# IVA: „Verlängerung nur eine unbefriedigende Zwischenlösung“

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- Created: 2016-06-29T10:20:43+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Regulierung
- Teaser text: Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) hat die angekündigte Entscheidung der Europäischen Kommission, anstelle einer erneuten Genehmigung des Herbizid-Wirkstoffs Glyphosat zunächst mit einer sogenannten „technischen Verlängerung“ für 18 Monate zu arbeiten, als unbefriedigende Zwischenlösung kritisiert.

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Vorläufige Planungssicherheit in der Landwirtschaft für den Einsatz des wichtigen und von mehreren Behörden bei sachgerechtem Einsatz als für Mensch und Umwelt unbedenklich bewerteten Wirkstoffs Glyphosat für 18 Monate. Und dann?

Pressemitteilung

29.06.2016

-

Frankfurt/Main

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) IVA: „Verlängerung Nur Eine Unbefriedigende Zwischenlösung“

## Bundesumweltministerin in der Kritik / Widersprüchliche Informationen gegenüber Öffentlichkeit und Bundestag

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) hat die angekündigte Entscheidung der Europäischen Kommission, anstelle einer erneuten Genehmigung des Herbizid-Wirkstoffs Glyphosat zunächst mit einer sogenannten „technischen Verlängerung“ für 18 Monate zu arbeiten, als unbefriedigende Zwischenlösung kritisiert. Zwar sei für Industrie, Handel und Landwirtschaft so wieder Planungssicherheit bis Ende kommenden Jahres geschaffen worden, juristisch zwingend sei indes eine umfassende Erneuerung der Wirkstoffgenehmigung des Herbizids für 15 Jahre.

„In der Europäischen Union haben wir das weltweit strengste Pflanzenschutzrecht, in dessen Mittelpunkt eine umfassende wissenschaftliche Bewertung der Wirkstoffe und Mittel steht. Der Grundsatz der Wissenschaftlichkeit ist im Glyphosat-Verfahren allerdings mehrfach mit Füßen getreten worden“, kommentierte IVA-Hauptgeschäftsführer Volker Koch-Achelpöhler. Er kritisierte insbesondere die Rolle der deutschen Umweltministerin Barbara Hendricks in diesem Verfahren.

Diese hatte im Mai 2016 kurz vor der entscheidenden Abstimmung in Brüssel zur Begründung der deutschen Enthaltung vermeintlich ungeklärte Gesundheitsfragen angeführt. Erst müsse die Einstufung der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) vorliegen, teilte ihr Ministerium mit. Was die Öffentlichkeit allerdings nicht erfuhr: Zu diesem Zeitpunkt hatten die deutschen Behörden, darunter auch das Umweltbundesamt, längst ein entsprechendes Dossier erarbeitet und bei der ECHA eingereicht. Dies geht nun aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage im Bundestag hervor.

Noch einen Tag bevor die Ministerin ihre überraschende Kehrtwende vollzog, hatte die Bundesregierung auf die Kleine Anfrage (Bundestagsdrucksache 18/8408) geantwortet: *„Sowohl die BAuA als auch das BfR und das Umweltbundesamt (UBA) kommen in dem Dossier, das zur Änderung der Einstufung bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) vorgelegt wurde, zu dem Schluss, dass eine Einstufung als kanzerogen für den Pflanzenschutzmittelwirkstoff Glyphosat nicht notwendig ist.“* (S. 16, Antwort auf Frage 50).

„Wie kann es sein, dass drei Bundesbehörden – darunter das im Zuständigkeitsbereich der Bundesumweltministerin angesiedelte Umweltbundesamt – bestätigen, dass von Glyphosat keine Krebsgefahr ausgeht, die Öffentlichkeit von der Ministerin aber anders informiert wird? Traut die Ministerin dem wissenschaftlichen Urteil der eigenen Behörde nicht?“, fragt Koch-Achelpöhler.

[&gt;&gt; Link zur Kleinen Anfrage (PDF)](http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/18/084/1808408.pdf)

## Pressemitteilungen

[ ![Kein Versorgungsengpass bei Mineraldüngern – noch](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-03/Minerald%C3%BCnger_S%C3%A4cke_324263377_AdobeStock.jpeg.webp?h=790be497&itok=2BHQM-yI)

18.03.2026

Pressemitteilung

Kein Versorgungsengpass bei Mineraldüngern – noch

Trotz der Kriegshandlungen im Nahen Osten mit ihren globalen Auswirkungen bestehen in der aktuellen Düngesaison noch keine Probleme bei der Versorgung der deutschen Landwirtschaft mit Mineraldüngern – so die Einschätzung des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), der die Interessen der deutschen Produzenten von Mineraldüngern vertritt. Bislang sind erste Auswirkungen auf die Preisentwicklung zwar spürbar, aber von Preisspitzen wie nach Russlands Überfall auf die Ukraine vor vier Jahren ist der Markt noch weit entfernt.

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[ !["Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Podiumsdiskussion%20Praxis%20trifft%20Politik%20am%20Pfalzmarkt_19022026_Quelle%20IVA.jpeg.webp?h=71e18210&itok=4O72YHGi)

19.02.2026

Pressemitteilung

"Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit

Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) heute in Mutterstadt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Handel und Vermarktung über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Auswirkungen aktueller regulatorischer Weichenstellungen auf die Ernährungssicherheit. Unter dem Titel „Zukunft der Landwirtschaft – Ernährungssicherheit in Zeiten politischer Weichenstellungen“ kamen Agrarpolitikerinnen und -politiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit Praktikern aus Landwirtschaft, Handel und Vermarktung zusammen.

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[ ![IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Phtytophthora%20infestans_272252666_AdobeStock.jpeg.webp?h=0d27ee61&itok=plCyzguV)

05.02.2026

Pressemitteilung

IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"

Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

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[ !["Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-01/PK%20150126_Berlin.jpg.webp?h=71976bb4&itok=52rISgNu)

15.01.2026

Pressemitteilung

"Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"

Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein übertrieben bürokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang der Landwirtschaft zu innovativen Pflanzenschutzmitteln – ein Problem insbesondere für den heimischen Obstbau, den die Politik eigentlich stärken wollte. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2026 in Berlin appellierten die Fachgruppe Obstbau und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die Politik in Deutschland und Europa, ambitionierte Reformideen jetzt konsequent umzusetzen.

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Martin May

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