# Dänisches Reduktionsprogramm Pflanzenschutz kein Vorbild für Europa

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- URL: https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/daenisches-reduktionsprogramm-pflanzenschutz-kein
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- Created: 2008-11-02T23:00:00+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Pflanzenschutz, Regulierung
- Teaser text: Reduktionsprogramme für den chemischen Pflanzenschutz mit starren Zielvorgaben sind offenbar zum Scheitern verurteilt. Dänemark hat 1987 ein solches Programm aufgelegt. Die verwendete Menge an Pflanzenschutzmitteln bzw. die Zahl der Anwendungen sollten danach halbiert werden. Das ambitionierte Ziel wurde verfehlt. Das hat jetzt eine Studie im Auftrag des Umweltministeriums in Kopenhagen ergeben. Für das Jahr 2007 war ein so genannter Behandlungsindex von 1,7 angestrebt worden. Der tatsächliche Wert lag bei 2,4. Zudem ist seit dem Jahr 2000 die Behandlungshäufigkeit wieder kontinuierlich gestiegen.

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Pressemitteilung

03.11.2008

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) Dänisches Reduktionsprogramm Pflanzenschutz Kein Vorbild Für Europa

Reduktionsprogramme für den chemischen Pflanzenschutz mit starren Zielvorgaben sind offenbar zum Scheitern verurteilt. Dänemark hat 1987 ein solches Programm aufgelegt. Die verwendete Menge an Pflanzenschutzmitteln bzw. die Zahl der Anwendungen sollten danach halbiert werden. Das ambitionierte Ziel wurde verfehlt. Das hat jetzt eine Studie im Auftrag des Umweltministeriums in Kopenhagen ergeben. Für das Jahr 2007 war ein so genannter Behandlungsindex von 1,7 angestrebt worden. Der tatsächliche Wert lag bei 2,4. Zudem ist seit dem Jahr 2000 die Behandlungshäufigkeit wieder kontinuierlich gestiegen.

Bei Politikern und Umweltorganisationen ist der Ruf nach festen Zielvorgaben für einen reduzierten Pflanzenschutz trotzdem nicht verstummt. „Der dänische Aktionsplan gilt vielen immer noch als Vorbild für eine europäische Regelung. Deshalb lohnt es sich, die Hintergründe des Scheiterns zu betrachten“, meint Volker Koch-Achelpöhler, Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA).

Was die dänische Studie als Ursachen dafür anführt, kommt für Experten nicht überraschend: Der optimale Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, so heißt es darin, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Ob Pilzkrankheiten oder tierische Schädlinge auftreten, wird zum Beispiel stark von der jeweiligen Witterung bestimmt.

„Die dänische Studie bestätigt unsere Überzeugung, dass quantitative Reduktionsziele der falsche Ansatz sind. Das gilt auch dann, wenn Reduktionsprogramme auf bestimmte Gruppen von Pflanzenschutzmitteln eingegrenzt werden“, erklärt Koch-Achelpöhler. „Besser ist es, eventuelle Risiken eindeutig zu identifizieren und dann gezielt für Abhilfe zu sorgen.“

Starre Reduktionsziele würden zudem Europas Landwirte bei ihrer Aufgabe, ausreichend hochwertige Lebensmittel zu erzeugen, erheblich behindern. „Auch dafür liefert Dänemark den Beweis“, sagt der Verbandschef. Das Land hat neben dem Pflanzenschutzmitteleinsatz auch die Düngung rigoros reglementiert. Als Ergebnis stagnieren die Weizenerträge seit über 20 Jahren. Die Dänen ernten derzeit fast 20 Prozent weniger Weizen vom Hektar als die Schleswig-Holsteiner unter vergleichbaren Bedingungen.

Trotzdem deutet nichts darauf hin, dass die Natur in Schleswig-Holstein durch die höhere Intensität geschädigt würde. Weder ist das Wasser stärker belastet als in Dänemark noch ist die Artenvielfalt geringer als dort. „Stattdessen leidet das Landschaftsbild in Dänemark. Den Bauern fehlt das Geld, Haus und Hof in Ordnung zu halten“, so Koch-Achelpöhler. „Reduktionsprogramme hätten steigende Lebensmittelpreise und weniger Versorgungssicherheit zur Folge. Angesichts der verdüsterten Wirtschaftslage sollte man den Verbrauchern das Risiko ersparen, eine weitere Last zu schultern.“

## Pressemitteilungen

[ !["Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Podiumsdiskussion%20Praxis%20trifft%20Politik%20am%20Pfalzmarkt_19022026_Quelle%20IVA.jpeg.webp?h=71e18210&itok=4O72YHGi)

19.02.2026

Pressemitteilung

"Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit

Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) heute in Mutterstadt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Handel und Vermarktung über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Auswirkungen aktueller regulatorischer Weichenstellungen auf die Ernährungssicherheit. Unter dem Titel „Zukunft der Landwirtschaft – Ernährungssicherheit in Zeiten politischer Weichenstellungen“ kamen Agrarpolitikerinnen und -politiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit Praktikern aus Landwirtschaft, Handel und Vermarktung zusammen.

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[ ![IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Phtytophthora%20infestans_272252666_AdobeStock.jpeg.webp?h=0d27ee61&itok=plCyzguV)

05.02.2026

Pressemitteilung

IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"

Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

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](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-bei-fakten-besser-genauer-hinschauen)

[ !["Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-01/PK%20150126_Berlin.jpg.webp?h=71976bb4&itok=52rISgNu)

15.01.2026

Pressemitteilung

"Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"

Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein übertrieben bürokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang der Landwirtschaft zu innovativen Pflanzenschutzmitteln – ein Problem insbesondere für den heimischen Obstbau, den die Politik eigentlich stärken wollte. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2026 in Berlin appellierten die Fachgruppe Obstbau und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die Politik in Deutschland und Europa, ambitionierte Reformideen jetzt konsequent umzusetzen.

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[ ![Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2025-12/Pflanzenschutzausbringung_40592454M_123rf.jpg.webp?h=e489e4e1&itok=yCASiprG)

17.12.2025

Pressemitteilung

Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) sieht nach einer ersten Analyse des von der Europäischen Kommission vorgelegten „Food and Feed Safety Simplification Omnibus“ – einem Verordnungsvorschlag zur Entbürokratisierung unter anderem der Pflanzenschutz-Zulassungsverordnung von 2009 – zu wenig Impulse, um die bestehenden Probleme beim Pflanzenschutz grundlegend zu lösen. Aus Sicht des IVA sind Vereinfachungen dringend notwendig, damit innovative Pflanzenschutzmittel – ob biologisch oder chemisch-synthetisch – der Landwirtschaft in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

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[ ![IVA: Schilf-Glasflügelzikade ist ernste Bedrohung für unsere Versorgungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-10/Pentastiridius_leporinus.jpg.webp?h=7808d218&itok=HYO5Ju25)

16.12.2025

Pressemitteilung

IVA: Schilf-Glasflügelzikade ist ernste Bedrohung für unsere Versorgungssicherheit

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) hat heute beim Runden Tisch zur Schilf-Glasflügelzikade im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) die wachsende Bedrohung für zentrale Kulturen wie Kartoffeln und Zuckerrüben unterstrichen. Das Schadinsekt gefährdet landwirtschaftliche Ernten und damit die heimische Versorgungssicherheit sowie die Wertschöpfung in den ländlichen Räumen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/iva-schilf-glasfluegelzikade-ist-ernste-bedrohung-fuer)

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[ ![Ernährungssicherung: Heimischer Anbau immer mehr unter Druck](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2025-09/Apfelernte_47770736L_istock.jpg.webp?h=17850c86&itok=3lkOkWhn)

08.09.2025

Pressemitteilung

Ernährungssicherung: Heimischer Anbau immer mehr unter Druck

Deutschlands Fähigkeit, sich mit ausreichend Nahrungsmitteln aus heimischem Anbau zu versorgen, gerät immer weiter unter Druck. Während der fortschreitende Klimawandel immer häufiger schlechte Erntejahre erwarten lässt, sinkt die Selbstversorgungsfähigkeit aber auch durch den Verlust wirksamer Pflanzenschutzmittel, mit denen Landwirte ihre Ernte vor Unkraut und Schaderregern schützen. Selbst bei Weizen, der am häufigsten hierzulande angebauten Ackerkultur, droht Deutschland unter Umständen zum Nettoimporteur zu werden. Die ohnehin schon ausgeprägte Importabhängigkeit bei Obst und Gemüse dürfte sich noch verstärken.

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[ ![Neue Auflage: IVA-Lernprogramm Sachkundenachweis ](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2025-08/Fettfleckenkrankheit_Bohne_2092869160_shutterstock.jpg.webp?h=055596cc&itok=fcCgW0q9)

04.08.2025

Aktuelles

Neue Auflage: IVA-Lernprogramm Sachkundenachweis

In seiner inzwischen 13. Auflage hat der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) sein „Lernprogramm Sachkundenachweis“ aktualisiert und jetzt neu veröffentlicht. Das Lernprogramm dient zum Nachweis der erforderlichen Kenntnisse für die Abgabe von Pflanzenschutzmitteln im Einzel- und Versandhandel.

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[ !["Zulassungsverfahren jetzt modernisieren!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2025-07/Weizen_2563245_Veer.jpg.webp?h=58d3a06f&itok=XX1YsZNB)

22.07.2025

Pressemitteilung

"Zulassungsverfahren jetzt modernisieren!"

Der Industrieverband Agar e. V. (IVA) begrüßt die Entscheidung des Bundesministers für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat, Alois Rainer, eine Projektgruppe zur „Neuausrichtung der Pflanzenschutzmittelzulassung“ einzusetzen.

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Martin May

Geschäftsführer, Leiter Kommunikation und Politik, Pressesprecher

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