/default/files/pdfs/8_2014_alle_grafiken.pdf)

## Pressemitteilungen

[ ![IVA sieht Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft zunehmend gefährdet](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-05/IVA_Jahresbericht_2023_24_Titel.jpg.webp?h=00afd729&itok=GWrNo17L)

14.05.2024

Pressemitteilung

IVA sieht Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft zunehmend gefährdet

Die Mitgliedsunternehmen des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) blicken auf ein schwieriges Jahr mit sinkenden Umsatz- und Absatzzahlen zurück – und angesichts wachsenden regulatorischen Drucks mit Sorge in die Zukunft.&amp;nbsp;Dies geht aus dem neuen Jahresbericht des Verbands hervor, den er heute anlässlich seiner Mitgliederversammlung in Berlin veröffentlichte.

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[ !["Zukunftsprogramm" wird seinem Namen nicht gerecht](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-05/Sommergerste_6183_hk.JPG.webp?h=94b28deb&itok=isqkDqs-)

03.05.2024

Pressemitteilung

"Zukunftsprogramm" wird seinem Namen nicht gerecht

Unwissenschaftlich, unausgegoren und untauglich – mit klaren Worten kommentierte heute der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) die „Diskussionsgrundlage für die Erarbeitung eines Zukunftsprogramms Pflanzenschutz“, mit der das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zahlreiche Interessenvertretungen der Branche zur Stellungnahme aufgefordert hatte. Der IVA vertritt die Interessen von Herstellern und Zulassungsinhabern von modernen chemischen und biologischen Pflanzenschutzmitteln in Deutschland.

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[ ![IVA: Verbales Gift schadet Debatte um Zukunft der Landwirtschaft](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2023-06/Erdbeeren_in_Portion_305174_adpic.jpg.webp?h=4ca9cb25&itok=Lo2HnUmo)

09.06.2023

Pressemitteilung

IVA: Verbales Gift schadet Debatte um Zukunft der Landwirtschaft

Mit der giftigen Rhetorik seiner seit Wochenanfang laufenden Kampagne #BesserOhneGift führt sich der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschlands (BUND) selbst ad absurdum, indem er zu einer verbalen Vergiftung der Debatte um die Zukunft der Landwirtschaft beiträgt. Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) bedauert, dass der BUND in alte Muster zurückfällt. Beteiligte aus Landwirtschaft, Umweltschutz und Industrie waren in ihrem Dialog schon viel weiter, etwa in der gemeinsamen Arbeit der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL). Aus Sicht des IVA, der die Interessen der deutschen Pflanzenschutzindustrie vertritt, sollte über die Landwirtschaft von morgen nicht mit Kampagnen von vorgestern gestritten werden.

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[ ![Michael Wagner als IVA-Präsident bestätigt](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2023-05/Michael%20Wagner.jpg.webp?h=6f8e2d4a&itok=RdAl-2Ef)

09.05.2023

Pressemitteilung

Michael Wagner als IVA-Präsident bestätigt

Michael Wagner wird den Industrieverband Agrar e. V. (IVA) für zwei weitere Jahre als Präsident führen. Die Mitgliederversammlung des Wirtschaftsverbands bestätigte ihn heute in Berlin bei den Wahlen zum Präsidium. Wagner hat das Amt seit Jahresbeginn 2022 inne.

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