# Bei vielen Nahrungsmitteln ist Deutschland von Importen abhängig

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- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Landwirtschaft, Verband
- Teaser text: Nur bei Weizen und Gerste sowie bei Kartoffeln und Zuckerrüben ist Deutschland aktuell Selbstversorger: Von diesen landwirtschaftlichen Nutzpflanzen produzieren die heimischen Landwirte in normalen Jahren mehr, als im Inland verbraucht wird. Bei Ölsaaten wie Raps, vor allem aber bei den meisten Obst- und Gemüsesorten, ist Deutschland schon heute zum großen Teil auf Importe angewiesen, selbst mehr als jeder zweite Apfel stammt bereits aus dem Ausland.

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Bei Kartoffeln ist Deutschland aktuell Selbstversorger.

Pressemitteilung

05.05.2020

-

Frankfurt/Main

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) Bei Vielen Nahrungsmitteln Ist Deutschland von Importen Abhängig

## Hoher Selbstversorgungsgrad nur bei Weizen, Kartoffeln, Zucker

Nur bei Weizen und Gerste sowie bei Kartoffeln und Zuckerrüben ist Deutschland aktuell Selbstversorger: Von diesen landwirtschaftlichen Nutzpflanzen produzieren die heimischen Landwirte in normalen Jahren mehr, als im Inland verbraucht wird. Bei Ölsaaten wie Raps, vor allem aber bei den meisten Obst- und Gemüsesorten, ist Deutschland schon heute zum großen Teil auf Importe angewiesen, selbst mehr als jeder zweite Apfel stammt bereits aus dem Ausland. Diese Importabhängigkeit steigt an, wenn in besonders schlechten Jahren die Erträge sinken oder durch die politisch gewollte Ausweitung des ökologischen Anbaus die inländische Erntemenge insgesamt zurückgeht.

Entsprechende Berechnungen zum Selbstversorgungsgrad (SVG) bei Acker- und Sonderkulturen hat der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) heute im Rahmen seiner Jahrespressekonferenz in Frankfurt präsentiert. Dabei verglich der Wirtschaftsverband die Durchschnittserträge der vergangenen drei Wirtschaftsjahre in einer Szenario-Rechnung mit den Niveaus der historisch schlechtesten Ernten seit 1990. In einer zweiten Szenario-Rechnung wurde ermittelt, welchen Einfluss eine Ausweitung des Ökolandbaus auf 40 Prozent der Anbaufläche auf die Selbstversorgungsfähigkeit hätte.

Der aktuelle Selbstversorgungsgrad bei Weizen, so die IVA-Berechnungen, sinkt in einem maximal schlechten Erntejahr von 115 auf 98 Prozent, bei Gerste von 112 auf 98 Prozent – bei diesen wichtigen Getreidearten ist also selbst bei (potenziell stark) verminderter Ernte nahezu eine Vollversorgung aus Deutschland noch möglich. Bei beliebten Gemüsesorten, von denen gegenwärtig zumindest noch ein nennenswerter Anteil im Inland produziert wird, wie Möhren (SVG: 70 Prozent) oder Zwiebeln (SVG: 63 Prozent), stiege in schlechten Jahren der Importanteil auf rund die Hälfte. Lediglich bei Kartoffeln (Rückgang des SVG von 149 auf 115 Prozent) und bei Zuckerrüben (Rückgang des SVG von 140 auf 120 Prozent) produzieren deutsche Landwirte auch in sehr schlechten Erntejahren immer noch deutlich mehr, als die Verbraucher im Inland konsumieren.

„Bei uns schärft die Corona-Krise den Blick dafür, wie verletzbar eine Ernährungspolitik wäre, die sich allein auf die Versorgung durch den Weltmarkt verlässt. Das heißt: Wir sind, um unvorhergesehene Risiken abzufedern, angewiesen auf eine solide Grundversorgung durch eine leistungsfähige Landwirtschaft im eigenen Land. Diese benötigt Logistik, den Agrarhandel vor Ort und den verlässlichen Zugang zu einer möglichst breiten und effektiven Palette von Saatgut, Dünger und Pflanzenschutzmitteln“, kommentierte IVA-Präsident Dr. Manfred Hudetz. „Von einem regen internationalen Handel mit Agrargütern profitieren alle, und für Deutschland ist es auch nicht erstrebenswert, bei allen landwirtschaftlichen Produkten autark sein zu wollen. Aber auch wir haben eine Verpflichtung, mit unserer heimischen landwirtschaftlichen Produktion einen Beitrag zum Angebot zu leisten“, so Hudetz.

In einer weiteren Szenario-Rechnung wurde ermittelt, wie sich die Ausweitung des ökologischen Landbaus auf 40 Prozent der Anbaufläche auf die Selbstversorgungsfähigkeit auswirken würde (dieser Zielwert wird in einem aktuellen Gesetzentwurf in Baden-Württemberg diskutiert). Bekannt ist, dass sich bei den großen Ackerkulturen die Flächenerträge von konventioneller und ökologischer Anbauweise erheblich unterscheiden, in der Regel produzieren Bio-Landwirte auf gleicher Fläche etwa nur die halbe Menge Weizen oder Kartoffeln wie ihre konventionell wirtschaftenden Berufskollegen. Weniger groß dagegen sind die Ertragsunterschiede bei vielen Gemüsekulturen. Möhren haben im Bio-Anbau gut 80 Prozent des Ertrags im Vergleich zu konventioneller Wirtschaftsweise, und bei Zwiebeln werden immerhin zwei Drittel des konventionellen Ertrags erreicht, wie die den IVA-Berechnungen zugrundeliegenden Daten des Infoportals [www.oekolandbau.de](http://www.oekolandbau.de/) zeigen.

Und so ergibt sich auch bei den Auswirkungen der Öko-Ausweitung auf die Selbstversorgungsfähigkeit kein einheitliches Bild. Klar ist: Mit den wichtigsten Getreidekulturen könnte sich Deutschland bei einem Bio-Anteil von 40 Prozent nicht mehr selbst versorgen. Der SVG von Weizen fiele auf nur noch 93 Prozent, der von Gerste auf 94 Prozent. Bei Kartoffeln wären die Ertragsrückgänge zwar auch erheblich, aber mit einem SVG von 123 Prozent deckt die Produktion den inländischen Konsum weiter ausreichend ab. Bei den meisten Gemüsekulturen wären die Auswirkungen auf den SVG dagegen weniger erheblich, zum einen, da hier die Ertragsunterschiede öko gegenüber konventionell weniger groß und die Bio-Anbauflächen schon erheblich sind, zum anderen, da diese landwirtschaftlichen Produkte schon heute zu einem großen Teil aus Importen stammen.

Kommt es schließlich nach einer Ausweitung des Bio-Anteils auf 40 Prozent zusätzlich zu Ernteausfällen wie in den schlechtesten Jahren seit 1990, so wäre nach den IVA-Berechnungen Deutschland absehbar bei keiner wichtigen Anbaukultur mehr Selbstversorger. Viele Lebensmittel müssten in erheblichem Umfang aus dem Ausland zugekauft werden.

„Entscheidungen von Politik und Behörden haben maßgeblichen Einfluss auf die Landwirtschaft der Zukunft und auf die im eigenen Land produzierten Nahrungsmittel. Wenn etwa bei Kartoffeln, die wir heute noch in großer Menge produzieren, in Zukunft Insektizide zur Bekämpfung von Blattläusen fehlen, wird der Kartoffelanbau für viele Betriebe unattraktiv. Wir sollten verhindern, dass wir selbst Produkte, bei denen unsere heimischen Landwirte führend sind, in Zukunft in größeren Mengen importieren müssen“, so Hudetz.

Details der Berechnungen stehen in einem ausführlichen [&gt;&gt; Hintergrundpapier](https://www.iva.de/sites/default/files/pdfs/hintergrund_selbstversorgungsgrad_jpk_050520.pdf) zur Verfügung.

## Pressemitteilungen

[ ![Kein Versorgungsengpass bei Mineraldüngern – noch](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-03/Minerald%C3%BCnger_S%C3%A4cke_324263377_AdobeStock.jpeg.webp?h=790be497&itok=2BHQM-yI)

18.03.2026

Pressemitteilung

Kein Versorgungsengpass bei Mineraldüngern – noch

Trotz der Kriegshandlungen im Nahen Osten mit ihren globalen Auswirkungen bestehen in der aktuellen Düngesaison noch keine Probleme bei der Versorgung der deutschen Landwirtschaft mit Mineraldüngern – so die Einschätzung des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), der die Interessen der deutschen Produzenten von Mineraldüngern vertritt. Bislang sind erste Auswirkungen auf die Preisentwicklung zwar spürbar, aber von Preisspitzen wie nach Russlands Überfall auf die Ukraine vor vier Jahren ist der Markt noch weit entfernt.

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[ !["Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Podiumsdiskussion%20Praxis%20trifft%20Politik%20am%20Pfalzmarkt_19022026_Quelle%20IVA.jpeg.webp?h=71e18210&itok=4O72YHGi)

19.02.2026

Pressemitteilung

"Praxis trifft Politik": Fehlende Pflanzenschutz-Optionen gefährden heimische Erzeugung und Ernährungssicherheit

Für die Ernährungssicherheit braucht die Landwirtschaft schneller innovative Pflanzenschutzmittel, mit denen die Anbauer ihre Kulturen wirksam schützen können. Dazu muss das Zulassungssystem in Deutschland effizienter werden – das war der Tenor einer gemeinsamen Veranstaltung der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, der Raiffeisen Agrarhandel Pfalz GmbH und des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) heute in Mutterstadt. Dabei diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Handel und Vermarktung über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Auswirkungen aktueller regulatorischer Weichenstellungen auf die Ernährungssicherheit. Unter dem Titel „Zukunft der Landwirtschaft – Ernährungssicherheit in Zeiten politischer Weichenstellungen“ kamen Agrarpolitikerinnen und -politiker von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit Praktikern aus Landwirtschaft, Handel und Vermarktung zusammen.

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[ ![Neue Broschüre: Informationen zur Düngung – Für Fachschulen, Handel und Genossenschaften](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Titel_LAD-Brosch%C3%BCre_2026.jpg.webp?h=00afd729&itok=A1i9VH6a)

19.02.2026

Aktuelles

Neue Broschüre: Informationen zur Düngung – Für Fachschulen, Handel und Genossenschaften

Eine aktualisierte Version auf Grundlage einer Broschüre des Landesarbeitskreises Düngung (LAD) Bayern, unter Mitarbeit der Mitglieder des Bundesarbeitskreises Düngung (BAD), gibt ein ganzheitliches Bild über die Anforderungen und die praktische Gestaltung der modernen Pflanzenernährung, bei der auch die rechtlichen Rahmenbedingungen beleuchtet werden.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/neue-broschuere-informationen-zur-duengung-fuer)

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[ ![IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/Phtytophthora%20infestans_272252666_AdobeStock.jpeg.webp?h=0d27ee61&itok=plCyzguV)

05.02.2026

Pressemitteilung

IVA: "Bei Fakten besser genauer hinschauen!"

Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) veröffentlichten sogenannten „Faktencheck“ zum Thema zunehmend wegfallender Pflanzenschutz-Lösungen in der Landwirtschaft ordnet der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) ein:

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[ !["Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-01/PK%20150126_Berlin.jpg.webp?h=71976bb4&itok=52rISgNu)

15.01.2026

Pressemitteilung

"Höchste Zeit für ambitionierte Reformen im Pflanzenschutz!"

Eine strangulierende EU-Regulierung bei der Genehmigung neuer Wirkstoffe und ein übertrieben bürokratisches Zulassungssystem in Deutschland hemmen den Zugang der Landwirtschaft zu innovativen Pflanzenschutzmitteln – ein Problem insbesondere für den heimischen Obstbau, den die Politik eigentlich stärken wollte. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch zum Auftakt der Grünen Woche 2026 in Berlin appellierten die Fachgruppe Obstbau und der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die Politik in Deutschland und Europa, ambitionierte Reformideen jetzt konsequent umzusetzen.

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[ ![Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2025-12/Pflanzenschutzausbringung_40592454M_123rf.jpg.webp?h=e489e4e1&itok=yCASiprG)

17.12.2025

Pressemitteilung

Gemmer: „EU-Omnibus taugt nicht für die Langstrecke“

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) sieht nach einer ersten Analyse des von der Europäischen Kommission vorgelegten „Food and Feed Safety Simplification Omnibus“ – einem Verordnungsvorschlag zur Entbürokratisierung unter anderem der Pflanzenschutz-Zulassungsverordnung von 2009 – zu wenig Impulse, um die bestehenden Probleme beim Pflanzenschutz grundlegend zu lösen. Aus Sicht des IVA sind Vereinfachungen dringend notwendig, damit innovative Pflanzenschutzmittel – ob biologisch oder chemisch-synthetisch – der Landwirtschaft in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/gemmer-eu-omnibus-taugt-nicht-fuer-die-langstrecke)

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[ ![IVA: Schilf-Glasflügelzikade ist ernste Bedrohung für unsere Versorgungssicherheit](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-10/Pentastiridius_leporinus.jpg.webp?h=7808d218&itok=HYO5Ju25)

16.12.2025

Pressemitteilung

IVA: Schilf-Glasflügelzikade ist ernste Bedrohung für unsere Versorgungssicherheit

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) hat heute beim Runden Tisch zur Schilf-Glasflügelzikade im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) die wachsende Bedrohung für zentrale Kulturen wie Kartoffeln und Zuckerrüben unterstrichen. Das Schadinsekt gefährdet landwirtschaftliche Ernten und damit die heimische Versorgungssicherheit sowie die Wertschöpfung in den ländlichen Räumen.

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[ ![„Wichtiges Signal für Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2025-12/Pflanzenz%C3%BCchtung_NGT_DNA_1700859291_AdobeStock.jpeg.webp?h=53b52008&itok=DDC7t9uw)

04.12.2025

Pressemitteilung

„Wichtiges Signal für Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft“

Der Industrieverband Agar e. V. (IVA) begrüßt die Einigung in Brüssel zwischen Rat, Kommission und Parlament zur Modernisierung der Regeln für Pflanzen aus Neuen Züchtungsmethoden (NGT) als ausgewogenen Kompromiss:

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Martin May

Geschäftsführer, Leiter Kommunikation und Politik, Pressesprecher

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