# "Innovation ist Schlüssel zu mehr Nachhaltigkeit"

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- URL: https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/innovation-ist-schluessel-zu-mehr-nachhaltigkeit
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- Created: 2022-06-22T10:39:54+00:00
- Updated: 2025-10-24T10:42:27+00:00
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- Topics: Pflanzenschutz, Landwirtschaft, Regulierung
- Teaser text: Mit dem heute in Brüssel präsentierten Entwurf für eine Verordnung über den nachhaltigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln (Sustainable Use Regulation: SUR) gibt die Europäische Kommission den Mitgliedsstaaten Ziele für eine Pflanzenschutzmittel-Reduktion vor, die weder die aktuellen Herausforderungen der Landwirtschaft noch die bereits geleisteten, erheblichen Reduktionen angemessen berücksichtigen. Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) hofft, dass sich die Bundesregierung zusammen mit anderen Mitgliedsstaaten in den Verhandlungen über den Kommissionsvorschlag für Verbesserungen einsetzt, die mehr Flexibilität einräumen und den unterschiedlichen Bedingungen der landwirtschaftlichen Produktion Rechnung tragen.

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© iStock

Pressemitteilung

22.06.2022

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Frankfurt/Main

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) "Innovation Ist Schlüssel Zu Mehr Nachhaltigkeit"

## IVA kritisiert Reduktionziele in neuer EU-Verordnung als zu inflexibel / Rückläufiger Pflanzenschutzmittel-Einsatz in Deutschland

Mit dem heute in Brüssel präsentierten Entwurf für eine Verordnung über den nachhaltigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln (Sustainable Use Regulation: SUR) gibt die Europäische Kommission den Mitgliedsstaaten Ziele für eine Pflanzenschutzmittel-Reduktion vor, die weder die aktuellen Herausforderungen der Landwirtschaft noch die bereits geleisteten, erheblichen Reduktionen angemessen berücksichtigen. Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) hofft, dass sich die Bundesregierung zusammen mit anderen Mitgliedsstaaten in den Verhandlungen über den Kommissionsvorschlag für Verbesserungen einsetzt, die mehr Flexibilität einräumen und den unterschiedlichen Bedingungen der landwirtschaftlichen Produktion Rechnung tragen.

„Als Hersteller von Pflanzenschutzmitteln haben wir seit Beginn der Diskussionen über die Farm to Fork-Strategie der EU betont, dass wir unvermindert daran arbeiten, die Nachhaltigkeit des Einsatzes unserer Produkte zu steigern. Dazu kann durchaus auch eine Mengenreduktion beitragen, aber diese muss wissenschaftlich nachvollziehbar, praktikabel und erreichbar sein“, sagte IVA-Hauptgeschäftsführer Frank Gemmer: „Der Schlüssel zu mehr Nachhaltigkeit liegt nicht in starren Reduktionszielen, sondern vor allem in innovativen Lösungen wie neuen, risikoarmen Wirkstoffen, biologischen Pflanzenschutzmitteln, der Weiterentwicklung des Integrierten Pflanzenbaus und vor allem in einer präziseren Ausbringung mithilfe der Digitalisierung.“

In Deutschland sind in den zurückliegenden Jahren bereits erhebliche Reduktionen im Pflanzenschutzmittel-Einsatz erreicht worden. Der Harmonisierte Risiko-Indikator 1 (HRI 1), ein europaweit einheitlicher Messwert, mit dem Wirkstoffe nach ihrem Risikopotenzial gewichtet werden, sank im Jahr 2020 auf 0,655 gegenüber dem Referenzwert aus dem Mittel der Jahre 2011 - 2013. „Mit anderen Worten: In nicht einmal zehn Jahren hat die deutsche Landwirtschaft Menge und Risiko beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln um ein Drittel reduziert. Aus dieser Leistung in der Vergangenheit darf kein Wettbewerbsnachteil gegenüber Ländern werden, die im selben Zeitraum ihre Reduktionsziele weniger ambitioniert verfolgt hatten“, so Gemmer.

Für die Transformation der Landwirtschaft ist es aus Sicht des IVA der falsche Weg, Landwirten die Werkzeuge im Pflanzenschutz zu streichen – vielmehr müssten Alternativen mit Nachdruck gefördert und die Landwirte durch finanzielle Hilfen unterstützt werden, in neue, digitale Technologien zu investieren. Durch den konsequenten Einsatz modernster Ausbringungstechnik könnten knapp ein Viertel der heute eingesetzten Pflanzenschutzmittel ohne Ertragseinbußen eingespart werden, hatte eine vom IVA in Auftrag gegebene Studie der HFFA Research GmbH berechnet.

[&gt;&gt; Harmonisierter Risiko-Index 1](https://sf.julius-kuehn.de/pesticide-dbx/hri)
[&gt;&gt; Studie zur Reduktionspotenzialen](https://www.iva.de/sites/default/files/2022-03/Studie_HFFA%20Research.pdf)

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11.03.2022

Pressemitteilung

IVA: Technologien sind Schlüssel zu ambitionierten Reduktionszielen

Bei den Einsatzmengen von Pflanzenschutz- und Düngemitteln in der deutschen Landwirtschaft gibt es erhebliches Einsparpotenzial, wenn bei deren Ausbringung konsequent auf moderne Technologien wie die Teilflächenapplikation gesetzt wird. Dieses Potenzial lässt sich zu relativ geringen Kosten heben. Politisch-regulatorische Maßnahmen dagegen können zwar zum Teil auch entsprechende Wirkung entfalten, sind aber mit erheblich höheren Kosten verbunden.

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26.01.2022

Pressemitteilung

Innovationen entscheidend für Erfolg des europäischen Green Deal

Die niederländische Wageningen University &amp;amp; Research (WUR) legte heute in Brüssel ihre im Herbst vergangenen Jahres angekündigte komplette Studie zu den Folgen der Farm to Fork-Strategie (F2F) vor, die auch spezifische Daten für die wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugerländer der EU enthält. Für Deutschland werden dabei trotz erwarteter Anpassungen der Anbausysteme Produktionsrückgänge von 15 Prozent bei Weizen, Raps und Zuckerrüben sowie 26 Prozent bei Hopfen geschätzt. Ausgeglichen würden diese durch höhere Netto-Importmengen.

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13.10.2021

Pressemitteilung

"Farm to Fork": Höchste Zeit für umfassende Folgenabschätzung

Geringere landwirtschaftliche Produktivität, höhere Lebensmittelpreise für Verbraucher und eine steigende Abhängigkeit von Exporten – eine gestern in Brüssel vorgestellte Studie der niederländischen Wageningen University &amp;amp; Research (WUR) zu den Folgen der Farm to Fork-Strategie (F2F) der EU kommt zu einem ebenso ernüchternden Ergebnis wie ähnlich gelagerte Studien etwa der Universität Kiel oder des Joint Research Centers (JRC) der EU-Kommission und zuvor schon des US-Agrarministeriums USDA.

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15.09.2021

Pressemitteilung

Produktive heimische Agrarwirtschaft essentiell für Versorgungssicherheit

Zur diese Woche Montag (13. September) veröffentlichten Studie der Universität Kiel zur Folgenabschätzung des Green Deal der Europäischen Kommission, die der Grain Club zusammen mit weiteren Agrarverbänden in Auftrag gegeben hatte, kommentiert der Präsident des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), Dr. Manfred Hudetz:

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13.09.2021

Aktuelles

Studie zur Folgenabschätzung des Green Deal

Die Maßnahmenvorschläge der Europäischen Kommission in der Farm-to-Fork- sowie der Biodiversitätsstrategie des Europäischen Green Deal führen bei vollständiger Umsetzung zu einem erheblichen Rückgang der landwirtschaftlichen Produktion in der EU.

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[ !["Farm to Fork"-Strategie der EU: Ein Beitrag der Mineraldünger-Industrie](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/vorschaubilder/gruene_pflanze_70966689_full_istock.jpg.webp?h=b7472b64&itok=vky0TzaJ)

10.06.2020

Aktuelles

"Farm to Fork"-Strategie der EU: Ein Beitrag der Mineraldünger-Industrie

Die europäische und die deutsche Düngemittel-Industrie sind bestrebt, die Entwicklung und Umsetzung der bevorstehenden "Farm to Fork"-Strategie aktiv mitzugestalten. Diese Strategie wird sich unter anderem mit der Frage befassen, wie Nährstoffverluste in der Umwelt weiter reduziert werden können, ohne die Ernährungssicherheit zu gefährden. Fertilizers Europe und der IVA ermutigen die Entscheidungsträger auf EU-Ebene und insbesondere die deutsche Bundesregierung nachdrücklich, hierbei einen breiteren Ansatz zu verfolgen.

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Martin May

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