# IVA: Hohe Energiepreise belasten Düngemittel-Hersteller

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- Created: 2021-10-01T09:33:33+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Düngemittelindustrie
- Teaser text: Bei der Herstellung von Ammoniak und Stickstoffdüngemitteln ist Erdgas sowohl als Rohstoff wie als Energiequelle von entscheidender Bedeutung. Die rekordhohen Erdgaspreise stellen die Düngemittel-Industrie vor große Herausforderungen, insbesondere in Verbindung mit den stark gestiegenen Preisen für CO2-Zertifikate im Emissionshandel.

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Pressemitteilung

01.10.2021

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Frankfurt/Main

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) IVA: Hohe Energiepreise Belasten Düngemittel-Hersteller

## Unfaire Handelspraktiken benachteiligen deutsche und europäische Produzenten

Bei der Herstellung von Ammoniak und Stickstoffdüngemitteln ist Erdgas sowohl als Rohstoff wie als Energiequelle von entscheidender Bedeutung. Die rekordhohen Erdgaspreise stellen die Düngemittel-Industrie vor große Herausforderungen, insbesondere in Verbindung mit den stark gestiegenen Preisen für CO2-Zertifikate im Emissionshandel. Zusammengenommen lassen sie eine betriebswirtschaftlich vernünftige Erzeugung von Ammoniak derzeit nicht zu, denn Folgeprodukte wie Stickstoffdünger sind bereits auf einem hohen Preisniveau, und Kostensteigerungen können nur sehr begrenzt an die Endkunden weitergegeben werden. Dies hat bereits zu Produktionskürzungen bei Ammoniak im In- und Ausland geführt. Die im Industrieverband Agrar e. V. (IVA) und Fertilizers Europe organisierte Düngemittel-Industrie appelliert an die Bundesregierung und die EU-Kommission, eine ausreichende Versorgung mit bezahlbarem Erdgas mit hoher Priorität sicherzustellen.

„In diesem Zusammenhang weisen die europäischen Düngemittel-Hersteller Forderungen zurück, auf EU-Ebene erlassene, handelsrechtliche Maßnahmen gegen unfaire Handelspraktiken von Herstellern aus Drittstaaten wie Russland oder Trinidad und Tobago aufgrund der hohen Düngemittelpreise auszusetzen. Die aus Sicht unserer Industrie unfaire Subventionierung von Erdgas für Produzenten in diesen Ländern existiert weiterhin, und die Benachteiligung europäischer und deutscher Hersteller nimmt durch die weiter steigenden Kosten für Erdgas, Logistik und durch klimapolitische Maßnahmen zu. Die hohen Düngemittelpreise sind auf diese Aspekte zurückzuführen“, kommentiert Dr. Sven Hartmann, Leiter der Fachbereiche Pflanzenernährung und Biostimulanzien im IVA.

Mit Blick auf die klimapolitischen Ziele der EU sowie der Mitgliedsstaaten steht die chemische Industrie im Allgemeinen und die Ammoniak- und Düngemittel-Industrie im Besonderen vor gewaltigen Herausforderungen. Um eine Treibhausgas-neutrale Produktion zu erreichen und CO2-freien, grünen Ammoniak zu produzieren, müssen ausreichende Mengen an grünem Wasserstoff verfügbar sein und Produktionsanlagen umgebaut werden. Dies kann nur gelingen, wenn die Hersteller die notwendigen Investitionskosten erwirtschaften können und nicht durch einen ungleichen Wettbewerb aus dem Markt verdrängt werden.

## Pressemitteilungen

[ ![Kein Versorgungsengpass bei Mineraldüngern – noch](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-03/Minerald%C3%BCnger_S%C3%A4cke_324263377_AdobeStock.jpeg.webp?h=790be497&itok=2BHQM-yI)

18.03.2026

Pressemitteilung

Kein Versorgungsengpass bei Mineraldüngern – noch

Trotz der Kriegshandlungen im Nahen Osten mit ihren globalen Auswirkungen bestehen in der aktuellen Düngesaison noch keine Probleme bei der Versorgung der deutschen Landwirtschaft mit Mineraldüngern – so die Einschätzung des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), der die Interessen der deutschen Produzenten von Mineraldüngern vertritt. Bislang sind erste Auswirkungen auf die Preisentwicklung zwar spürbar, aber von Preisspitzen wie nach Russlands Überfall auf die Ukraine vor vier Jahren ist der Markt noch weit entfernt.

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[ ![Neue Broschüre: Informationen zur Düngung – Für Fachschulen, Handel und Genossenschaften](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Titel_LAD-Brosch%C3%BCre_2026.jpg.webp?h=00afd729&itok=A1i9VH6a)

19.02.2026

Aktuelles

Neue Broschüre: Informationen zur Düngung – Für Fachschulen, Handel und Genossenschaften

Eine aktualisierte Version auf Grundlage einer Broschüre des Landesarbeitskreises Düngung (LAD) Bayern, unter Mitarbeit der Mitglieder des Bundesarbeitskreises Düngung (BAD), gibt ein ganzheitliches Bild über die Anforderungen und die praktische Gestaltung der modernen Pflanzenernährung, bei der auch die rechtlichen Rahmenbedingungen beleuchtet werden.

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[ ![Jahrespressekonferenz 2025 / IVA: Zulassungssystem verbessern, Klimaschutz-Investitionen sichern ](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2025-05/Titelmotiv_JB202_42025.png.webp?h=63235ceb&itok=TOK2IfcA)

05.05.2025

Pressemitteilung

Jahrespressekonferenz 2025 / IVA: Zulassungssystem verbessern, Klimaschutz-Investitionen sichern

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) blickte heute bei seiner Jahrespressekonferenz auf ein durchwachsenes Jahr 2024 zurück, das geprägt war von schrumpfenden Umsätzen im Pflanzenschutzmittel-Sektor (minus 9,1 Prozent) und stagnierenden Absätzen der Düngemittel-Produzenten. Umso mehr richten sich die Erwartungen des Wirtschaftsverbands der agrarchemischen Industrie jetzt an die neue Bundesregierung, denn im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD sind richtungsweisende Aussagen und Vorhaben im Agrarbereich benannt.

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[ ![IVA: "Es ist 5 vor 12 - Landwirtschaft gehen die Pflanzenschutzmittel aus!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2025-01/PK160125Berlin.jpg.webp?h=c068c53c&itok=oZgeHLsG)

16.01.2025

Pressemitteilung

IVA: "Es ist 5 vor 12 - Landwirtschaft gehen die Pflanzenschutzmittel aus!"

Für eine zukunftsfähige Landwirtschaft in Deutschland braucht es ein innovationsfreundlicheres Zulassungssystem für Pflanzenschutzmittel, wettbewerbsfähige Energiepreise für die einheimische Düngemittelproduktion sowie einen wirksamen Schutz vor Düngemitteln zu Dumpingpreisen aus Russland. Einen entsprechenden Appell an die kommende Bundesregierung stellte der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) bei einem Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2025 in Berlin vor.

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