# Mehr Bohnen statt Fleisch

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- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/mehr-bohnen-statt-fleisch
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- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2022-10-25T16:29:18+00:00
- Updated: 2025-10-24T10:32:45+00:00
- Published: true
- Topics: Klimaschutz, Landwirtschaft, Nachhaltigkeit
- Teaser text: Neben anderen Wirtschaftszweigen trägt auch die Land- und Forstwirtschaft zur Emission von Treibhausgasen (THG) bei: Weltweit ein Fünftel der Gesamtemissionen geht auf ihr Konto. Der Sachstandsbericht des Weltklimarats zeigt Einsparpotenziale.

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© Catrin Hahn Extremwetterereignisse wie Dürre oder Starkregen werden in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Die Lebensmittelversorgung muss trotzdem sichergestellt sein.

25.10.2022

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© Catrin Hahn

Extremwetterereignisse wie Dürre oder Starkregen werden in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Die Lebensmittelversorgung muss trotzdem sichergestellt sein.

25.10.2022

# Mehr Bohnen statt Fleisch

## Weltklimarat-Bericht zum Einfluss der Landwirtschaft auf die Erderwärmung

Neben anderen Wirtschaftszweigen trägt auch die Land- und Forstwirtschaft zur Emission von Treibhausgasen (THG) bei: Weltweit ein Fünftel der Gesamtemissionen geht auf ihr Konto. Der Sachstandsbericht des Weltklimarats zeigt Einsparpotenziale.

[ ![Extremwetterereignisse wie Dürre oder Starkregen werden in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Die Lebensmittelversorgung muss trotzdem sichergestellt sein.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2022-10/Extremwetterereignisse_Hahn.jpg.webp?h=ce01a9ea&itok=SWjjm4mH "Extremwetterereignisse wie Dürre oder Starkregen werden in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Die Lebensmittelversorgung muss trotzdem sichergestellt sein.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2022-10/Extremwetterereignisse_Hahn.jpg)© Catrin Hahn

Extremwetterereignisse wie Dürre oder Starkregen werden in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Die Lebensmittelversorgung muss trotzdem sichergestellt sein.

[ ![Ukrainische Weizenvorräte wie diese aus der Umgebung von Tscherkassy haben bislang Menschen in Nordafrika versorgt. Nun droht wegen des Ausfalls der Ernte und des russischen Embargos eine Hungersnot.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2022-10/Ukrainische%20Weizenvorr%C3%A4te_Hahn.jpg.webp?h=ce01a9ea&itok=B4h3agHv "Ukrainische Weizenvorräte wie diese aus der Umgebung von Tscherkassy haben bislang Menschen in Nordafrika versorgt. Nun droht wegen des Ausfalls der Ernte und des russischen Embargos eine Hungersnot.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2022-10/Ukrainische%20Weizenvorr%C3%A4te_Hahn.jpg)© Catrin Hahn

Ukrainische Weizenvorräte wie diese aus der Umgebung von Tscherkassy haben bislang Menschen in Nordafrika versorgt. Nun droht wegen des Ausfalls der Ernte und des russischen Embargos eine Hungersnot.

[ ![Lebensmittel aus pflanzlichen Proteinen wie Kichererbsen, Erbsen, Lupinen oder Ackerbohnen entlasten die Umwelt, schmecken lecker und ihre Erzeugung bringt Vielfalt auf die Felder.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2022-10/Lebendsmittel%20aus%20pflanzlichen%20Proteinen_Hahn.jpg.webp?h=c379277f&itok=TE-bVsSP "Lebensmittel aus pflanzlichen Proteinen wie Kichererbsen, Erbsen, Lupinen oder Ackerbohnen entlasten die Umwelt, schmecken lecker und ihre Erzeugung bringt Vielfalt auf die Felder.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2022-10/Lebendsmittel%20aus%20pflanzlichen%20Proteinen_Hahn.jpg)© Catrin Hahn

Lebensmittel aus pflanzlichen Proteinen wie Kichererbsen, Erbsen, Lupinen oder Ackerbohnen entlasten die Umwelt, schmecken lecker und ihre Erzeugung bringt Vielfalt auf die Felder.

Fliegen, heizen, Auto fahren: Dass dabei klimaschädliche Stoffe in die Atmosphäre entweichen, ist klar. Aber auch die Land- und Forstwirtschaft trägt weltweit zu den THG-Emissionen bei. Der Mitte des Jahres veröffentlichte dritte Teil des sechsten Sachstandsberichts des Weltklimarats (IPCC) hat Einsparpotenziale ermittelt. Und hier zeigt sich: Nicht nur die Landwirtschaft, jeder Einzelne kann etwas verändern.

## **Extremwetter macht Landwirtschaft zu schaffen**

In den vergangenen Jahren zerstörten Extremwetterereignisse mit Dürre, Starkregen oder Sturm weltweit Ernten. Mal vertrockneten sie auf dem Feld, mal versanken sie im Wasser. Solche Wetterextreme treten aufgrund der Erderwärmung immer häufiger auf und bedrohen nicht nur die Existenz von Landwirten, sondern auch die globale Ernährungssicherheit.

Die Landwirtschaft ist also Opfer des Klimawandels und gleichzeitig auch „Verursacher“, ist sie doch weltweit für ein Fünftel aller menschengemachten Treibhausgasemissionen verantwortlich. In Deutschland liegt diese Zahl aufgrund effizienter Herstellungs- und Anbaumethoden bei 8 Prozent.

## **Woher kommen die Emissionen?**

Sie stammen hauptsächlich aus drei Quellen: Zum ersten aus der Rodung von Wäldern oder Trockenlegung von Mooren. Dabei entweichen große Mengen im Boden gespeicherten Kohlenstoffs als Kohlendioxid in die Atmosphäre. Zum zweiten aus dem Reisanbau und der Nutztier-, vor allem der Rinderhaltung. Beide produzieren Methan, eincirca 25-mal schädlicheres Treibhausgas als Kohlendioxid. Und zum dritten aus der Emission von Stickstoffdioxid, also Lachgas, in die Luft. Lachgas ist rund 300-mal klimaschädlicher als Kohlendioxid.

## **Was können wir tun?**

Welche Möglichkeiten haben wir, um den Ausstoß der Treibhausgase in der Landwirtschaft zu vermindern? Die Politik ist hier gefragt: Sie kann verhindern, dass weiterhin Regenwald dem Sojaanbau zum Opfer fällt. Außerdem kann sie Anreize schaffen, um bereits zerstörte Ökosysteme wiederherzustellen, die dann als Kohlendioxid-Senken dienen. So können Wälder wiederaufgeforstet werden, am besten mit heimischen Arten. Trockengelegte Moore werden heute schon vielerorts wiedervernässt. All diese Änderungen der Landnutzung würden dafür sorgen, dass einerseits weniger Treibhausgase in die Atmosphäre entweichen und andererseits mehr Kohlendioxid gebunden und gespeichert wird. Allerdings darf dabei die Nahrungsmittelsicherheit nicht leiden. Möchte man bestehende Felder also der Landwirtschaft entziehen, dann muss man auf weniger Fläche mehr produzieren.

Am besten wäre es, die Länder der Erde würden dieses globale Problem auch gemeinsam angehen. Denn während hierzulande oft schon der maximal mögliche Ertrag aus den Kulturpflanzen herausgeholt wird, gibt es vor allem in Entwicklungsländern noch riesiges Potenzial. Mit geeigneten Sorten und besserer Bewirtschaftung, also effizienterer Bewässerung und Düngung, ließe sich der Ertrag oft erheblich steigern. Gleichzeitig muss die Zerstörung von Regenwäldern gestoppt werden, die unverzichtbar als CO2-Senken sind.

Wie wichtig eine höhere Effizienz und (zumindest teilweise) regionale Selbstversorgung sind, zeigt gerade die aktuelle weltpolitische Situation: Weil aufgrund des Ukraine-Kriegs Felder nicht bestellt werden und Russland Getreideexporte verbietet, drohen in Nordafrika Hungersnöte. Besser wäre es, die lokalen Bauern zu befähigen, auf ihren Feldern höhere Erträge zu erzielen.

## **Jede private Entscheidung hilft**

Doch es gibt noch eine weitere Möglichkeit, den Ausstoß der Treibhausgase zu senken, und sie betrifft jeden einzelnen von uns. Der Ansatz ist, weniger Feldfrüchte als Futtermittel zu verwenden. Denn jede pflanzliche Kalorie, die nicht direkt vom Menschen verzehrt wird, sondern erst den Umweg durch den Schweine- oder Rindermagen nimmt, verliert an Wert. So braucht es etwa 7 Kilogramm Futter, um 1 Kilogramm Rindfleisch zu erzeugen. Bei Schweinen liegt der Wert bei etwa 4 Kilogramm, bei Geflügel bei 2. Anders ausgedrückt: Eine Kalorie im Rindfleisch benötigt bis zu 21 pflanzliche Kalorien, eine Kalorie Geflügelfleisch etwa vier. Es wäre viel erreicht, wenn jeder von uns weniger Fleisch und stattdessen mehr pflanzliche Nahrungsmittel zu sich nehmen würde. Findige Unternehmen der Lebensmittelbranche haben hier in den letzten Jahren schon viele interessante Angebote gemacht. Fest steht allerdings auch: Die weltweiten Treibhausgasemissionen müssen auch in allen anderen Bereichen sinken. Die Landwirtschaft allein kann es nicht richten.

Quelle: [pflanzenforschung.de](https://www.pflanzenforschung.de/index.php/?cID=6696)

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