# IVA: „Wenn Recherche zu lästig ist…“

## Metadata

- Entity type: Inhalt (`node`)
- URL: https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-wenn-recherche-zu-laestig-ist
- Language: de
- Bundle: News (`news`)
- Created: 2012-10-25T22:00:00+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
- Published: true
- Topics: Pflanzenschutzindustrie, Pflanzenschutz, Gesundheit / Verbraucherschutz, Landwirtschaft, Regulierung
- Teaser text: Zeitschrift "Öko-Test" ist vermeintlichem Skandal auf der Spur. Leicht recherchierbare Fakten zu Rückstands-Höchstgehalt für Glyphosat in Linsen aber zeigen normalen Vorgang wissenschaftsbasierter Festsetzung von Höchstgehalten.

## Content

![](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/vorschaubilder/linsen_323780.jpg.webp?h=252f27fa&itok=8cgysb0t)

© adpic

Höchstgehalte für Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln werden ständig wissenschaftlich überprüft und angepasst.

Pressemitteilung

26.10.2012

-

Frankfurt/Main

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) IVA: „Wenn Recherche Zu Lästig Ist…“

## Öko-Test verlegt sich auf diffuse Verschwörungstheorien, statt den Fakten nachzugehen / Zur Festlegung von Rückstands-Höchstgehalten

Zum wiederholten Mal innerhalb weniger Wochen wartet die Zeitschrift Öko-Test mit Schreckensmeldungen über den Pflanzenschutz-Wirkstoff Glyphosat auf. Diesmal allerdings scheint die Redaktion einem handfesten Skandal auf der Spur.

Zur Anhebung eines sogenannten Rückstands-Höchstgehalts in Linsen schreibt das Blatt: eine nicht näher benannte Agrarlobby „beantragte eine Importtoleranz und erreichte binnen Kurzem die Heraufsetzung des Grenzwertes um das Hundertfache auf jetzt 10 mg/kg.“ Das klingt in der Tat unerhört und dürfte bei den meisten Journalisten Recherche-Instinkte wecken. Diese wollen dann die W-Fragen (Wer, Wo, Wann, Was) überprüfen und vor allem die wichtigste: „Warum?“

Leider belässt es Öko-Test aber bei der Verschwörungstheorie über die dunklen Mächte der Agrarlobby. Vielleicht, weil die nüchternen Fakten aus dem vermeintlichen Skandal einen ganz normalen Vorgang gemacht hätten? Dann macht zu viel Recherche natürlich die schöne Geschichte kaputt.

Was ist also der Hintergrund? Grundsätzlich gilt, dass die sogenannten Rückstands-Höchstgehalte, also die maximale Menge eines Pflanzenschutzmittels, die ein Lebensmittel gerade noch enthalten darf, nach wissenschaftlichen Verfahren von den Behörden festgelegt werden. Liegen entsprechende Werte nicht vor, gilt zum vorsorglichen Verbraucherschutz die analytische Nachweisgrenze, bei Glyphosat in Linsen war das bis vor Kurzem 0,1 mg/kg. Mit anderen Worten: 0,1 mg/kg war nicht das Ergebnis einer individuellen Prüfung, sondern der geringstmögliche Standardwert.

Rückstands-Höchstgehalte werden ständig überprüft und angepasst. Im Fall von Glyphosat (einem Wirkstoff, der lange auf dem Markt und eingehend untersucht ist) in Linsen hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA im Januar 2012 nach einer wissenschaftlichen Risikobewertung durch deutsche Behörden den Wert auf 10 mg/kg angepasst – nicht „binnen Kurzem“, wie Öko-Test behauptet, sondern nach Auswertung des aktuellen Stands der wissenschaftlichen Forschung. Das Ergebnis: vertretbar wäre ein Höchstgehalt von 15 oder 10 mg/kg. Die EFSA entschied sich für den geringeren Wert.

Aufwändig wäre diese Recherche nicht gewesen. Alle relevanten Informationen sind offen im Internet verfügbar.

Quellen:

[&gt;&gt; Bericht der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA (engl.)](http://www.efsa.europa.eu/de/efsajournal/pub/2550.htm)
[&gt;&gt; Informationen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR)](http://www.bfr.bund.de/de/festsetzung_von_rueckstandshoechstgehalten_von_pflanzenschutzmittelwirkstoffen-52989.html)

## Pressemitteilungen

[ ![IVA sieht Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft zunehmend gefährdet](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-05/IVA_Jahresbericht_2023_24_Titel.jpg.webp?h=00afd729&itok=GWrNo17L)

14.05.2024

Pressemitteilung

IVA sieht Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft zunehmend gefährdet

Die Mitgliedsunternehmen des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) blicken auf ein schwieriges Jahr mit sinkenden Umsatz- und Absatzzahlen zurück – und angesichts wachsenden regulatorischen Drucks mit Sorge in die Zukunft.&amp;nbsp;Dies geht aus dem neuen Jahresbericht des Verbands hervor, den er heute anlässlich seiner Mitgliederversammlung in Berlin veröffentlichte.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-sieht-wettbewerbsfaehigkeit-der-deutschen)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-sieht-wettbewerbsfaehigkeit-der-deutschen)

[ !["Zukunftsprogramm" wird seinem Namen nicht gerecht](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-05/Sommergerste_6183_hk.JPG.webp?h=94b28deb&itok=isqkDqs-)

03.05.2024

Pressemitteilung

"Zukunftsprogramm" wird seinem Namen nicht gerecht

Unwissenschaftlich, unausgegoren und untauglich – mit klaren Worten kommentierte heute der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) die „Diskussionsgrundlage für die Erarbeitung eines Zukunftsprogramms Pflanzenschutz“, mit der das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zahlreiche Interessenvertretungen der Branche zur Stellungnahme aufgefordert hatte. Der IVA vertritt die Interessen von Herstellern und Zulassungsinhabern von modernen chemischen und biologischen Pflanzenschutzmitteln in Deutschland.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/zukunftsprogramm-wird-seinem-namen-nicht-gerecht)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/zukunftsprogramm-wird-seinem-namen-nicht-gerecht)

[ ![IVA: Verbales Gift schadet Debatte um Zukunft der Landwirtschaft](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2023-06/Erdbeeren_in_Portion_305174_adpic.jpg.webp?h=4ca9cb25&itok=Lo2HnUmo)

09.06.2023

Pressemitteilung

IVA: Verbales Gift schadet Debatte um Zukunft der Landwirtschaft

Mit der giftigen Rhetorik seiner seit Wochenanfang laufenden Kampagne #BesserOhneGift führt sich der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschlands (BUND) selbst ad absurdum, indem er zu einer verbalen Vergiftung der Debatte um die Zukunft der Landwirtschaft beiträgt. Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) bedauert, dass der BUND in alte Muster zurückfällt. Beteiligte aus Landwirtschaft, Umweltschutz und Industrie waren in ihrem Dialog schon viel weiter, etwa in der gemeinsamen Arbeit der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL). Aus Sicht des IVA, der die Interessen der deutschen Pflanzenschutzindustrie vertritt, sollte über die Landwirtschaft von morgen nicht mit Kampagnen von vorgestern gestritten werden.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-verbales-gift-schadet-debatte-um-zukunft-der)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-verbales-gift-schadet-debatte-um-zukunft-der)

[ ![Michael Wagner als IVA-Präsident bestätigt](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2023-05/Michael%20Wagner.jpg.webp?h=6f8e2d4a&itok=RdAl-2Ef)

09.05.2023

Pressemitteilung

Michael Wagner als IVA-Präsident bestätigt

Michael Wagner wird den Industrieverband Agrar e. V. (IVA) für zwei weitere Jahre als Präsident führen. Die Mitgliederversammlung des Wirtschaftsverbands bestätigte ihn heute in Berlin bei den Wahlen zum Präsidium. Wagner hat das Amt seit Jahresbeginn 2022 inne.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/michael-wagner-als-iva-praesident-bestaetigt)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/michael-wagner-als-iva-praesident-bestaetigt)

## Ansprechpartner

Haben Sie Fragen? Sprechen Sie uns gerne an.

![](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-10/May_Martin_HG.jpg.webp?h=a14b5fd1&itok=5fYskPDk)

Martin May

Geschäftsführer, Leiter Kommunikation und Politik, Pressesprecher

+49 69 2556-1249

[ may.iva@vci.de ](mailto:may.iva@vci.de)
