# IVA: "Vorschläge der EU-Kommission im schlimmsten Fall kontraproduktiv"

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- Created: 2016-06-15T13:30:12+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Pflanzenschutz, Gesundheit / Verbraucherschutz, Landwirtschaft, Regulierung
- Teaser text: Die heute in Brüssel vorgestellten Vorschläge der Europäischen Kommission zu Kriterien für endokrine Disruptoren (hormonell schädliche Substanzen, kurz: ED) taugen nach Auffassung der europäischen Pflanzenschutz-Hersteller in der Praxis nicht zu einer verlässlichen Unterscheidung in schädliche und harmlose Stoffe.

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© Fotolia

Landwirte brauchen zum Schutz der Kulturpflanzen, für gesunde und ertragreiche Bestände eine breite Wirkstoffpalette zur Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen.

Pressemitteilung

15.06.2016

-

Frankfurt/Main

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) IVA: "Vorschläge Der EU-Kommission Im Schlimmsten Fall Kontraproduktiv"

## Kriterien zur Regulierung endokriner Disruptoren / Industrie befürchtet Verlust wichtiger Wirkstoffe im Pflanzenschutz

Die heute in Brüssel vorgestellten Vorschläge der Europäischen Kommission zu Kriterien für endokrine Disruptoren (hormonell schädliche Substanzen, kurz: ED) taugen nach Auffassung der europäischen Pflanzenschutz-Hersteller in der Praxis nicht zu einer verlässlichen Unterscheidung in schädliche und harmlose Stoffe. Die weitgehende Übernahme einer allgemein gehaltenen Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO sei für regulatorische Entscheidungen, die auf robuster Wissenschaft basieren müssen, weder angemessen noch praktikabel, kritisierte der Industrieverband Agrar e. V. (IVA). Von der Kommission in Aussicht gestellte Ausnahmeregelungen schaffen keinen verlässlichen regulatorischen Rahmen.

„Angesichts der besonders strengen rechtlichen Vorgaben im Pflanzenschutzrecht bergen diese Kriterien das Risiko, dass Substanzen betroffen sein können, die gesundheitlich unbedenklich, aber zugleich in der Landwirtschaft – etwa bei der Pilzbekämpfung – zur Produktion sicherer Lebensmittel unverzichtbar sind. Für den Verbraucher- und Gesundheitsschutz wäre das im schlimmsten Fall sogar kontraproduktiv“, erklärte IVA-Hauptgeschäftsführer Volker Koch-Achelpöhler und fügte hinzu: „Daher ist es unerlässlich, Aspekte wie Exposition und Wirkstärke eines Stoffs in die Bewertung einzubeziehen. Andernfalls schütten wir das sprichwörtliche Kind mit dem Bade aus, wenn Landwirten keine ausreichende Mittelpalette mehr zur Verfügung steht, um gefährliche Schadpilze im Getreide zu bekämpfen.“

Eine eigene Abschätzung der Folgen für die deutsche Landwirtschaft hatte der IVA vor drei Jahren auf der Basis behördlicher Bewertungen vorgelegt. Danach zeigte sich unter anderem, dass als Folge zu unspezifischer Kriterien für endokrine Disruptoren neun der zehn wichtigsten Getreidefungizide vom Markt verschwinden könnten. Von dem Problem könnten auch chemische Pflanzenschutzmittel betroffen sein, die im ökologischen Landbau eingesetzt werden.

Die Vorschläge der Kommission müssen nun von den Mitgliedsstaaten geprüft und bewertet werden. Auch das Europäische Parlament ist in den weiteren Entscheidungsprozess eingebunden.

## Pressemitteilungen

[ !["Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Podiumsdiskussion%20Praxis%20trifft%20Politik%20am%20Pfalzmarkt_19022026_Quelle%20IVA.jpeg.webp?h=71e18210&itok=4O72YHGi)

19.02.2026

Pressemitteilung

"Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit

Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) heute in Mutterstadt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Handel und Vermarktung über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Auswirkungen aktueller regulatorischer Weichenstellungen auf die Ernährungssicherheit. Unter dem Titel „Zukunft der Landwirtschaft – Ernährungssicherheit in Zeiten politischer Weichenstellungen“ kamen Agrarpolitikerinnen und -politiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit Praktikern aus Landwirtschaft, Handel und Vermarktung zusammen.

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[ ![IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Phtytophthora%20infestans_272252666_AdobeStock.jpeg.webp?h=0d27ee61&itok=plCyzguV)

05.02.2026

Pressemitteilung

IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"

Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

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[ !["Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-01/PK%20150126_Berlin.jpg.webp?h=71976bb4&itok=52rISgNu)

15.01.2026

Pressemitteilung

"Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"

Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein übertrieben bürokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang der Landwirtschaft zu innovativen Pflanzenschutzmitteln – ein Problem insbesondere für den heimischen Obstbau, den die Politik eigentlich stärken wollte. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2026 in Berlin appellierten die Fachgruppe Obstbau und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die Politik in Deutschland und Europa, ambitionierte Reformideen jetzt konsequent umzusetzen.

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[ ![Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2025-12/Pflanzenschutzausbringung_40592454M_123rf.jpg.webp?h=e489e4e1&itok=yCASiprG)

17.12.2025

Pressemitteilung

Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) sieht nach einer ersten Analyse des von der Europäischen Kommission vorgelegten „Food and Feed Safety Simplification Omnibus“ – einem Verordnungsvorschlag zur Entbürokratisierung unter anderem der Pflanzenschutz-Zulassungsverordnung von 2009 – zu wenig Impulse, um die bestehenden Probleme beim Pflanzenschutz grundlegend zu lösen. Aus Sicht des IVA sind Vereinfachungen dringend notwendig, damit innovative Pflanzenschutzmittel – ob biologisch oder chemisch-synthetisch – der Landwirtschaft in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

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[ ![IVA: Schilf-Glasflügelzikade ist ernste Bedrohung für unsere Versorgungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-10/Pentastiridius_leporinus.jpg.webp?h=7808d218&itok=HYO5Ju25)

16.12.2025

Pressemitteilung

IVA: Schilf-Glasflügelzikade ist ernste Bedrohung für unsere Versorgungssicherheit

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) hat heute beim Runden Tisch zur Schilf-Glasflügelzikade im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) die wachsende Bedrohung für zentrale Kulturen wie Kartoffeln und Zuckerrüben unterstrichen. Das Schadinsekt gefährdet landwirtschaftliche Ernten und damit die heimische Versorgungssicherheit sowie die Wertschöpfung in den ländlichen Räumen.

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[ ![Ernährungssicherung: Heimischer Anbau immer mehr unter Druck](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2025-09/Apfelernte_47770736L_istock.jpg.webp?h=17850c86&itok=3lkOkWhn)

08.09.2025

Pressemitteilung

Ernährungssicherung: Heimischer Anbau immer mehr unter Druck

Deutschlands Fähigkeit, sich mit ausreichend Nahrungsmitteln aus heimischem Anbau zu versorgen, gerät immer weiter unter Druck. Während der fortschreitende Klimawandel immer häufiger schlechte Erntejahre erwarten lässt, sinkt die Selbstversorgungsfähigkeit aber auch durch den Verlust wirksamer Pflanzenschutzmittel, mit denen Landwirte ihre Ernte vor Unkraut und Schaderregern schützen. Selbst bei Weizen, der am häufigsten hierzulande angebauten Ackerkultur, droht Deutschland unter Umständen zum Nettoimporteur zu werden. Die ohnehin schon ausgeprägte Importabhängigkeit bei Obst und Gemüse dürfte sich noch verstärken.

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[ ![Neue Auflage: IVA-Lernprogramm Sachkundenachweis ](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2025-08/Fettfleckenkrankheit_Bohne_2092869160_shutterstock.jpg.webp?h=055596cc&itok=fcCgW0q9)

04.08.2025

Aktuelles

Neue Auflage: IVA-Lernprogramm Sachkundenachweis

In seiner inzwischen 13. Auflage hat der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) sein „Lernprogramm Sachkundenachweis“ aktualisiert und jetzt neu veröffentlicht. Das Lernprogramm dient zum Nachweis der erforderlichen Kenntnisse für die Abgabe von Pflanzenschutzmitteln im Einzel- und Versandhandel.

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[ !["Zulassungsverfahren jetzt modernisieren!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2025-07/Weizen_2563245_Veer.jpg.webp?h=58d3a06f&itok=XX1YsZNB)

22.07.2025

Pressemitteilung

"Zulassungsverfahren jetzt modernisieren!"

Der Industrieverband Agar e. V. (IVA) begrüßt die Entscheidung des Bundesministers für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat, Alois Rainer, eine Projektgruppe zur „Neuausrichtung der Pflanzenschutzmittelzulassung“ einzusetzen.

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Martin May

Geschäftsführer, Leiter Kommunikation und Politik, Pressesprecher

+49 69 2556-1249

[ may.iva@vci.de ](mailto:may.iva@vci.de)
