# EU legt "Substitutionskandidaten" fest

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- URL: https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/eu-legt-substitutionskandidaten-fest
- Language: de
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- Created: 2015-01-28T23:00:00+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
- Published: true
- Topics: Pflanzenschutz, Landwirtschaft, Regulierung
- Teaser text: Die Europäische Kommission hat eine Durchführungsverordnung, die eine Liste mit 77 zu ersetzenden Wirkstoffen („Substitutionskandidaten“) festlegt, beschlossen. Damit hat sie die Grundlagen für eine weitere Hürde bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln geschaffen: die sogenannte vergleichende Bewertung.

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Mit der Einführung der vergleichenden Bewertung wird das Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel noch aufwändiger.

Pressemitteilung

29.01.2015

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Brüssel/Frankfurt

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## Mittelzulassung: Auf Behörden kommt mehr Aufwand zu

Die Europäische Kommission hat mit der jetzt beschlossenen Durchführungsverordnung, die eine Liste mit 77 zu ersetzenden Wirkstoffen („Substitutionskandidaten“) festlegt, die Grundlagen für eine weitere Hürde bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln geschaffen: die sogenannte vergleichende Bewertung. Für die Zulassungsbehörden in Deutschland und den anderen EU-Staaten bedeutet das, dass sie ab August 2015 jeden neuen Antrag auf Zulassung eines Pflanzenschutzmittels, das einen der gelisteten Wirkstoffe enthält, darauf prüfen müssen, ob möglicherweise risikoärmere Lösungen zur Verfügung stehen.

„Was in der Theorie gut klingt, hat in der Praxis seine Tücken. Die Behörden müssen jetzt eine Vielzahl von zusätzlichen Erwägungen bei der Zulassung eines Pflanzenschutzmittels treffen – dabei sind die Verfahren auch ohne vergleichende Bewertung schon sehr komplex und zeitintensiv“, kommentiert Volker Koch-Achelpöhler, Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), und stellt klar: „Die Listung eines Wirkstoffs als Substitutionskandidat, die jetzt von der EU vorgenommen wurde, ändert nichts daran, dass es sich um Substanzen handelt, die die hohen Sicherheitsanforderungen in der EU erfüllen. Die Wirkstoffe sind sicher – das stellt Brüssel nicht in Frage!“

Im Rahmen der vergleichenden Bewertung können die Behörden in den Mitgliedsstaaten, die für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln und deren Anwendungsbestimmungen zuständig sind, Verwendungen einschränken, wenn sie der Auffassung sind, dass es bessere Alternativen gibt. Dabei müssen sie aber auch berücksichtigen, dass die Landwirte eine bestimmte Auswahl an Wirkstoffen mit unterschiedlicher Wirkweise benötigen, um Resistenzen vorzubeugen. So findet man auf der Liste auch wichtige Pflanzenschutz-Wirkstoffe, ohne die der Ökolandbau kaum auskommt. Hier gilt, dass die vergleichende Bewertung die wirksame Bekämpfung zum Beispiel von Schadpilzen nicht gefährden soll.

[&gt;&gt; Pressemitteilung der Europäischen Kommission (engl.)](http://europa.eu/rapid/press-release_MEMO-15-3743_en.htm)

[&gt;&gt; Substitutionskandidaten und vergleichende Bewertung im Pflanzenschutz - Das Wichtigste in Kürze (PDF, 93 KB)](https://www.iva.de/sites/default/files/pdfs/150129_substitution_vergl__bewertung_das_wichtigste_in_kuerze_jan_2015.pdf)

[&gt;&gt; Substitutionskandidaten und vergleichende Bewertung im Pflanzenschutz - Fragen und Antworten (PDF, 140 KB)](https://www.iva.de/sites/default/files/pdfs/150129_substitution_vergl__bewertung_fa_jan__2015.pdf)

## Pressemitteilungen

[ !["Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Podiumsdiskussion%20Praxis%20trifft%20Politik%20am%20Pfalzmarkt_19022026_Quelle%20IVA.jpeg.webp?h=71e18210&itok=4O72YHGi)

19.02.2026

Pressemitteilung

"Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit

Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) heute in Mutterstadt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Handel und Vermarktung über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Auswirkungen aktueller regulatorischer Weichenstellungen auf die Ernährungssicherheit. Unter dem Titel „Zukunft der Landwirtschaft – Ernährungssicherheit in Zeiten politischer Weichenstellungen“ kamen Agrarpolitikerinnen und -politiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit Praktikern aus Landwirtschaft, Handel und Vermarktung zusammen.

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](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/praxis-trifft-politik-fehlende-pflanzenschutz-optionen)

[ ![IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Phtytophthora%20infestans_272252666_AdobeStock.jpeg.webp?h=0d27ee61&itok=plCyzguV)

05.02.2026

Pressemitteilung

IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"

Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-bei-fakten-besser-genauer-hinschauen)

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[ !["Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-01/PK%20150126_Berlin.jpg.webp?h=71976bb4&itok=52rISgNu)

15.01.2026

Pressemitteilung

"Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"

Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein übertrieben bürokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang der Landwirtschaft zu innovativen Pflanzenschutzmitteln – ein Problem insbesondere für den heimischen Obstbau, den die Politik eigentlich stärken wollte. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2026 in Berlin appellierten die Fachgruppe Obstbau und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die Politik in Deutschland und Europa, ambitionierte Reformideen jetzt konsequent umzusetzen.

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[ ![Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2025-12/Pflanzenschutzausbringung_40592454M_123rf.jpg.webp?h=e489e4e1&itok=yCASiprG)

17.12.2025

Pressemitteilung

Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) sieht nach einer ersten Analyse des von der Europäischen Kommission vorgelegten „Food and Feed Safety Simplification Omnibus“ – einem Verordnungsvorschlag zur Entbürokratisierung unter anderem der Pflanzenschutz-Zulassungsverordnung von 2009 – zu wenig Impulse, um die bestehenden Probleme beim Pflanzenschutz grundlegend zu lösen. Aus Sicht des IVA sind Vereinfachungen dringend notwendig, damit innovative Pflanzenschutzmittel – ob biologisch oder chemisch-synthetisch – der Landwirtschaft in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

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