# Pastinaken: Heimisches Gemüse bereichert den Essensplan

## Metadata

- Entity type: Inhalt (`node`)
- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/pastinaken-heimisches-gemuese-bereichert-den-essensplan
- Language: de
- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2026-03-20T21:09:29+00:00
- Updated: 2026-03-20T21:58:52+00:00
- Published: true
- Topics: Haus & Garten, Lebensmittel / Ernährung
- Teaser text: Moorwurzel, Hirschmöhre oder Hammelmöhre – die Rede ist von der Pastinake oder auch dem Pastinak (Pastinaca sativa). Schon die alten Römer mochten das Wurzelgemüse und sie haben Pastinaken vermutlich auch zu uns gebracht. Auch kleine Wiederkäuer wie Schafe, Rehe oder Hirsche – daher die Zweitnamen – fressen die Pastinake gern. In Deutschland lange Zeit aus der Küche verschwunden, sind Pastinaken seit einigen Jahren wieder im Kommen.

## Content

© iStock Pastinaken aus dem eigenen Garten können bis zum ersten Frost in der Erde verbleiben.

20.03.2026

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ IVA-Magazin ](https://www.iva.de/iva-magazin) [ Umwelt &amp; Verbraucher ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher) Pastinaken: Heimisches Gemüse Bereichert Den Essensplan

![](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-03/iStock-169950245.jpg.webp?h=140710cd&itok=gfCYzu_E)

© iStock

Pastinaken aus dem eigenen Garten können bis zum ersten Frost in der Erde verbleiben.

20.03.2026

# Pastinaken: Heimisches Gemüse bereichert den Essensplan

## Einst Grundnahrungsmittel, dann nahezu verschwunden, jetzt wieder zurück in der Küche

Moorwurzel, Hirschmöhre oder Hammelmöhre – die Rede ist von der Pastinake oder auch dem Pastinak *(Pastinaca sativa)*. Schon die alten Römer mochten das Wurzelgemüse und sie haben Pastinaken vermutlich auch zu uns gebracht. Auch kleine Wiederkäuer wie Schafe, Rehe oder Hirsche – daher die Zweitnamen – fressen die Pastinake gern. In Deutschland lange Zeit aus der Küche verschwunden, sind Pastinaken seit einigen Jahren wieder im Kommen.

[ ![Pastinaken aus dem eigenen Garten können bis zum ersten Frost in der Erde verbleiben.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/2026-03/iStock-169950245.jpg.webp?h=140710cd&itok=mAN0bFMk "Pastinaken aus dem eigenen Garten können bis zum ersten Frost in der Erde verbleiben.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/2026-03/iStock-169950245.jpg)© iStock

Pastinaken aus dem eigenen Garten können bis zum ersten Frost in der Erde verbleiben.

[ ![Geröstete Pastinaken sind ein Beispiel für neue Pastinaken-Rezepte. Das Wurzelgemüse sättigt gut und hat dabei noch viele Ballaststoffe.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/2026-03/iStock-1349562415.jpg.webp?h=140710cd&itok=lWxPe-mF "Geröstete Pastinaken sind ein Beispiel für neue Pastinaken-Rezepte. Das Wurzelgemüse sättigt gut und hat dabei noch viele Ballaststoffe.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/2026-03/iStock-1349562415.jpg)© iStock

Geröstete Pastinaken sind ein Beispiel für neue Pastinaken-Rezepte. Das Wurzelgemüse sättigt gut und hat dabei noch viele Ballaststoffe.

Die Pastinake kommt in Europa und in Asien natürlich vor. In Afrika sowie Nord- und Südamerika ist sie dagegen vom Menschen als Neophyt eingeschleppt worden. Es ist eine zweijährige krautige Pflanze, die in der Blüte bis zu 1,20 Meter hoch werden kann. Pastinaken stellen eine eigene Gattung innerhalb der Familie der Doldenblütler dar und sind zum Beispiel mit [Möhren](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/moehren-besser-gekocht-als-roh-essen), [Dill](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/dill-als-gewuerzkraut-vielseitig-verwendbar) und [Petersilie](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/petersilie-auf-platz-1-der-deutschen-kraeuterhitliste) verwandt. In der Natur kommen wilde Pastinaken an Wegrändern, Böschungen und auf Wiesen vor. Auf Weiden sind sie gar nicht unbedingt gern gesehene Gäste, da der Kontakt in Verbindung mit der Sonneneinstrahlung zu phototoxischen Reaktionen wie Rötungen und Juckreiz bis hin zur Blasenbildung führen können. Bei Pferden sind außerdem noch Augen- und Bindehautentzündungen durch Kontakt mit wilden Pastinaken bekannt.

## **Doldenblütler mit Petersilienverwandtschaft**

Kultivierte Pastinaken können bis zu 6 Zentimeter dick und 20 Zentimeter lang werden und ein Gewicht von über 1 Kilogramm erreichen. Sie ähneln der [Petersilienwurzel](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/wintergemuese-petersilienwurzel), sind aber wesentlich länger und dicker, haben eine Kegelform und schmecken nicht wie die Petersilienwurzeln ausgeprägt nach Petersilie. Die Ähnlichkeit zur Petersilienwurzel kommt nicht von ungefähr, da die Pastinake botanisch eine Kreuzung aus Petersilie und Karotte ist. Im Geruch soll die Pastinake dem des Wilden Fenchels ähneln.

## **Über lange Jahrhunderte Grundnahrungsmittel**

Lange waren Pastinaken in jedem Haushalt auf dem Essenstisch zu finden. Als jedoch im 18. Jahrhundert Kartoffeln und Möhren ihren Siegeszug antraten, verschwanden sie nach und nach aus den meisten deutschen Küchen. In England, Frankreich oder auch in den USA waren sie dagegen weiterhin fester Bestandteil der regionalen Küche.

## **Vielseitig in der Küche einsetzbar**

Pastinaken werden von manchen Menschen als würzig und herzhafter im Geschmack als Möhren beschrieben, andere wiederum schreiben ihnen ein süßes, feines und sogar nussiges Aroma zu. Auf jeden Fall sind sie sehr vielseitig in der Küche verwendbar – von der Rohkost als Salat über die Vorspeisensuppe, als Beilagenpüree, Ofengemüse und Brotaufstrich bis hin zum Linsen-Pastinaken-Eintopf, Pastinaken-Pommes und -Chips oder Pastinaken-Küchlein. Pastinaken enthalten viele Ballaststoffe wie beispielsweise Pektin und Kohlenhydrate und sättigen deshalb sehr gut. Trotzdem enthalten sie vergleichsweise wenig Kalorien. Da sie sehr bekömmlich sind, können sie auch als Babynahrung eingesetzt werden. Die enthaltenen ätherischen Öle machen sie gut verdaulich.

## **Erwerbsanbau ähnlich wie Möhrenanbau**

In der Landwirtschaft werden Pastinaken in einem wesentlich geringeren Umfang als zum Beispiel Möhren angebaut. Pastinaken kommen dabei besser mit schweren und feuchten Böden zurecht als Möhren. Unter guten Bedingungen wird eine Ernte zwischen 50 Tonnen bis zu 70 Tonnen pro Hektar erreicht. Gemüseanbauer verwenden meist schossfeste Sorten, damit die Pastinaken nicht in die Höhe schießen und eine Blüte ausbilden. Oft wird die Kultur moderat beregnet. Von der Aussaat bis zur Ernte brauchen Pastinaken zwischen 160 und 210 Tagen. Gefährlich werden können die Möhrenfliege und Blattläuse, und als Pilzkrankheiten sind Möhrenschwärze, die von einem Alternaria-Pilz hervorgerufen wird, [Echter und Falscher Mehltau](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/echter-und-falscher-mehltau-was-ist-das-eigentlich) sowie Cercospora-Blattflecken bekannt. Wer Pastinaken im eigenen Garten anbauen möchte, sollte dies nicht gleichzeitig mit oder direkt neben anderen Doldenblütlern wie Möhren, Petersilie oder [Fenchel](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/gemuesefenchel-immer-haeufiger-auf-dem-teller) tun. [Erbsen](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/von-wegen-gruenes-gemuese), [Radieschen](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/radieschen-ideal-fuer-den-balkon-hobbygaertner) oder [Rote Bete](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/rote-bete-der-kueche) eignen sich dazu besser. Mit Radieschen oder Schnittsalaten kann die Pastinake auch gut im Mischanbau angebaut werden. Eine Besonderheit, die man als Nutzgarten-Anfänger vielleicht noch wissen sollte: Pastinaken-Samen haben eine relativ schlechte Keimfähigkeit und sollten daher möglichst nicht übers Jahr hinaus gelagert werden.

## **Beim Einkauf auf die Frische achten**

Pastinaken haben Saison von Oktober bis März. Beim Einkauf empfiehlt es sich, auf die Frische zu achten: Das Grün sollte nicht welk sein und die Pastinake nicht schrumpelig. Kleine bis mittlere Pastinaken machen zwar mehr Arbeit beim Schälen, sind aber milder als große Pastinaken, die auch mal bitter und holzig schmecken können. Gelagert werden können die Pastinaken wie alles Wurzelgemüse ungewaschen in kühlen, dunklen Kellern, wo sie beispielsweise in einer Sandkiste länger frisch bleiben oder nach dem Einkauf eine bis zwei Wochen im Gemüsefach des Kühlschranks. Auch durch Einfrieren nach vorherigem Blanchieren können Pastinaken haltbar gemacht werden.

## Weitere Beiträge

[ ![Pastinaken: nach Frost würzig-süß](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/pastinake_petersilie_foto_matthias_wiedenau.jpg.webp?h=43c39e93&itok=D3bnMYPx)

06.02.2014

Pastinaken: nach Frost würzig-süß

Lange Zeit war die Pastinake aus deutschen Küchen verschwunden. Seit einigen Jahren feiert sie ihr Comeback. Zum Beispiel gekocht als Beilage zu Wild und Rindfleisch oder als Brei in Babynahrung. Die hellen Wurzeln gibt es von Oktober bis ins Frühjahr hinein frisch im Handel. Sie eignen sich aber auch zum Anbau im eigenen Garten.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/pastinaken-nach-frost-wuerzig-suess)

](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/pastinaken-nach-frost-wuerzig-suess)

[ ![Steckrübe: vielseitig in der Küche](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-02/iStock-1053140328.jpg.webp?h=70462508&itok=1Lwap8N7)

05.02.2026

Steckrübe: vielseitig in der Küche

Wem bei Steckrüben-Röstitaler mit Kräuterquark und dazu Steckrüben-Rohkostsalat mit Äpfeln, Radieschen und einer Balsamico-Vinaigrette das Wasser im Mund zusammenläuft, der ist in guter Gesellschaft. Denn die Steckrübe kann mehr als den althergebrachten Steckrübeneintopf mit Fleisch und findet in der modernen Küche wieder vermehrt Einsatz. Sie ist in vielen Supermärkten, in Hofläden und auf dem Wochenmarkt erhältlich und auch im Garten kann sie einfach angebaut werden, da sie sehr pflegeleicht ist.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/steckruebe-vielseitig-der-kueche)

](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/steckruebe-vielseitig-der-kueche)

[ ![Petersilie ist „Giftpflanze des Jahres 2023“ ](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2023-02/petersilie.jpg.webp?h=7de7463f&itok=pOx-AE2E)

01.02.2023

Petersilie ist „Giftpflanze des Jahres 2023“

Zum zweiten Mal in Folge wurde eine Nutzpflanze zur „Giftpflanze des Jahres“ gekürt: Die Petersilie tritt die Nachfolge der Kartoffel an. Dies gab der Botanische Sondergarten Wandsbek am 15. Dezember 2022 bekannt. Das beliebte Würzkraut erhielt knapp 30 Prozent aller gültigen Stimmen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/petersilie-ist-giftpflanze-des-jahres-2023)

](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/petersilie-ist-giftpflanze-des-jahres-2023)

[ ![Möhren richtig lagern](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/20140624_ami-moehren-im-feld_0.jpg.webp?h=bd545f04&itok=ZfFcr3VP)

26.10.2017

Möhren richtig lagern

Wer im Supermarkt eine in Folie eingeschweißte Packung oder eine Tüte Möhren kauft, sollte die Verpackung zuhause entfernen, bevor die Möhren ins Gemüsefach des Kühlschranks gelegt werden. So bleiben sie relativ lange knackig und frisch. Wer Möhren aus dem eigenen Garten erntet, lagert sie am besten in einer Sandkiste im kühlen Keller ein. Doch wie machen es eigentlich professionelle Möhren-Anbauer in der Landwirtschaft?

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/moehren-richtig-lagern)

](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/moehren-richtig-lagern)

[ ![Vorsicht geboten: Phototoxische Giftpflanzen im Garten](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-05/1%20IMG_9021%20bearbeitet.JPG.webp?h=cc1c7ce4&itok=oUHttWSV)

31.05.2024

Vorsicht geboten: Phototoxische Giftpflanzen im Garten

Allgemein bekannt ist die Gefahr von Hautverbrennungen, die durch den Kontakt mit der Herkulesstaude drohen. Weniger bekannt ist, dass Petersilie, Feigenbaum und viele andere, weit verbreitete Gartenpflanzen ebenfalls solche Vergiftungen verursachen können.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/vorsicht-geboten-phototoxische-giftpflanzen-im-garten)

](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/vorsicht-geboten-phototoxische-giftpflanzen-im-garten)
