# Glyphosat: Widersprüchliche Einstufungen sorgen für Verunsicherung

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- Created: 2015-05-07T22:00:00+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Pflanzenschutz, Gesundheit / Verbraucherschutz, Landwirtschaft, Regulierung
- Teaser text: Frankfurt/Main - In den vergangenen Tagen ist in den Medien und im Internet zu lesen gewesen, dass es neue Erkenntnisse über den Pflanzenschutz-Wirkstoff Glyphosat gebe und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Herbizid als wahrscheinlich krebserregend für Menschen eingestuft hätte.

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Das BfR stellte fest, dass Glyphosat keine krebserregende Wirkung hat.

Aktuelles

08.05.2015

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) Glyphosat: Widersprüchliche Einstufungen Sorgen Für Verunsicherung

Frankfurt/Main - In den vergangenen Tagen ist in den Medien und im Internet zu lesen gewesen, dass es neue Erkenntnisse über den Pflanzenschutz-Wirkstoff Glyphosat gebe und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Herbizid als *wahrscheinlich krebserregend für Menschen* eingestuft hätte. Es ist verständlich, dass solche Meldungen verunsichern, denn erst vor kurzem hatte das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) festgestellt, dass die Substanz keine krebserregende Wirkung hat.

Was ist der Hintergrund?

**1. IARC-Klassifizierung beruht nicht auf neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen**

Die Meldungen beziehen sich auf eine Veröffentlichung der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation WHO. Dabei handelt es sich aber nicht, wie manchmal gemeldet wird, um neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Im Gegenteil wird die Klassifizierung aus gerade einmal drei bereits veröffentlichten epidemiologischen Studien aus den USA, Kanada und Schweden abgeleitet, während in die aktuelle Wirkstoffbewertung des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung über 30 epidemiologische Studien eingeflossen sind, darunter auch die drei von der IARC ausgewählten.

**2. IARC-Klassifizierung steht im Widerspruch zur Risikobewertung vieler Behörden weltweit**

Glyphosat wird seit über 40 Jahren als Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft verwendet. In diesem Zusammenhang ist es von unabhängigen Behörden in aller Welt vielfach einer eingehenden Sicherheitsbewertung unterzogen worden. Die Einstufung als nicht-krebser­regend trafen in diesem Zusammenhang zuletzt die Environmental Protection Agency (EPA) in den USA, die Australian Pesticides and Veterinary Medicines Authority, die Canadian Pest Management Regulatory Agency und ganz aktuell das BfR im Auftrag der Europäischen Union.

**3. IARC-Klassifizierung ist nicht *die*, sondern *eine* Position innerhalb der WHO**

Die IARC ist eine von mehreren Expertengruppen der WHO. Ihre Arbeitsweise ist dadurch gekennzeichnet, dass sie aus vorwiegend *epidemiologischer* Sicht den Einfluss verschie­dener Substanzen, Tätigkeiten oder Umweltfaktoren auf die Ursachen von Krebs bewertet. In derselben IARC-Gefahrenklasse wie neuerdings Glyphosat findet man auch den Friseur­beruf, die Infektion mit Malaria oder selbst den Genuss von heißem Mate-Tee. Die IARC-Klassifizierung ist nicht zu vergleichen mit der *toxikologischen* Risikobewertung im Rahmen der Pflanzenschutzmittel-Zulassung, und bezeichnenderweise bewertet die ebenfalls der WHO zuarbeitende Expertengruppe für Pflanzenschutz-Rückstände (JMPR) Glyphosat als nicht-krebserregend.

[&gt;&gt; Gesamtliste aller bisher von der IARC eingestuften Stoffe, Erreger und Tätigkeiten (PDF, engl.) ](http://monographs.iarc.fr/ENG/Classification/ClassificationsGroupOrder.pdf)

[&gt;&gt; Stellungnahme des BfR vom 23. März 2015 zur IARC-Klassifizierung von Glyphosat (PDF)](http://www.bfr.bund.de/cm/343/loest-glyphosat-krebs-aus.pdf)

## Pressemitteilungen

[ !["Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Podiumsdiskussion%20Praxis%20trifft%20Politik%20am%20Pfalzmarkt_19022026_Quelle%20IVA.jpeg.webp?h=71e18210&itok=4O72YHGi)

19.02.2026

Pressemitteilung

"Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit

Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) heute in Mutterstadt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Handel und Vermarktung über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Auswirkungen aktueller regulatorischer Weichenstellungen auf die Ernährungssicherheit. Unter dem Titel „Zukunft der Landwirtschaft – Ernährungssicherheit in Zeiten politischer Weichenstellungen“ kamen Agrarpolitikerinnen und -politiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit Praktikern aus Landwirtschaft, Handel und Vermarktung zusammen.

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[ ![IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Phtytophthora%20infestans_272252666_AdobeStock.jpeg.webp?h=0d27ee61&itok=plCyzguV)

05.02.2026

Pressemitteilung

IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"

Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-bei-fakten-besser-genauer-hinschauen)

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[ !["Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-01/PK%20150126_Berlin.jpg.webp?h=71976bb4&itok=52rISgNu)

15.01.2026

Pressemitteilung

"Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"

Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein übertrieben bürokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang der Landwirtschaft zu innovativen Pflanzenschutzmitteln – ein Problem insbesondere für den heimischen Obstbau, den die Politik eigentlich stärken wollte. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2026 in Berlin appellierten die Fachgruppe Obstbau und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die Politik in Deutschland und Europa, ambitionierte Reformideen jetzt konsequent umzusetzen.

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[ ![Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2025-12/Pflanzenschutzausbringung_40592454M_123rf.jpg.webp?h=e489e4e1&itok=yCASiprG)

17.12.2025

Pressemitteilung

Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) sieht nach einer ersten Analyse des von der Europäischen Kommission vorgelegten „Food and Feed Safety Simplification Omnibus“ – einem Verordnungsvorschlag zur Entbürokratisierung unter anderem der Pflanzenschutz-Zulassungsverordnung von 2009 – zu wenig Impulse, um die bestehenden Probleme beim Pflanzenschutz grundlegend zu lösen. Aus Sicht des IVA sind Vereinfachungen dringend notwendig, damit innovative Pflanzenschutzmittel – ob biologisch oder chemisch-synthetisch – der Landwirtschaft in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

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Martin May

Geschäftsführer, Leiter Kommunikation und Politik, Pressesprecher

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