# Erntezeit für Holunderbeeren

## Metadata

- Entity type: Inhalt (`node`)
- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/erntezeit-fuer-holunderbeeren
- Language: de
- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2026-08-05T10:18:57+00:00
- Updated: 2026-08-05T10:35:15+00:00
- Published: true
- Topics: Haus & Garten, Lebensmittel / Ernährung
- Teaser text: Der Schwarze Holunder war die „Heilpflanze des Jahres 2024“. Und das nicht ohne Grund. Denn sowohl die Blüten als auch die Beeren werden traditionell vor allem bei Erkältungen eingesetzt. Aber auch kulinarisch hat Holunder viel zu bieten. Da lohnt es sich, die Beeren jetzt zu ernten.

## Content

© iStock Im Spätsommer ist Erntezeit für Holunderbeeren.

05.08.2026

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ IVA-Magazin ](https://www.iva.de/iva-magazin) [ Umwelt &amp; Verbraucher ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher) Erntezeit Für Holunderbeeren

![<p>Im Spätsommer ist Erntezeit für Holunderbeeren.</p>](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-08/iStock-2175926196.jpg.webp?h=02f03110&itok=zd9sFyrP)

© iStock

Im Spätsommer ist Erntezeit für Holunderbeeren.

05.08.2026

Erntezeit für Holunderbeeren

## Gesunder und kulinarischer Spätsommergenuss

Der Schwarze Holunder war die „Heilpflanze des Jahres 2024“. Und das nicht ohne Grund. Denn sowohl die Blüten als auch die Beeren werden traditionell vor allem bei Erkältungen eingesetzt. Aber auch kulinarisch hat Holunder viel zu bieten. Da lohnt es sich, die Beeren jetzt zu ernten.

[ ![Im Spätsommer ist Erntezeit für Holunderbeeren.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/2026-08/iStock-2175926196.jpg.webp?h=02f03110&itok=wdJMj7C5 "Im Spätsommer ist Erntezeit für Holunderbeeren.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/2026-08/iStock-2175926196.jpg)© iStock

Im Spätsommer ist Erntezeit für Holunderbeeren.

[ ![Bei der Ernte schneidet man am besten ganze Dolden.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/2026-08/iStock-1660804679.jpg.webp?h=140710cd&itok=fCGhDsur "Bei der Ernte schneidet man am besten ganze Dolden.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/2026-08/iStock-1660804679.jpg)© iStock

Bei der Ernte schneidet man am besten ganze Dolden.

[ ![Holundersaft ist gesund und kann vielfältig weiterverarbeitet werden.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/2026-08/iStock-847236602.jpg.webp?h=140710cd&itok=4sqvMH7p "Holundersaft ist gesund und kann vielfältig weiterverarbeitet werden.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/2026-08/iStock-847236602.jpg)© iStock

Holundersaft ist gesund und kann vielfältig weiterverarbeitet werden.

Im August und September reifen die Früchte, die eigentlich keine Beeren, sondern Steinfrüchte sind. Geerntet werden sie, wenn sie dunkelviolett bis tiefschwarz sind und die Dolden leicht nach unten hängen.

## **Holunderbeeren ernten**

Wer einen Holunderbusch im Garten hat, ist besonders gesegnet, denn so kann die gesamte Ernte verwendet werden. Auf öffentlichen Flächen gilt dagegen die sogenannte Handstraußregel, die im Bundesnaturschutzgesetz festgeschrieben ist: *„Jeder darf (…) wild lebende Blumen, Gräser, Farne, Moose, Flechten, Früchte, Pilze, Tee- und Heilkräuter sowie Zweige wild lebender Pflanzen aus der Natur an Stellen, die keinem Betretungsverbot unterliegen, in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf pfleglich entnehmen und sich aneignen.“* So bleiben auch genügend Früchte für Vögel und andere Wildtiere übrig. Diese lieben das schmackhafte Wildobst ebenfalls und tragen zur Verbreitung der Samen bei. Aber zurück zu den Menschen: Bei der Ernte werden am besten die ganzen, vollreifen Dolden mit einer scharfen Schere abgeschnitten und in eine flache Kiste gelegt, da sie recht druckempfindlich sind. Erst zuhause sollten die Früchte abgestreift werden, um sie zu verarbeiten.

## **Holunderfrüchte verarbeiten**

Vor der Verarbeitung die Beerendolden mit kaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen. Dann die Beeren mit den Fingern oder mit einer Gabel von den Stielen lösen. Für Marmelade oder Chutney sowie andere Erzeugnisse, bei denen die Holunderbeeren ganz zum Einsatz kommen, empfiehlt es sich, die kleinen Stiele sorgfältig zu entfernen. Für Saft oder Sirup ist dies nicht zwingend notwendig, da die festen Bestandteile abgesiebt werden. Zur Saftgewinnung werden die Beeren mit wenig Wasser langsam erhitzt und etwa 20 Minuten geköchelt. Das macht sie auch bekömmlich: Das enthaltene cyanogene (blausäurebildende) Glycosid Sambunigrin wird dabei weitgehend abgebaut, und eventuell freigesetzte Blausäure entweicht mit dem Wasserdampf. Nach dem Kochen wird das Frucht-Saft-Gemisch in ein Passiertuch oder ein feines Metallsieb gegeben. Um den Saft haltbar zu machen, sollte er danach noch einmal erhitzt werden, bevor er in sterilisierte Flaschen abgefüllt wird. Wahlweise kann jetzt auch Zucker zugegeben werden.

## **Holunder vielfältig genießen**

Holundersaft schmeckt mit Mineralwasser als Schorle, im Winter als Fruchtpunsch. Außerdem ist er eine gute Basis für fruchtige Soßen und kann zu Gelee weiterverarbeitet werden. Dafür wird er mit Gelierzucker und etwas Zitronensaft sprudelnd gekocht und in sterile Einmachgläser abgefüllt. Holundergelee passt gut zu Käse und Wildgerichten, ist außerdem köstlich in Desserts und Kuchen. Und natürlich ist es auch pur auf dem Frühstücksbrötchen ein fruchtig-aromatischer Genuss. Um Holunderessig herzustellen, wird der Saft mit Korn und Weißweinessig vermischt und abgedeckt mit einem sauberen Handtuch an einem warmen Ort stehen gelassen, bis die Essigsäurebakterien ihr Werk vollendet haben. Das dauert etwa vier bis acht Wochen.

## Weitere Beiträge

[ ![Der Schwarze Holunder ist „Heilpflanze des Jahres 2024“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2023-06/Holunderbl%C3%BCten%20%28Gabriele%20Hanke_fotografie-pur_104332%29kompr.jpg.webp?h=b6b2a568&itok=42ZYNAGK)

20.06.2023

Der Schwarze Holunder ist „Heilpflanze des Jahres 2024“

Der Schwarze Holunder wurde durch die Jury des Natruheilvereins NHV Theophrastus zur „Heilpflanze des Jahres“ gekürt. Er ist ein bewährtes Mittel bei Fieber und Atemwegsinfekten, hat aber noch viele weitere Einsatzmöglichkeiten.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/der-schwarze-holunder-ist-heilpflanze-des-jahres-2024)

](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/der-schwarze-holunder-ist-heilpflanze-des-jahres-2024)

[ ![In diesem Strauch steckt ein Zauber](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/holunderstrauch_67481446l_fotolia.jpg.webp?h=c441e8fa&itok=An1Vu4ut)

29.04.2016

In diesem Strauch steckt ein Zauber

Viele Wege werden von diesem Busch, der sich gelegentlich zu einem Baum auswächst, gesäumt, in wilden Hecken oder naturbelassenen Waldstücken ist er zu finden. Der Erwerbsobstbau macht sich längst zunutze, was alles in ihm steckt, und zunehmend gewinnt der Holunder sogar viele Freunde in Privatgärten und sogar auf Balkonen und Terrassen. Er dankt es mit dichtem Laub, stark duftenden gelblich-weißen Blüten, farbigen Beeren und liefert auch noch verblüffende Heilkräfte. Wer alle seine Talente ausschöpfen und erhalten will, sollte ihm aber auch ein Mindestmaß an wachstumsfördernder und pflanzenschützender Aufmerksamkeit widmen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/diesem-strauch-steckt-ein-zauber)

](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/diesem-strauch-steckt-ein-zauber)

[ ![Der Gewöhnliche Schneeball](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/viburnum_opulus_130473137m_fotolia.jpg.webp?h=16a6d817&itok=2BU-RvmG)

19.04.2017

Der Gewöhnliche Schneeball

Er wächst gern am Waldrand und in Wassernähe und seine weißen Blüten ähneln denen des Holunders, daher wird er auch Wasserholder oder Wasser-Schneeball genannt. Der Gewöhnliche oder Gemeine Schneeball kommt sowohl wild als auch in Kulturform bei uns vor. Letztere ist ein beliebtes Ziergehölz in Parks und Gärten.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/der-gewoehnliche-schneeball)

](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/der-gewoehnliche-schneeball)

[ ![Aronia: zwischen Mythos und Fakten](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2026-04/iStock-595764968.jpg.webp?h=140710cd&itok=Ch5P-U7P)

25.04.2026

Aronia: zwischen Mythos und Fakten

Die ursprünglich in Nordamerika beheimatete Aroniabeere hat in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebt. Das liegt weniger daran, dass sie sehr robust ist und auch für Gartenanfänger leicht zu handhaben ist. Vielmehr hat sie den Ruf, dass sie vielfältige positive Wirkungen auf unsere Gesundheit haben soll. Experten bremsen die Euphorie.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/aronia-zwischen-mythos-und-fakten)

](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/aronia-zwischen-mythos-und-fakten)

[ ![Sanddorn – Zitrone des Nordens](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/2025-11/iStock-1173787452.jpg.webp?h=140710cd&itok=o7haUO0e)

21.11.2025

Sanddorn – Zitrone des Nordens

Die Sanddornbeere wird wegen ihres hohen Vitamin C-Gehalts auch als „Zitrone des Nordens“ bezeichnet. Denn anders als Zitrusbäume wachsen die Sträucher in sandigen Gebieten, zum Beispiel an heimischen Küsten, und werden in Deutschland auch erwerbsmäßig genutzt.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/sanddorn-zitrone-des-nordens)

](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/sanddorn-zitrone-des-nordens)

[ ![Enzyklopädie der Wildobst- und seltenen Obstarten](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/bild_2_die_kornelkirsche_ist_nicht_nur_ein_attraktiver_fruehlingsblueher_die_fruechte_sind_als_wildobst_begehrt.jpg.webp?h=94b28deb&itok=43kUPKg7)

29.04.2016

Enzyklopädie der Wildobst- und seltenen Obstarten

Goji-Beeren sind als sehr gesundes Wildobst seit wenigen Jahren in aller Munde. Wer denkt aber schon bei seiner blühenden und fruchtenden Berberitzen- und Mahonienhecke daran, dass sich die Früchte zur Herstellung von Gelee, Kompott oder Süßmost pur oder im Gemisch mit anderen Früchten eignen? Von A wie Actinidia (Kiwi) bis Z wie Ziziphus (Jujube) hat der Autor Helmut Pirc über 200 seltene heimische und exotische Wildfruchtarten beschrieben.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/enzyklopaedie-der-wildobst-und-seltenen-obstarten)

](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/enzyklopaedie-der-wildobst-und-seltenen-obstarten)
