# ECPA: Innovationen sichern Ernährung

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- URL: https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/ecpa-innovationen-sichern-ernaehrung
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- Created: 2012-09-19T22:00:00+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Pflanzenschutz, Landwirtschaft, Versorgungssicherheit
- Teaser text: Nomisma-Studie zeigt, dass ohne den Einsatz von Wirkstoffen aus der Gruppe der Triazole die Getreideproduktion in Europa durch den hier bedeutsamsten Schädling im Getreideanbau, Septoria, bedroht wäre.

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Pressemitteilung

20.09.2012

-

Brüssel

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) ECPA: Innovationen Sichern Ernährung

## Studie: Wesentlicher Treiber für Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Landwirtschaft ist Innovation

Vor dem Hintergrund steigender Lebensmittelpreise und dem Ruf nach Maßnahmen zur Ernährungssicherung bestätigt eine Studie des italienischen Forschungsinstituts Nomisma die Bedeutung innovativer Lösungen im Pflanzenschutz für eine nachhaltige und produktive Landwirtschaft und unterstreicht zugleich den Beitrag von Forschung und Entwicklung.

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass ohne den Einsatz von Wirkstoffen aus der Gruppe der Triazole die Getreideproduktion in Europa durch Septoria bedroht wäre. Septoria, eine Pilzart, ist der in Europa bedeutsamste Schädling im Getreideanbau. Ein Befall mit diesem Pilz kann zu Ernteverlusten von bis zu 40 Prozent führen.

„Wenn Europa wettbewerbsfähig bleiben soll, müssen wir in den Schutz unserer Ernten investieren. Forschung und Entwicklung kosten Zeit und Geld, aber wenn wir dabei scheitern, unsere Landwirte mit den richtigen Werkzeugen auszustatten, wird dies schwerwiegende Auswirkungen auf die Produktivität haben“, sagt Friedhelm Schmider, Generalsekretär des Europäischen Pflanzenschutzverbands ECPA (European Crop Protection Association).

Europa ist gegenwärtig Netto-Exporteur von Weizen mit einem Anteil von 21 Prozent am Weltmarkt; Triazole leisten dazu einen wichtigen Beitrag, indem sie in Europa Flächenerträge in Höhe von 5,3 Tonnen/ha ermöglichen gegenüber dem weltweiten Durchschnitt von 2,9 Tonnen/ha.

„Diese Studie unterstreicht den zentralen Beitrag der Triazole und die große Bedeutung von Innovation. Produktivitätsverluste in der europäischen Weizenproduktion wären ein Desaster für die europäischen Märkte und ein Rückschlag für die globale Ernährungssicherung. Die Erntemengen, die wir in Europa als selbstverständlich ansehen, sind in Wirklichkeit das Ergebnis hart erkämpfter Innovation“, sagt Schmider.

Die Pilzbekämpfung im europäischen Getreideanbau stützt sich wesentlich auf Produkte, die auf Triazolen basieren. Andere Behandlungsmöglichkeiten haben an Wirksamkeit eingebüßt, da Septoria Resistenzen gebildet hat. Fungizide auf Triazol-Basis sind so zum Fundament einer wirksamen Septoria-Bekämpfung geworden, aber auch sie sind anfällig für Resistenzbildungen.

„Triazole sind der beste Weg zur Bekämpfung von Pilzerkrankungen, und die Forschung hat gezeigt, dass Landwirte Resistenzen am besten vermeiden können, wenn Ihnen eine hinreichende Auswahl unterschiedlicher Mittel auf Triazol-Basis zur Verfügung steht. Bislang war das sehr hilfreich für die europäische Weizenproduktion, aber wenn es uns nicht gelingt, neue Werkzeuge zu entwickeln, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Resistenzen zuschlagen“, sagt Euros Jones, Direktor für regulatorische Fragen bei ECPA.

Eine hinreichende Auswahl von wirksamen Alternativen auf Triazol-Basis vorzuhalten ist auch entscheidend, um die Umwelteinwirkungen der Weizenproduktion zu bewältigen. „Innovation beschert dem Markt mehr wirksame Produkte, und wirksame Produkte wie Triazole haben geringere Aufwandmengen und seltenere Behandlungen zur Folge – sie reduzieren damit die Umwelteinwirkungen“, kommentiert Schmider. „Wenn den Landwirten nicht die richtigen Wirkstoffe zu Verfügung stehen, müssen sie möglicherweise die Ernteverluste kompensieren, indem sie mehr Land unter den Pflug nehmen – zum Nachteil natürlicher Habitats; möglicherweise weichen sie auch auf weniger wirksame mechanische Methoden aus, die zu mehr Kohlendioxid-Emissionen beitragen“, fügt er hinzu.

„Nomisma hat die Weizenproduktion untersucht, aber die Schlussfolgerungen der Studie lassen sich im Prinzip auf die Produktion vieler der in Europa angebauten Kulturpflanzen übertragen. Jeder Verlust wichtiger Pflanzenschutz-Lösungen, für die es keinen adäquaten Ersatz gibt, hat einen negativen Einfluss auf die Qualität, die Vielfalt, die Verfügbarkeit und den Preis unserer Lebensmittel. Die Nomisma-Studie zeigt den dynamischen Beitrag, den Forschung und Technologie für eine nachhaltige landwirtschaftliche Produktivität spielen. Schädlinge und Krankheitserreger geben nicht auf, wenn Wissenschaftler wirksame Werkzeuge entwickeln, sie verändern sich und passen sich an; das muss auch für unsere Pflanzenschutz-Lösungen gelten“, schlussfolgert Jones.

[&gt;&gt; Link zur Studie von Nomisma](http://www.ecpa.eu/article/agriculture-today/assessment-economic-importance-azoles-european-agriculture-wheat-case-stud)

Hinweis: Die vorliegende Pressemitteilung ist eine Übersetzung aus dem Englischen.
Die Originalmeldung der European Crop Protection Association finden Sie [&gt;&gt; hier](http://www.ecpa.eu/news-item/agriculture-today/09-20-2012/691/innovation-critical-fight-save-food)

Kontakt:

Anna Seretny, ECPA, Brüssel, Communications Coordinator
Telefon +32 2 6637604, E-Mail: <anna.seretny@ecpa.eu>

Euros Jones, ECPA, Brüssel, Director Regulatory Affairs
Telefon +32 2 6631550, E-Mail: <euros.jones@ecpa.eu>

[www.ecpa.eu](http://www.ecpa.eu/)

## Pressemitteilungen

[ !["Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Podiumsdiskussion%20Praxis%20trifft%20Politik%20am%20Pfalzmarkt_19022026_Quelle%20IVA.jpeg.webp?h=71e18210&itok=4O72YHGi)

19.02.2026

Pressemitteilung

"Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit

Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) heute in Mutterstadt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Handel und Vermarktung über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Auswirkungen aktueller regulatorischer Weichenstellungen auf die Ernährungssicherheit. Unter dem Titel „Zukunft der Landwirtschaft – Ernährungssicherheit in Zeiten politischer Weichenstellungen“ kamen Agrarpolitikerinnen und -politiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit Praktikern aus Landwirtschaft, Handel und Vermarktung zusammen.

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[ ![IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Phtytophthora%20infestans_272252666_AdobeStock.jpeg.webp?h=0d27ee61&itok=plCyzguV)

05.02.2026

Pressemitteilung

IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"

Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

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[ !["Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-01/PK%20150126_Berlin.jpg.webp?h=71976bb4&itok=52rISgNu)

15.01.2026

Pressemitteilung

"Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"

Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein übertrieben bürokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang der Landwirtschaft zu innovativen Pflanzenschutzmitteln – ein Problem insbesondere für den heimischen Obstbau, den die Politik eigentlich stärken wollte. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2026 in Berlin appellierten die Fachgruppe Obstbau und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die Politik in Deutschland und Europa, ambitionierte Reformideen jetzt konsequent umzusetzen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/hoechste-zeit-fuer-ambitionierte-reformen-im)

](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/hoechste-zeit-fuer-ambitionierte-reformen-im)

[ ![Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2025-12/Pflanzenschutzausbringung_40592454M_123rf.jpg.webp?h=e489e4e1&itok=yCASiprG)

17.12.2025

Pressemitteilung

Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) sieht nach einer ersten Analyse des von der Europäischen Kommission vorgelegten „Food and Feed Safety Simplification Omnibus“ – einem Verordnungsvorschlag zur Entbürokratisierung unter anderem der Pflanzenschutz-Zulassungsverordnung von 2009 – zu wenig Impulse, um die bestehenden Probleme beim Pflanzenschutz grundlegend zu lösen. Aus Sicht des IVA sind Vereinfachungen dringend notwendig, damit innovative Pflanzenschutzmittel – ob biologisch oder chemisch-synthetisch – der Landwirtschaft in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

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Maik Baumbach

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