# Hunger wird zum zentralen Problem der Weltpolitik

## Metadata

- Entity type: Inhalt (`node`)
- URL: https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/hunger-wird-zum-zentralen-problem-der-weltpolitik
- Language: de
- Bundle: News (`news`)
- Created: 2010-09-02T22:00:00+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
- Published: true
- Topics: Landwirtschaft, Lebensmittel / Ernährung, Versorgungssicherheit
- Teaser text: Berlin - Die hohen Preise für Weizen und andere Agrargüter sind Vorbote einer drohenden Welternährungskrise. (...) Der globale Nahrungsbedarf wird sich in der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts verdoppeln.

## Content

![](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/vorschaubilder/landwirtschaft_gers_120543_adpic_02.jpg.webp?h=82f92a78&itok=gO794hLT)

© adpic

Aktuelles

03.09.2010

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) Hunger Wird Zum Zentralen Problem Der Weltpolitik

## Die Landwirtschaft wird zu einer Schlüsselbranche des 21. Jahrhunderts

Berlin - Die hohen Preise für Weizen und andere Agrargüter sind Vorbote einer drohenden Welternährungskrise. "Wenn nicht entscheidend gegengesteuert wird, werden die Preise wichtiger Agrargüter in nur wenigen Jahren um 50 bis 100 Prozent über denjenigen liegen, die zu Beginn des letzten Jahrzehnts noch üblich waren," sagt Harald von Witzke, Präsident des Humboldt Forums für Ernährung und Landwirtschaft, einem internationalen Think Tank mit Sitz in Berlin. Dies hätte eine dramatische Zunahme des Hungers in der Welt zur Folge.

Der globale Nahrungsbedarf wird sich in der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts verdoppeln. Bereits heute sind mehr als eine Milliarde Menschen unzureichend ernährt, und 16.000 Kinder sterben jeden Tag an den Folgen von Unter- und Mangelernährung. Auch nur mäßige Erhöhungen der Agrarpreise würden die Ernährung dieser Menschen dramatisch verschlechtern, denn die Hungernden verfügen über eine Kaufkraft von maximal umgerechnet 1,25 US$ am Tag oder weniger und müssen oft mehr als 75 Prozent ihres Einkommens für Nahrung ausgeben, um zu überleben.

Anhaltend hohe Nahrungsmittelpreise würden nicht nur, wie bereits in den Jahren 2007 und 2008, zu Hungeraufständen in den am wenigsten entwickelten Ländern führen, sondern hätten das Potenzial, Migrationsströme von erheblichem Ausmaß auszulösen. "Die Landwirtschaft wird damit zu einer Schlüsselbranche des 21. Jahrhunderts. Die Zeit drängt. Die armen und die reichen Länder ebenso wie die internationale Entwicklungshilfe müssen jetzt schnell gegensteuern", so von Witzke. "Es muss endlich Schluss sein mit der Vernachlässigung der Landwirtschaft." Als rasch wirksame Maßnamen empfiehlt von Witzke unter anderem Investitionen in die landwirtschaftliche Infrastruktur und Ausbildung sowie den bessere Zugang zu Mineraldünger, modernem Saatgut und Pflanzenschutz in den Entwicklungsländern. Diese seien durch verstärkte Investitionen in die Agrarforschung zu ergänzen, um Produktionssteigerungen auch längerfristig abzusichern.

Originaltext: [Humboldt Forum for Food and Agriculture](http://www.humboldtforum.org/)

## Pressemitteilungen

[ ![Kein Versorgungsengpass bei Mineraldüngern – noch](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-03/Minerald%C3%BCnger_S%C3%A4cke_324263377_AdobeStock.jpeg.webp?h=790be497&itok=2BHQM-yI)

18.03.2026

Pressemitteilung

Kein Versorgungsengpass bei Mineraldüngern – noch

Trotz der Kriegshandlungen im Nahen Osten mit ihren globalen Auswirkungen bestehen in der aktuellen Düngesaison noch keine Probleme bei der Versorgung der deutschen Landwirtschaft mit Mineraldüngern – so die Einschätzung des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), der die Interessen der deutschen Produzenten von Mineraldüngern vertritt. Bislang sind erste Auswirkungen auf die Preisentwicklung zwar spürbar, aber von Preisspitzen wie nach Russlands Überfall auf die Ukraine vor vier Jahren ist der Markt noch weit entfernt.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/kein-versorgungsengpass-bei-mineralduengern-noch)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/kein-versorgungsengpass-bei-mineralduengern-noch)

[ !["Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Podiumsdiskussion%20Praxis%20trifft%20Politik%20am%20Pfalzmarkt_19022026_Quelle%20IVA.jpeg.webp?h=71e18210&itok=4O72YHGi)

19.02.2026

Pressemitteilung

"Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit

Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) heute in Mutterstadt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Handel und Vermarktung über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Auswirkungen aktueller regulatorischer Weichenstellungen auf die Ernährungssicherheit. Unter dem Titel „Zukunft der Landwirtschaft – Ernährungssicherheit in Zeiten politischer Weichenstellungen“ kamen Agrarpolitikerinnen und -politiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit Praktikern aus Landwirtschaft, Handel und Vermarktung zusammen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/praxis-trifft-politik-fehlende-pflanzenschutz-optionen)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/praxis-trifft-politik-fehlende-pflanzenschutz-optionen)

[ ![Neue Broschüre: Informationen zur Düngung – Für Fachschulen, Handel und Genossenschaften](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Titel_LAD-Brosch%C3%BCre_2026.jpg.webp?h=00afd729&itok=A1i9VH6a)

19.02.2026

Aktuelles

Neue Broschüre: Informationen zur Düngung – Für Fachschulen, Handel und Genossenschaften

Eine aktualisierte Version auf Grundlage einer Broschüre des Landesarbeitskreises Düngung (LAD) Bayern, unter Mitarbeit der Mitglieder des Bundesarbeitskreises Düngung (BAD), gibt ein ganzheitliches Bild über die Anforderungen und die praktische Gestaltung der modernen Pflanzenernährung, bei der auch die rechtlichen Rahmenbedingungen beleuchtet werden.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/neue-broschuere-informationen-zur-duengung-fuer)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/neue-broschuere-informationen-zur-duengung-fuer)

[ ![IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Phtytophthora%20infestans_272252666_AdobeStock.jpeg.webp?h=0d27ee61&itok=plCyzguV)

05.02.2026

Pressemitteilung

IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"

Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-bei-fakten-besser-genauer-hinschauen)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-bei-fakten-besser-genauer-hinschauen)

## Ansprechpartner

Haben Sie Fragen? Sprechen Sie uns gerne an.

![](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-10/May_Martin_HG.jpg.webp?h=a14b5fd1&itok=5fYskPDk)

Martin May

Geschäftsführer, Leiter Kommunikation und Politik, Pressesprecher

+49 69 2556-1249

[ may.iva@vci.de ](mailto:may.iva@vci.de)

![](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-10/Baumbach_Maik_HG.jpg.webp?h=a14b5fd1&itok=wPxGBLcv)

Maik Baumbach

Stv. Pressesprecher, Publikationen

+49 69 2556-1268

[ baumbach.iva@vci.de ](mailto:baumbach.iva@vci.de)
