# Erhebliche Zweifel an Bienen-Studie

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- URL: https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/erhebliche-zweifel-bienen-studie
- Language: de
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- Created: 2012-09-26T22:00:00+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Pflanzenschutz, Forschung / Biotech, Landwirtschaft
- Teaser text: Wissenschaftler der Universität Exeter und der britischen Food and Environment Research Agency (FERA) in der Zeitschrift „Science“: Sterben ganzer Bienenvölker durch Einfluss bestimmter Pflanzenschutzmittel unwahrscheinlich.

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Britische Forscher halten Sterben ganzer Bienenvölker durch den Einfluss bestimmter Pflanzenschutzmittel für unwahrscheinlich.

Pressemitteilung

27.09.2012

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Frankfurt/Main

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) Erhebliche Zweifel An Bienen-Studie

## Britische Wissenschaftler: Pflanzenschutzmittel als Auslöser des Völkersterbens unwahrscheinlich / Weitere Forschung notwendig

Britische Forscher halten es für unwahrscheinlich, dass das Sterben ganzer Bienenvölker auf den Einfluss bestimmter Pflanzenschutzmittel zurückzuführen ist. Dies schreiben die Wissenschaftler von der Universität Exeter und der britischen Food and Environment Research Agency (FERA) jetzt in einem Aufsatz in der renommierten Zeitschrift „Science“. Sie fordern weiteren Einsatz in der Forschung.

Die Wissenschaftler hatten eine Studie des französischen Agrar-Forschungsinstituts INRA (Autoren: Henry et al.) überprüft und zahlreiche Schwachpunkte in der wissenschaftlichen Arbeit festgestellt. Schon die französische Behörde für Lebensmittelsicherheit ANSES hatte in ihrer Bewertung darauf hingewiesen, dass die Studie von Henry et al. von Voraussetzungen ausgehe, die so in der landwirtschaftlichen Praxis im Regelfall nicht auftreten. Konkret ging es in der französischen Studie um den Einfluss von Neonicotinoiden, einer Gruppe von Pflanzenschutz-Wirkstoffen zur Bekämpfung von Schadinsekten, auf Honigbienen.

Ungeachtet ihrer Mängel hat die Studie Einfluss auf die Regulierung bestimmter Pflanzenschutzmittel in Frankreich gehabt; so wurde die Zulassung eines Mittels zur Saatgutbeizung vorläufig ausgesetzt. In deutschen Medien wurde die INRA-Studie häufig zitiert, um einen Zusammenhang zwischen Pflanzenschutz und Bienensterben zu belegen, zuletzt in einem Beitrag des ZDF heute-journals. Die Ergebnisse aus Großbritannien zeigen jetzt ein differenzierteres Bild und melden Zweifel an den Schlussfolgerungen der französischen Wissenschaftler an.

Die Wissenschaftler aus England kritisierten, dass bei den Berechnungen in Frankreich unrealistische Annahmen über die Fortpflanzungsrate der Bienen und die Aufnahme von Pflanzenschutzmittel-Rückständen die Ergebnisse verfälscht hätten. Hauptautor Dr. James Cresswell sagte in einer Mitteilung der Universität Exeter: „Wir wissen, dass Pflanzenschutzmittel Bienen beeinträchtigen, aber es gibt keinen Beleg dafür, dass sie ein Völkersterben auslösen können. Wenn wir die Berechnungen mit einer realistischen Fortpflanzungsrate wiederholen, verschwindet das Risiko des Völkersterbens. Ich sage absolut nicht, dass Pestizide für Honigbienen harmlos sind, aber ich denke, jeder möchte seine Entscheidungen auf Basis solider Aussagen treffen.“

Quellen:

[&gt;&gt; Pressemitteilung der University of Exeter (engl.) ](http://www.exeter.ac.uk/news/featurednews/title_231287_en.html)

[&gt;&gt; Veröffentlichung in „Science“ (engl.)](http://www.sciencemag.org/content/337/6101/1453.2.full?sid=0b1344da-980f-4df3-99bf-d142f5c7ba63)

[&gt;&gt; Hintergrundinformation des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA)](https://www.iva.de/newsroom/neuigkeiten/current-news/pflanzenschutz-und-bienengesundheit)

## Pressemitteilungen

[ !["Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Podiumsdiskussion%20Praxis%20trifft%20Politik%20am%20Pfalzmarkt_19022026_Quelle%20IVA.jpeg.webp?h=71e18210&itok=4O72YHGi)

19.02.2026

Pressemitteilung

"Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit

Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) heute in Mutterstadt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Handel und Vermarktung über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Auswirkungen aktueller regulatorischer Weichenstellungen auf die Ernährungssicherheit. Unter dem Titel „Zukunft der Landwirtschaft – Ernährungssicherheit in Zeiten politischer Weichenstellungen“ kamen Agrarpolitikerinnen und -politiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit Praktikern aus Landwirtschaft, Handel und Vermarktung zusammen.

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[ ![IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Phtytophthora%20infestans_272252666_AdobeStock.jpeg.webp?h=0d27ee61&itok=plCyzguV)

05.02.2026

Pressemitteilung

IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"

Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-bei-fakten-besser-genauer-hinschauen)

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[ !["Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-01/PK%20150126_Berlin.jpg.webp?h=71976bb4&itok=52rISgNu)

15.01.2026

Pressemitteilung

"Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"

Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein übertrieben bürokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang der Landwirtschaft zu innovativen Pflanzenschutzmitteln – ein Problem insbesondere für den heimischen Obstbau, den die Politik eigentlich stärken wollte. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2026 in Berlin appellierten die Fachgruppe Obstbau und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die Politik in Deutschland und Europa, ambitionierte Reformideen jetzt konsequent umzusetzen.

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[ ![Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2025-12/Pflanzenschutzausbringung_40592454M_123rf.jpg.webp?h=e489e4e1&itok=yCASiprG)

17.12.2025

Pressemitteilung

Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) sieht nach einer ersten Analyse des von der Europäischen Kommission vorgelegten „Food and Feed Safety Simplification Omnibus“ – einem Verordnungsvorschlag zur Entbürokratisierung unter anderem der Pflanzenschutz-Zulassungsverordnung von 2009 – zu wenig Impulse, um die bestehenden Probleme beim Pflanzenschutz grundlegend zu lösen. Aus Sicht des IVA sind Vereinfachungen dringend notwendig, damit innovative Pflanzenschutzmittel – ob biologisch oder chemisch-synthetisch – der Landwirtschaft in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

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