# IVA fordert jährlichen "Harmonisierungsbericht"

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- URL: https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-fordert-jaehrlichen-harmonisierungsbericht
- Language: de
- Bundle: News (`news`)
- Created: 2012-10-30T23:00:00+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
- Published: true
- Topics: Pflanzenschutzindustrie, Pflanzenschutz, Landwirtschaft, Regulierung, Verband
- Teaser text: Kritik an Nationalem Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln: Ökonomische und soziale Nachhaltigkeitsziele werden vernachlässigt, notwendige Steigerungen der landwirtschaftlichen Produktivität ausgeblendet, sachfremde Themen überbetont

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© iStock

Die deutsche Pflanzenschutz-Industrie bekennt sich nachdrücklich zu dem Ziel, Risiken für Mensch und Umwelt, die aus dem Einsatz ihrer Produkte resultieren können, weiter zu reduzieren.

Pressemitteilung

31.10.2012

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Frankfurt/Main

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) IVA Fordert Jährlichen "Harmonisierungsbericht"

## Pflanzenschutz-Industrie sieht bei Nationalem Aktionsplan erheblichen Korrekturbedarf / Willkürliche Reduktionsziele wären der falsche Weg

Ökonomische und soziale Nachhaltigkeitsziele werden vernachlässigt, notwendige Steigerungen der landwirtschaftlichen Produktivität ausgeblendet, sachfremde Themen überbetont – so fasst der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) seine Kritik am vorliegenden Entwurf der Bundesregierung für einen Nationalen Aktionsplan (NAP) zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln zusammen. Der Aktionsplan ist Teil eines umfangreichen europäischen Gesetzgebungspakets aus dem Jahr 2009, das den Pflanzenschutz-Einsatz und damit auch die Wettbewerbsbedingungen für Landwirte in der Union harmonisieren soll.

„Die deutsche Pflanzenschutz-Industrie bekennt sich nachdrücklich zu dem Ziel, Risiken für Mensch und Umwelt, die aus dem Einsatz ihrer Produkte resultieren können, weiter zu reduzieren. Dies muss mit Verstand, Augenmaß und Blick für das Ganze geschehen. Denn die überwiegende Mehrheit der Landwirte setzt Pflanzenschutzmittel schon heute verantwortungsvoll und nachhaltig ein. Dadurch werden enorme Wohlfahrtsgewinne für die Gesellschaft geschaffen und Beschäftigung im ländlichen Raum gesichert. Moderner Pflanzenschutz ermöglicht hohe Flächenerträge und hilft so, wertvolle natürliche Ressourcen zu schonen. Diese Leistungen des Pflanzenschutzes müssen im Aktionsplan angemessen gewürdigt werden“, sagte Volker Koch-Achelpöhler, Hauptgeschäftsführer des IVA, und verwies auf eine entsprechende Entschließung des Bundestags im November 2011.

Der IVA begrüßt, dass der Nationale Aktionsplan die Sicherstellung einer ausreichendenden Anzahl von Pflanzenschutzverfahren als Ziel aufnimmt. Damit die Industrie ihren Beitrag leisten und moderne Pflanzenschutzmittel entwickeln, herstellen und vermarkten kann, braucht Deutschland ein funktionierendes und effizient organisiertes Zulassungssystem. Pflanzenschutzmittel müssen fristgerecht zugelassen werden, und ihre Bewertung muss nach europäisch harmonisierten Verfahren stattfinden. Aus diesem Grund regt der IVA an, dass das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) der Öffentlichkeit jährlich Bericht über den Stand der Zulassungen und die Fortschritte bei der Harmonisierung der Zulassungsbedingungen erstatten muss. Dieser Harmonisierungsbericht soll nach Vorstellungen des IVA die Öffentlichkeit über Verzögerungen im Zulassungsverfahren informieren, über den erreichten Stand der Harmonisierung der Zulassungsverfahren in der EU Auskunft geben und aufzeigen, wo und warum Deutschland von den Zulassungsanforderungen in der EU abweicht.

Zugleich warnte der IVA vor willkürlichen Mengen- und Intensitätsreduktionen im Aktionsplan. Diese würden den Anforderungen an die landwirtschaftliche Praxis nicht gerecht; und auch aus ökologischer Sicht können solche Programme im schlechtesten Fall kontraproduktiv wirken. Der IVA verweist in seiner Stellungnahme auf ein Beispiel aus Dänemark. Dort hat ein pauschales Reduktionsprogramm im Winterweizen zu Ertragseinbrüchen von bis zu 20 Prozent geführt, ohne dass dabei ein ökologischer Mehrwert geschaffen worden wäre.

„Das Beispiel aus Dänemark zeigt anschaulich, welche Folgen Aktionismus haben kann. Um die gleiche Menge Weizen zu produzieren, benötigen dänische Landwirte heute fast ein Fünftel mehr Ackerfläche, wirtschaften also weniger effizient mit der Ressource Boden. Das darf kein Beispiel für Deutschland sein, sondern vielmehr eine Warnung“, kommentiert Koch-Achelpöhler.

[&gt;&gt; IVA-Stellungnahme (PDF, 700 KB)](https://www.iva.de/sites/default/files/pdfs/iva_stellungnahme_nap_1012.pdf)

## Pressemitteilungen

[ ![IVA sieht Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft zunehmend gefährdet](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-05/IVA_Jahresbericht_2023_24_Titel.jpg.webp?h=00afd729&itok=GWrNo17L)

14.05.2024

Pressemitteilung

IVA sieht Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft zunehmend gefährdet

Die Mitgliedsunternehmen des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) blicken auf ein schwieriges Jahr mit sinkenden Umsatz- und Absatzzahlen zurück – und angesichts wachsenden regulatorischen Drucks mit Sorge in die Zukunft.&amp;nbsp;Dies geht aus dem neuen Jahresbericht des Verbands hervor, den er heute anlässlich seiner Mitgliederversammlung in Berlin veröffentlichte.

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[ !["Zukunftsprogramm" wird seinem Namen nicht gerecht](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-05/Sommergerste_6183_hk.JPG.webp?h=94b28deb&itok=isqkDqs-)

03.05.2024

Pressemitteilung

"Zukunftsprogramm" wird seinem Namen nicht gerecht

Unwissenschaftlich, unausgegoren und untauglich – mit klaren Worten kommentierte heute der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) die „Diskussionsgrundlage für die Erarbeitung eines Zukunftsprogramms Pflanzenschutz“, mit der das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zahlreiche Interessenvertretungen der Branche zur Stellungnahme aufgefordert hatte. Der IVA vertritt die Interessen von Herstellern und Zulassungsinhabern von modernen chemischen und biologischen Pflanzenschutzmitteln in Deutschland.

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[ ![IVA: Verbales Gift schadet Debatte um Zukunft der Landwirtschaft](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2023-06/Erdbeeren_in_Portion_305174_adpic.jpg.webp?h=4ca9cb25&itok=Lo2HnUmo)

09.06.2023

Pressemitteilung

IVA: Verbales Gift schadet Debatte um Zukunft der Landwirtschaft

Mit der giftigen Rhetorik seiner seit Wochenanfang laufenden Kampagne #BesserOhneGift führt sich der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschlands (BUND) selbst ad absurdum, indem er zu einer verbalen Vergiftung der Debatte um die Zukunft der Landwirtschaft beiträgt. Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) bedauert, dass der BUND in alte Muster zurückfällt. Beteiligte aus Landwirtschaft, Umweltschutz und Industrie waren in ihrem Dialog schon viel weiter, etwa in der gemeinsamen Arbeit der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL). Aus Sicht des IVA, der die Interessen der deutschen Pflanzenschutzindustrie vertritt, sollte über die Landwirtschaft von morgen nicht mit Kampagnen von vorgestern gestritten werden.

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[ ![Michael Wagner als IVA-Präsident bestätigt](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2023-05/Michael%20Wagner.jpg.webp?h=6f8e2d4a&itok=RdAl-2Ef)

09.05.2023

Pressemitteilung

Michael Wagner als IVA-Präsident bestätigt

Michael Wagner wird den Industrieverband Agrar e. V. (IVA) für zwei weitere Jahre als Präsident führen. Die Mitgliederversammlung des Wirtschaftsverbands bestätigte ihn heute in Berlin bei den Wahlen zum Präsidium. Wagner hat das Amt seit Jahresbeginn 2022 inne.

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Martin May

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