# "Höchste Zeit, Glyphosat-Debatte endlich zu versachlichen"

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- Created: 2016-05-17T11:51:22+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Pflanzenschutz, Landwirtschaft, Regulierung
- Teaser text: Zur wissenschaftlichen Schlussfolgerung des WHO/FAO-Fachgremiums Joint Meeting on Pesticide Residues (JMPR) erklärt der Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), Volker Koch-Achelpöhler: „Nun hat auch das JMPR, und damit ein hochrangiges Expertengremium von WHO und FAO, noch einmal bestätigt, dass von Glyphosat weder genotoxische noch krebserregende Risiken ausgehen.

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Pressemitteilung

17.05.2016

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Frankfurt/Main

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) "Höchste Zeit, Glyphosat-Debatte Endlich Zu Versachlichen"

## Industrieverband Agrar kommentiert Bewertung der WHO/FAO-Fachgruppe / Klarstellung: Herbizid stellt kein ernährungsbedingtes Krebsrisiko dar

Zur wissenschaftlichen Schlussfolgerung des WHO/FAO-Fachgremiums Joint Meeting on Pesticide Residues (JMPR) erklärt der Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), Volker Koch-Achelpöhler:

„Nun hat auch das JMPR, und damit ein hochrangiges Expertengremium von WHO und FAO, noch einmal bestätigt, dass von Glyphosat weder genotoxische noch krebserregende Risiken ausgehen. Eigentlich sollte das nicht weiter überraschen, denn zu dieser Auffassung sind jüngst auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA und mit ihr die Fachbehörden der EU-Mitgliedsstaaten sowie die US-amerikanische Umweltbehörde gekommen. Dass die Nachricht dennoch so hohe Wellen schlägt, liegt daran, dass die Glyphosat-Debatte zuletzt hysterisch, überdreht und in Teilen unredlich geführt wurde. Kurz vor der Entscheidung über die Verlängerung der EU-Genehmigung des Wirkstoffs ist es höchste Zeit, sie wieder zu versachlichen.“

Koch-Achelpöhler kritisierte, dass einzelne Akteure, die es eigentlich besser wissen müssten, so getan hätten, als handele es sich bei der Klassifizierung „2A – wahrscheinlich krebserregend“ der zur WHO gehörenden Krebsforschungsagentur IARC um die offizielle Meinung der Weltgesundheitsorganisation. Die Klassifizierung wurde bisweilen als „Warnung der WHO“ zugespitzt, obwohl die IARC selbst klarstellt, dass ihre Arbeiten nur „ein erster Schritt zu einer krebsbezogenen Risikoanalyse“ sind, sie allenfalls ein Baustein für gesundheitspolitische Entscheidungen sein können und von der IARC selbst „keine Empfehlungen gegeben werden im Hinblick auf Gesetzgebung oder Regulierung“ (Quelle: Präambel der IARC-Monographien). Die IARC selbst wolle also gar nicht der Kronzeuge gegen Glyphosat sein, zu der sie gemacht wurde, so Koch-Achelpöhler.

„Wenn Bundesumweltministerin Barbara Hendricks in der vergangenen Woche ihre ablehnende Haltung öffentlich noch mit angeblichen Unsicherheiten und offenen Fragen in der gesundheitlichen Bewertung begründete, dürften diese Bedenken nun endgültig ausgeräumt sein“, so Koch-Achelpöhler weiter. „Einen besonderen Passus zum Schutz der Biodiversität hatte die Europäische Kommission bereits auf Drängen des Bundesumweltministeriums aufgenommen.“

Zugleich warnte Koch-Achelpöhler vor neuen Verschwörungstheorien, die bereits gestreut werden. Erst gestern begründete der Bundestagsabgeordnete Harald Ebner (Bündnis 90/Die Grünen) seine Ablehnung der JMPR-Schlussfolgerung mit Andeutungen über angebliche Interessenkonflikte der Experten. „Abermals wird ohne jedes Maß versucht, die Debatte zu vergiften,“ so Koch-Achelpöhler, und erinnerte daran, dass es im Falle öffentlich gewordener Interessenkonflikte zunächst die IARC war, die in Erklärungsnot kam, weil sie einen bezahlten Mitarbeiter einer US-amerikanischen Umwelt-NGO als „invited specialist“ an der Glyphosat-Monographie mitarbeiten ließ.

## Weitere Informationen

Zusammenfassung des WHO/FAO-Expertengremiums

[ Mehr erfahren ](http://www.who.int/foodsafety/jmprsummary2016.pdf?ua=1)

Präambel der IARC-Monographien

[ Mehr erfahren ](http://monographs.iarc.fr/ENG/Preamble/CurrentPreamble.pdf)

## Pressemitteilungen

[ !["Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Podiumsdiskussion%20Praxis%20trifft%20Politik%20am%20Pfalzmarkt_19022026_Quelle%20IVA.jpeg.webp?h=71e18210&itok=4O72YHGi)

19.02.2026

Pressemitteilung

"Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit

Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) heute in Mutterstadt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Handel und Vermarktung über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Auswirkungen aktueller regulatorischer Weichenstellungen auf die Ernährungssicherheit. Unter dem Titel „Zukunft der Landwirtschaft – Ernährungssicherheit in Zeiten politischer Weichenstellungen“ kamen Agrarpolitikerinnen und -politiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit Praktikern aus Landwirtschaft, Handel und Vermarktung zusammen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/praxis-trifft-politik-fehlende-pflanzenschutz-optionen)

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[ ![IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Phtytophthora%20infestans_272252666_AdobeStock.jpeg.webp?h=0d27ee61&itok=plCyzguV)

05.02.2026

Pressemitteilung

IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"

Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-bei-fakten-besser-genauer-hinschauen)

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[ !["Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-01/PK%20150126_Berlin.jpg.webp?h=71976bb4&itok=52rISgNu)

15.01.2026

Pressemitteilung

"Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"

Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein übertrieben bürokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang der Landwirtschaft zu innovativen Pflanzenschutzmitteln – ein Problem insbesondere für den heimischen Obstbau, den die Politik eigentlich stärken wollte. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2026 in Berlin appellierten die Fachgruppe Obstbau und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die Politik in Deutschland und Europa, ambitionierte Reformideen jetzt konsequent umzusetzen.

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[ ![Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2025-12/Pflanzenschutzausbringung_40592454M_123rf.jpg.webp?h=e489e4e1&itok=yCASiprG)

17.12.2025

Pressemitteilung

Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) sieht nach einer ersten Analyse des von der Europäischen Kommission vorgelegten „Food and Feed Safety Simplification Omnibus“ – einem Verordnungsvorschlag zur Entbürokratisierung unter anderem der Pflanzenschutz-Zulassungsverordnung von 2009 – zu wenig Impulse, um die bestehenden Probleme beim Pflanzenschutz grundlegend zu lösen. Aus Sicht des IVA sind Vereinfachungen dringend notwendig, damit innovative Pflanzenschutzmittel – ob biologisch oder chemisch-synthetisch – der Landwirtschaft in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

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Martin May

Geschäftsführer, Leiter Kommunikation und Politik, Pressesprecher

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