# Düngemittel-Industrie braucht bezahlbare Energie

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- URL: https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/duengemittel-industrie-braucht-bezahlbare-energie
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- Created: 2022-09-27T09:59:04+00:00
- Updated: 2025-10-24T10:42:27+00:00
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- Topics: Düngemittelindustrie, Landwirtschaft, Versorgungssicherheit
- Teaser text: Zur Lage der energieintensiven Düngemittel-Industrie vor dem Hintergrund der gestern vom Statistischen Bundesamt gemeldeten Absatzeinbrüche im ersten Halbjahr 2022 und den politischen Debatten auf europäischer und nationaler Ebene zur Unterstützung in der aktuellen Energiekrise erklärt der Leiter Pflanzenernährung und Biostimulanzien im Industrieverband Agrar e. V. (IVA), Dr. Sven Hartmann:

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Pressemitteilung

27.09.2022

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Frankfurt/Main

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) Düngemittel-Industrie Braucht Bezahlbare Energie

## Wettbewerbsfähige Energiepreise für Versorgungssicherheit essenziell / Statement des IVA

Zur Lage der energieintensiven Düngemittel-Industrie vor dem Hintergrund der gestern vom Statistischen Bundesamt gemeldeten Absatzeinbrüche im ersten Halbjahr 2022 und den politischen Debatten auf europäischer und nationaler Ebene zur Unterstützung in der aktuellen Energiekrise erklärt der Leiter Pflanzenernährung und Biostimulanzien im Industrieverband Agrar e. V. (IVA), Dr. Sven Hartmann:

„Die deutsche und europäische Düngemittel-Industrie steht angesichts der rekordhohen Energie- und insbesondere Gaspreise vor einer existenzbedrohenden Herausforderung – mit absehbaren negativen Folgen für die gesamte Gesellschaft. Als besonders energieintensive Branche, die Erdgas nicht nur als Energieträger, sondern auch als wichtigen Rohstoff einsetzt, ist sie den Kostensteigerungen und dem Wettbewerbsdruck durch Importe aus energiebegünstigten Regionen besonders stark ausgesetzt. Die jüngsten Zahlen belegen, dass die Nachfrage über alle Nährstoffe hinweg vor allem aufgrund der hohen Preise massiv eingebrochen ist. Das Überleben der Branche kann deshalb kurz- und mittelfristig nur gesichert werden, wenn die Gasversorgung zu global wettbewerbsfähigen Preisen gesichert ist.“

Die Gasumlage für die Industrie dürfe nicht erhoben werden, da sie zu Mehrbelastungen in Millionenhöhe führt. Stattdessen sollte die Gasumlage aus dem Bundeshaushalt finanziert werden. Außerdem müssten neben der EU-Strompreisbremse auch die äußerst hohen und sehr volatilen Gaspreise in Europa gesenkt und gedeckelt werden. Drittens sei es dringend notwendig, die weitere Entlastung und finanzielle Unterstützung der betroffenen Unternehmen sicherzustellen. Das Energiekostendämpfungsprogramm müsse angepasst und das angekündigte „Programm für Energieintensive Unternehmen“ schnell ausgestaltet werden, damit sie schnellstmöglich in Anspruch genommen werden können. „Für die notleidenden Unternehmen ist es bereits 5 vor 12“, so Hartmann.

Die Düngemittel-Industrie stellt lebenswichtige Nährstoffe für den Pflanzenbau und damit letztlich für die Lebensmittelkette bereit. Importe aus dem außereuropäischen Ausland können die Versorgung der heimischen Landwirtschaft nicht dauerhaft sichern. Man dürfe sich hier nicht in neue Abhängigkeiten begeben. Zudem liefere die Düngemittel-Industrie auch Vorprodukte für zahlreiche weitere Wertschöpfungsketten. Ob Versorgung der Getränke-Industrie und anderer Sektoren mit CO2, Harnstoff für AdBlue oder den Kunststoffsektor, Stickstoffverbindungen und Kali-Salze für die pharmazeutische Industrie und vieles mehr – die Düngemittel-Industrie ist essenzieller Baustein der wirtschaftlichen Wertschöpfung.

„Das Überleben der Branche sichert nicht nur zahlreiche hochwertige Arbeitsplätze, insbesondere in strukturschwachen Regionen, sondern sorgt auch für eine zuverlässige Versorgung von branchenübergreifend benötigten Produkten wie Ammoniak, CO2 oder Harnstoff. Auch die begonnene Transformation hin zu einer Treibhausgas-neutralen Produktion ist ein wichtiger Hebel bei der Erreichung der gewünschten Klimaziele. Die dafür notwendigen Investitionen können nur gestemmt werden, wenn die Branche im internationalen Wettbewerb bestehen kann. Dafür braucht es die richtigen Rahmenbedingungen – heute zwingender denn je“, so Hartmann.

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07.07.2022

Pressemitteilung

IVA präsentiert Info-Paket zur EU-Düngeprodukte-Verordnung

„Was passiert mit den Produkten, die nach der Verordnung (EG) Nr. 2003/2003 vor dem 16. Juli 2022 als Düngemittel mit der Bezeichnung "EG-Düngemittel" in Verkehr gebracht wurden?“ Hätten Sie es gewusst? Die Antwort: Die Düngemittel, die schon im Markt sind, dürfen noch abverkauft werden, aber ab dem 16. Juli 2022 darf kein Hersteller mehr „EG-Düngemittel“ auf den Markt bringen. Denn ab diesem Tag ist die EU-Düngeprodukte-Verordnung 2019/1009, die vor drei Jahren in Kraft trat, vollständig anwendbar.

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10.05.2022

Pressemitteilung

Jahrespressekonferenz 2022 / Wagner: „Produktivität und Ökologie - müssen beides intensiv betreiben“

Der russische Angriff auf die Ukraine hat die Agrarmärkte geschockt. Besonders für die Verfügbarkeit und Preisentwicklung der wichtigsten Mineraldünger sind mittelfristige Vorhersagen derzeit kaum möglich. „Zu den Herausforderungen, denen sich die Landwirtschaft stellen muss, hat sich eine fast schon überwunden geglaubte zurückgemeldet: der Kampf gegen den Hunger. Um die Versorgung mit Nahrungsmitteln sicherzustellen und gleichzeitig Klima und Biodiversität zu schützen, braucht es eine grundlegende Transformation der Landwirtschaft: Wollen wir beides, Produktivität und Ökologie, so müssen wir auch beides jetzt intensiv betreiben“, betonte Michael Wagner, Präsident des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), heute bei der Jahrespressekonferenz des Wirtschaftsverbands in Frankfurt.

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25.03.2022

Aktuelles

„IVA im Dialog“: Das neue Gold – Preisexplosion bei Düngemitteln

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) lud heute Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Wissenschaft, Industrie und Medien ein, um über die aktuelle Düngekrise zu diskutieren – wie geht die Landwirtschaft mit der Situation um, was bedeutet das für die Saison 2022 und was können wir aus der aktuellen Situation lernen?

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10.06.2020

Aktuelles

"Farm to Fork"-Strategie der EU: Ein Beitrag der Mineraldünger-Industrie

Die europäische und die deutsche Düngemittel-Industrie sind bestrebt, die Entwicklung und Umsetzung der bevorstehenden "Farm to Fork"-Strategie aktiv mitzugestalten. Diese Strategie wird sich unter anderem mit der Frage befassen, wie Nährstoffverluste in der Umwelt weiter reduziert werden können, ohne die Ernährungssicherheit zu gefährden. Fertilizers Europe und der IVA ermutigen die Entscheidungsträger auf EU-Ebene und insbesondere die deutsche Bundesregierung nachdrücklich, hierbei einen breiteren Ansatz zu verfolgen.

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27.03.2020

Pressemitteilung

"Mineraldünger leisten wichtigen Beitrag zu nachhaltigem Pflanzenbau"

Die heute im Bundesrat verabschiedete Novellierung der Düngeverordnung (DüV) kommentiert Hans-Jürgen Müller, Vorsitzender des Fachbereichs Pflanzenernährung im Industrieverband Agrar e. V. (IVA):

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Dr. Theresa Krato

Fachgebietsleiterin Pflanzenernährung und Biostimulanzien

+49 69 2556-1598

[ krato.iva@vci.de ](mailto:krato.iva@vci.de)
