# "Angstkampagne nähert sich unterstem Niveau"

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- URL: https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen/angstkampagne-naehert-sich-unterstem-niveau
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- Created: 2016-02-25T11:37:39+00:00
- Updated: 2025-10-23T07:51:11+00:00
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- Topics: Gesundheit / Verbraucherschutz, Lebensmittel / Ernährung, Regulierung
- Teaser text: Mit ihrer heutigen Veröffentlichung über angebliche Funde von Glyphosat in deutschen Bieren haben sich die Aktivisten des „Umweltinstituts München“ nach Auffassung des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) ein Eigentor geschossen.

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© Fotolia

Verbraucher sollten sich nicht durch Panikmache von Aktivisten den Genuss deutscher Biere verderben lassen.

Pressemitteilung

25.02.2016

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Frankfurt/Main

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ News &amp; Presse ](https://www.iva.de/news-presse) [ Aktuelles und Pressemitteilungen ](https://www.iva.de/news-presse/aktuelles-und-pressemitteilungen) "Angstkampagne Nähert Sich Unterstem Niveau"

## Industrieverband Agrar kritisiert Panikmache des „Umweltinstituts München“ zu Glyphosat-Funden / „Wer trinkt 1000 Liter Bier am Tag?“

Mit ihrer heutigen Veröffentlichung über angebliche Funde von Glyphosat in deutschen Bieren haben sich die Aktivisten des „Umweltinstituts München“ nach Auffassung des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) ein Eigentor geschossen. In dem Bestreben, immer neue Horrormeldungen zu produzieren, haben sie sich das falsche Genussmittel ausgesucht -- denn am Beispiel von Bier lässt sich die Panikmache plausibel und anschaulich widerlegen.

Nach Angaben des „Umweltinstituts“ haben Analysen Glyphosatspuren von 0,5 bis zu 30 Mikrogramm pro Liter Bier ergeben. Da die meisten Menschen mit diesen Werten nichts anfangen können, setzen die Aktivisten die Funde in Relation zum gesetzlichen Grenzwert für Trinkwasser. Aber natürlich ist Bier kein Trinkwasser, sondern ein alkoholhaltiges Genussmittel.

Wovor also warnt das „Umweltinstitut“? Nach Berechnungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) müsste selbst von der Biersorte mit den höchsten gemessenen Glyphosat-Rückständen ein Erwachsener rund 1000 Liter Bier – und zwar an einem Tag! – trinken, um die als unbedenklich geltende Aufnahmemenge zu überschreiten. Und in diesen Mengen genossen, wäre schon der Hauptbestandteil des Bieres – Wasser nämlich – mit Sicherheit tödlich, was die ganze Absurdität der Kampagne deutlich macht.

Wenn das „Umweltinstitut“ in seiner Pressemitteilung verkündet, ein „Stoff, der wahrscheinlich krebserregend ist, hat weder im Bier noch in unserem Körper etwas verloren“, so ist auch das wissenschaftlich grober Unfug. Jeder weiß, dass im Bier je nach Sorte zwischen 4 bis 8 Prozent Alkohol enthalten ist; nach der IARC-Klassifizierung, auf die sich das „Umweltinstitut“ beruft, ein Stoff, der – ebenso wie das Sonnenbad oder der Verzehr einer Bio-Bratwurst – als sicher krebserregend (Klasse 1) gilt. Glyphosat hingegen rangiert – zusammen mit heißem Mate-Tee, dem Friseurhandwerk oder rotem Fleisch – eine Stufe darunter (Klasse 2A).

„So wie dem Verbraucher der maßvolle Umgang mit Bier und Wein zu empfehlen ist, wäre auch zu wünschen, dass sich das Umweltinstitut in seiner Panikmache mäßigt. Bei Lichte betrachtet ist die Zielgruppe für die aktuelle Angstkampagne sehr klein: Wer trinkt schon 1000 Liter Bier am Tag? Ich werde heute Abend nur einen Bruchteil davon zu mir nehmen – aber mit Genuss und Verstand“, kommentiert IVA-Hauptgeschäftsführer Volker Koch-Achelpöhler.

[&gt;&gt; Mitteilung des BfR vom 25. Februar 2016: Vorläufige Einschätzung zu Gehalten von Glyphosat in Bier (PDF)](http://www.bfr.bund.de/cm/343/vorlaeufige-einschaetzung-zu-gehalten-von-glyphosat-in-bier.pdf)

## Pressemitteilungen

[ ![Pflanzenschutzmittel sicher anwenden](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2025-06/PB110190_EBV.jpg.webp?h=94b28deb&itok=Vst4fv7A)

17.06.2025

Pressemitteilung

Pflanzenschutzmittel sicher anwenden

Zum Schutz von Anwendenden, Verbrauchern und der Umwelt beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln hat der Gesetzgeber strenge Vorgaben erlassen. Gleichzeitig setzen sich die Hersteller von Pflanzenschutzmitteln für eine sichere Verwendung ihrer Produkte ein. Sie stehen Anwendenden neben dem amtlichen Dienst mit Rat und Tat zur Seite.

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[ ![Grassierende Rattenplage in Deutschland, aber Behörde plant Verbot von Ratten-Fraßködern für Privatanwender](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-12/Ratten_21066866_istock.jpg.webp?h=f543175a&itok=sKYWwLO9)

13.12.2024

Aktuelles

Grassierende Rattenplage in Deutschland, aber Behörde plant Verbot von Ratten-Fraßködern für Privatanwender

Ein Zusammenschluss wichtiger Akteure aus der Produktion von Ratten-Fraßködern, betroffenen Verbänden und Unternehmen hat sich in einem dringenden Appell an politische Entscheidungsträger gewandt. In einem Brief warnen die Unterzeichner vor den Folgen eines möglichen Verbots von Rodentiziden durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Dies würde ein faktisches Verbot der Rattenbekämpfung mit Fraßködern für Privatanwender bedeuten. Anstelle eines Verbots plädieren sie für einen ganzheitlichen Lösungsansatz für die Eindämmung von Rattenpopulationen in Städten und Gemeinden, die ein nicht unerhebliches gesundheitliches Gefährdungspotenzial für die Bevölkerung bergen.

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[ ![385 Millionen Pestizidvergiftungen? Ein Schauermärchen ohne Substanz](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-11/Gerstenfeld_179234566XL_istock.jpg.webp?h=73f8af3d&itok=LOEbjT_W)

07.11.2024

Pressemitteilung

385 Millionen Pestizidvergiftungen? Ein Schauermärchen ohne Substanz

Seit einigen Jahren geistert eine erschreckende Zahl durch zahlreiche Medien, aber auch staatliche Dokumente: 385 Millionen Menschen weltweit erlitten angeblich jedes Jahr Vergiftungen durch Pflanzenschutzmittel. Diese Hochrechnung wurde in den vergangenen Monaten oft sogar unkritisch als fundierter Wert übernommen und hatte sich verselbständigt.

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[ ![Pflanzenschutz in Europa ist sicher](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2023-04/Farmer%20im%20Feld_20548213L_istock.jpg.webp?h=17850c86&itok=ZKKo9hZ8)

06.04.2023

Pressemitteilung

Pflanzenschutz in Europa ist sicher

Europa hat das strengste Zulassungssystem für Pflanzenschutzmittel der Welt. Durch die EU-Verordnung 1107/2009 gelten seit über zehn Jahren noch strengere Kriterien bei der Zulassung von Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffen in Bezug auf Mensch und Umwelt. Veröffentlichungen zu den Harmonisierten Risikoindikatoren (HRI) in der EU belegen ein abnehmendes Risiko bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln. In Europa zugelassene Pflanzenschutz-Wirkstoffe durchlaufen einen festgelegten, transparenten Prozess. Die Zulassung erfolgt durch die EU-Kommission auf Grundlage einer Bewertung durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). In Europa zugelassene Pflanzenschutzmittel sind sicher.

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