# Der Düngemittelmarkt zwischen Dünge-VO und Corona

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- Created: 2020-05-11T09:04:45+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Düngemittelindustrie
- Teaser text: In den letzten beiden Jahren sind die Düngerabsätze hauptsächlich aufgrund gesetzlicher Rahmenbedingungen und der Witterung für die Hauptnährstoffe rückläufig. Speziell bei Stickstoff waren rückläufige Absätze von 10 Prozent pro Jahr zu verzeichnen. Im laufenden Düngerjahr scheinen sich die Absätze wieder zu stabilisieren.

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© IVA

Dr. Sven Hartmann ist Leiter der IVA-Fachbereiche Pflanzenernährung und Biostimulanzien.

Aktuelles

11.05.2020

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) Der Düngemittelmarkt Zwischen Dünge-VO und Corona

## Dr. Sven Hartmann zu den Herausforderungen für die Mineraldünger-Industrie

In den letzten beiden Jahren sind die Düngerabsätze hauptsächlich aufgrund gesetzlicher Rahmenbedingungen und der Witterung für die Hauptnährstoffe rückläufig. Speziell bei Stickstoff waren rückläufige Absätze von 10 Prozent pro Jahr zu verzeichnen. Im laufenden Düngerjahr scheinen sich die Absätze wieder zu stabilisieren.

Weiterhin vollzieht sich eine Verschiebung hin zu effizienteren Düngemitteln: Insbesondere Nitrat-basierte und schwefelhaltige Düngemittel konnten profitieren. Demgegenüber hatten aber auch Kalke in den letzten Jahren einen Zuwachs zu verzeichnen.

Wird sich dieser Trend weiter fortsetzen? Was sind die treibenden Faktoren dieser Entwicklung? Diese Fragen sind nicht einfach zu beantworten. Grundsätzlich unterliegen die Absätze mineralischer Düngemittel den elementaren Einflussgrößen wie der Preisentwicklung für Agrargüter, den Ertragserwartungen und dem allgemeinen wirtschaftlichen Umfeld. In den letzten beiden Jahren haben die widrigen Witterungsverhältnisse und die spürbaren Ertragsrückgänge Spuren hinterlassen.

Aber auch die politischen Rahmenbedingungen haben einen direkten Einfluss auf den Nährstoffeinsatz und -absatz in Deutschland. Die Verschärfung der Düngeverordnung bleibt nicht ohne dämpfende Auswirkungen. Ob härtere Vorgaben in den roten Gebieten oder höhere Anrechnung von Stickstoff aus organischen Nährstoffquellen, alles führt dazu, dass der Anteil für Mineraldünger weiter schrumpfen wird.

Bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie befand sich der Düngemittelmarkt in einer Seitwärtsbewegung. Die Preise für Düngemittel hatten sich auf mittlerem Niveau eingependelt; hierfür maßgeblich ist die Preisentwicklung auf den globalen Stickstoffmärkten, angetrieben von Ostasien, Indien und Südamerika.

Um die Produktion aufrechtzuerhalten und die Lieferketten zu schützen, haben die im Industrieverband Agrar organisierten Düngemittel-Hersteller umgehend strikte Vorsichtsmaßnahmen ergriffen – bisher mit Erfolg. Bis jetzt sind weder Produktionsausfälle zu verzeichnen noch Lieferengpässe erkennbar, die Versorgung der Landwirtschaft und des Handels funktioniert ohne gravierende Einschränkungen.

Wir sind überzeugt, dass Mineraldünger aufgrund ihrer hervorragenden Eigenschaften als effizienteste Nährstoffquelle weiterhin eine essenzielle Bedeutung in der Pflanzenernährung haben. Zukünftig wird ein effizienterer Einsatz von Nährstoffen, gleichbedeutend mit möglichst geringen Auswirkungen auf die Umwelt, immer wichtiger. Hier kommen die Vorteile moderner Mineraldünger besonders zum Tragen: Mit innovativen Lösungen wie Inhibitoren, Biostimulanzien oder Precision Farming bieten wir als Partner der Landwirtschaft bereits heute intelligente Ansätze, um die Bestände exakt und bedarfsgerecht zu versorgen und ungewollte Verluste in die Umwelt zu vermeiden.

Die Hersteller von Mineraldüngern und Biostimulanzien arbeiten mit Nachdruck daran, auch zukünftig wirksame und qualitativ hochwertige Lösungen zu angemessenen Preisen bereitzustellen. Nur gemeinsam können wir die Herausforderungen für einen nachhaltigen Pflanzenbau in Deutschland und darüber hinaus meistern.

Quelle: DLG-Mitglieder-Newsletter vom 1. Mai 2020

## Weitere Beiträge

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29.07.2019

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Symposium Biostimulanzien

Was genau sind Biostimulanzien? Wie sind Biostimulanzien in der neuen EU-Verordnung definiert und abgegrenzt? Welche Qualitätskriterien werden gefordert und wie werden sie in der Praxis eingesetzt? Diese Fragen soll ein Symposium des IVA-Fachbereichs Biostimulanzien beantworten und gleichzeitig Raum für Fragen, interessante Diskussionen und neue Kontaktmöglichkeiten bieten.

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18.03.2026

Pressemitteilung

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Trotz der Kriegshandlungen im Nahen Osten mit ihren globalen Auswirkungen bestehen in der aktuellen Düngesaison noch keine Probleme bei der Versorgung der deutschen Landwirtschaft mit Mineraldüngern – so die Einschätzung des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), der die Interessen der deutschen Produzenten von Mineraldüngern vertritt. Bislang sind erste Auswirkungen auf die Preisentwicklung zwar spürbar, aber von Preisspitzen wie nach Russlands Überfall auf die Ukraine vor vier Jahren ist der Markt noch weit entfernt.

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19.02.2026

Aktuelles

Neue Broschüre: Informationen zur Düngung – Für Fachschulen, Handel und Genossenschaften

Eine aktualisierte Version auf Grundlage einer Broschüre des Landesarbeitskreises Düngung (LAD) Bayern, unter Mitarbeit der Mitglieder des Bundesarbeitskreises Düngung (BAD), gibt ein ganzheitliches Bild über die Anforderungen und die praktische Gestaltung der modernen Pflanzenernährung, bei der auch die rechtlichen Rahmenbedingungen beleuchtet werden.

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05.05.2025

Pressemitteilung

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Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) blickte heute bei seiner Jahrespressekonferenz auf ein durchwachsenes Jahr 2024 zurück, das geprägt war von schrumpfenden Umsätzen im Pflanzenschutzmittel-Sektor (minus 9,1 Prozent) und stagnierenden Absätzen der Düngemittel-Produzenten. Umso mehr richten sich die Erwartungen des Wirtschaftsverbands der agrarchemischen Industrie jetzt an die neue Bundesregierung, denn im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD sind richtungsweisende Aussagen und Vorhaben im Agrarbereich benannt.

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16.01.2025

Pressemitteilung

IVA: "Es ist 5 vor 12 - Landwirtschaft gehen die Pflanzenschutzmittel aus!"

Für eine zukunftsfähige Landwirtschaft in Deutschland braucht es ein innovationsfreundlicheres Zulassungssystem für Pflanzenschutzmittel, wettbewerbsfähige Energiepreise für die einheimische Düngemittelproduktion sowie einen wirksamen Schutz vor Düngemitteln zu Dumpingpreisen aus Russland. Einen entsprechenden Appell an die kommende Bundesregierung stellte der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) bei einem Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2025 in Berlin vor.

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