# Gewappnet gegen den Mais-Schädling aus Amerika

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- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Pflanzenschutz
- Teaser text: Die Experten beschäftigt der Westliche Maiswurzelbohrer schon lange. Jetzt ist er tatsächlich in Deutschland gelandet: Ein erstes Exemplar wurde auf einem Acker im badischen Ortenaukreis gesichtet. Das gefürchtete Insekt wurde 1992 vermutlich mit Nahrungsmitteltransporten für die US-Truppen ins ehemalige Jugoslawien eingeschleppt. Seitdem erobert es Schritt für Schritt Europa.

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Pressemitteilung

03.08.2007

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) Gewappnet Gegen Den Mais-Schädling Aus Amerika

## Fruchtfolge, Insektizide und Grüne Gentechnik können abhelfen

Die Experten beschäftigt der Westliche Maiswurzelbohrer schon lange. Jetzt ist er tatsächlich in Deutschland gelandet: Ein erstes Exemplar wurde auf einem Acker im badischen Ortenaukreis gesichtet. Das gefürchtete Insekt wurde 1992 vermutlich mit Nahrungsmitteltransporten für die US-Truppen ins ehemalige Jugoslawien eingeschleppt. Seitdem erobert es Schritt für Schritt Europa.

Bei starkem Befall kann der Käfer bis zu 80 Prozent der Maisernte ver-nichten. Die Larven fressen an den Wurzeln der Pflanzen und stören die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen. Der Maiswurzelbohrer hat in Südosteuropa, insbesondere in Ungarn, Rumänien und Slowenien, bereits große Schäden angerichtet. Befall wird auch aus Österreich, Frankreich und der Schweiz gemeldet. Überall in Europa steht der Käfer unter strengster Beobachtung.

Die Maisbauern sind ihm nicht schutzlos ausgeliefert. Treten nur wenige Exemplare auf, hilft Fruchtwechsel. Bei stärkerem Befall sind Pflanzen-schutzmittel nötig. Insektizide gegen den Maiswurzelbohrer sind bereits zugelassen. Sie können entweder zur Blattbehandlung eingesetzt werden oder als Beize die Saatkörner schützen.

Eine besonders interessante Methode wird in Ungarn angewandt. Gleich-zeitig mit einem Insektizid wird ein Lockstoff ausgebracht. Der löst beim Maiswurzelbohrer - und nur bei diesem - Heißhunger aus. Weil der Käfer die wirksame Dosis durch übermäßiges Fressen erreicht, genügen 10 bis 15 Prozent der üblichen Insektizidmenge. Das Verfahren ist zwar nicht billiger als eine Behandlung mit der vollen Dosis. Es hat aber den Vorteil, dass andere Insekten geschont werden. Die kombinierte Bekämpfung in Deutschland zuzulassen, würde jedoch mindestens zwei Millionen Euro kosten. Das lohnt sich erst, wenn der Maiswurzelbohrer auch hier zur ernsten Bedrohung wird.

Die in den Vereinigten Staaten erfolgreichste Strategie gegen den Käfer bleibt den Landwirten in Europa bisher verwehrt. In den USA werden prak-tisch nur noch gentechnisch veränderte Maissorten angebaut, um die das gefährliche Insekt einen großen Bogen macht. In der EU sind die Sorten noch nicht zugelassen. Ein Versuchsfeld mit diesem Mais in Deutschland wurde erst kürzlich wieder von Gentechnik-Gegnern niedergetrampelt.

## Pressemitteilungen

[ !["Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Podiumsdiskussion%20Praxis%20trifft%20Politik%20am%20Pfalzmarkt_19022026_Quelle%20IVA.jpeg.webp?h=71e18210&itok=4O72YHGi)

19.02.2026

Pressemitteilung

"Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit

Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) heute in Mutterstadt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Handel und Vermarktung über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Auswirkungen aktueller regulatorischer Weichenstellungen auf die Ernährungssicherheit. Unter dem Titel „Zukunft der Landwirtschaft – Ernährungssicherheit in Zeiten politischer Weichenstellungen“ kamen Agrarpolitikerinnen und -politiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit Praktikern aus Landwirtschaft, Handel und Vermarktung zusammen.

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[ ![IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Phtytophthora%20infestans_272252666_AdobeStock.jpeg.webp?h=0d27ee61&itok=plCyzguV)

05.02.2026

Pressemitteilung

IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"

Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

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[ !["Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-01/PK%20150126_Berlin.jpg.webp?h=71976bb4&itok=52rISgNu)

15.01.2026

Pressemitteilung

"Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"

Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein übertrieben bürokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang der Landwirtschaft zu innovativen Pflanzenschutzmitteln – ein Problem insbesondere für den heimischen Obstbau, den die Politik eigentlich stärken wollte. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2026 in Berlin appellierten die Fachgruppe Obstbau und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die Politik in Deutschland und Europa, ambitionierte Reformideen jetzt konsequent umzusetzen.

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[ ![Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2025-12/Pflanzenschutzausbringung_40592454M_123rf.jpg.webp?h=e489e4e1&itok=yCASiprG)

17.12.2025

Pressemitteilung

Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) sieht nach einer ersten Analyse des von der Europäischen Kommission vorgelegten „Food and Feed Safety Simplification Omnibus“ – einem Verordnungsvorschlag zur Entbürokratisierung unter anderem der Pflanzenschutz-Zulassungsverordnung von 2009 – zu wenig Impulse, um die bestehenden Probleme beim Pflanzenschutz grundlegend zu lösen. Aus Sicht des IVA sind Vereinfachungen dringend notwendig, damit innovative Pflanzenschutzmittel – ob biologisch oder chemisch-synthetisch – der Landwirtschaft in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

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