# Internationales Jahr der Hülsenfrüchte 2016

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- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/internationales-jahr-der-huelsenfruechte-2016
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- Created: 2016-10-19T09:06:57+00:00
- Updated: 2025-10-23T10:05:52+00:00
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- Topics: Düngung, Lebensmittel / Ernährung
- Teaser text: Bohnen, Linsen, Erbsen, Soja und Co. haben mehr Aufmerksamkeit verdient! Daher erklärten die Vereinten Nationen (UN) das Jahr 2016 zum „Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte“ und fordern, das Eiweiß dieser Pflanzen besser zu nutzen und ihren weltweiten Anbau zu steigern. Denn Hülsenfrüchte sind wertvolle Eiweißquellen für die menschliche und tierische Ernährung. Außerdem können sie auf dem Acker Stickstoff binden – davon profitieren die Pflanzen und der Boden gleichermaßen.

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Hülsenfrüchte liefern wertvolles Eiweiß für die menschliche Ernährung, ihr Verzehr wird von Gesundheitsorganisationen auf der ganzen Welt empfohlen.

29.11.2016

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## Wichtige Eiweißquellen für Teller und Trog im Fokus

Bohnen, Linsen, Erbsen, Soja und Co. haben mehr Aufmerksamkeit verdient! Daher erklärten die Vereinten Nationen (UN) das Jahr 2016 zum „Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte“ und fordern, das Eiweiß dieser Pflanzen besser zu nutzen und ihren weltweiten Anbau zu steigern. Denn Hülsenfrüchte sind wertvolle Eiweißquellen für die menschliche und tierische Ernährung. Außerdem können sie auf dem Acker Stickstoff binden – davon profitieren die Pflanzen und der Boden gleichermaßen.

[ ![Hülsenfrüchte liefern wertvolles Eiweiß für die menschliche Ernährung, ihr Verzehr wird von Gesundheitsorganisationen auf der ganzen Welt empfohlen.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/leguminosen_20146755l_istock.jpg.webp?h=43353a53&itok=4A9eRRra "Hülsenfrüchte liefern wertvolles Eiweiß für die menschliche Ernährung, ihr Verzehr wird von Gesundheitsorganisationen auf der ganzen Welt empfohlen.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/leguminosen_20146755l_istock.jpg)© istock

Hülsenfrüchte liefern wertvolles Eiweiß für die menschliche Ernährung, ihr Verzehr wird von Gesundheitsorganisationen auf der ganzen Welt empfohlen.

[ ![Nahaufnahme von den ausgegrabenen Wurzeln einer Ackerbohne. An den Wurzeln sind die für Leguminosen typischen weißen Knöllchenbakterien zu erkennen.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/wurzel_ackerbohne100844_landpixel.jpg.webp?h=a0639699&itok=_SKkcAqD "Nahaufnahme von den ausgegrabenen Wurzeln einer Ackerbohne. An den Wurzeln sind die für Leguminosen typischen weißen Knöllchenbakterien zu erkennen.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/wurzel_ackerbohne100844_landpixel.jpg)© landpixel

Nahaufnahme von den ausgegrabenen Wurzeln einer Ackerbohne. An den Wurzeln sind die für Leguminosen typischen weißen Knöllchenbakterien zu erkennen.

[ ![Eine blaue Lupine auf einer Wiese. Aufgrund ihrer auffälligen Blüten nennt man Hülsenfrüchte auch Schmetterlingsblütler.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/lupine_89057631l_istock.jpg.webp?h=dc7f82a2&itok=Qzwcl-u- "Eine blaue Lupine auf einer Wiese. Aufgrund ihrer auffälligen Blüten nennt man Hülsenfrüchte auch Schmetterlingsblütler.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/lupine_89057631l_istock.jpg)© istock

Eine blaue Lupine auf einer Wiese. Aufgrund ihrer auffälligen Blüten nennt man Hülsenfrüchte auch Schmetterlingsblütler.

[ ![Mähdrescher bei der Ernte von Ackerbohnen. Diese zählen zu den Körnerleguminosen, welche Tiere als Schrot gemischt mit anderem Futter fressen.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/ernte_ackerbohnen132077_landpixel.jpg.webp?h=bc816b12&itok=Y3A3bRJ_ "Mähdrescher bei der Ernte von Ackerbohnen. Diese zählen zu den Körnerleguminosen, welche Tiere als Schrot gemischt mit anderem Futter fressen.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/ernte_ackerbohnen132077_landpixel.jpg)© landpixel

Mähdrescher bei der Ernte von Ackerbohnen. Diese zählen zu den Körnerleguminosen, welche Tiere als Schrot gemischt mit anderem Futter fressen.

[ ![Klee gehört zu den Futterleguminosen - als Frischfutter oder als Heu für Tiere verwendet.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/kleeballen_40140250l_istock.jpg.webp?h=43353a53&itok=q-K1cRG5 "Klee gehört zu den Futterleguminosen - als Frischfutter oder als Heu für Tiere verwendet.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/kleeballen_40140250l_istock.jpg)© istock

Klee gehört zu den Futterleguminosen - als Frischfutter oder als Heu für Tiere verwendet.

## Riesige Familie mit besonderen Fähigkeiten

Mit weltweit über 20 000 Kultur- und Wildarten sind die Hülsenfrüchte eine der größten Pflanzenfamilien. Zu den sogenannten Leguminosen gehören beispielsweise [Erbsen](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/von-wegen-gruenes-gemuese), [Bohnen](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/ach-du-dicke-bohne), Linsen, [Soja](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/sojabohnen-zuerst-den-betonmischer-dann-saeen) und [Lupinen](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/schafft-es-die-lupine-die-kueche). Aufgrund ihrer auffälligen Blütenform gab man ihnen auch den Namen Schmetterlingsblütler. Das Besondere an der Pflanzenfamilie ist, dass sie zusammen mit bestimmten Bakterien an ihren Wurzeln Knöllchen (knotenartige Anschwellungen) ausbilden und in diesen eine Symbiose eingehen: Die Bakterien binden Stickstoff aus der Bodenluft und machen ihn für die Leguminosen verfügbar, die daraus Eiweiß bilden und in ihren Samen bzw. Früchten anreichern. Als Gegenleistung geben die Pflanzen Kohlenhydrate aus ihrer Fotosynthese an die Bakterien ab, die daraus Energie gewinnen.

## Anbau fördert Bodenfruchtbarkeit

Leguminosen können 300 Kilogramm und mehr Stickstoff je Hektar binden, wovon sie selbst nur einen kleinen Teil benötigen. Teilweise pflügen Landwirte die Pflanzen unter, bevor sie die nächste Kultur aussäen. Durch diese „Gründüngung“ kann die Folgekultur den gebundenen Stickstoff nutzen. Der Anbau von Hülsenfrüchten fördert auch die Humusbildung und die Bodenfruchtbarkeit: Ihr verzweigtes Wurzelsystem lockert den Boden auf. Außerdem machen die Wurzeln wichtige Nährstoffe verfügbar und sind im Herbst Nahrung für Bodenlebewesen. Davon profitieren nachfolgende Kulturpflanzen. Baut man beispielsweise nach [Ackerbohnen](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/die-ackerbohne-bekannt-und-auch-verkannt) Winterweizen an, können die Erträge bis zu 15 Prozent höher ausfallen. Darüber hinaus bringt der Anbau von Leguminosen mehr Vielfalt in die Fruchtfolgen auf den Äckern – das hilft Schädlinge und Krankheiten einzudämmen.

## Schmackhafte Eiweißlieferanten

Lange galten Bohnen, Erbsen, Linsen und Co. als „Arme-Leute-Essen“, das Unwohlsein und Blähungen nach sich zieht. Heute erleben sie aufgrund ihrer vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten besonders in der vegetarischen und veganen Ernährung ein Comeback. Neben den Hülsenfrüchten „pur“ gibt es immer mehr Produkte mit Zutaten auf Hülsenfruchtbasis im Handel. Die Früchte beziehungsweise Samen der Hülsenfrüchte liefern reichlich wertvolle pflanzliche Eiweiße beziehungsweise Aminosäuren, aber auch Fette, Kohlenhydrate und Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Sie gelten als energiereich und sättigend. Zur Deckung des Eiweißbedarfs sind wöchentlich zwei Portionen Hülsenfrüchte sinnvoll.

## Hülsenfrüchte als Tierfutter

Leguminosen enthalten sehr viel Eiweiß, zum Teil mehr als 40 Prozent. Das macht sie als Futterpflanzen interessant, da Nutztiere einen sehr hohen Bedarf an Eiweiß haben. Man unterscheidet zwischen den „Futterleguminosen“ wie Luzerne und Klee, welche die Tiere als Heu oder Silage fressen, und den „Körnerleguminosen“ wie Soja, Futtererbsen, Ackerbohnen oder Lupinen, welche die Tiere als zerkleinerte Früchte (Schrot) zusammen mit anderem Futter bekommen. Vor allem Sojaextraktionsschrot ist ein fester Bestandteil vieler Futterrationen in der Nutztierhaltung. Für Schweine eignen sich zum Beispiel auch die Körner von Futtererbse und Ackerbohne. Wiederkäuer wie Rinder fressen zum Beispiel Kleegras-Gemisch und Lupinensamen.

## Strategie für einheimische Eiweißbringer

Deutschland hat einen hohen Bedarf an Hülsenfrüchten, trotzdem werden sie hierzulande nur auf knapp 1,5 Prozent der Ackerfläche angebaut. Der Großteil der benötigten Hülsenfrüchte wird importiert. Mit dem Ziel, den Leguminosenanbau in Deutschland zu fördern und die Anbaufläche auszudehnen, hat das Bundeslandwirtschaftsministerium eine „Eiweißpflanzenstrategie“ veröffentlicht. Im Rahmen dieser Strategie startete 2011 das LeguAN-Projekt zur Herstellung von innovativen Lebens- und Futtermitteln auf der Basis heimischer Leguminosenarten. Beispielsweise sollen Backzutaten aus Erbsenschrot oder Nudeln aus Erbsenmehl marktreif werden. Eine Akzeptanzstudie bei Verbrauchern begleitete die Produktentwicklung. Außerdem wurden Landwirte zum Anbau von Körnerleguminosen befragt. Ein erstes Fazit des Projekts lautet: Gelingt es, entsprechende Produkte erfolgreich zu vermarkten, liegen beste Voraussetzungen für die angestrebte Nachhaltigkeit für Anbau und Konsum von Körnerleguminosen vor.

## Weitere Beiträge

[ ![Leguminosen: Düngerfabrik in den Wurzeln](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/zaunwicke_foto_frank_vincentz.jpg.webp?h=0df1ad07&itok=WvOR9HDg)

18.03.2020

Leguminosen: Düngerfabrik in den Wurzeln

Zu den ersten Ackerkulturen, die Landwirte im Frühjahr aussäen, zählen Ackerbohnen und Erbsen. Die beiden Leguminosen unterscheiden sich von anderen Kulturen. Sie erzeugen nämlich mithilfe von Knöllchenbakterien ihren eigenen Stickstoffdünger. Eine klassische Win-Win-Situation.

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[ ![Erbsen und andere Leguminosen](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/feld-mit-ackerbohnen.jpg.webp?h=4768f3e9&itok=LW2ZtxmI)

13.07.2006

Erbsen und andere Leguminosen

Man sieht sie eher seltener auf den Feldern: Hülsenfrüchte oder Leguminosen, z. B. Ackerbohnen und Körnererbsen - einheimische Eiweißbringer für Futtermittel. Aber auch beliebt bei Schwarzer Bohnenlaus und Erbsenblattlaus und vielen Schaderregern mehr. Zu den zahlreichen Verwandten der genannten Futterleguminosen gehören Gemüsearten wie Busch- , Stangen- , Feuer- oder die Puffbohnen, bekannt als Dicke Bohnen, sowie Schal-, Mark- oder Zuckererbsen – mit ernährungsphysiologisch wertvollen Inhaltsstoffen. Auch bestimmte Lupinen-Sorten, die im Mai mit ihren prächtigen Blütenkerzen die Gärten schmücken, gehören zu den Verwandten. Besondere Fähigkeit der Leguminosen: Mit Hilfe von Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln können sie Stickstoff aus der Bodenluft binden.

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[ ![Buschbohnen und Stangenbohnen im heimischen Garten ziehen](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/feuerbohnen_67383976m_fotolia.jpg.webp?h=5fa3854b&itok=3bhfYLB6)

09.07.2015

Buschbohnen und Stangenbohnen im heimischen Garten ziehen

Was haben die mexikanischen Frijoles, die serbische Pasulj-Suppe und das brasilianische Tutu mineiro mit dem norddeutschen „Beer'n, Bohn un Speck“ gemeinsam? Es sind alles leckere Bohnengerichte. Die Gartenbohne, mit dem Fachnamen auch Phaseolus vulgaris L. genannt, wird in vielen Ländern auf der Welt für den Markt angebaut.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/buschbohnen-und-stangenbohnen-im-heimischen-garten-ziehen)

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[ ![Der Anthraknose vorbeugen ](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/feldbestand-blaue-lupine-sorte-probor.jpeg.webp?h=8320c8ee&itok=IAHkq9kw)

14.01.2010

Der Anthraknose vorbeugen

In Deutschland werden rund 20 000 Hektar Lupinen angebaut, wobei sich die Blaue Lupine durchgesetzt hat. Die gelben und weißen, durch ihre großen und kerzenförmigen Blütenstände auffälligen Pflanzen, sind in den vergangenen Jahren fast vollständig von der Bildfläche verschwunden. Schuld ist die Anthraknose, die weltweit bedeutendste Krankheit dieser Hülsenfrucht, ausgelöst durch Colletotricum lupini, einen pilzlichen Erreger.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/der-anthraknose-vorbeugen)

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