# Neue Serie: Nachhaltigkeit im Pflanzenbau

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- Entity type: Inhalt (`node`)
- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/neue-serie-nachhaltigkeit-im-pflanzenbau
- Language: de
- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2024-02-02T21:22:41+00:00
- Updated: 2025-10-24T10:37:00+00:00
- Published: true
- Topics: Biodiversität / Artenvielfalt, Landwirtschaft, Nachhaltigkeit
- Teaser text: Klimaverträglich, nachhaltig und das Ganze auch noch global – an die Landwirtschaft werden hohe Ansprüche gestellt. Die Gesellschaft für Pflanzenbauwissenschaften e. V. hat sich mit diesem Thema befasst und ein Grundlagenpapier hierzu herausgegeben. In unserer Artikelserie „Nachhaltige Pflanzenproduktionssysteme“ stellen wir einige Ergebnisse daraus vor. Teil 1 befasst sich mit der Biodiversität auf landwirtschaftlich genutzten Flächen.

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© Angelika Sontheimer

Die Art und Weise der landwirtschaftlichen Nutzung hat Einfluss auf die Biodiversität von Agrarökosystemen.

02.02.2024

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ IVA-Magazin ](https://www.iva.de/iva-magazin) [ Umwelt &amp; Verbraucher ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher) Neue Serie: Nachhaltigkeit Im Pflanzenbau

## Teil 1: Biodiversität auf landwirtschaftlichen Flächen erhalten und verbessern

Klimaverträglich, nachhaltig und das Ganze auch noch global – an die Landwirtschaft werden hohe Ansprüche gestellt. Die Gesellschaft für Pflanzenbauwissenschaften e. V. hat sich mit diesem Thema befasst und ein Grundlagenpapier hierzu herausgegeben. In unserer Artikelserie „Nachhaltige Pflanzenproduktionssysteme“ stellen wir einige Ergebnisse daraus vor. Teil 1 (siehe [Teil 2](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/serie-nachhaltigkeit-im-pflanzenbau), [Teil 3](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/serie-nachhaltigkeit-im-pflanzenbau-0)) befasst sich mit der Biodiversität auf landwirtschaftlich genutzten Flächen.

[ ![Die Art und Weise der landwirtschaftlichen Nutzung hat Einfluss auf die Biodiversität von Agrarökosystemen.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2024-02/Getreidefeld%20NRW.JPG.webp?h=5f62bdfc&itok=6_KY9HK2 "Die Art und Weise der landwirtschaftlichen Nutzung hat Einfluss auf die Biodiversität von Agrarökosystemen.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2024-02/Getreidefeld%20NRW.JPG)© Angelika Sontheimer

Die Art und Weise der landwirtschaftlichen Nutzung hat Einfluss auf die Biodiversität von Agrarökosystemen.

[ ![Mit Zwischenfrüchten und Ackerrandstreifen lässt sich die Biodiversität landwirtschaftlich genutzter Flächen erhöhen.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2024-02/Zwischenfruchtmischung.jpg.webp?h=5f62bdfc&itok=zGtZ_h6R "Mit Zwischenfrüchten und Ackerrandstreifen lässt sich die Biodiversität landwirtschaftlich genutzter Flächen erhöhen.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2024-02/Zwischenfruchtmischung.jpg)© Angelika Sontheimer

Mit Zwischenfrüchten und Ackerrandstreifen lässt sich die Biodiversität landwirtschaftlich genutzter Flächen erhöhen.

[ ![Unter anderem mittels Drohneneinsatz lassen sich Sensortechnologien und Digitalisierung weiter vorantreiben und so zum Beispiel noch gezielter düngen und Pflanzenschutzmittel ausbringen.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2024-02/Drohne%20Landwirtschaft.jpg.webp?h=5f62bdfc&itok=brU_BPkk "Unter anderem mittels Drohneneinsatz lassen sich Sensortechnologien und Digitalisierung weiter vorantreiben und so zum Beispiel noch gezielter düngen und Pflanzenschutzmittel ausbringen.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2024-02/Drohne%20Landwirtschaft.jpg)© Angelika Sontheimer

Unter anderem mittels Drohneneinsatz lassen sich Sensortechnologien und Digitalisierung weiter vorantreiben und so zum Beispiel noch gezielter düngen und Pflanzenschutzmittel ausbringen.

Wenn man von Biologischer Vielfalt spricht, dann sind drei Begriffe gemeint: die Vielfalt der Ökosysteme, die Artenvielfalt und die genetische Vielfalt innerhalb der Arten. Mit zunehmender Biodiversität werden die Ökosysteme stabiler und widerstandsfähiger beziehungsweise bei schwindender Biodiversität werden diese anfälliger bei Störungen. Die Landwirtschaft hat einen großen Einfluss auf die Biodiversität der Agrarlandschaft, weswegen die Art der Bewirtschaftung unmittelbare und mittelbare Folgen für das Ökosystem und dessen Leistungsvermögen hat. Der Pflanzenbau fördert im Allgemeinen einseitig die „Nutzpflanzen“ und zielt darauf ab, „Schädlinge“ und „Unkräuter“ zu dezimieren. Auf der anderen Seite bieten landwirtschaftliche Flächen auch einen Lebensraum für Ackerwildkräuter, Grünlandarten sowie Feldvögel und Niederwild, die in einer „ungestörten Umgebung“ nicht konkurrenzfähig wären.

## **Ursachen für den Rückgang der Biodiversität**

Einseitige Fruchtfolgen und intensiver Pflanzenschutzmittel- und Dünger-Einsatz können zum Beispiel zu einer Verringerung von wild lebenden Pflanzen und Tieren führen, sagen die Autoren des Grundlagenpapiers. Geht die Ackerbegleitflora zu sehr zurück, hat das Folgen für Insekten, Feldvögel, Feldhasen und andere wild lebende Tierarten. Oft stehen biodiversitätsfördernde Maßnahmen, wie zum Beispiel Beikrautregulation oder Ackerrandstreifen, in einem Zielkonflikt mit Produktivität beziehungsweise den angestrebten Erträgen, führen zu Nutzungseinschränkungen und verursachen zusätzliche Kosten für Landwirte. Nichtsdestotrotz sind biodiversitätsfördernde Maßnahmen auch auf landwirtschaftlichen Produktionsflächen wichtig, weil viele Arten die bewirtschaftete Fläche als Teillebensraum nutzen, für die Vermehrung jedoch extensive Begleitbiotope wie Hecken, Säume oder Trockenrasen brauchen.

## **Maßnahmen zur Erhöhung der Biodiversität**

Doch welche Maßnahmen können Landwirte treffen, um die Biodiversität ihrer Flächen zu erhalten und zu fördern? Es gibt unterschiedliche Ebenen, auf denen durch die Landwirtschaft Einfluss auf die Biodiversität genommen wird: die Landschaftsebene, die betriebliche Ebene und die Feldebene. Als produktionsintegrierte Maßnahmen schlägt die Gesellschaft für Pflanzenbauwissenschaften folgende Lösungen vor, die individuell je nach Standort und Bewirtschaftungsintensität dem Artenverlust entgegenwirken:

- vielfältige Fruchtfolgen
- späte Stoppelbearbeitung beziehungsweise überwinternde Stoppelbrache
- Drilllücken
- extensive Grünlandbewirtschaftung
- segretative Maßnahmen wie Blühstreifen, Säume o. Ä.

Auf betrieblicher Ebene wird in dem Grundlagenpapier auch die Umstellung auf ökologischen Landbau als Maßnahme zur Erhöhung der Biodiversität genannt, doch hier bestehe, so die Autoren, gleichzeitig ein zentraler Zielkonflikt mit der Sicherung der Ernährung aufgrund der zum Teil deutlich niedrigeren Erträge . Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass auch im konventionellen Landbau eine höhere Artenvielfalt erreicht werden kann, wenn die Intensität an Betriebsmitteln gesenkt wird, was aber ebenfalls Ertragseinbußen zur Folge habe. Übergreifend über alle Anbausysteme erhöhen die Förderung der Fruchtarten- und Sortenvielfalt sowie die Integration neuer Fruchtarten die Biodiversität. Insbesondere der Anbau von Leguminosen, der Erhalt von mäßig genutztem Grünland mit nur zwei Schnitten mehren die Artenvielfalt, so ein weiteres Ergebnis des Grundlagenpapiers.

## **Zukünftig das Potenzial der Digitalisierung nutzen**

Der fortschreitenden Digitalisierung und den Sensortechnologien sprechen die Wissenschaftler ein großes Potenzial für die Erhaltung beziehungsweise Erhöhung der Biodiversität zu: So können autonome Roboter automatisiert und gezielt das Beikraut auf landwirtschaftlichen Nutzflächen regulieren. Auch die Förderung einer kleinteiligeren Anbaustruktur mit vielfältigen Fruchtfolgen, Strukturelemente wie Hecken und Ackerrandstreifen oder Agroforstsysteme tragen zu einer Verbesserung der Biodiversität bei. Die Artenvielfalt lässt sich besonders mit Saumbiotopverbunden sicherstellen - was wiederum bei der EU-Agrarförderung berücksichtigt werden muss. Alle Biodiversitätsmaßnahmen sollen an die Region angepasst werden und ein breites Spektrum verschiedener Maßnahmen enthalten, schlussfolgern die Autoren des Grundlagenpapiers.

## **Fazit**

Der Pflanzenbau steht vor großen Herausforderungen. Nachhaltige Pflanzenproduktionssysteme sind eine Lösung, die Artenvielfalt in Agrarökosystemen zu erhalten und gezielt wieder zu erhöhen. Dabei sind Maßnahmen auf Landschaftsebene und die Vernetzung der Biotope wirksamer für die Förderung der Biodiversität als einzelfeldbezogene Maßnahmen.

Quelle: [JKI](https://www.julius-kuehn.de/aktuelles/aktuell/n/jki-forscher-beteiligt-an-neuem-grundlagenpapier-zu-nachhaltigen-anbausystemen)

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