# Jahrespressekonferenz 2013 / Agrarchemie 2012/13: Nachfragehoch hält an

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- URL: https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/jahrespressekonferenz-2013-agrarchemie-201213
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- Created: 2013-05-12T22:00:00+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Pflanzenschutzindustrie, Pflanzenschutz, Düngemittelindustrie, Landwirtschaft, Regulierung, Verband
- Teaser text: Die Unternehmen der agrochemischen Industrie in Deutschland haben 2012 wieder deutlich mehr Umsatz mit Pflanzenschutzmitteln erlöst. Der Nettoinlandsumsatz der IVA-Mitgliedsfirmen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 8,5 Prozent auf ein Marktvolumen von 1,4 Milliarden Euro. Der Absatz der wichtigsten Nährstoffe in der Düngesaison 2011/12 in Deutschland war insgesamt rückläufig: Stickstoff (1,6 Mio. Tonnen, minus 8 Prozent), Phosphat (247 000 Tonnen, minus 14 Prozent), Kali (386 000 Tonnen, minus 11 Prozent), Kalk (2,4 Mio. Tonnen, plus 5 Prozent).

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© IVA

Jahrespressekonferenz des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) am 13. Mai 2013 in Frankfurt am Main. (v.r.n.l. V. Koch-Achelpöhler, Dr. Jachmann, Prof. Kuhlmann, M. May).

Pressemitteilung

13.05.2013

-

Frankfurt/Main

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) Jahrespressekonferenz 2013 / Agrarchemie 2012/13: Nachfragehoch Hält An

## Mitgliedsunternehmen des Industrieverbands Agrar steigern abermals Umsatz mit Pflanzenschutz- und Düngemitteln

Die Unternehmen der agrochemischen Industrie in Deutschland haben 2012 wieder deutlich mehr [Umsatz mit Pflanzenschutzmitteln](https://www.iva.de/sites/default/files/pdfs/grafik_pflanzenschutzmarkt_deutschland.pdf) erlöst (+8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr); auch die [Umsätze mit Düngemitteln](https://www.iva.de/sites/default/files/pdfs/2013_umsatzentwicklung_duengemittel-industrie.pdf) stiegen an (+4,6 Prozent), wie der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) heute anlässlich seiner Jahrespressekonferenz in Frankfurt mitteilte. Dennoch blickt der Wirtschaftsverband skeptisch auf die Herausforderungen der kommenden Jahre, da sich die Branche einem zunehmenden Druck von Politik und Regulierungsbehörden besonders im Pflanzenschutzbereich ausgesetzt sieht.

[&gt;&gt; Detaillierte Informationen zum Pflanzenschutzmarkt (PDF, 35 KB)](https://www.iva.de/sites/default/files/pdfs/der_pflanzenschutzmarkt_2012-13_jpk_130513.pdf)
[&gt;&gt; Detaillierte Informationen zum Düngemittelmarkt (PDF, 33 KB)](https://www.iva.de/sites/default/files/pdfs/der_duengemittelmarkt_2012_jpk_130513.pdf)

„Pflanzenschutzmittel zählen jeher zu den am strengsten regulierten Substanzen überhaupt; ihre Abgabe und Verwendung wird behördlich genau überwacht. Das hält die Politik auf europäischer und nationaler Ebene aber nicht davon ab, mit einer überzogenen Auslegung des Vorsorge-Prinzips Wirkstoffe ohne triftigen Grund aus dem Verkehr zu ziehen und den Landwirten das Leben schwer zu machen“, sagte IVA-Präsident Hans Theo Jachmann. Er zielte dabei insbesondere auf die Ankündigung der Europäischen Kommission, ab Dezember 2013 drei wichtige Pflanzenschutz-Wirkstoffe zur Bekämpfung von Schadinsekten vom Markt zu nehmen.

Die drei Wirkstoffe aus der Gruppe der sogenannten [Neonikotinoide](https://www.iva.de/sites/default/files/pdfs/2013_was_sind_neonikotinoide.pdf), die sich gegenüber Vorgängerprodukten durch eine deutlich niedrigere Toxizität für Wirbeltiere auszeichnen, sind in Deutschland im Rapsanbau kurzfristig nicht zu ersetzen. Nach einer im Januar veröffentlichten Studie, die von den Herstellerfirmen in Auftrag gegeben wurde, wird sich die [Wirtschaftlichkeit des Rapsanbaus in Deutschland](https://www.iva.de/sites/default/files/pdfs/2013_neonikotinoide.pdf) – zuletzt kultiviert auf 1,3 Millionen Hektar – so dramatisch verschlechtern, dass Landwirte auf den Flächen auf andere Kulturpflanzen, wie etwa Mais, ausweichen.

„Begründet wird das Verbot mit dem Schutz der Biene – eine Zielsetzung, der sich die Agrar-Branche vorbehaltlos anschließt. Nur ignoriert die EU, dass nach Ansicht führender Bienenkundler die Ursache für schwindende Bienenbestände nicht der Pflanzenschutzeinsatz in der Landwirtschaft ist, sondern eingeschleppte Krankheiten und das eingeschränkte Nahrungsangebot für die Bestäuber“, erläuterte Jachmann. Er beklagte politischen Aktionismus: „EU-Kommissar Tonio Borg greift nicht zu den Mitteln, die in der Sache den größten Erfolg, sondern in der Öffentlichkeit den größten Applaus versprechen. Es ist bedauerlich, dass Ministerin Aigner ihm auf diesem Weg gefolgt ist und nicht auf den Rat der eigenen Fachbehörden und deutscher Wissenschaftler vertraut.“

Jachmann forderte, dass die Grundlage für die Zulassung von Wirkstoffen und Pflanzenschutzmitteln in Europa seriöse Wissenschaft bleiben muss. „Wenn wir etwa auf den Herbizid-Wirkstoff Glyphosat schauen, der in Europa zur Wiederzulassung ansteht, gibt es eine regelrechte Inflation pseudo-wissenschaftlicher Halbwahrheiten“, sagte Jachmann. Er riet zu Besonnenheit und verwies auf die zahlreichen Stellungnahmen deutscher Behörden wie des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), die neue wissenschaftliche Erkenntnisse – vermeintliche wie tatsächliche – regelmäßig prüfen und bewerten.

Glyphosat ist der weltweit am meisten verwendete Wirkstoff zur Unkrautbekämpfung. Durch seine breite Wirkung ist er ein unverzichtbarer Bestandteil der nachhaltigen, pfluglosen Bodenbearbeitung, bei der der Acker durch den Verzicht auf mechanische Unkrautbekämpfung vor Erosion geschützt wird. Zahlreiche Mitgliedsfirmen des IVA haben Produkte mit dem Wirkstoff im Sortiment.

Immer wiederkehrenden Meldungen über ein nahendes Ende der [Phosphatreserven](https://www.iva.de/sites/default/files/pdfs/2013_phosphatreserven.pdf) trat Hermann Kuhlmann, Vorsitzender des IVA-Fachbereichs Pflanzenernährung, mit Nachdruck entgegen. Zuletzt häuften sich Berichte, wonach der essentielle Pflanzennährstoff in wenigen Jahrzehnten erschöpft sei. „Neue, wirtschaftlich gewinnbare Vorkommen enormen Ausmaßes wurden unlängst vor allem in Marokko und in der der West-Sahara entdeckt. Damit hat sich die Reichweite von zuletzt 115 auf 385 Jahre erhöht. Eine akute Verknappung droht nicht“, sagte Kuhlmann. Er warb zugleich aber für sinnvolles [Phosphor-Recycling](https://www.iva.de/sites/default/files/pdfs/2013_p-resycling.pdf) durch die möglichst effiziente Nutzung landwirtschaftlicher Reststoffe und kommunaler Abfälle.

Eine Verknappung mineralischer Pflanzennährstoffe ist nach Ansicht von Kuhlmann in absehbarer Zeit nicht zu befürchten. „Knapp hingegen sind heute schon Boden und Wasser; dies sind die begrenzenden Faktoren für die Landwirtschaft.“ Er warb daher für weitere Anstrengungen, die Produktion auf den vorhandenen Ackerflächen nachhaltig zu intensivieren statt ökologisch wertvolle Fläche neu unter den Pflug zu nehmen.

[&gt;&gt; Hintergrundinformationen zur Verfügbarkeit mineralischer Nährstoffe (PDF, 36 KB)](https://www.iva.de/sites/default/files/pdfs/hintergrundinformation_verfuegbarkeit_mineralischer_naehrstoffe_jpk_130513.pdf)

[&gt;&gt; alle Grafiken dieser Pressemitteilung zusammengefasst](https://www.iva.de/sites/default/files/pdfs/7_2013_alle_charts.pdf)

## Pressemitteilungen

[ ![IVA sieht Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft zunehmend gefährdet](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-05/IVA_Jahresbericht_2023_24_Titel.jpg.webp?h=00afd729&itok=GWrNo17L)

14.05.2024

Pressemitteilung

IVA sieht Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft zunehmend gefährdet

Die Mitgliedsunternehmen des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) blicken auf ein schwieriges Jahr mit sinkenden Umsatz- und Absatzzahlen zurück – und angesichts wachsenden regulatorischen Drucks mit Sorge in die Zukunft.&amp;nbsp;Dies geht aus dem neuen Jahresbericht des Verbands hervor, den er heute anlässlich seiner Mitgliederversammlung in Berlin veröffentlichte.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-sieht-wettbewerbsfaehigkeit-der-deutschen)

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[ !["Zukunftsprogramm" wird seinem Namen nicht gerecht](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-05/Sommergerste_6183_hk.JPG.webp?h=94b28deb&itok=isqkDqs-)

03.05.2024

Pressemitteilung

"Zukunftsprogramm" wird seinem Namen nicht gerecht

Unwissenschaftlich, unausgegoren und untauglich – mit klaren Worten kommentierte heute der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) die „Diskussionsgrundlage für die Erarbeitung eines Zukunftsprogramms Pflanzenschutz“, mit der das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zahlreiche Interessenvertretungen der Branche zur Stellungnahme aufgefordert hatte. Der IVA vertritt die Interessen von Herstellern und Zulassungsinhabern von modernen chemischen und biologischen Pflanzenschutzmitteln in Deutschland.

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[ ![IVA: Verbales Gift schadet Debatte um Zukunft der Landwirtschaft](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2023-06/Erdbeeren_in_Portion_305174_adpic.jpg.webp?h=4ca9cb25&itok=Lo2HnUmo)

09.06.2023

Pressemitteilung

IVA: Verbales Gift schadet Debatte um Zukunft der Landwirtschaft

Mit der giftigen Rhetorik seiner seit Wochenanfang laufenden Kampagne #BesserOhneGift führt sich der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschlands (BUND) selbst ad absurdum, indem er zu einer verbalen Vergiftung der Debatte um die Zukunft der Landwirtschaft beiträgt. Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) bedauert, dass der BUND in alte Muster zurückfällt. Beteiligte aus Landwirtschaft, Umweltschutz und Industrie waren in ihrem Dialog schon viel weiter, etwa in der gemeinsamen Arbeit der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL). Aus Sicht des IVA, der die Interessen der deutschen Pflanzenschutzindustrie vertritt, sollte über die Landwirtschaft von morgen nicht mit Kampagnen von vorgestern gestritten werden.

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[ ![Michael Wagner als IVA-Präsident bestätigt](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2023-05/Michael%20Wagner.jpg.webp?h=6f8e2d4a&itok=RdAl-2Ef)

09.05.2023

Pressemitteilung

Michael Wagner als IVA-Präsident bestätigt

Michael Wagner wird den Industrieverband Agrar e. V. (IVA) für zwei weitere Jahre als Präsident führen. Die Mitgliederversammlung des Wirtschaftsverbands bestätigte ihn heute in Berlin bei den Wahlen zum Präsidium. Wagner hat das Amt seit Jahresbeginn 2022 inne.

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