# Bienenschutz und Pflanzenschutz: Kein Gegensatz

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- URL: https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/bienenschutz-und-pflanzenschutz-kein-gegensatz
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- Created: 2008-07-16T22:00:00+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Pflanzenschutzindustrie
- Teaser text: „Die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln in Deutschland gilt als eine der strengsten der Welt. In Deutschland zugelassene Pflanzenschutzmittel sind sicher“, betont Volker Koch-Achelpöhler, Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA). „Wer die unglückliche Verkettung von Umständen, die zu Bienenschäden in Südwestdeutschland geführt haben, zum Anlass nimmt, bestimmte Insektizidwirkstoffe verbieten zu wollen, argumentiert an den Fakten vorbei“, so Koch-Achelpöhler.

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Pressemitteilung

17.07.2008

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) Bienenschutz und Pflanzenschutz: Kein Gegensatz

„Die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln in Deutschland gilt als eine der strengsten der Welt. In Deutschland zugelassene Pflanzenschutzmittel sind sicher“, betont Volker Koch-Achelpöhler, Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA). „Wer die unglückliche Verkettung von Umständen, die zu Bienenschäden in Südwestdeutschland geführt haben, zum Anlass nimmt, bestimmte Insektizidwirkstoffe verbieten zu wollen, argumentiert an den Fakten vorbei“, so Koch-Achelpöhler.

Die Hersteller von Pflanzenschutzmitteln bedauern die Schäden, die den Imkern entstanden sind und nehmen deren Besorgnis sehr ernst. Sie wollen daher gemeinsam mit den Behörden, den Imkern und anderen Beteiligten darauf hinwirken, dass sich solche Unfälle in Zukunft nicht wiederholen.

Die Ursachen der in Südwestdeutschland beobachteten Bienenschäden gelten als aufgeklärt: Die fehlerhafte Beizung mit Clothianidin-haltigen Produkten und die Nutzung einer bestimmten Sätechnik wurden von den zuständigen Behörden als wesentliche Faktoren identifiziert. Das bestätigt ein Expertengremium vom 15. Juli 2008, an dem auf Initiative des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) auch Vertreter der wichtigsten Imkerorganisationen teilnahmen. Die Ergebnisse sind öffentlich zugänglich \*.

Im deutschen Zulassungsverfahren werden die Auswirkungen eines Pflanzenschutzmittels auf Bienen umfassend geprüft und bewertet. Bei sachgerechter Anwendung gehen deshalb von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln keine Gefährdungen für die Honigbiene aus. Das gilt auch für die von den Nichtregierungsorganisationen PAN Germany und BUND sowie dem Deutschen Berufs und Erwerbs Imkerbund (DBIB) aufs Korn genommenen Wirkstoffe, die in Saatgutbeizen unter anderem auf Raps und Mais eingesetzt werden. Die Ursachen von Bienenschäden, darüber sind sich Wissenschaftler aus aller Welt einig, sind vielfältig: Klimawandel, Parasiten, wie die Varroamilbe, und Unterernährung zählen dazu. Dass es vielfältige Gründe für Bienenverluste gibt, belegen auch Ergebnisse aus Bienenmonitoring-Programmen in Deutschland, Frankreich, Italien und Belgien.

Die Umweltorganisationen PAN und BUND verwenden nun diesen unfallähnlichen Einzelfall als Argument für ein generelles Verbot der betroffenen Wirkstoffe. Vor dem Hintergrund des laufenden europäischen Gesetzgebungsverfahrens zur Novellierung der europäischen Pflanzenschutz-Richtlinie liegt die Vermutung nahe, dass hier politischer Druck ausgeübt werden soll, um die Novelle noch weiter zu verschärfen. Damit wäre das Aus für zahlreiche Wirkstoffe vorprogrammiert. Viele Schädlinge könnten nicht mehr bekämpft werden, und gegen die wenigen verbleibenden Wirkstoffe würden die Insekten schnell resistent. Die Erträge würden sinken, die Preise für Agrarprodukte steigen.

„Wir können nun einmal nicht daran vorbei: Die weltweite Nachfragesituation hat sich drastisch verändert, die Weltbevölkerung wächst weiter. Das stellt Landwirtschaft und Agrarpolitik vor gewaltige Herausforderungen. Mehr Ertrag auf gleich bleibender Fläche kann nur eine moderne, ertragsorientierte Landwirtschaft erzielen“, unterstreicht Volker Koch-Achelpöhler.

*Pressemeldung des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) vom 16.07.08

## Pressemitteilungen

[ ![IVA sieht Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft zunehmend gefährdet](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-05/IVA_Jahresbericht_2023_24_Titel.jpg.webp?h=00afd729&itok=GWrNo17L)

14.05.2024

Pressemitteilung

IVA sieht Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft zunehmend gefährdet

Die Mitgliedsunternehmen des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) blicken auf ein schwieriges Jahr mit sinkenden Umsatz- und Absatzzahlen zurück – und angesichts wachsenden regulatorischen Drucks mit Sorge in die Zukunft.&amp;nbsp;Dies geht aus dem neuen Jahresbericht des Verbands hervor, den er heute anlässlich seiner Mitgliederversammlung in Berlin veröffentlichte.

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[ !["Zukunftsprogramm" wird seinem Namen nicht gerecht](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-05/Sommergerste_6183_hk.JPG.webp?h=94b28deb&itok=isqkDqs-)

03.05.2024

Pressemitteilung

"Zukunftsprogramm" wird seinem Namen nicht gerecht

Unwissenschaftlich, unausgegoren und untauglich – mit klaren Worten kommentierte heute der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) die „Diskussionsgrundlage für die Erarbeitung eines Zukunftsprogramms Pflanzenschutz“, mit der das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zahlreiche Interessenvertretungen der Branche zur Stellungnahme aufgefordert hatte. Der IVA vertritt die Interessen von Herstellern und Zulassungsinhabern von modernen chemischen und biologischen Pflanzenschutzmitteln in Deutschland.

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[ ![IVA: Verbales Gift schadet Debatte um Zukunft der Landwirtschaft](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2023-06/Erdbeeren_in_Portion_305174_adpic.jpg.webp?h=4ca9cb25&itok=Lo2HnUmo)

09.06.2023

Pressemitteilung

IVA: Verbales Gift schadet Debatte um Zukunft der Landwirtschaft

Mit der giftigen Rhetorik seiner seit Wochenanfang laufenden Kampagne #BesserOhneGift führt sich der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschlands (BUND) selbst ad absurdum, indem er zu einer verbalen Vergiftung der Debatte um die Zukunft der Landwirtschaft beiträgt. Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) bedauert, dass der BUND in alte Muster zurückfällt. Beteiligte aus Landwirtschaft, Umweltschutz und Industrie waren in ihrem Dialog schon viel weiter, etwa in der gemeinsamen Arbeit der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL). Aus Sicht des IVA, der die Interessen der deutschen Pflanzenschutzindustrie vertritt, sollte über die Landwirtschaft von morgen nicht mit Kampagnen von vorgestern gestritten werden.

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[ ![Michael Wagner als IVA-Präsident bestätigt](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2023-05/Michael%20Wagner.jpg.webp?h=6f8e2d4a&itok=RdAl-2Ef)

09.05.2023

Pressemitteilung

Michael Wagner als IVA-Präsident bestätigt

Michael Wagner wird den Industrieverband Agrar e. V. (IVA) für zwei weitere Jahre als Präsident führen. Die Mitgliederversammlung des Wirtschaftsverbands bestätigte ihn heute in Berlin bei den Wahlen zum Präsidium. Wagner hat das Amt seit Jahresbeginn 2022 inne.

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