# IVA: "Greenpeace-Report selektiv und verfälschend"

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- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Pflanzenschutz, Landwirtschaft, Verband
- Teaser text: Der IVA hat eine heute von Greenpeace lancierte Kampagne als „pseudo-wissenschaftlich“ kritisiert. Die Studie „Bye bye Biene?“ und die begleitende Pressemitteilung zielen nach Auffassung des Wirtschaftsverbands nicht auf Erkenntnisgewinn. In dem Papier werden selektiv einzelne Labor-Studien aufgegriffen, ohne die vorliegenden Monitorings aus der landwirtschaftlichen Praxis zu berücksichtigen. Diese zeigen, dass Insektizide von den Landwirten ohne unvertretbare Risiken für Bienen eingesetzt werden.

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© iStock

Verantwortungsvoller Umgang mit Insektiziden durch unsere Landwirte ist die Praxis. Monitorings zeigen: Insektizide werden von den Landwirten ohne unvertretbare Risiken für Bienen eingesetzt.

Pressemitteilung

09.04.2013

-

Frankfurt/Main

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) IVA: "Greenpeace-Report Selektiv und Verfälschend"

## Wirtschaftsverband kritisiert Studie als pseudo-wissenschaftliche Kampagne / "Hilft weder Bienen noch Bauern"

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) hat eine heute von Greenpeace lancierte Kampagne als „pseudo-wissenschaftlich“ kritisiert. Die Studie „Bye bye Biene?“ und die begleitende Pressemitteilung zielen nach Auffassung des Wirtschaftsverbands nicht auf Erkenntnisgewinn. In dem Papier werden selektiv einzelne Labor-Studien aufgegriffen, ohne die vorliegenden Monitorings aus der landwirtschaftlichen Praxis zu berücksichtigen. Diese zeigen, dass Insektizide von den Landwirten ohne unvertretbare Risiken für Bienen eingesetzt werden.

Auch vor verfälschender Darstellung der Quellen schreckt Greenpeace nicht zurück. So wird behauptet, eine kürzlich veröffentlichte Feldstudie habe gezeigt, dass Bienen nach Aufnahme von Pollen und Nektar mit Pflanzenschutzmittel-Rückständen den Weg zurück in den Bienenstock nicht finden konnten (S. 31). Tatsächlich wurden die Bienen für die Studie (Henry et al. 2012) in einem Experiment mit einer Zuckerlösung zwangsernährt, die unrealistisch überhöhte Konzentrationen von Pflanzenschutzmitteln enthielt. Dass überhöhte Konzentrationen zu Orientierungsproblemen bei Bienen führen können, ist seit über zehn Jahren bekannt – aber bedeutungslos, weil diese Konzentrationen im Freiland nicht auftreten.

„Greenpeace macht es sich mit dem Ruf nach einem pauschalen Verbot wieder einmal leicht, indem man nur auf einen Teil der Gleichung schaut. Eine produktive Landwirtschaft aber braucht sowohl gesunde Bestäuber, wie Bienen und Hummeln, als auch wirksamen Pflanzenschutz, mit dem die Landwirte ihre Ernten vor Schädlingen schützen können“, kommentiert Volker Koch-Achelpöhler, Hauptgeschäftsführer des IVA. „Die kurzsichtigen Forderungen von Greenpeace helfen weder Bienen noch Bauern, denn sie zielen nicht auf die wirklichen Probleme.“

Diese sind in der Wissenschaft längst beschrieben. So taucht das seit fast zehn Jahren laufende Forschungsprojekt „Deutsches Bienenmonitoring (DEBIMO)“, an dem Wissenschaftler aus sieben deutschen Bieneninstituten zusammen mit Imkern Daten erheben und analysieren, zwar auf der Literaturliste der „Greenpeace-Studie“ auf; eine wesentliche Erkenntnis dieses Langzeitprojekts enthalten die Umweltaktivisten dem Leser allerdings vor. Denn die führenden Bienenwissenschaftler sehen nicht den Pflanzenschutz, sondern die Varroa-Milbe als die Hauptursache gestiegener Bienenverluste.

Der an dem Projekt beteiligte Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen schreibt: „Aus den bisher bundesweit ermittelten Daten lässt sich sehr deutlich ein klarer Zusammenhang zwischen der Varroabelastung der Völker zum Zeitpunkt des Einwinterns und dem Überwinterungserfolg ablesen. Bei hohen Milbenzahlen steigt auch das Infektionsrisiko für einige Bienenviren an. (…) Ein klarer Zusammenhang zwischen Völkerverlusten und Pestizidrückständen konnte bisher jedoch nicht nachgewiesen werden.“

Auch Studien in anderen Ländern, die nicht im Labor theoretische Gefährdungen betrachten, sondern sich in Feldversuchen mit den tatsächlichen Lebensbedingungen von Bestäubern befassen, zeigen ein anderes Bild, als Greenpeace glauben machen will. Die staatliche britische Forschungseinrichtung FERA (Food and Environment Research Agency) hatte vergangene Woche dazu eine neue Studie veröffentlicht. Bei einem Feldversuch an Hummeln hatten die Wissenschaftler keine Schädigung der Bestäuber durch Insektizide aus der Gruppe der Neonikotinoide feststellen können. Die Wissenschaftler betonten, dass eine Wiederholung der Studie mit variierenden Parametern, wie Temperatur und Nahrungsangebot, empfehlenswert ist, für ihre eigene Arbeit stellen sie fest: „Die Studie hat jedoch gezeigt, dass die Hummelvölker beim Einsatz von Neonikotinoiden unter Feldbedingungen wachstumsfähig und produktiv blieben.“

„Die Studie aus Großbritannien belegt, was uns das Deutsche Bienenmonitoring hierzulande seit Jahren zeigt: Eine produktive Landwirtschaft ohne Beeinträchtigung wichtiger Bestäuber und anderer Nutzinsekten ist möglich. Die von Greenpeace angeführten Gefährdungen sind Theorie; der verantwortungsvolle Umgang mit Insektiziden durch unsere Landwirte ist die Praxis. Politischer Aktionismus ist da vollkommen fehl am Platz“, so Koch-Achelpöhler.

Zur Recherche:

[&gt;&gt; Informationen zum Deutschen Bienenmonitoring auf den Seiten des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen](http://www.llh-hessen.de)

[&gt;&gt; Die FERA-Studie steht im Internet zum Download zur Verfügung (PDF, engl.)](http://www.fera.defra.gov.uk/scienceResearch/scienceCapabilities/chemicalsEnvironment/documents/reportPS2371Mar13.pdf)

[&gt;&gt; Die Quelle zu der Laborstudie von Henry et al. 2012, die Greenpeace als „Feldversuch“ umdefiniert (engl.)](http://www.sciencemag.org/content/337/6101/1453.2.full)

[&gt;&gt; Kommentar der EFSA u.a. zur Studie von Henry et al. 2012](http://www.efsa.europa.eu/de/press/news/120601.htm)

## Pressemitteilungen

[ !["Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Podiumsdiskussion%20Praxis%20trifft%20Politik%20am%20Pfalzmarkt_19022026_Quelle%20IVA.jpeg.webp?h=71e18210&itok=4O72YHGi)

19.02.2026

Pressemitteilung

"Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit

Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) heute in Mutterstadt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Handel und Vermarktung über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Auswirkungen aktueller regulatorischer Weichenstellungen auf die Ernährungssicherheit. Unter dem Titel „Zukunft der Landwirtschaft – Ernährungssicherheit in Zeiten politischer Weichenstellungen“ kamen Agrarpolitikerinnen und -politiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit Praktikern aus Landwirtschaft, Handel und Vermarktung zusammen.

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[ ![IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Phtytophthora%20infestans_272252666_AdobeStock.jpeg.webp?h=0d27ee61&itok=plCyzguV)

05.02.2026

Pressemitteilung

IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"

Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

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[ !["Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-01/PK%20150126_Berlin.jpg.webp?h=71976bb4&itok=52rISgNu)

15.01.2026

Pressemitteilung

"Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"

Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein übertrieben bürokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang der Landwirtschaft zu innovativen Pflanzenschutzmitteln – ein Problem insbesondere für den heimischen Obstbau, den die Politik eigentlich stärken wollte. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2026 in Berlin appellierten die Fachgruppe Obstbau und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die Politik in Deutschland und Europa, ambitionierte Reformideen jetzt konsequent umzusetzen.

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[ ![Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2025-12/Pflanzenschutzausbringung_40592454M_123rf.jpg.webp?h=e489e4e1&itok=yCASiprG)

17.12.2025

Pressemitteilung

Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) sieht nach einer ersten Analyse des von der Europäischen Kommission vorgelegten „Food and Feed Safety Simplification Omnibus“ – einem Verordnungsvorschlag zur Entbürokratisierung unter anderem der Pflanzenschutz-Zulassungsverordnung von 2009 – zu wenig Impulse, um die bestehenden Probleme beim Pflanzenschutz grundlegend zu lösen. Aus Sicht des IVA sind Vereinfachungen dringend notwendig, damit innovative Pflanzenschutzmittel – ob biologisch oder chemisch-synthetisch – der Landwirtschaft in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

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