# Rostrote Mauerbiene ist Insekt des Jahres 2019

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- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/rostrote-mauerbiene-ist-insekt-des-jahres-2019
- Language: de
- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2019-05-29T14:25:34+00:00
- Updated: 2025-10-24T10:28:14+00:00
- Published: true
- Topics: Biodiversität / Artenvielfalt, Nachhaltigkeit, Umweltschutz
- Teaser text: Auch für dieses Jahr wurde ein „Insekt des Jahres“ gewählt: Die Rostrote Mauerbiene. Koordiniert vom Senckenberg Deutschen Entomologischen Institut in Müncheberg, besteht das Auswahl-Kuratorium aus insgesamt 13 Institutionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Gemeinsam wollen sie auf die Bedeutung der Insekten für Mensch und Natur hinweisen, dieses Mal insbesondere auf die Bestäubungsleistung der bedrohten Wildbienen.

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© Paul Westrich / Senckenberg.de Die Rostrote Mauerbiene nistet in Hohlräumen von Mauern und anderen Strukturen.

25.06.2019

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© Paul Westrich / Senckenberg.de

Die Rostrote Mauerbiene nistet in Hohlräumen von Mauern und anderen Strukturen.

25.06.2019

# Rostrote Mauerbiene ist Insekt des Jahres 2019

## Wildbiene als anschauliches Beispiel für den Schutz ihrer Art

Auch für dieses Jahr wurde ein „Insekt des Jahres“ gewählt: Die Rostrote Mauerbiene. Koordiniert vom Senckenberg Deutschen Entomologischen Institut in Müncheberg, besteht das Auswahl-Kuratorium aus insgesamt 13 Institutionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Gemeinsam wollen sie auf die Bedeutung der Insekten für Mensch und Natur hinweisen, dieses Mal insbesondere auf die Bestäubungsleistung der bedrohten Wildbienen.

[ ![Die Rostrote Mauerbiene nistet in Hohlräumen von Mauern und anderen Strukturen.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/rostrote_mauerbiene_paul_westrich.jpg.webp?h=49463de5&itok=clJYuCjc "Die Rostrote Mauerbiene nistet in Hohlräumen von Mauern und anderen Strukturen.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/rostrote_mauerbiene_paul_westrich.jpg)© Paul Westrich / Senckenberg.de

Die Rostrote Mauerbiene nistet in Hohlräumen von Mauern und anderen Strukturen.

[ ![Mit ihren zwei Hörnern sammelt Osmia bicornis die Blütenpollen.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/rostrote_mauerbiene1_paul_westrich.jpg.webp?h=cebc2e43&itok=zgozVG4E "Mit ihren zwei Hörnern sammelt Osmia bicornis die Blütenpollen.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/rostrote_mauerbiene1_paul_westrich.jpg)© Paul Westrich / Senckenberg.de

Mit ihren zwei Hörnern sammelt Osmia bicornis die Blütenpollen.

[ ![Bei der Futtersuche ist die Rostrote Mauerbiene nicht sehr wählerisch.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/rote_mauerbiene_1034333926m_istock.jpg.webp?h=125a58ae&itok=gLB--q1a "Bei der Futtersuche ist die Rostrote Mauerbiene nicht sehr wählerisch.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/rote_mauerbiene_1034333926m_istock.jpg)© istock

Bei der Futtersuche ist die Rostrote Mauerbiene nicht sehr wählerisch.

Die Rostrote Mauerbiene *(Osmia bicornis)* steht stellvertretend für rund 700 Wildbienenarten in Mitteleuropa, die alle als Bestäuber unersetzbar für ein gesundes und produktives Ökosystem sowie die Nahrungsmittelerzeugung sind, und daher unter besonderem Schutz stehen. Zwar gilt die Rostrote Mauerbiene noch nicht als gefährdet; da sie aber wegen ihres Nistverhaltens häufig in Siedlungsgebieten zu finden und nicht zum Stechen aufgelegt ist, ist sie die perfekte Wahl, um Wildbienen aus der Nähe zu beobachten. Die Rostrote Mauerbiene ähnelt einer schlanken Hummel und ist 8 bis 14 Millimeter groß. Ihre dichte, lange Behaarung ist rötlich-braun gefärbt.

## Der Zyklus der Roten Mauerbiene

Wie der Name des Insekts schon vermuten lässt, nutzen die Insekten kleine Hohlräume in Mauern, aber auch in Totholz und in anderen Strukturen wie Bohrlöchern oder Ritzen von Fensterrahmen als Nisthöhlen. Diese füllen die Weibchen mit einem Pollenvorrat, bevor sie die Hohlräume mit 20 bis 30 Brutzellen, die jeweils eine Larve enthalten, mit einem Mörtel aus Lehm und Speichel verschließen. Das Futter ist nach etwa drei Wochen verbraucht. Die Larven spinnen sich nun in einen Kokon ein, verpuppen sich und entwickeln sich bis zum August zu erwachsenen Mauerbienen. Dann verlassen sie zwar die Puppe, verharren aber im Kokon. Erst im folgenden Frühling nagen sie sich mit ihren kräftigen Kiefern aus dem zugemörtelten Nest heraus und paaren sich – der Zyklus beginnt von Neuem. So entwickelt sich pro Jahr eine Generation der Mauerbiene.

## Pollen und Nistplätze nah beieinander

Der lateinische Namenszusatz „*bicornis*“ bedeutet „zweihörnig“ und leitet sich von den zwei spatelartigen Hörnchen am Kopf der Weibchen ab. Mit diesen ernten sie die Blütenpollen. Bei der Auswahl der Blüten ist die Rostrote Mauerbiene nicht wählerisch: Es gibt kaum eine Pflanze, deren Pollen *Osmia bicornis* nicht einträgt. Viel wichtiger ist, dass ein reichhaltiges Pollenangebot in der Nähe der Nisthöhlen verfügbar ist. Wer die Wildbienen im Frühjahr unterstützen möchte, wenn die Weibchen mit dem Nestbau und der Eiablage beginnen, kann dies auf einfache Weise tun: „Unser Insekt des Jahres freut sich im Frühjahr über Nistplatzangebote. Diese ‚Insektenhotels’ lassen sich auch prima selbst herstellen und bieten eine gute Gelegenheit, Kinder an das Thema Insektenschutz heranzuführen“, erläutert Professor Dr. Thomas Schmitt, Direktor des Senckenberg Deutschen Entomologischen Instituts und Vorsitzender des „Kuratoriums Insekt des Jahres“. Wenn Sie außerdem dafür sorgen möchten, dass Wildbienen genügend Futter rund um die Nisthilfen finden, können Sie eine Bienenweide mit bienenfreundlichen Blühpflanzen anlegen.

## Weitere Informationen

Pressemeldung zur Wahl des Insekts des Jahres 2019 der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung vom 29. November 2018

[ Mehr erfahren ](https://www.senckenberg.de/wp-content/uploads/2020/02/2018_11_29-PM-Insekt-des-Jahres.pdf)

BMEL-Broschüre „Bienenfreundliche Pflanzen – Das Pflanzlexikon für Balkon und Garten“

[ Mehr erfahren ](https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Broschueren/Bienenlexikon.html)

## Weitere Beiträge

[ ![Insekt des Jahres 2018: Die Gemeine Skorpionsfliege](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/skorpionsfliege_45321085m_fotolia.jpg.webp?h=89991262&itok=FkhBflR-)

05.07.2018

Insekt des Jahres 2018: Die Gemeine Skorpionsfliege

Die Gemeine Skorpionsfliege (Panorpa communis) ist Insekt des Jahres 2018. Diese Entscheidung fällte ein Kuratorium aus namhaften Insektenkundlern und Vertretern wissenschaftlicher Gesellschaften und Einrichtungen. Die Schnabelfliege ist nicht etwa gemein oder gefährlich, sondern harmlos und in Mitteleuropa auch recht weit verbreitet. Trotzdem kennt sie kaum jemand. Das soll sich ändern.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/insekt-des-jahres-2018-die-gemeine-skorpionsfliege)

](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/insekt-des-jahres-2018-die-gemeine-skorpionsfliege)

[ ![Europäische Gottesanbeterin ist Insekt des Jahres 2017](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/gottesanbeterin_164727620l_fotolia.jpg.webp?h=0edda1f1&itok=jZj-begG)

01.08.2017

Europäische Gottesanbeterin ist Insekt des Jahres 2017

Das faszinierende Insekt zeigt, wie sich durch die Klimaerwärmung auch der Lebensraum verändern kann. Einst wanderte die Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa) von Afrika aus immer weiter Richtung Norden und wurde bereits im 18. Jahrhundert in Deutschland registriert. Dann galt sie hierzulande lange als verschwunden. Heute findet man sie fast überall in Deutschland. „Die Gottesanbeterin steht zwar auf der Roten Liste der bedrohten Arten, aber diese Einstufung kann durch ihre Ausbreitung hinterfragt werden“, sagte Professor Dr. Thomas Schmitt, Vorsitzender der Jury bei der Wahl zum „Insekt des Jahres 2017“. Mit steigenden Temperaturen besiedelt das Insekt voraussichtlich immer mehr Orte.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/europaeische-gottesanbeterin-ist-insekt-des-jahres-2017)

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[ ![Insekt des Jahres 2016: Der Dunkelbraune Kugelspringer](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/i_d_j_2016_01_kugelspringer_2xanbuche_fotoandreasstark.jpg.webp?h=79b4fc58&itok=uq0i9DMz)

27.07.2016

Insekt des Jahres 2016: Der Dunkelbraune Kugelspringer

Eine seltene Schönheit, ein Traumtyp ist er nicht: Der Dunkelbraune Kugelspringer (Allacma fusca) ist klitzeklein, hat schütteres Haar, einen kugeligen Körper und kommt häufig vor. Dennoch hat ihn ein Kuratorium aus namhaften Insektenkundlern und Vertretern wissenschaftlicher Einrichtungen zum „Insekt des Jahres 2016“ gekürt. Dafür gibt es einen guten Grund: Das Urinsekt ist ein Zeichen für gesunden Boden, der die Grundlage unseres Lebens ist. Mit dem „Insekt des Jahres“ wird seit 1999 jedes Jahr auf die weltweit artenreichste Gruppe von Tieren aufmerksam gemacht, die oft nur als Schädlinge abgetan werden.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/insekt-des-jahres-2016-der-dunkelbraune-kugelspringer)

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[ ![Hornissen sind friedfertige Insekten](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/hornisse_im_flieder_minuspunktwikipedia.jpg.webp?h=4e026002&itok=ifIFoT78)

07.07.2017

Hornissen sind friedfertige Insekten

Über Hornissen (Vespa crabro) gibt es verschiedene Legenden. So geht im Volksmund die Mär um, dass drei Stiche einen Menschen und sieben Stiche ein Pferd töten sollen. Daraus leitet sich für viele Leute ab, dass Hornissen gefährliche Tiere sind, die man unbedingt unschädlich machen muss. Das stimmt aber nicht: Hornissen-Stiche sind nicht gefährlicher als die von Honigbienen, Wespen oder Hummeln. In der Literatur ist zu lesen, dass Ratten bis zu 60 Stiche, Mäuse bis zu sechs Stiche und Menschen hunderte Stiche überstehen. Für Allergiker gilt allerdings die gleiche Vorsicht wie bei Bienenstichen. Die den Tieren nachgesagte besondere Angriffslust ist nicht nachgewiesen. Hornissen sind allgemein friedliche Tiere. Sie gehen zwar in 3 bis 4 Metern Nähe an ihrem Nest gegen vermeintliche Angreifer vor, bei der Nahrungs- oder Baumaterialsuche fliehen sie aber eher bei einer Bedrohung.

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[ ![Ideenbuch Insektenhotels](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/orlow_insektenhotels.jpg.webp?h=5fa3854b&itok=Zx7onvJR)

30.10.2015

Ideenbuch Insektenhotels

Der Garten ist Lebensraum für zahlreiche Insekten. Dabei begegnen dem Gartenfreund nicht nur diejenigen Insekten, die an und von seinen Nutzpflanzen leben und ihm die Ernte oder Blumenpracht streitig machen, sondern viele andere Arten. Manche davon rechnen wir zu den Nützlingen, andere sollten wir als Teil der erstrebenswerten biologischen Vielfalt nicht nur dulden, sondern ihnen auch Lebenshilfen in unserer kleinen „Kulturlandschaft“, im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon geben.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/ideenbuch-insektenhotels)

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