# Globaler Wettbewerb um Agrarflächen nimmt weiter zu

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- Created: 2010-10-13T22:00:00+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Landwirtschaft, Versorgungssicherheit
- Teaser text: Berlin - Die Ernährungssituation in den armen Ländern verschlechtert sich zunehmend. Am diesjährigen Welternährungstag, dem 16. Oktober 2010, müssen nach Schätzungen des Humboldt Forum for Food and Agriculture 925 Millionen Menschen hungern.

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Aktuelles

14.10.2010

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) Globaler Wettbewerb Um Agrarflächen Nimmt Weiter Zu

## Wissenschaftler fordert: EU muss ihre landwirtschaftliche Produktivität steigern

Berlin - Die Ernährungssituation in den armen Ländern verschlechtert sich zunehmend. Am diesjährigen Welternährungstag, dem 16. Oktober 2010, müssen 925 Millionen Menschen hungern. "Selbst unter den besten aller denkbaren Umstände werden die armen Länder in den kommenden Jahrzehnten nicht annähernd in der Lage sein, ihre rasch wachsenden Bevölkerungen aus eigener Produktion ausreichend mit Nahrungsmitteln zu versorgen", sagt Harald von Witzke, Präsident des Humboldt Forums für Ernährung und Landwirtschaft, einem internationalen Think Tank in Berlin.

Die rasch wachsende Nahrungslücke der armen Länder würde sich nur schließen lassen, wenn auch die reichen Länder selbst mehr Nahrung produzierten und exportierten, so der Wissenschaftler. Die Europäische Union habe dieses Problem bisher weitgehend ignoriert und heute einen großen Nachholbedarf, der auch in der Öffentlichkeit bisher unbekannt sei.

Die EU hat die Agrarforschung nach Ansicht von Witzkes zu lange vernachlässigt. Unter anderem dadurch sei die Europäische Gemeinschaft heute zum weltgrößten Nettoimporteur von Agrargütern geworden. Rechne man die Nettoimporte der EU in die zu ihrer Produktion notwendigen Flächen um, ergäbe sich ein Import an virtuellem Boden von etwa 35 Millionen Hektar. Denn die EU nutze in anderen Ländern Flächen von einer Gesamtgröße, die dem Territorium Deutschlands entspräche, um ihren eigenen Bedarf an Nahrung, Naturfasern, Bioenergie oder anderen Agrarprodukten zu decken.

Nach dieser Berechnung habe sich allein in den letzten zehn Jahren der Nettoimport an virtuellem Ackerland um 10 Millionen Hektar erhöht. "Die EU ist zu einem 'virtuellen' Landnutzer außerhalb ihres Territoriums geworden", so von Witzke. Die Ausdehnung der von der EU in anderen Ländern genutzten Flächen führe dort zur Entwaldung und trage dadurch außerdem zum Klimawandel bei.

"Auch die EU muss in der Landwirtschaft wieder auf Innovation und hohe Produktivität setzen, wenn es gelingen soll, den Hunger in der Welt zu besiegen, dem Klimawandel Paroli zu bieten und natürliche Lebensräume zu erhalten", fordert von Witzke.

## Pressemitteilungen

[ ![Kein Versorgungsengpass bei Mineraldüngern – noch](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-03/Minerald%C3%BCnger_S%C3%A4cke_324263377_AdobeStock.jpeg.webp?h=790be497&itok=2BHQM-yI)

18.03.2026

Pressemitteilung

Kein Versorgungsengpass bei Mineraldüngern – noch

Trotz der Kriegshandlungen im Nahen Osten mit ihren globalen Auswirkungen bestehen in der aktuellen Düngesaison noch keine Probleme bei der Versorgung der deutschen Landwirtschaft mit Mineraldüngern – so die Einschätzung des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), der die Interessen der deutschen Produzenten von Mineraldüngern vertritt. Bislang sind erste Auswirkungen auf die Preisentwicklung zwar spürbar, aber von Preisspitzen wie nach Russlands Überfall auf die Ukraine vor vier Jahren ist der Markt noch weit entfernt.

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[ !["Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Podiumsdiskussion%20Praxis%20trifft%20Politik%20am%20Pfalzmarkt_19022026_Quelle%20IVA.jpeg.webp?h=71e18210&itok=4O72YHGi)

19.02.2026

Pressemitteilung

"Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit

Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) heute in Mutterstadt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Handel und Vermarktung über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Auswirkungen aktueller regulatorischer Weichenstellungen auf die Ernährungssicherheit. Unter dem Titel „Zukunft der Landwirtschaft – Ernährungssicherheit in Zeiten politischer Weichenstellungen“ kamen Agrarpolitikerinnen und -politiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit Praktikern aus Landwirtschaft, Handel und Vermarktung zusammen.

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[ ![Neue Broschüre: Informationen zur Düngung – Für Fachschulen, Handel und Genossenschaften](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Titel_LAD-Brosch%C3%BCre_2026.jpg.webp?h=00afd729&itok=A1i9VH6a)

19.02.2026

Aktuelles

Neue Broschüre: Informationen zur Düngung – Für Fachschulen, Handel und Genossenschaften

Eine aktualisierte Version auf Grundlage einer Broschüre des Landesarbeitskreises Düngung (LAD) Bayern, unter Mitarbeit der Mitglieder des Bundesarbeitskreises Düngung (BAD), gibt ein ganzheitliches Bild über die Anforderungen und die praktische Gestaltung der modernen Pflanzenernährung, bei der auch die rechtlichen Rahmenbedingungen beleuchtet werden.

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[ ![IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Phtytophthora%20infestans_272252666_AdobeStock.jpeg.webp?h=0d27ee61&itok=plCyzguV)

05.02.2026

Pressemitteilung

IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"

Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

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## Ansprechpartner

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Martin May

Geschäftsführer, Leiter Kommunikation und Politik, Pressesprecher

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