# Joghurt aus Pflanzen

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- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/joghurt-aus-pflanzen
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- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2020-08-14T12:30:52+00:00
- Updated: 2025-10-23T10:05:52+00:00
- Published: true
- Topics: Lebensmittel / Ernährung
- Teaser text: Die Firma Prolupin isoliert im mecklenburgischen Grimmen in einem patentierten Verfahren das Protein aus Lupinensamen, um damit Lebensmittel herzustellen. Unter der Marke „Made with Luve“ gibt es inzwischen Lupinen-Joghurt, -Drink, -Eis, -Nudeln oder -Frischkäse.

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© iStock Aus Lupinensamen können leckere Lebensmittel wie Joghurt, Eis, Nudeln oder Frischkäse hergestellt werden.

10.09.2020

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Aus Lupinensamen können leckere Lebensmittel wie Joghurt, Eis, Nudeln oder Frischkäse hergestellt werden.

10.09.2020

Joghurt aus Pflanzen

## Lupinensamen liefern Rohstoff für leckere Lebensmittel

Die Firma Prolupin isoliert im mecklenburgischen Grimmen in einem patentierten Verfahren das Protein aus Lupinensamen, um damit Lebensmittel herzustellen. Unter der Marke „Made with Luve“ gibt es inzwischen Lupinen-Joghurt, -Drink, -Eis, -Nudeln oder -Frischkäse.

[ ![Aus Lupinensamen können leckere Lebensmittel wie Joghurt, Eis, Nudeln oder Frischkäse hergestellt werden.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/lupinensamen_1251162869istock.jpg.webp?h=119335f7&itok=ncroh2pi "Aus Lupinensamen können leckere Lebensmittel wie Joghurt, Eis, Nudeln oder Frischkäse hergestellt werden.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/lupinensamen_1251162869istock.jpg)© iStock

Aus Lupinensamen können leckere Lebensmittel wie Joghurt, Eis, Nudeln oder Frischkäse hergestellt werden.

[ ![Lupinen sind für leichte Standorte geeignet und lockern intensive Fruchtfolgen auf.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/lupine_catrin_hahn.jpg.webp?h=7922499f&itok=Vne10R9s "Lupinen sind für leichte Standorte geeignet und lockern intensive Fruchtfolgen auf.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/lupine_catrin_hahn.jpg)© Catrin Hahn

Lupinen sind für leichte Standorte geeignet und lockern intensive Fruchtfolgen auf.

[ ![Mit Geschmack und ohne Milch. Die Produkte von &quot;Made with Luve&quot; – Eis, Joghurt, Milchdrink, Dessert, Frischkäse, Nudeln und anderes mehr – kommen ohne tierische Bestandteile aus.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/produkte_2_catrin_hahn.jpg.webp?h=99ca42b8&itok=kojxtayy "Mit Geschmack und ohne Milch. Die Produkte von &quot;Made with Luve&quot; – Eis, Joghurt, Milchdrink, Dessert, Frischkäse, Nudeln und anderes mehr – kommen ohne tierische Bestandteile aus.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/produkte_2_catrin_hahn.jpg)© Catrin Hahn

Mit Geschmack und ohne Milch. Die Produkte von "Made with Luve" – Eis, Joghurt, Milchdrink, Dessert, Frischkäse, Nudeln und anderes mehr – kommen ohne tierische Bestandteile aus.

[ ![Die Verarbeitungsschritte und Endprodukte der Lupinenverarbeitung: Lupinenschlaen, Öl, gelbe Flocken (yellow flakes), weiße Flocken (white flakes), LPI. Alle Endprodukte werden gewinnbringend vermarktet, um den Verarbeitungsprozess nachhaltig zu gestalten. ](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/produkte_catrin_hahn.jpg.webp?h=49265be2&itok=TIgQ4Xdg "Die Verarbeitungsschritte und Endprodukte der Lupinenverarbeitung: Lupinenschlaen, Öl, gelbe Flocken (yellow flakes), weiße Flocken (white flakes), LPI. Alle Endprodukte werden gewinnbringend vermarktet, um den Verarbeitungsprozess nachhaltig zu gestalten. ") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/produkte_catrin_hahn.jpg)Die Verarbeitungsschritte und Endprodukte der Lupinenverarbeitung: Lupinenschlaen, Öl, gelbe Flocken (yellow flakes), weiße Flocken (white flakes), LPI. Alle Endprodukte werden gewinnbringend vermarktet, um den Verarbeitungsprozess nachhaltig zu gestalten.

[ ![Das patentierte Verfahren hinter den &quot;Made with Luve&quot;-Produkten beruht auf 25 Jahren Forschungsarbeit. 2014 wurden die Erfinder dafür mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/joghurt_catrin_hahn.jpg.webp?h=04b27c97&itok=DtcsC_uz "Das patentierte Verfahren hinter den &quot;Made with Luve&quot;-Produkten beruht auf 25 Jahren Forschungsarbeit. 2014 wurden die Erfinder dafür mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/joghurt_catrin_hahn.jpg)© Catrin Hahn

Das patentierte Verfahren hinter den "Made with Luve"-Produkten beruht auf 25 Jahren Forschungsarbeit. 2014 wurden die Erfinder dafür mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet.

Schon mal „Lughurt“ gegessen? Nein, das ist kein lustiger Versprecher eines Zweijährigen, sondern ein Nahrungsmittel, das man im Supermarkt kaufen kann. Es steht direkt neben dem Joghurt. „Lughurt“ ist ein Joghurt, der anstatt mit Milcheiweiß mit Lupineneiweiß hergestellt ist. Der also laktosefrei, aber auch sojafrei ist. Kein unwichtiges Argument in der heutigen Schlacht um die Deutungshoheit am Kühlregal. Natürlich auch wichtig für Menschen mit Laktoseintoleranz.

## Von der Idee zum Produkt

Prolupin ist ein junges Unternehmen mit Sitz in Grimmen und Bremen, gegründet von Wissenschaftlern des Fraunhofer-Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung in Freising bei München. Die hatten seit 25 Jahren an Fraktionierungsverfahren geforscht, um Eiweiß aus Lupinen zu isolieren. 2010 war man mit dem weltweit einzigartigen Verfahren so weit, dass man beschloss, ein Start-up auszugründen. Heute wird im Werk in Grimmen unter strengen Qualitätsauflagen aus jährlich 550 bis 600 Tonnen Rohware das Lupinenproteinisolat (LPI) gewonnen. Vertragspartner – in der Regel Molkereien – stellen daraus Milchdrink, Joghurt, Frischkäse oder Eis her.

Das Isolat – etwa 15 bis 17 Kilogramm quarkartige Masse aus 100 Kilogramm Lupinen – enthält einen enorm hohen Protein-Anteil von über 90 Prozent in der Trockensubstanz. Anders als mit Lupinenmehlen können damit Struktur, Textur und Sensorik von Lebensmitteln quasi nach Belieben gestaltet, Milch, Fleisch oder Eier komplett ersetzt werden. Das Isolat kann also über Molkereiprodukte hinaus für den Einsatz in Back- oder Fleischwaren, Feinkostprodukten oder Nudeln maßgeschneidert modifiziert werden. Auch alle anderen im Prozess anfallenden Zwischenprodukte des Verfahrens – Lupinenschalen, -öl, -fasern und -flocken – werden als Zusatzstoffe für Lebens- oder Futtermittel vermarktet.

## Start in die Großproduktion

2015 begann für die Marke „Made with Luve“ das Rennen um die Kundengunst am Supermarktregal. Der Moment der Wahrheit für jede gute Produktidee. Dabei half sicher der Umstand, dass das Start-up 2014 mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet wurde. Es begann mit Eis, wenig später gefolgt von Joghurt, Milchdrink, Dessert und Frischkäse, alle in verschiedenen Geschmacksrichtungen.

Prolupin möchte sich allerdings mit seinen Produkten nicht in die Diskussion um vegane Ernährung einmischen oder als Spezialanbieter für laktosefreie Produkte wahrgenommen werden, betont Ulf Jansen, im Unternehmen zuständig für Produktion, Produktentwicklung und Saat/Ernte: „Wir wollen Verbraucher ansprechen, die Wert auf gutes, leckeres Essen legen. Die an Nachhaltigkeit interessiert sind und regionale Landwirtschaft fördern wollen. Immerhin kommt unser kompletter Rohstoff aus Mecklenburg-Vorpommern“.

## Rohstoff ist alter Bekannter

Der Rohstoff ist tatsächlich ein „alter Bekannter“ auf leichten Böden. Jahrhundertelang waren Lupinen zur Bodenverbesserung und Stickstoffanreicherung auf sandigen Böden zu Hause. Wegen der Bitterstoffe in den Samen ging das Erntegut allerdings in den Futtertrog. Dank züchterischer Arbeit sind sowohl die Bitterstoffe als auch die gefürchtete Lupinenkrankheit [Anthraknose ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/der-anthraknose-vorbeugen)heute kaum noch ein Thema.

Ernährungswissenschaftler prognostizieren der Süßlupine übrigens eine großartige Zukunft als Nahrungspflanze. Sie könnte zu einer der wichtigsten pflanzlichen Eiweißquellen werden, um weltweit Proteine tierischen Ursprungs zu ersetzen. In einer Studie wurde sie unlängst als „Eiweißquelle der Zukunft“ bezeichnet. Darin wurde auch vorhergesagt, dass der weltweite Markt für Milch-Alternativen bis 2025 jährlich um 12,4 Prozent auf 25 Milliarden Dollar wachsen wird.

## Weitere Informationen

Webseite Prolupin GmbH

[ Mehr erfahren ](https://www.prolupin.de/)

## Weitere Beiträge

[ ![Schafft es die Lupine in die Küche?](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/samen_foto_deutscher_zukunftspreis_ansger_pudenz.jpg.webp?h=5fa3854b&itok=U1lXbo5p)

20.08.2015

Schafft es die Lupine in die Küche?

Die Lupine ist vielen bislang als farbenfrohe Staude in Bauern- und Landhausgärten oder als Futterpflanze bekannt. Doch mittlerweile könnte sie auch als Nahrungspflanze punkten. Lupinen-Speiseeis gibt es bereits seit einigen Jahren. Weitere Produkte wie Milch oder Joghurt sowie Wurst- und Fleischersatzprodukte stehen in den Startlöchern. Damit tritt die heimische Pflanze in Konkurrenz zu Soja.

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17.09.2015

Sojabohnen zuerst in den Betonmischer, dann säen

Soja ist für Vegetarier und Fleischesser gleichermaßen eine wichtige Kultur. Zum einen sind die gelblichen Samen der Rohstoff für Tofu, Tempeh sowie Fleisch- und Milchersatzprodukte. Zum anderen liefern sie ein hochwertiges Eiweißfutter vor allem für Schweine und Geflügel. Auch wenn in Deutschland der Anbau zugenommen hat, kommt der Großteil der Bohnen nach wie vor aus Übersee. Vor der Saat vermischen Anbauer die Bohnen mit Bakterien, die einen Teil des benötigten Düngers produzieren. Die Unkrautregulierung ist eine der größten Herausforderungen für heimische Anbauer.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/sojabohnen-zuerst-den-betonmischer-dann-saeen)

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19.10.2016

Internationales Jahr der Hülsenfrüchte 2016

Bohnen, Linsen, Erbsen, Soja und Co. haben mehr Aufmerksamkeit verdient! Daher erklärten die Vereinten Nationen (UN) das Jahr 2016 zum „Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte“ und fordern, das Eiweiß dieser Pflanzen besser zu nutzen und ihren weltweiten Anbau zu steigern. Denn Hülsenfrüchte sind wertvolle Eiweißquellen für die menschliche und tierische Ernährung. Außerdem können sie auf dem Acker Stickstoff binden – davon profitieren die Pflanzen und der Boden gleichermaßen.

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19.09.2018

Quinoa aus Deutschland

Quinoa gehört zu den Trendlebensmitteln der letzten Jahre, zum sogenannten „Superfood“. Die steigende Nachfrage hat allerdings auch Nachteile für die Herkunftsländer gebracht. Die Lösung wäre eine regionale Erzeugung. Noch beschränkt sich der Quinoa-Anbau in Deutschland zwar auf wenige Landwirte. Das Potenzial für eine lohnende Produktion ist aber durchaus vorhanden.

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13.05.2020

Wunderkorn Amarant

Das Wunderkorn, das „unsterblich macht“ – so sahen die Inkas und Azteken den Amarant. Die kleinen Körnchen des Pseudogetreides sind als „Powerkorn“ vor allem in der leichten Küche als Müsli-Zutat oder bei Sportlern beliebt. Professionell angebaut wird er heute auch in Europa, und selbst im eigenen Garten kann Amarant an warmen Standorten kultiviert werden.

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[ ![Leguminosen: Düngerfabrik in den Wurzeln](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/zaunwicke_foto_frank_vincentz.jpg.webp?h=0df1ad07&itok=WvOR9HDg)

18.03.2020

Leguminosen: Düngerfabrik in den Wurzeln

Zu den ersten Ackerkulturen, die Landwirte im Frühjahr aussäen, zählen Ackerbohnen und Erbsen. Die beiden Leguminosen unterscheiden sich von anderen Kulturen. Sie erzeugen nämlich mithilfe von Knöllchenbakterien ihren eigenen Stickstoffdünger. Eine klassische Win-Win-Situation.

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