# IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"

## Metadata

- Entity type: Inhalt (`node`)
- URL: https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-bei-fakten-besser-genauer-hinschauen
- Language: de
- Bundle: News (`news`)
- Created: 2026-02-05T12:46:39+00:00
- Updated: 2026-02-06T10:29:03+00:00
- Published: true
- Topics: Landwirtschaft, Pflanzenschutz, Regulierung
- Teaser text: Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

## Content

![](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Phtytophthora%20infestans_272252666_AdobeStock.jpeg.webp?h=0d27ee61&itok=plCyzguV)

© AdobeStock

Pressemitteilung

05.02.2026

-

Frankfurt/Main

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) IVA: "Bei Fakten Besser Genauer Hinschauen!"

## Landwirtschaft ohne ausreichend wirksame Pflanzenschutz-Lösungen unter Druck / Folgen für Ertrag und Anbauentscheidungen

Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

Die Situation beim Pflanzenschutz im landwirtschaftlichen Anbau, insbesondere auch bei Sonderkulturen, erfordert eine sachgerechte Bewertung und einen klaren Blick auf die Realität. Eine Aufsummierung zugelassener Wirkstoffe ohne Differenzierung nach Wirkmechanismen und Wirkungsspektren führt zu irreführenden Schlussfolgerungen. Mehrere biologische Wirkstoffe zum Beispiel werden allein deshalb als „neu“ gezählt, weil unterschiedliche Stämme derselben Mikroorganismen genehmigt wurden – ohne dass dadurch zusätzliche Bekämpfungsmöglichkeiten entstehen. Grundstoffe wie Kuhmilch oder Knoblauchextrakt, die überwiegend im Ökolandbau oder im Hobbybereich eingesetzt werden, erhöhen die nominale Zahl der Wirkstoffe, ohne die Palette wirksamer Optionen zu erweitern. Der realistische Blick muss auf die praktische Wirksamkeit und die Bandbreite verfügbarer Wirkmechanismen für verschiedene Indikationen gerichtet werden – nicht auf die bloße Anzahl gelisteter Substanzen.

Seit 2019 sind 84 chemisch-synthetische Wirkstoffe weggefallen, während kein neuer Wirkstoff dieser Gruppe in der EU zugelassen wurde. Auch bei biologischen Wirkstoffen ergibt sich ein Nettoverlust von 5 Substanzen, insgesamt also ein Verlust von 89 Wirkstoffen. In Deutschland haben in den letzten zehn Jahren 61 chemische Pflanzenschutz-Wirkstoffe, welche in Produkten genutzt wurden, die Genehmigung verloren. Das entspricht einem Verlust von 32 Prozent der noch im Jahr 2015 192 in Deutschland genehmigten und verwendeten Wirkstoffe. Bei chemischen Insektiziden zur Spritzanwendung im Freiland beträgt der Rückgang im selben Zeitraum sogar 44 Prozent. Diese Entwicklung hat unmittelbare pflanzenbauliche und betriebswirtschaftliche Konsequenzen. In Kartoffeln stehen gegen Blattläuse als Virusvektoren nur noch drei Wirkmechanismen zur Verfügung. In vielen Kulturen ist gegen bedeutsame Schädlinge kein wirksames Insektizid mehr verfügbar. Produktionsrisiken steigen, Kulturen werden aus Fruchtfolgen gedrängt und die heimische Selbstversorgung bei wichtigen Kulturarten gerät unter Druck. Das bestätigt auch die EU-Kommission in ihrer Vision für Landwirtschaft und Ernährung aus dem Jahr 2025. (vgl. Quelle)

IVA-Hauptgeschäftsführer Frank Gemmer: „Landwirte benötigen dringend ein breiteres, vielfältigeres und innovatives Instrumentarium für den integrierten Pflanzenschutz, um wettbewerbsfähig zu bleiben und Nachhaltigkeit sowie Ernährungssicherheit zu gewährleisten. Eine valide Bewertung verlangt mehr als das bloße Aufsummieren von Zulassungen: Wenn ein sogenannter ‚Faktencheck‘ bei den Zählweisen keine Unterschiede zwischen Wirkmechanismen macht oder mehrere Stämme desselben Wirkprinzips und Grundstoffe gleichwertig mitrechnet, entsteht ein verzerrtes Bild der Verfügbarkeit. Entscheidend bleibt, was in der Praxis wirksam verfügbar ist.“

Quelle: Mitteilung der EU-Kommission vom 19.02.2025 („Vision für Landwirtschaft und Ernährung“) [EUR-Lex - 52025DC0075 - EN - EUR-Lex](https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:52025DC0075)

## Weitere Beiträge

[ !["Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-01/PK%20150126_Berlin.jpg.webp?h=71976bb4&itok=52rISgNu)

15.01.2026

Pressemitteilung

"Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"

Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein übertrieben bürokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang der Landwirtschaft zu innovativen Pflanzenschutzmitteln – ein Problem insbesondere für den heimischen Obstbau, den die Politik eigentlich stärken wollte. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2026 in Berlin appellierten die Fachgruppe Obstbau und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die Politik in Deutschland und Europa, ambitionierte Reformideen jetzt konsequent umzusetzen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/hoechste-zeit-fuer-ambitionierte-reformen-im)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/hoechste-zeit-fuer-ambitionierte-reformen-im)

[ ![Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2025-12/Pflanzenschutzausbringung_40592454M_123rf.jpg.webp?h=e489e4e1&itok=yCASiprG)

17.12.2025

Pressemitteilung

Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) sieht nach einer ersten Analyse des von der Europäischen Kommission vorgelegten „Food and Feed Safety Simplification Omnibus“ – einem Verordnungsvorschlag zur Entbürokratisierung unter anderem der Pflanzenschutz-Zulassungsverordnung von 2009 – zu wenig Impulse, um die bestehenden Probleme beim Pflanzenschutz grundlegend zu lösen. Aus Sicht des IVA sind Vereinfachungen dringend notwendig, damit innovative Pflanzenschutzmittel – ob biologisch oder chemisch-synthetisch – der Landwirtschaft in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/gemmer-eu-omnibus-taugt-nicht-fuer-die-langstrecke)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/gemmer-eu-omnibus-taugt-nicht-fuer-die-langstrecke)

[ ![IVA: Schilf-Glasflügelzikade ist ernste Bedrohung für unsere Versorgungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-10/Pentastiridius_leporinus.jpg.webp?h=7808d218&itok=HYO5Ju25)

16.12.2025

Pressemitteilung

IVA: Schilf-Glasflügelzikade ist ernste Bedrohung für unsere Versorgungssicherheit

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) hat heute beim Runden Tisch zur Schilf-Glasflügelzikade im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) die wachsende Bedrohung für zentrale Kulturen wie Kartoffeln und Zuckerrüben unterstrichen. Das Schadinsekt gefährdet landwirtschaftliche Ernten und damit die heimische Versorgungssicherheit sowie die Wertschöpfung in den ländlichen Räumen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-schilf-glasfluegelzikade-ist-ernste-bedrohung-fuer)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-schilf-glasfluegelzikade-ist-ernste-bedrohung-fuer)

[ ![Verbraucher sehen in starker Landwirtschaft Garant für Ernährungssicherung](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2025-10/Im%20Supermarkt_624717412L_istock.jpg.webp?h=271aaa1c&itok=oe8bpKGW)

08.10.2025

Pressemitteilung

Verbraucher sehen in starker Landwirtschaft Garant für Ernährungssicherung

Fast 40 Prozent der Verbraucher – unter den 18- bis 29-Jährigen sogar jeder zweite – machen sich Sorgen um die Lebensmittelversorgung in Deutschland. In einer aktuellen repräsentativen Civey-Umfrage, die der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) in Auftrag gegeben hatte, gaben 38,7 Prozent der Befragten an, dass sie es für eher oder sogar sehr unsicher halten, dass sich Deutschland in Zukunft aus heimischem Anbau und Produktion sowie durch Importe ausreichend mit Lebensmitteln versorgen kann.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/verbraucher-sehen-starker-landwirtschaft-garant-fuer)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/verbraucher-sehen-starker-landwirtschaft-garant-fuer)

[ ![Ernährungssicherung: Heimischer Anbau immer mehr unter Druck](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2025-09/Apfelernte_47770736L_istock.jpg.webp?h=17850c86&itok=3lkOkWhn)

08.09.2025

Pressemitteilung

Ernährungssicherung: Heimischer Anbau immer mehr unter Druck

Deutschlands Fähigkeit, sich mit ausreichend Nahrungsmitteln aus heimischem Anbau zu versorgen, gerät immer weiter unter Druck. Während der fortschreitende Klimawandel immer häufiger schlechte Erntejahre erwarten lässt, sinkt die Selbstversorgungsfähigkeit aber auch durch den Verlust wirksamer Pflanzenschutzmittel, mit denen Landwirte ihre Ernte vor Unkraut und Schaderregern schützen. Selbst bei Weizen, der am häufigsten hierzulande angebauten Ackerkultur, droht Deutschland unter Umständen zum Nettoimporteur zu werden. Die ohnehin schon ausgeprägte Importabhängigkeit bei Obst und Gemüse dürfte sich noch verstärken.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/ernaehrungssicherung-heimischer-anbau-immer-mehr-unter)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/ernaehrungssicherung-heimischer-anbau-immer-mehr-unter)

## Ansprechpartner

Haben Sie Fragen? Sprechen Sie uns gerne an.

![](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-10/Baumbach_Maik_HG.jpg.webp?h=a14b5fd1&itok=wPxGBLcv)

Maik Baumbach

Stv. Pressesprecher, Publikationen

+49 69 2556-1268

[ baumbach.iva@vci.de ](mailto:baumbach.iva@vci.de)

![](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2025-09/HK.jpg.webp?h=a14b5fd1&itok=sTOnfSr4)

Hans F. Kaufmann

Stv. Leiter Kommunikation und Politik, Kampagnensteuerung

+49 151 14491291

[ kaufmann.iva@vci.de ](mailto:kaufmann.iva@vci.de)
