# Europa auf Spurensuche: Kommission veröffentlicht Rückstandsbericht

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- Created: 2008-11-26T23:00:00+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Pflanzenschutz, Gesundheit / Verbraucherschutz, Lebensmittel / Ernährung, Regulierung
- Teaser text: Verbraucher in Europa können sich auf die Sicherheit ihrer Lebensmittel verlassen. Das zeigt der Bericht über die Belastung mit Rückständen von Pflanzenschutzwirkstoffen (Rückstands-Monitoring) für das Jahr 2006, den die EU-Kommission jetzt veröffentlicht hat. Über 50 Prozent der beprobten Lebensmittel wurden als rückstandsfrei eingestuft. Knapp 44 Prozent wiesen Rückstände innerhalb der zulässigen Höchstgehalte auf.

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Pressemitteilung

27.11.2008

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) Europa Auf Spurensuche: Kommission Veröffentlicht Rückstandsbericht

Verbraucher in Europa können sich auf die Sicherheit ihrer Lebensmittel verlassen. Das zeigt der Bericht über die Belastung mit Rückständen von Pflanzenschutzwirkstoffen (Rückstands-Monitoring) für das Jahr 2006, den die EU-Kommission jetzt veröffentlicht hat. Über 50 Prozent der beprobten Lebensmittel wurden als rückstandsfrei eingestuft. Knapp 44 Prozent wiesen Rückstände innerhalb der zulässigen Höchstgehalte auf.

Untersucht wurden 66 000 Proben aus allen europäischen Ländern. „Das ist das umfassendste amtliche Monitoring, das bislang vorgelegt wurde“, erklärt dazu Regina Fischer, Expertin für Lebensmittelsicherheit im Industrieverband Agrar e. V. (IVA). Bei 4,7 Prozent der untersuchten Lebensmittel wurden die zulässigen Höchstgehalte überschritten. „Wir freuen uns aber, dass diese Zahl seit fünf Jahren rückläufig ist“, so Fischer. „Wir sind überzeugt, dass dieser Anteil weiter sinken wird. Pflanzenschutz-Industrie, Landwirtschaft und Lebensmittelhandel arbeiten gemeinsam an diesem Ziel.“

Gesetzliche Rückstands-Höchstgehalte sind keine toxikologischen Grenzwerte. Bei ihrer Festlegung werden hohe Sicherheitsabstände eingebaut. Deshalb sind Überschreitungen nicht automatisch ein gesundheitliches Problem.

Die amtlichen Rückstandskontrollen werden immer intensiver. Im Jahr 2006 haben die Labore im europäischen Durchschnitt nach 241 Wirkstoffen gesucht. Zehn Jahre zuvor waren es nur gut halb so viel. Deutsche Rückstandslabore hatten sogar 717 verschiedene Substanzen in ihrem Analysenprogramm; weniger als die Hälfte davon wurden nachgewiesen. „Zudem können heute sehr viel niedrigere Konzentrationen gemessen werden als Mitte der 1990er Jahre“, erklärt Fischer. „Deshalb gelten auch immer weniger Proben als rückstandsfrei.“

Alle Labore, die in Deutschland auf diesem Gebiet arbeiten, müssen strengste Qualitätsstandards erfüllen. Jede einzelne der aufwändigen Proben kostet rund 250 Euro. Pro Kopf werden zudem in der Bundesrepublik weit mehr Kontrollen durchgeführt als in den anderen Ländern. Mit fast 16 000 Untersuchungen steuerte Deutschland ein knappes Viertel zum EU-Monitoring bei; sein Bevölkerungsanteil liegt dagegen bei einem Sechstel.

Der Bericht „Monitoring of Pesticide Residues in Products of Plant Origin in the European Union, Norway, Iceland and Liechtenstein 2006“ ist im Internet einsehbar unter
[http://ec.europa.eu/food/fvo/specialreports/pesticide\_residues/report\_2006\_en.pdf](http://ec.europa.eu/food/fvo/specialreports/pesticide_residues/report_2006_en.pdf)

## Pressemitteilungen

[ !["Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Podiumsdiskussion%20Praxis%20trifft%20Politik%20am%20Pfalzmarkt_19022026_Quelle%20IVA.jpeg.webp?h=71e18210&itok=4O72YHGi)

19.02.2026

Pressemitteilung

"Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit

Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) heute in Mutterstadt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Handel und Vermarktung über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Auswirkungen aktueller regulatorischer Weichenstellungen auf die Ernährungssicherheit. Unter dem Titel „Zukunft der Landwirtschaft – Ernährungssicherheit in Zeiten politischer Weichenstellungen“ kamen Agrarpolitikerinnen und -politiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit Praktikern aus Landwirtschaft, Handel und Vermarktung zusammen.

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[ ![IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Phtytophthora%20infestans_272252666_AdobeStock.jpeg.webp?h=0d27ee61&itok=plCyzguV)

05.02.2026

Pressemitteilung

IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"

Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-bei-fakten-besser-genauer-hinschauen)

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[ !["Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-01/PK%20150126_Berlin.jpg.webp?h=71976bb4&itok=52rISgNu)

15.01.2026

Pressemitteilung

"Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"

Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein übertrieben bürokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang der Landwirtschaft zu innovativen Pflanzenschutzmitteln – ein Problem insbesondere für den heimischen Obstbau, den die Politik eigentlich stärken wollte. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2026 in Berlin appellierten die Fachgruppe Obstbau und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die Politik in Deutschland und Europa, ambitionierte Reformideen jetzt konsequent umzusetzen.

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[ ![Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2025-12/Pflanzenschutzausbringung_40592454M_123rf.jpg.webp?h=e489e4e1&itok=yCASiprG)

17.12.2025

Pressemitteilung

Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) sieht nach einer ersten Analyse des von der Europäischen Kommission vorgelegten „Food and Feed Safety Simplification Omnibus“ – einem Verordnungsvorschlag zur Entbürokratisierung unter anderem der Pflanzenschutz-Zulassungsverordnung von 2009 – zu wenig Impulse, um die bestehenden Probleme beim Pflanzenschutz grundlegend zu lösen. Aus Sicht des IVA sind Vereinfachungen dringend notwendig, damit innovative Pflanzenschutzmittel – ob biologisch oder chemisch-synthetisch – der Landwirtschaft in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

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Martin May

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