# IVA: EFSA muss kritisch überprüfen

## Metadata

- Entity type: Inhalt (`node`)
- URL: https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-efsa-muss-kritisch-ueberpruefen
- Language: de
- Bundle: News (`news`)
- Created: 2015-04-22T22:00:00+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
- Published: true
- Topics: Pflanzenschutz, Landwirtschaft, Regulierung
- Teaser text: In der Debatte um die Auswirkungen des Einsatzes neonikotinoidhaltiger Pflanzenschutzmittel sind aktuell zwei neue wissenschaftliche Studien in der Diskussion, die jetzt in der Zeitschrift Nature veröffentlicht wurden. IVA-Hauptgeschäftsführer Volker Koch-Achelpöhler kommentiert die Veröffentlichungen.

## Content

![](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/vorschaubilder/biene_an_raps_2222540_veer.jpg.webp?h=08b866d1&itok=7tJ8ZvLx)

© Veer

Die EFSA muss ihre Bewertung der Neonikotinoide auf die Gesamtheit des verfügbaren Wissens stützen.

Pressemitteilung

23.04.2015

-

Frankfurt/Main

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) IVA: EFSA Muss Kritisch Überprüfen

## Industrieverband moniert Mängel an Bienen-Studien

In der Debatte um die Auswirkungen des Einsatzes neonikotinoidhaltiger Pflanzenschutzmittel sind aktuell zwei neue wissenschaftliche Studien in der Diskussion, die jetzt in der Zeitschrift [Nature](http://www.nature.com/news/bee-studies-stir-up-pesticide-debate-1.17366) veröffentlicht wurden (Kessler et al., Rundlöf et al.). Für die untersuchten Wirkstoffe gilt in der EU aktuell ein Verbot der meisten landwirtschaftlichen Anwendungen.

Volker Koch-Achelpöhler, Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), kommentiert die Veröffentlichungen: "Vor zwei Jahren ist das Aussetzen der Wirkstoffgenehmigungen vor allem damit begründet worden, dass es nach Ansicht der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA Datenlücken zur Sicherheit der Substanzen gibt. Daher ist jede seriöse wissenschaftliche Arbeit zu begrüßen, die die Wissensbasis vergrößert. Ob diese Studien dazu beitragen, ist aber kritisch zu hinterfragen und muss letztlich von der EFSA bewertet werden.“

Bei erster Durchsicht zeigen diese Studien erhebliche Mängel: Kessler et al. verwenden in der Laborstudie, wie auch schon in anderen gleichartigen Studien zuvor, unrealistisch hohe Konzentrationen des Wirkstoffs. Es ist daher zweifelhaft, ob so valide Aussagen für den Einsatz der Mittel in der Landwirtschaft gewonnen werden können. Rundlöf et al. haben eine Feldstudie durchgeführt. Diese belegt erneut, dass es unter realistischen Freilandbedingungen keine Auswirkungen von Neonikotinoiden auf Honigbienenvölker gibt. Dies deckt sich mit früher veröffentlichten Feldstudien. Was jedoch Wildbienen angeht, bestehen Zweifel an der Methodik und die Autoren selbst räumen ein, dass einige ihrer Aussagen rein spekulativ sind.

„Es ist nicht verwunderlich, dass die Studien aufgrund der wissenschaftlichen Defizite im Widerspruch zu Ergebnissen aus der Praxis stehen. Wir hoffen umso mehr, dass die europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA die Bewertung der Neonikotinoide auf die Gesamtheit des verfügbaren Wissens stützt", so Koch-Achelpöhler.

## Pressemitteilungen

[ !["Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Podiumsdiskussion%20Praxis%20trifft%20Politik%20am%20Pfalzmarkt_19022026_Quelle%20IVA.jpeg.webp?h=71e18210&itok=4O72YHGi)

19.02.2026

Pressemitteilung

"Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit

Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) heute in Mutterstadt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Handel und Vermarktung über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Auswirkungen aktueller regulatorischer Weichenstellungen auf die Ernährungssicherheit. Unter dem Titel „Zukunft der Landwirtschaft – Ernährungssicherheit in Zeiten politischer Weichenstellungen“ kamen Agrarpolitikerinnen und -politiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit Praktikern aus Landwirtschaft, Handel und Vermarktung zusammen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/praxis-trifft-politik-fehlende-pflanzenschutz-optionen)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/praxis-trifft-politik-fehlende-pflanzenschutz-optionen)

[ ![IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Phtytophthora%20infestans_272252666_AdobeStock.jpeg.webp?h=0d27ee61&itok=plCyzguV)

05.02.2026

Pressemitteilung

IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"

Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-bei-fakten-besser-genauer-hinschauen)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-bei-fakten-besser-genauer-hinschauen)

[ !["Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-01/PK%20150126_Berlin.jpg.webp?h=71976bb4&itok=52rISgNu)

15.01.2026

Pressemitteilung

"Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"

Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein übertrieben bürokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang der Landwirtschaft zu innovativen Pflanzenschutzmitteln – ein Problem insbesondere für den heimischen Obstbau, den die Politik eigentlich stärken wollte. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2026 in Berlin appellierten die Fachgruppe Obstbau und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die Politik in Deutschland und Europa, ambitionierte Reformideen jetzt konsequent umzusetzen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/hoechste-zeit-fuer-ambitionierte-reformen-im)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/hoechste-zeit-fuer-ambitionierte-reformen-im)

[ ![Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2025-12/Pflanzenschutzausbringung_40592454M_123rf.jpg.webp?h=e489e4e1&itok=yCASiprG)

17.12.2025

Pressemitteilung

Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) sieht nach einer ersten Analyse des von der Europäischen Kommission vorgelegten „Food and Feed Safety Simplification Omnibus“ – einem Verordnungsvorschlag zur Entbürokratisierung unter anderem der Pflanzenschutz-Zulassungsverordnung von 2009 – zu wenig Impulse, um die bestehenden Probleme beim Pflanzenschutz grundlegend zu lösen. Aus Sicht des IVA sind Vereinfachungen dringend notwendig, damit innovative Pflanzenschutzmittel – ob biologisch oder chemisch-synthetisch – der Landwirtschaft in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/gemmer-eu-omnibus-taugt-nicht-fuer-die-langstrecke)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/gemmer-eu-omnibus-taugt-nicht-fuer-die-langstrecke)

## Ansprechpartner

Haben Sie Fragen? Sprechen Sie uns gerne an.

![](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-10/May_Martin_HG.jpg.webp?h=a14b5fd1&itok=5fYskPDk)

Martin May

Geschäftsführer, Leiter Kommunikation und Politik, Pressesprecher

+49 69 2556-1249

[ may.iva@vci.de ](mailto:may.iva@vci.de)
