# Lecker? Nein: Giftig!

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- Entity type: Inhalt (`node`)
- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/lecker-nein-giftig
- Language: de
- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2018-04-26T09:13:31+00:00
- Updated: 2025-10-23T10:05:52+00:00
- Published: true
- Topics: Gesundheit / Verbraucherschutz, Lebensmittel / Ernährung
- Teaser text: Haben Sie das auch schon einmal in einer Trendzeitschrift gelesen oder in einem hippen Restaurant angepriesen bekommen: „Leckere und gesunde Snacks aus Kartoffelschalen“? Lassen Sie besser die Finger davon!

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© iStock Diesen Anblick mag der Eine oder Andere appetitlich finden, aber vor allem beim Genuss im Restaurant weiß man nichts über Alter und Herkunft der Kartoffeln – und ihrer Schalen.

26.04.2018

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Diesen Anblick mag der Eine oder Andere appetitlich finden, aber vor allem beim Genuss im Restaurant weiß man nichts über Alter und Herkunft der Kartoffeln – und ihrer Schalen.

26.04.2018

# Lecker? Nein: Giftig!

## Solanin: Vorsicht beim Verzehr von Kartoffelschalen

Haben Sie das auch schon einmal in einer Trendzeitschrift gelesen oder in einem hippen Restaurant angepriesen bekommen: „Leckere und gesunde Snacks aus Kartoffelschalen“? Lassen Sie besser die Finger davon!

[ ![Diesen Anblick mag der Eine oder Andere appetitlich finden, aber vor allem beim Genuss im Restaurant weiß man nichts über Alter und Herkunft der Kartoffeln – und ihrer Schalen.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/gebratene_kartoffeln_499879990m_istock.jpg.webp?h=39b07655&itok=GuGPbQhB "Diesen Anblick mag der Eine oder Andere appetitlich finden, aber vor allem beim Genuss im Restaurant weiß man nichts über Alter und Herkunft der Kartoffeln – und ihrer Schalen.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/gebratene_kartoffeln_499879990m_istock.jpg)© iStock

Diesen Anblick mag der Eine oder Andere appetitlich finden, aber vor allem beim Genuss im Restaurant weiß man nichts über Alter und Herkunft der Kartoffeln – und ihrer Schalen.

[ ![Aus Kartoffelschalen kann man prima Haarkuren, Spülmittel oder Kaminanzünder herstellen. Nur möglichst keine Lebensmittel.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/pommes_frites_176961904m_istock.jpg.webp?h=140710cd&itok=-jgzCoDL "Aus Kartoffelschalen kann man prima Haarkuren, Spülmittel oder Kaminanzünder herstellen. Nur möglichst keine Lebensmittel.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/pommes_frites_176961904m_istock.jpg)© iStock

Aus Kartoffelschalen kann man prima Haarkuren, Spülmittel oder Kaminanzünder herstellen. Nur möglichst keine Lebensmittel.

Leckere Chips aus Kartoffelschalen „für den Fernsehabend auf dem heimischen Sofa. Besonders die Schalen von Bio-Kartoffeln sind reich an wertvollen Nährstoffen und lassen sich mit wenig Aufwand in knusprige Kartoffelchips verwandeln.“ *(gelesen in der B.Z. im Oktober 2017)*. Oder: gebackene, gegrillte oder frittierte Kartoffelschalen als Spezialität in teuren Szene-Restaurants. Haben wir etwa all die Jahre das Beste von der Kartoffel schmählich vernachlässigt?

Es ist vielleicht nicht unangebracht, daran zu erinnern, dass unsere Vorfahren nur in großer Not Kartoffelschalen aßen. Das hat einen Grund, den unsere Ahnen eher nur ahnen konnten, die Wissenschaft heute aber eindeutig beweisen kann: Kartoffelschalen enthalten Glykoalkaloide, vor allem Solanin, und das ist giftig! Kartoffeln enthalten Alkaloide, um sich vor Schädlingen und Krankheitserregern zu schützen. Sie befinden sich vor allem in der Schale und können in grünen, keimenden und beschädigten Kartoffeln hohe Gehalte erreichen. Zu erkennen sind sie am bitteren Geschmack von Kartoffelgerichten und einem brennenden Gefühl im Mund. Vergiftungen äußern sich durch Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall, bis hin zu Bewusstseinsstörungen, Störungen von Hirnfunktion, Atmung oder Kreislauf. Tödliche Vergiftungen sind sehr selten.

## Küchentipps, die Oma schon kannte

Angesichts von Vergiftungsfällen hat das [Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)](http://www.bfr.bund.de) die bisher empfohlenen Grenzwerte von Glykoalkaloiden in Kartoffeln abgesenkt. Außerdem erinnert das BfR an übliche Empfehlungen zur Lagerung und Zubereitung von Kartoffeln:

- Kartoffeln kühl, dunkel und trocken lagern,
- Alte, eingetrocknete, grüne oder stark keimende Kartoffeln sowie Snacks, die überwiegend aus Kartoffelschalen bestehen, nicht verzehren,
- Grüne Stellen und „Augen“ großzügig entfernen,
- Zum Essen mit Schale eignen sich nur unverletzte, frische Kartoffeln,
- Kleine Kinder sollten keine ungeschälten Kartoffeln essen,
- Kartoffelgerichte nicht verzehren, wenn sie bitter schmecken,
- Kochwasser nicht wiederverwenden, Frittierfett regelmäßig wechseln.

Quelle: [BfR](http://www.bfr.bund.de/de/presseinformation/2018/15/solanin_in_kartoffeln__gruene_und_stark_keimende_knollen_sollten_aussortiert_werden-204263.html)

## Weitere Informationen

Fragen und Antworten zu Solanin in Kartoffeln (BfR)

[ Mehr erfahren ](http://www.bfr.bund.de/de/fragen_und_antworten_zu_solanin__glykoalkaloiden__in_kartoffeln-204257.html)

## Weitere Beiträge

[ ![Dunkel, kühl und frostfrei](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/kartoffelvermarktung_0.jpg.webp?h=5f62bdfc&itok=yxs4qcir)

25.03.2015

Dunkel, kühl und frostfrei

Was Oma noch wusste - so beginnen viele Ratgeber-Texte. Tatsache ist, dass vom Haushaltswissen um die richtige (Vorrats-)Lagerung von Obst und Gemüse so einiges verlorengegangen ist, gibt es doch zu jeder Jahreszeit jegliches Gemüse auch in kleinen Portionen frisch im Supermarkt. Doch wie sieht er nun aus, der ideale Kartoffelkeller, und wie machen es die Profis?

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/dunkel-kuehl-und-frostfrei)

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[ ![Kartoffel: Karriere mit Höhen und Tiefen](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/kartoffeln_foto_rainer_sturm_pixelio.de_.jpg.webp?h=5fa3854b&itok=W0XqLB8R)

01.10.2015

Kartoffel: Karriere mit Höhen und Tiefen

Pommes frites, Kartoffelchips, Röstis, Reibekuchen, Püree oder Gnocchis – die Veredlungsprodukte aus Kartoffeln sind mittlerweile beliebter als Frischkartoffeln. Die Knollen sind nach wie vor ein Grundnahrungsmittel. Dabei hatten die ursprünglich aus den Anden stammenden Pflanzen einen schweren Start in Deutschland. Für Ernährungsbewusste ist die Kartoffel interessant, weil sie 80 Prozent Wasser enthält. Für Landwirte und Handel ist das jedoch eine Herausforderung, wenn sie nach monatelanger Lagerung noch Top-Qualitäten anbieten wollen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/kartoffel-karriere-mit-hoehen-und-tiefen)

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[ ![Mit natürlichen Giften leben](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/lerieknollen-sollten-nicht-ueber-laengere-zeit-gelagert-werden-da-pilzinfektionen-die-schaedlichen-inhaltsstoffe-die-furanocumarine-verzehnfachen-koennen.jpg.webp?h=2a479378&itok=0D3wmu4k)

22.12.2009

Mit natürlichen Giften leben

Die Eigenschaften von Naturprodukten sind oft weniger bekannt als die synthetisch hergestellter Chemikalien. Das gilt selbst für natürliche Inhaltsstoffe von Nahrungspflanzen, Heilkräutern und Gewürzpflanzen. Sie können gesundheitsschädlich sein und in manchen Fällen krebserregend oder erbgutschädigend wirken. Welche Stoffe das sind und in welcher Menge sie schädlich sind, erforscht das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Weil natürliche Pflanzen-Inhaltsstoffe zunehmend in isolierter Form oder als konzentrierte Extrakte in Lebensmitteln und in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet werden, gewinnt dieses Arbeitsgebiet an Bedeutung.

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