# Jahrespressekonferenz 2008: Agrarproduktion am Optimum ist das Gebot der Stunde

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- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Versorgungssicherheit
- Teaser text: Die aktuelle Versorgungslücke und die damit verbundene Teuerung auf den Weltagrarmärkten sind vermutlich erst der Anfang einer krisenhaften Entwicklung, die die nächsten Jahrzehnte bestimmen wird. Darauf wies vor der Presse in Frankfurt der Präsident des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), Hans Theo Jachmann, Syngenta Agro GmbH, hin. Die Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen wird bis zum Jahr 2030 um 50 Prozent steigen. Der wachsende Bedarf an Lebensmitteln, Futtermitteln und Agrotreibstoffen muss aber von einer begrenzten Fläche befriedigt werden. Grenzen setzen außerdem die klimatischen Verhältnisse sowie eine in vielen Teilen der Welt noch völlig unzureichende Infrastruktur.

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Pressemitteilung

08.05.2008

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) Jahrespressekonferenz 2008: Agrarproduktion Am Optimum Ist Das Gebot Der Stunde

Die aktuelle Versorgungslücke und die damit verbundene Teuerung auf den Weltagrarmärkten sind vermutlich erst der Anfang einer krisenhaften Entwicklung, die die nächsten Jahrzehnte bestimmen wird. Darauf wies vor der Presse in Frankfurt der Präsident des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), Hans Theo Jachmann, Syngenta Agro GmbH, hin. Die [Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen ](https://www.iva.de/sites/default/files/bilder/nachfrage.jpg)wird bis zum Jahr 2030 um 50 Prozent steigen. Der wachsende Bedarf an Lebensmitteln, Futtermitteln und Agrotreibstoffen muss aber von einer begrenzten Fläche befriedigt werden. Grenzen setzen außerdem die klimatischen Verhältnisse sowie eine in vielen Teilen der Welt noch völlig unzureichende Infrastruktur.

## Agrarchemie für eine sichere Lebensmittelversorgung

„Gerade im klimatisch begünstigten Europa ist deshalb eine landwirtschaftliche Produktion am biologischen Optimum das Gebot der Stunde“, betonte Jachmann. Moderne Agrartechnologien wie Mineraldüngung und chemischer Pflanzenschutz machen es möglich, die landwirtschaftlichen Kulturpflanzen ausreichend zu ernähren und vor Schädlingen und Krankheiten zu schützen. So konnten die Flächenerträge auf das Doppelte und mehr gesteigert werden. Gemessen an der pro Flächeneinheit erzeugten Menge ist eine moderne Landwirtschaft auch das klimafreundlichste Verfahren der Agrarproduktion. Sie ist in zentralen Fragen wie Versorgungssicherung und Ressourceneffizienz ohne Alternative.

## Der gesetzliche Rahmen muss stimmen

„Für die Anwendung moderner Agrartechnologien und ihre Fortentwicklung brauchen wir allerdings geeignete politische Rahmenbedingungen. Doch nicht nur in der Gentechnik herrscht derzeit eine Blockade-Politik; auch im Pflanzenschutz zeichnet sich eine solche Haltung ab“, erklärte Jachmann. Er kritisierte in diesem Zusammenhang insbesondere die auf europäischer Ebene derzeit diskutierte neue Zulassungsverordnung für Pflanzenschutzmittel. Sie sieht vor, so genannte Ausschlusskriterien für Pflanzenschutz-Wirkstoffe einzuführen. Das Problem: Dabei wird ausschließlich das theoretische Gefahrenpotenzial einer Substanz bewertet, ohne zu fragen, ob bei der tatsächlichen Anwendung überhaupt Risiken von einem Wirkstoff ausgehen. „Auch die Industrie setzt sich dafür ein, die Sicherheit im Pflanzenschutz ständig zu verbessern. Aber wenn die geplanten K. o.-Kriterien Pflanzenschutz unmöglich machen, ohne messbare Fortschritte im Anwender- oder Verbraucherschutz zu bringen, müssen wir Alarm schlagen.“ Außerdem verursache der befürchtete Verlust wichtiger Wirkstoffe einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden mit weit reichenden Konsequenzen für die Unternehmen.

## K. o.-Kriterien: das Aus für Obst und Gemüse aus Europa?

Die [Vorstellungen des Europaparlaments zur Pflanzenschutz-Novelle ](https://www.iva.de/sites/default/files/bilder/vorstellungen.jpg)bedeuten für zwei Drittel bis vier Fünftel der Pflanzenschutzmittel das Aus. Alle diese Substanzen wurden von den Landwirten bisher sicher eingesetzt. Gehen sie verloren, können viele Schädlinge und Krankheiten nicht mehr behandelt werden. Resistenzen würden zunehmen, weil ein Wirkstoffwechsel mangels Wirkstoffvielfalt nicht mehr möglich wäre. „Für jeden Schädling und für jede Krankheit brauchen wir mindestens vier unterschiedliche Wirkmechanismen, um Resistenzen sicher zu vermeiden“, erklärte Jachmann. Fehlt diese Palette an Wahlmöglichkeiten, werden in letzter Konsequenz vor allem viele Obst- und Gemüsearten nicht mehr in Europa erzeugt werden können.

## Selbstversorgung mit Grundnahrungsmitteln ginge zurück

Aber auch wichtige Grundnahrungsmittel wie Getreide und Kartoffeln werden betroffen sein. Jachmann verwies dazu auf eine [Untersuchung des Bologneser Nomisma-Forschungsinstituts ](https://www.iva.de/sites/default/files/bilder/untersuchung.jpg). Bei Getreide gingen die Erträge um 20 Prozent zurück, bei Weizen sogar um 30 Prozent, würden die Vorschläge der Europa-Parlamentarier umgesetzt. Infolge dieser Ertragsverluste sinkt der Selbstversorgungsgrad Europas bei Getreide von 120 auf 85 Prozent, bei Weizen sogar auf 75 Prozent. Bei Kartoffeln gäbe es ein Drittel weniger zu ernten. Hier müsste der Verbraucher dann zu 40 Prozent mit Importen versorgt werden. „Woher wir die Ware beziehen sollen, wenn die internationalen Agrarmärkte schon jetzt leergefegt sind und die Nachfrage weiter steigt, bleibt ein Geheimnis“, sagte Jachmann. Unter einer solchen Entwicklung würde nicht nur die Wettbewerbskraft der europäischen Land- und Ernährungswirtschaft leiden. Für den Verbraucher stelle sich in diesem Fall die Frage, ob er bei Importen dieselbe Sicherheit und Qualität voraussetzen kann wie bei einheimischer Ware. Zusätzlich seien bei sinkendem Selbstversorgungsgrad Preissteigerungen für den Verbraucher zu erwarten.

## Moderne Agrartechniken sorgen für Klasse und Masse

„Wir brauchen Klasse und Masse“, erklärte Jachmann. Eine moderne Agrarproduktion, die am Optimum arbeitet, bietet dafür die Basis. Europa ist ein wichtiger Standort zur Befriedigung des globalen Bedarfs an Lebensmitteln. Es verfügt nicht nur über die weltweit besten Anbaubedingungen für Agrarprodukte. Seine Land- und Ernährungswirtschaft besitzt auch außergewöhnliche Kompetenz und großes Know-how. Eine gut ausgebaute Infrastruktur und gesellschaftliche Stabilität garantieren, dass diese Wettbewerbsvorteile genutzt werden können. „Die Politik muss nun für Rahmenbedingungen sorgen, die die gesellschaftliche Akzeptanz moderner Agrartechnologien und deren verantwortliche Nutzung fördern“, betonte Jachmann.

## Pressemitteilungen

[ ![Kein Versorgungsengpass bei Mineraldüngern – noch](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-03/Minerald%C3%BCnger_S%C3%A4cke_324263377_AdobeStock.jpeg.webp?h=790be497&itok=2BHQM-yI)

18.03.2026

Pressemitteilung

Kein Versorgungsengpass bei Mineraldüngern – noch

Trotz der Kriegshandlungen im Nahen Osten mit ihren globalen Auswirkungen bestehen in der aktuellen Düngesaison noch keine Probleme bei der Versorgung der deutschen Landwirtschaft mit Mineraldüngern – so die Einschätzung des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), der die Interessen der deutschen Produzenten von Mineraldüngern vertritt. Bislang sind erste Auswirkungen auf die Preisentwicklung zwar spürbar, aber von Preisspitzen wie nach Russlands Überfall auf die Ukraine vor vier Jahren ist der Markt noch weit entfernt.

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[ !["Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Podiumsdiskussion%20Praxis%20trifft%20Politik%20am%20Pfalzmarkt_19022026_Quelle%20IVA.jpeg.webp?h=71e18210&itok=4O72YHGi)

19.02.2026

Pressemitteilung

"Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit

Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) heute in Mutterstadt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Handel und Vermarktung über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Auswirkungen aktueller regulatorischer Weichenstellungen auf die Ernährungssicherheit. Unter dem Titel „Zukunft der Landwirtschaft – Ernährungssicherheit in Zeiten politischer Weichenstellungen“ kamen Agrarpolitikerinnen und -politiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit Praktikern aus Landwirtschaft, Handel und Vermarktung zusammen.

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[ !["Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-01/PK%20150126_Berlin.jpg.webp?h=71976bb4&itok=52rISgNu)

15.01.2026

Pressemitteilung

"Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"

Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein übertrieben bürokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang der Landwirtschaft zu innovativen Pflanzenschutzmitteln – ein Problem insbesondere für den heimischen Obstbau, den die Politik eigentlich stärken wollte. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2026 in Berlin appellierten die Fachgruppe Obstbau und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die Politik in Deutschland und Europa, ambitionierte Reformideen jetzt konsequent umzusetzen.

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[ ![IVA: Schilf-Glasflügelzikade ist ernste Bedrohung für unsere Versorgungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-10/Pentastiridius_leporinus.jpg.webp?h=7808d218&itok=HYO5Ju25)

16.12.2025

Pressemitteilung

IVA: Schilf-Glasflügelzikade ist ernste Bedrohung für unsere Versorgungssicherheit

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) hat heute beim Runden Tisch zur Schilf-Glasflügelzikade im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) die wachsende Bedrohung für zentrale Kulturen wie Kartoffeln und Zuckerrüben unterstrichen. Das Schadinsekt gefährdet landwirtschaftliche Ernten und damit die heimische Versorgungssicherheit sowie die Wertschöpfung in den ländlichen Räumen.

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Martin May

Geschäftsführer, Leiter Kommunikation und Politik, Pressesprecher

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Maik Baumbach

Stv. Pressesprecher, Publikationen

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[ baumbach.iva@vci.de ](mailto:baumbach.iva@vci.de)
