# Harmonisierung des Pflanzenschutzrechts in der EU: Gefahr für den Verbraucherschutz – Segen für die Agrarwirtschaft?

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- URL: https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/harmonisierung-des-pflanzenschutzrechts-der-eu-gefahr
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- Created: 2007-04-26T22:00:00+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Pflanzenschutz, Regulierung
- Teaser text: „Gemeinsame Rückstands-Höchstmengen für Pflanzenschutzmittel werden dafür sorgen, dass überall in Europa die Verbraucher den gleichen Schutz genießen; und der wird entgegen manchen Befürchtungen sogar höher sein als bisher.“ Das erklärte Volker Koch-Achelpöhler, Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), bei einem Fachgespräch zur Harmonisierung des Pflanzenschutzrechts in der EU. Es fand auf Initiative der Grünen-Abgeordneten Cornelia Behm im Deutschen Bundestag statt.

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Pressemitteilung

27.04.2007

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) Harmonisierung Des Pflanzenschutzrechts In Der EU: Gefahr Für Den Verbraucherschutz – Segen Für Die Agrarwirtschaft?

## IVA nimmt Stellung bei Fachgespräch der Grünen im Bundestag

„Gemeinsame Rückstands-Höchstmengen für Pflanzenschutzmittel werden dafür sorgen, dass überall in Europa die Verbraucher den gleichen Schutz genießen; und der wird entgegen manchen Befürchtungen sogar höher sein als bisher.“ Das erklärte Volker Koch-Achelpöhler, Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), bei einem Fachgespräch zur Harmonisierung des Pflanzenschutzrechts in der EU. Es fand auf Initiative der Grünen-Abgeordneten Cornelia Behm im Deutschen Bundestag statt.

Harmonisierte Höchstmengen unterliegen ebenso strengen Kriterien wie die bisherigen nationalen Höchstmengen. „Dabei möchte ich betonen, dass Höchstmengen keine toxikologischen Grenzwerte sind, bei deren Überschreitung Gefahr für die Gesundheit droht“, sagte Koch-Achelpöhler. Rückstände innerhalb der Höchstmenge zeigten vielmehr, dass ein Pflanzenschutzmittel korrekt eingesetzt wurde. Ohnehin wird nur selten die Höchstmenge erreicht oder überschritten. Meist liegen die Rückstände weit darunter; ein großer Teil der Ernte ist völlig frei davon.

Künftig werden alle Höchstmengen für einen Pflanzenschutz-Wirkstoff, die in den EU-Ländern in den verschiedensten Lebensmitteln festgesetzt werden, addiert. Dann vergleicht man sie mit den Verzehrsgewohnheiten in wichtigen Mitgliedsstaaten. Ist die Summe zu hoch, kann die Genehmigung für bestimmte Anwendungen des Pflanzenschutzmittels zurückgezogen werden. „Das bedeutet eine klare Stärkung des Verbraucherschutzes“, so Koch-Achelpöhler.

„Ich möchte nicht verhehlen, dass dies für die Anwender und für die Hersteller von Pflanzenschutzmitteln kritische Fragen aufwerfen kann. Den ersteren könnten dringend gebrauchte Mittel für die Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten verloren gehen, den anderen Umsätze wegbrechen“, erklärte der Verbandschef. „Es kann nicht in unserem Interesse sein, die schärfste Pflanzenschutz-Gesetzgebung weltweit zu haben, aber keine Gemüsebauern mehr, auf die sie anzuwenden wäre.“

## Pressemitteilungen

[ !["Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Podiumsdiskussion%20Praxis%20trifft%20Politik%20am%20Pfalzmarkt_19022026_Quelle%20IVA.jpeg.webp?h=71e18210&itok=4O72YHGi)

19.02.2026

Pressemitteilung

"Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit

Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) heute in Mutterstadt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Handel und Vermarktung über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Auswirkungen aktueller regulatorischer Weichenstellungen auf die Ernährungssicherheit. Unter dem Titel „Zukunft der Landwirtschaft – Ernährungssicherheit in Zeiten politischer Weichenstellungen“ kamen Agrarpolitikerinnen und -politiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit Praktikern aus Landwirtschaft, Handel und Vermarktung zusammen.

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[ ![IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Phtytophthora%20infestans_272252666_AdobeStock.jpeg.webp?h=0d27ee61&itok=plCyzguV)

05.02.2026

Pressemitteilung

IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"

Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

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](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-bei-fakten-besser-genauer-hinschauen)

[ !["Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-01/PK%20150126_Berlin.jpg.webp?h=71976bb4&itok=52rISgNu)

15.01.2026

Pressemitteilung

"Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"

Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein übertrieben bürokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang der Landwirtschaft zu innovativen Pflanzenschutzmitteln – ein Problem insbesondere für den heimischen Obstbau, den die Politik eigentlich stärken wollte. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2026 in Berlin appellierten die Fachgruppe Obstbau und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die Politik in Deutschland und Europa, ambitionierte Reformideen jetzt konsequent umzusetzen.

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[ ![Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2025-12/Pflanzenschutzausbringung_40592454M_123rf.jpg.webp?h=e489e4e1&itok=yCASiprG)

17.12.2025

Pressemitteilung

Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) sieht nach einer ersten Analyse des von der Europäischen Kommission vorgelegten „Food and Feed Safety Simplification Omnibus“ – einem Verordnungsvorschlag zur Entbürokratisierung unter anderem der Pflanzenschutz-Zulassungsverordnung von 2009 – zu wenig Impulse, um die bestehenden Probleme beim Pflanzenschutz grundlegend zu lösen. Aus Sicht des IVA sind Vereinfachungen dringend notwendig, damit innovative Pflanzenschutzmittel – ob biologisch oder chemisch-synthetisch – der Landwirtschaft in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

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