# Der Grundwasserboden ist Boden des Jahres 2016

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- Updated: 2025-10-24T10:24:47+00:00
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- Topics: Bodenschutz, Landwirtschaft, Umweltschutz
- Teaser text: Besonders in Senken und Niederungen findet sich deutschlandweit der Grundwasserboden, in der Fachsprache auch „Gley“ genannt. Er sammelt das Sickerwasser der Umgebung und führt über das ganze Jahr oberflächennah Grundwasser. Am Weltbodentag am 4. Dezember 2015 wurde der Gley in Berlin gekürt. Die Schirmherrschaft für den Boden des Jahres 2016 übernahm Dr. Robert Habeck, Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein.

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© Geologischer Dienst NRW Grundwasserböden regulieren durch den verzögerten Wasserabzug die Wasserstände der Bäche und Flüsse.

18.04.2016

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© Geologischer Dienst NRW

Grundwasserböden regulieren durch den verzögerten Wasserabzug die Wasserstände der Bäche und Flüsse.

18.04.2016

# Der Grundwasserboden ist Boden des Jahres 2016

## Ein gefährdeter Boden mit Grundwasser-Anschluss

Besonders in Senken und Niederungen findet sich deutschlandweit der Grundwasserboden, in der Fachsprache auch „Gley“ genannt. Er sammelt das Sickerwasser der Umgebung und führt über das ganze Jahr oberflächennah Grundwasser. Am Weltbodentag am 4. Dezember 2015 wurde der Gley in Berlin gekürt. Die Schirmherrschaft für den Boden des Jahres 2016 übernahm Dr. Robert Habeck, Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein.

[ ![Grundwasserböden regulieren durch den verzögerten Wasserabzug die Wasserstände der Bäche und Flüsse.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/grundwasserboeden.jpg.webp?h=30c08e7f&itok=5hyrAt6P "Grundwasserböden regulieren durch den verzögerten Wasserabzug die Wasserstände der Bäche und Flüsse.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/grundwasserboeden.jpg)© Geologischer Dienst NRW

Grundwasserböden regulieren durch den verzögerten Wasserabzug die Wasserstände der Bäche und Flüsse.

[ ![Bodenprofil eines Grundwasserbodens aus jungen Flussablagerungen. Foto Geologischer Dienst NRW](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/bodenprofil_klein.jpg.webp?h=199d8c1f&itok=Ujgcq9Ae "Bodenprofil eines Grundwasserbodens aus jungen Flussablagerungen. Foto Geologischer Dienst NRW") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/bodenprofil_klein.jpg)Bodenprofil eines Grundwasserbodens aus jungen Flussablagerungen. Foto Geologischer Dienst NRW

[ ![Verbreitungsmuster der Gleye in Deutschland. Dargestellt sind zusammenhängende Areale über 16 Quadratkilometer.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/verbreitungsmuster.jpg.webp?h=6bd4b340&itok=-A4ctdN1 "Verbreitungsmuster der Gleye in Deutschland. Dargestellt sind zusammenhängende Areale über 16 Quadratkilometer.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/verbreitungsmuster.jpg)© Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe

Verbreitungsmuster der Gleye in Deutschland. Dargestellt sind zusammenhängende Areale über 16 Quadratkilometer.

[ ![Das Knabenkraut fühlt sich auf feuchten und nicht gedüngten Wiesen wohl.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/knabenkraut.jpg.webp?h=1998dd3b&itok=s9rRWs4g "Das Knabenkraut fühlt sich auf feuchten und nicht gedüngten Wiesen wohl.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/knabenkraut.jpg)© B. Burbaum

Das Knabenkraut fühlt sich auf feuchten und nicht gedüngten Wiesen wohl.

## Ein Boden mit besonderem Profil

Der Grundwasserboden nimmt etwa zehn bis 15 Prozent der Fläche Deutschlands ein. Er ist hauptsächlich in der Norddeutschen Tiefebene und in Tälern mit Flüssen vorzufinden. Das seitlich einfließende Wasser führt verschiedene, gelöste Stoffe an den Gley heran, daher ist er häufig nährstoffreicher als die umgebenden Böden. Es gibt unterschiedliche Gley-Typen, zum Beispiel Kalk-, Brauneisen-, Humus- und Auengley. Sie zeigen alle ein ähnliches Bodenprofil: An der Oberfläche befindet sich ein humusreicher Oberboden. Darunter liegt ein meist gefleckter Bodenbereich, der im Winter und Frühjahr mit Wasser gefüllt ist. In den Sommermonaten nimmt die Bodenfeuchte ab, unter anderem weil die Pflanzen dem Boden während ihres Wachstums Wasser entziehen. So trocknet er allmählich ab und wird von oben belüftet. Das im Bodenwasser gelöste Eisen oder auch Mangan kann dann durch Sauerstoff oxidieren (rosten). Es lagert sich als rot-orange bzw. schwarze Flecken ab. Der unterste, graue bis blaue Bodenbereich führt ständig Wasser.

## Bedeutung als Lebensraum, Hochwasserschutz und Kühlung

Durch die hohen Grundwasserstände sind Gleye nasse Luftmangel-Standorte. Sie bieten besondere Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzengemeinschaften. Das Breitblättrige Knabenkraut und der Sumpfpippau stehen stellvertretend für eine ganze Reihe bedrohter Arten, die solch nasse Bodenverhältnisse gut vertragen. Überdies können die Gleye große Wassermengen speichern. Sie halten so das Wasser in der Landschaft und leisten einen Beitrag zum Hochwasserschutz. Besonders in Trockenperioden sorgen die Gleye aufgrund ihrer hohen Verdunstungsleistung für Abkühlung.

## Gefährdung der Gleye und landwirtschaftliche Nutzung

Der Grundwasserboden zählt in Deutschland und Mitteleuropa zu den gefährdeten Böden. In intensiv genutzten Agrarlandschaften sind fast alle Gleye entwässert, das heißt das Grundwasser wurde abgesenkt. Das führte zu starken Humusverlusten in den Oberböden einhergehend mit Emissionen des Klimagases Kohlenstoffdioxid (CO2). Ebenso kann organisch gebundener Stickstoff in Nitrat umgewandelt und ausgewaschen werden.

Heute wird versucht, die Gleye nachhaltig zu bewirtschaften und sie teilweise wieder zu vernässen. Eine bodenschonende Nutzung als Wald oder Grünland trägt zur ihrer Erhaltung bei. Beim Befahren sowie der Beweidung muss die Bodenfeuchte beachtet werden. Nur im abgetrockneten Zustand ist eine ausreichende Tragfähigkeit des Bodens gegeben und damit ein bodenschonender Maschineneinsatz möglich.

## Weitere Informationen

Kuratorium Boden des Jahres 2016

[ Mehr erfahren ](http://bodendesjahres130.apps-1and1.net/)

Flyer Umweltbundesamt

[ Mehr erfahren ](http://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/378/publikationen/flyer_boden_des_jahres_2016.pdf)

## Weitere Beiträge

[ ![Der Stauwasserboden ist Boden des Jahres 2015](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/traktor_0.jpg.webp?h=08b866d1&itok=d4z7a8Eo)

03.03.2015

Der Stauwasserboden ist Boden des Jahres 2015

Um mehr Licht in die Welt unter unseren Füßen zu bringen, ruft ein Fachkuratorium jährlich am 5.Dezember, dem Weltbodentag, den „Boden des Jahres“ für das Folgejahr aus. Für 2015 fiel die Wahl auf den Stauwasserboden (Pseudogley). Mit einer Fläche von über 40 000 Quadratkilometern – das entspricht nahezu der Fläche der Niederlande – und mehr als zehn Prozent der Gesamtfläche Deutschlands, ist dieser Boden bei uns weit verbreitet.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/der-stauwasserboden-ist-boden-des-jahres-2015)

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[ ![Boden des Jahres 2013: Der Plaggenesch](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/18-eschkante_bei_windmuehle_lechtingen.jpg.webp?h=926d89e9&itok=TlVI7rtb)

12.02.2013

Boden des Jahres 2013: Der Plaggenesch

Am Weltbodentag am 5. Dezember 2012 wurde der Plaggenesch zum Boden des Jahres 2013 berufen. Nicht die Natur ließ ihn entstehen, sondern der Mensch. Ab dem Mittelalter trugen die Bauern im Nordwesten Deutschlands etwa tausend Jahre lang obere Bodenschichten – die „Plaggen“ – ab, vermischten sie mit Stallmist und düngten damit ihre Felder, die „Eschen“.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/boden-des-jahres-2013-der-plaggenesch)

](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/boden-des-jahres-2013-der-plaggenesch)

[ ![Am 5. Dezember ist Weltbodentag](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/moor_am_schliffkopf.jpg.webp?h=39544c47&itok=qFobeXI3)

04.12.2012

Am 5. Dezember ist Weltbodentag

Eine der wichtigsten Lebensgrundlagen für Mensch und Tier ist – neben Wasser und Luft – der Boden. Er zählt zu den begrenzten Ressourcen und muss nachhaltig genutzt und geschützt werden. Die Internationale Bodenkundliche Union (IUSS) hat den 5. Dezember zum Weltbodentag erklärt. Der Aktionstag soll die Bedeutung der Böden und ihre Schutzwürdigkeit stärker im Bewusstsein der Menschen verankern.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/am-5-dezember-ist-weltbodentag)

](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/am-5-dezember-ist-weltbodentag)
