# EU-Pflanzenschutznovelle in der Zweiten Lesung: Schwere Einschnitte für die Praxis absehbar

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- Created: 2008-09-24T22:00:00+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Pflanzenschutzindustrie, Pflanzenschutz, Regulierung
- Teaser text: „Die Landwirte müssen in den nächsten Jahren mit erheblichen Schwierigkeiten beim Pflanzenschutz rechnen. Es wird Bereiche geben, in denen der Verlust wichtiger Mittel sehr wehtun wird.“ Das erklärte Volker Koch-Achelpöhler, Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar, vor der Agrarfachpresse in Frankfurt. Das Gespräch fand vor dem Hintergrund der zweiten Lesung der EU-Pflanzenschutz-Novelle im Europäischen Parlament statt. Zu Beginn des kommenden Jahres soll das neue Regelwerk verabschiedet werden.

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Pressemitteilung

25.09.2008

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) EU-Pflanzenschutznovelle In Der Zweiten Lesung: Schwere Einschnitte Für Die Praxis Absehbar

„Die Landwirte müssen in den nächsten Jahren mit erheblichen Schwierigkeiten beim Pflanzenschutz rechnen. Es wird Bereiche geben, in denen der Verlust wichtiger Mittel sehr wehtun wird.“ Das erklärte Volker Koch-Achelpöhler, Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar, vor der Agrarfachpresse in Frankfurt. Das Gespräch fand vor dem Hintergrund der zweiten Lesung der EU-Pflanzenschutz-Novelle im Europäischen Parlament statt. Zu Beginn des kommenden Jahres soll das neue Regelwerk verabschiedet werden.

„Der Paradigmenwechsel im Zulassungsverfahren ist vollzogen“, stellte Koch-Achelpöhler fest. Alle politischen Gremien haben sich für die Einführung von so genannten Ausschluss-Kriterien ausgesprochen. Substanzen, die in Reinform als gefährlich eingestuft werden, haben dann keine Chance mehr auf eine Zulassung. Bisher hat man Wirkstoffe daran gemessen, ob ihre Anwendung auf dem Acker ohne Risiko erfolgen kann.

„Der Ministerrat hat zwar die extremen Forderungen des Parlaments nach zusätzlichen Ausschlusskriterien abgelehnt. Diese Forderungen können aber in der zweiten Lesung wieder eingebracht werden“, erklärte Koch-Achelpöhler. Zahlreiche weitere Wirkstoffe würden durch eine andere Neuerung auf die Abschussliste geraten. Es soll künftig zwischen erwünschten und unerwünschten Substanzen unterschieden werden. Letztere müssten mittelfristig durch Wirkstoffe ersetzt werden, die als „besser“ eingestuft werden. Damit gingen nach und nach drei Viertel der heutigen Wirkstoffe verloren – obwohl sie ohne Schaden für Mensch und Umwelt eingesetzt wurden.

„Es geht jetzt darum, Kommission, Parlament und Ministerrat deutlich zu machen, welche Konsequenzen dies für die landwirtschaftliche Erzeugung und damit natürlich auch für die Versorgung mit Lebensmitteln haben würde.“ Die Industrie hatte die Kommission aufgefordert, die konkreten Auswirkungen der Pflanzenschutz-Novelle auf die Mittelverfügbarkeit wissenschaftlich untersuchen zu lassen. Bisher hat sich Brüssel beharrlich geweigert, dem Wunsch nachzukommen. Dort baut man auf die Innovationskraft der Industrie. Koch-Achelpöhler wies allerdings darauf hin, dass es wegen der immer höheren Hürden sehr schwer sein wird, wegfallende Wirkstoffe durch neue zu ersetzen.

[&gt;&gt; Neue Pflanzenschutz-Politik – Was kommt auf Europas Bauern zu](https://www.iva.de/sites/default/files/pdfs/praeskoch_achelpoehler_inet.pdf)

## Pressemitteilungen

[ ![IVA sieht Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft zunehmend gefährdet](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-05/IVA_Jahresbericht_2023_24_Titel.jpg.webp?h=00afd729&itok=GWrNo17L)

14.05.2024

Pressemitteilung

IVA sieht Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft zunehmend gefährdet

Die Mitgliedsunternehmen des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) blicken auf ein schwieriges Jahr mit sinkenden Umsatz- und Absatzzahlen zurück – und angesichts wachsenden regulatorischen Drucks mit Sorge in die Zukunft.&amp;nbsp;Dies geht aus dem neuen Jahresbericht des Verbands hervor, den er heute anlässlich seiner Mitgliederversammlung in Berlin veröffentlichte.

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[ !["Zukunftsprogramm" wird seinem Namen nicht gerecht](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-05/Sommergerste_6183_hk.JPG.webp?h=94b28deb&itok=isqkDqs-)

03.05.2024

Pressemitteilung

"Zukunftsprogramm" wird seinem Namen nicht gerecht

Unwissenschaftlich, unausgegoren und untauglich – mit klaren Worten kommentierte heute der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) die „Diskussionsgrundlage für die Erarbeitung eines Zukunftsprogramms Pflanzenschutz“, mit der das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zahlreiche Interessenvertretungen der Branche zur Stellungnahme aufgefordert hatte. Der IVA vertritt die Interessen von Herstellern und Zulassungsinhabern von modernen chemischen und biologischen Pflanzenschutzmitteln in Deutschland.

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[ ![IVA: Verbales Gift schadet Debatte um Zukunft der Landwirtschaft](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2023-06/Erdbeeren_in_Portion_305174_adpic.jpg.webp?h=4ca9cb25&itok=Lo2HnUmo)

09.06.2023

Pressemitteilung

IVA: Verbales Gift schadet Debatte um Zukunft der Landwirtschaft

Mit der giftigen Rhetorik seiner seit Wochenanfang laufenden Kampagne #BesserOhneGift führt sich der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschlands (BUND) selbst ad absurdum, indem er zu einer verbalen Vergiftung der Debatte um die Zukunft der Landwirtschaft beiträgt. Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) bedauert, dass der BUND in alte Muster zurückfällt. Beteiligte aus Landwirtschaft, Umweltschutz und Industrie waren in ihrem Dialog schon viel weiter, etwa in der gemeinsamen Arbeit der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL). Aus Sicht des IVA, der die Interessen der deutschen Pflanzenschutzindustrie vertritt, sollte über die Landwirtschaft von morgen nicht mit Kampagnen von vorgestern gestritten werden.

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[ ![Michael Wagner als IVA-Präsident bestätigt](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2023-05/Michael%20Wagner.jpg.webp?h=6f8e2d4a&itok=RdAl-2Ef)

09.05.2023

Pressemitteilung

Michael Wagner als IVA-Präsident bestätigt

Michael Wagner wird den Industrieverband Agrar e. V. (IVA) für zwei weitere Jahre als Präsident führen. Die Mitgliederversammlung des Wirtschaftsverbands bestätigte ihn heute in Berlin bei den Wahlen zum Präsidium. Wagner hat das Amt seit Jahresbeginn 2022 inne.

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